Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Arztberuf - wirklich so stressig?
lina6666
31.12.2014, 22:15
Also, ich möchte eigentlich keine 60-70 Stundenwoche arbeiten, weil ich gerne auch Freizeit haben möchte.
Klar, ist das Arztgehalt hoch, aber wenn man es auf den Stundenlohn umrechnet ist es nicht mehr so viel, da Ärzte doch sehr viel arbeiten müssen. Oder kann man sich eine Fachrichtung aussuchen, die nicht viel stress ist?
Ich möchte kein Bio etc. studieren, wegen den schlechten Berufschancen. Klar, soll ein Studium spaß machen, aber man soll hinterher auch davon leben können. Medizin an sich ist ein super interessantes Studium, auch wenn es ein hartes Studium sein sollte.. jedoch möchte ich mich später zurücklehnen und mich nicht jeden Tag stressen lassen..
meine Eltern z.B. haben ein Restaraunt und wenn viel los ist muss ich auch aushelfen, was sehr viel stress für mich bedeutet, da alles unter Zeitdruck etc. gemacht wird.. so ein Leben möchte ich später einfach nicht permanent haben.. und ich habe das Gefühl, dass Ärzte ständig nur am rumlaufen sind und gestresst sind
meine Großtante macht gerade ihren Facharzt, sie meinte dass sie "nur" 4000 brutto verdient, jedoch muss sie öfters Dienst schieben und ist oft ermüdet. Und dafür dass sie so viel arbeitet, sei ihr Gehalt zu niedrig (also auf stundenlohn runtergerechnet)
lina6666
31.12.2014, 22:21
Naja, vielleicht dauert es noch ein bisschen, bis deine Schilddrüse richtig eingestellt ist. Oder vielleicht hast du Eisenmangel etc.
Bekommst du denn sofort einen Studienplatz mit deinem Abi?
Wenn du keine Lust aufs Krankenhaus hast, musst du dir eben eine Fachrichtung suchen, die du gut ambulant machen kannst. Dann musst du nur die Mindestzeit der Weiterbildung im Krankenhaus absolvieren, ist auch mein Plan. ;-)
Aber willst du nicht in eine Praxis oder warum stört dich das bei Zahnmedizin so?
Bio, Molekulare Medizin etc. haben sehr, sehr schlechte Berufsaussichten, das kann man keinem empfehlen.
Als BWLer muss man auch gut sein, damit man viel verdient und ob man dann weniger arbeitet als ein Arzt, bezweifel ich auch, siehe Unternehmensberater z.B.
Also einen sofortigen Platz würde ich für das SS bekommen, müsste dafür aber auch von meiner Familie wegziehen..
Zahnmedizin finde ich eigentlich gar nicht so ecklig, man macht ja auch keinen FA im Krankenhaus, und ist sogar noch schneller fertig.. ich wollte eigentlich immer einer großen Firma oder in einer Klinik arbeiten, da ich gerne mit unterschiedlichen Leuten zusammen arbeiten möchte.. und nicht in einer 5 - Mann - Praxis (vielleicht wenn ich über 40 oder 50 bin)..
ich möchte einfach ein geregeltes Leben, das heißt, wenn ich um 18 Uhr Feierabend habe, dass ich dann nicht 2 Stunden noch in der Klinik hänge und meine Pläne für abend verwerfe..
Muss man als Arzt denn Nachtdienst schieben? Ist es verpflichtend? Weil ehrlich gesagt, kann ich auf das Geld verzichten, dass ist mir nicht so wichtig, mir ist viel wichtiger dass ich meinen Schlaf habe ..
Ich habe nämlich dass Problem, dass ich ca 10 Stunden schlafen muss, damit ich für den nächsten Tag fit bin.. und wenn ich einen 24h - Dienst schiebe und noch länger, dann müsste ich den nächsten Tag komplett durchschlafen.. dann wird das nichts mehr mit Freunde und familie :-heul
Skalpella
31.12.2014, 22:36
Also, ich möchte eigentlich keine 60-70 Stundenwoche arbeiten, weil ich gerne auch Freizeit haben möchte.
Klar, ist das Arztgehalt hoch, aber wenn man es auf den Stundenlohn umrechnet ist es nicht mehr so viel, da Ärzte doch sehr viel arbeiten müssen. Oder kann man sich eine Fachrichtung aussuchen, die nicht viel stress ist?
. . .
Das Problem ist, dass mich der arztberuf abschreckt, vor allem Ekel und die schlechten Arbeitsbedingungen und auch das Gehalt.. ich möchte später auch etwas Freizeit haben, auch für meine Familie etc. , außerdem weiß ich nicht, ob ich jede Woche einmal einen 24 h dienst schieben kann...
ich höre immer davon wie unzufrieden ärzte mit ihren Beruf sind, dass sie viel zu viel arbeiten müssen und dafür wenig geld bekommen und keine Zeit für Freunde und Familie haben.
Andererseits würde mich das Studium intressieren, ich wollte eigentlich immer Medizin studieren, bis zu dem Pflegepraktikum.. (wobei ich auch sagen muss, dass ich nicht gut da ran geführt worden bin, ich habe eher die "drecksarbeit" der Krankenschwestern gemacht). . .
Zusammengefasst für Dich: Studium - 6 Jahre --- Arbeitsleben 40 Jahre.
Alle Deine Argumente sprechen gegen ein Medizinstudium - auch wenn hier eigentlich nahezu JEDEM zum Medizinstudium geraten wird: Mach was anderes! Auch wenn es immer Ausnahmen gibt: Regelhaft ist der Arztberuf relativ stressig, geprägt von hoher Arbeitsbelastung und ungünstigen Arbeitszeiten. Wenn Dich der Arztberuf auch noch ABSCHRECKT, warum denkst Du überhaupt über das Studium nach?
Edit: Warum ich das an Silvester um halb zwölf schreibe--> Notarztdienst. Selbstgewählter Beruf :-) Aber später net beschweren!
Muss man als Arzt denn Nachtdienst schieben? Ist es verpflichtend? Weil ehrlich gesagt, kann ich auf das Geld verzichten, dass ist mir nicht so wichtig, mir ist viel wichtiger dass ich meinen Schlaf habe ..
Als Assistenzarzt: ja, normalerweise schon. Außer in "notfallfernen Bereichen" wie Arbeitsmedizin, Mikrobiologie, Humangenetik etc.
Als Facharzt: teils auch. Außer in "notfallfernen Bereichen"...
Als Oberarzt: eher weniger, dafür aber Rufbereitschaft. Also man wird nachts angerufen und kann das Problem entweder telefonisch klären oder muss in die Klinik fahren.
Alternative zur Klinik: eine Praxis. Aber das willst du ja wiederum nicht wegen diesen wenigen unterschiedlichen Leuten.
Lass dich von den 60-70 Stunden nicht so abschrecken. In Wirklichkeit sein es bei den Wenigsten so viel. Ich mach im Durchschnitt genau 40h pro Woche + 32h an Wochenenden pro Monat die ausbezahlt werden. Also im Durchschnitt exakt 48h pro Woche übers Jahr gesehen. Alles was ich unter der Woche über 40h bin bekomm ich wannanders mal frei, das Wochenende wird ausbezahlt. Aus meiner Sicht ist es halt eher schwierig kalkulierbar mit den Arbeitszeiten. Das liegt bei mir aber auch am Fach (Chirurgie). Ich mein, wenn offizieller Dienstschluss 16:15 ist, dann brauch ich nicht mir für 17 Uhr einen Termin einplanen. Das geht zu 90% schief. 18 Uhr geht schon eher, muss man halt mit den Kollegen besprechen. Wenns wichtig ist geht das schon. Aber es gibt halt Berufe in denen ist sowas unkomplizierter.
Und bezüglich "muss ich wirklich Nachtdienste machen":
Tarifvertrag: Ärztinnen und Ärzte sind im Rahmen begründeter betrieblicher/dienstlicher Notwendigkeiten zur Leistung von Sonntags-, Feiertags-, Nacht-, Wechsel-schicht-, Schichtarbeit sowie – bei Teilzeitbeschäftigung aufgrund arbeitsver-traglicher Regelung oder mit ihrer Zustimmung – zu Bereitschaftsdienst, Rufbereitschaft, Überstunden und Mehrarbeit verpflichtet.
Notfallbereitschaften sind immer notwendig. Und das gibts zumindest für die größeren Fächer eigentlich immer.
Lass es mit dem Medizinstudium, bei dir spricht viel zu viel jetzt schon dagegen, du wirst nicht glücklich damit!
Zur Großtante: in welchem Abschnitt der Weiterbildung zum Facharzt befindet sie sich? Brutto 4000 hast du nämlich bereits beim Einstieg, netto entsprechend weniger.
lina6666
01.01.2015, 14:53
Zusammengefasst für Dich: Studium - 6 Jahre --- Arbeitsleben 40 Jahre.
Alle Deine Argumente sprechen gegen ein Medizinstudium - auch wenn hier eigentlich nahezu JEDEM zum Medizinstudium geraten wird: Mach was anderes! Auch wenn es immer Ausnahmen gibt: Regelhaft ist der Arztberuf relativ stressig, geprägt von hoher Arbeitsbelastung und ungünstigen Arbeitszeiten. Wenn Dich der Arztberuf auch noch ABSCHRECKT, warum denkst Du überhaupt über das Studium nach?
Edit: Warum ich das an Silvester um halb zwölf schreibe--> Notarztdienst. Selbstgewählter Beruf :-) Aber später net beschweren!
Ich weiß nicht, mich fasziniert das Fach einfach, dass habe ich auch gemerkt beim Mediziner Test, bei der Textbearbeitung, wo es um medizinische/naturwissenschaftliche Sachverhalte geht.. ich kann mir sowas auch gut merken..
ich denke auch, dass der Arztberuf mir spaß macht, nur halt nicht unter solchen Bedingungen..
Vielleicht erhoffe ich mir, dass es eine Fachrichtung gibt, die nicht so stressig ist.. :S
Müsste man als Laborarzt auch Nachtdienst schieben?
lina6666
01.01.2015, 14:55
Lass es mit dem Medizinstudium, bei dir spricht viel zu viel jetzt schon dagegen, du wirst nicht glücklich damit!
Zur Großtante: in welchem Abschnitt der Weiterbildung zum Facharzt befindet sie sich? Brutto 4000 hast du nämlich bereits beim Einstieg, netto entsprechend weniger.
Sie hat glaube im Notdienst und kurze Zeit in der Chirurgie gearbeitet (hat das aber nicht mehr gemacht, weil es ihr zu anstrengend war).. und sie ist glaube ich im 2. WBJ oder im 3. ! :)
Und sie meinte halt zu mir, dass ihr Job sehr stressig ist, und sie es nicht mehr machen würde, weil sie zu wenig Geld für die viele Arbeitsstunden bekommt ..
Feuerblick
01.01.2015, 15:12
Nun, die Bedingungen sind halt nun einmal so, auch wenn sie weniger gruselig sind als die in deinem ersten Posting angegebenen.
Wenn dir schon das Mitarbeiten im Restaurant deiner Eltern zu stressig ist, dann lass es mit dem Medizinstudium. Denn als Assistenzarzt rennst du nunmal viel herum, arbeitest viel, stehst unter Stress, hast eine Menge Verantwortung und Zeitdruck und musst in jeder Fachrichtung Dienste machen. Regelhaft 10 Stunden Schlaf? Das wirst du schon bei einem normalen Beruf nur schwer verwirklichen können. Als Arzt aber ganz sicher nicht. Selbst dann nicht, wenn du eine Stelle findest, wo du wenig bis keine Überstunden machen musst. Das ist so... Punkt! Wenn dir der Gedanke daran schon zuviel ist, dann solltest du nicht Humanmedizin studieren. Auch wenn du noch 100mal nachfragst, wird dir bei deinen Wünschen KEINER zum Studium raten. :-nix
Und Zahnmedizin, wenn du nicht in einer Praxis arbeiten möchtest? Dürfte auch eher keine schlaue Entscheidung sein :-nix
Kurz: Lass es und such dir etwas anderes, was dich vielleicht auch interessiert und was dir geregelte Arbeitszeiten bietet.
Lass es mit dem Medizinstudium, bei dir spricht viel zu viel jetzt schon dagegen, du wirst nicht glücklich damit!
Zur Großtante: in welchem Abschnitt der Weiterbildung zum Facharzt befindet sie sich? Brutto 4000 hast du nämlich bereits beim Einstieg, netto entsprechend weniger.
Ich glaube mit ihren Vorstellungen wird sie kaum irgend einen Job finden, der sie glücklich macht. ;-)
Oben gab es mal die Bemerkung: 6 Jahre Studium, 40 Jahre Berufsleben. Alle von den hier berichtet wird denen es "schlecht" geht als Ärzte sind in der Weiterbildung. Das sind 5 Jahre vs. 35 Jahre danach. Sehr viele Fachärzte machen gar keine Nachtdienste mehr. Wenn man das bis an sein Lebensende unbedingt machen will, wird man eben Chirurg oder Internist und bleibt sein Leben lang an der Klinik. ;-) Das ist aber Gott sei Dank kein Zwang ;-)
smanpodg
01.01.2015, 15:55
[QUOTE=EVT;1806557]
Bekomme nur einen Studienplatz in ZM, könnte aber wenn alles gut klappt noch zu HM wechseln :)
Dann freu ich mich, nachdem ich deinen aufschlussreichen Post über deine Abneigung, den Arztberuf auszuüben, gelesen habe, auf deinen Post mit der Überschrift "Hilfe, alle Patienten haben Berlin 45 im Mund und stinken! Wie kann ich zu HM wechseln?"
Studium ≠ Beruf. Das gilt fast immer. Das Studium kann einen mehr "erfüllen" als Leute-über-den-Tisch-ziehen-und-Schuld-an-der-Wirtschaftskrise-BSC aber das hat manchmal mit dem späteren Beruf nicht viel am Hut.
Wenn dich Kot, Urin, Blut und 24h Dienste anöden, tu dir einen Gefallen und lass es sein. Das erspart dir sehr sehr viel Ärger!
Test,
Sie muss aber erstmal die Zeit bis zum Facharzt erfüllen - ich weiß ja nicht wies in deinem Fachbereich ist ;-), aber alle anderen jammern ob der Dienste und kommen zum Teil an die Grenzen der Belastbarkeit. Wohl unter anderem auch in der jeweiligen Persönlichkeit begründet, aber im Freundeskreis zum Teil wirklich sehr belastend. Und das waren alles keine Leute, die nicht wussten, worauf sie sich einließen.
Wenn ich hier lese, worauf im Leben wert gelegt wird, dann ist es eben ein 9to5 Job mit freien WE, Nächten und Feiertagen, da kann man nicht ernsthaft den Beruf eines Arztes guten Gewissens raten. Und das bei mir, wo ich doch eher die Pro Studium Meinung vertrete ...
Edit: was ist Berlin45????
In meinem Fach erlebe ich dieses Jammern nicht. ;-) Auch wenn 3-5 Jahre mit 1-2 24h Diensten im Monat vielleicht nicht der absolute Traum sind, so ist diese Zeitraum meiner Meinung nach auch im Vergleich zu Entbehrungen, die in anderen Berufsgruppen von einem verlang werden, gerade noch so auszuhalten. ;-) Aber vielleicht sieht das Generation Y anders. ;-) Und es gibt auch andere Fächer, von denen ich dieses Jammern in dem Ausmaß ebenfalls nicht höre. Klar, das sind nicht Innere und nicht Chirurgie. ;-)
Bekommst du nur jetzt zum SS direkt einen Humanmedizinstudienplatz? Wenn dich wegziehen stört, ist der Quereinstieg nichts für dich, denn da musst du deutschlandweit flexibel sein. Abgesehen davon kann es ein paar Jahre dauern, bis du einen Platz bekommst.
Um sich niederzulassen muss man ja erst einmal Facharzt sein, und damit muss man durch das Krankenhaus udn das incl- Nachtdienste.
Labormediziner müssen soweit ich weiß, auch Dienste machen, allerdings weiß ich nicht, wie viele wirklich vor Ort sind und wann nur reingefahren wird b. Bed
Test, nur 1-2 Dienste im Monat sind J a eher nicht der Normalfall, eher das Dreifache.
Test, nur 1-2 Dienste im Monat sind J a eher nicht der Normalfall, eher das Dreifache.
Eben!
Was hast du eigentlich für einen Abischnitt, dass es für Zahnmedizin reichen würde, aber nicht für Humanmedizin über den TMS oder Ham-NAT? Bei welchen Fachrichtungen hat man eigentlich intensiveren Kontakt zu Kot? Viszeralchirurgie könnte ich mir vorstellen. Es gibt doch auch ein paar Fachrichtungen ohne/mit wenigen Diensten, wobei man vielleicht auch drei Jahre im Krankenhaus in Kauf nehmen kann.
.Jordan.
01.01.2015, 19:36
@ TE: Dir ist aber schon klar, dass du deinem Arbeitgeber etwas bieten musst. Wofür solltest du denn sonst bezahlt werden? Fürs „zurücklehnen“? Wenn deine Eltern so einen stressigen Job haben, solltest du wissen, dass es im Leben nicht nur easy-going gibt. Deine Beiträge klingen wirklich sehr weinerlich- für den Arbeitsmarkt insgesamt. Das eine ist, etwas unangenehm zu finden, aber du scheinst dich da auch nicht durchbeissen zu wollen. Du solltest deine Einstellung wirklich mal unter die Lupe nehmen, denn das kann ja sonst nur ein harter Weg werden.
Du gibst einen Beruf, den du dir gut vorstellen könntest, schon auf, weil du dann umziehen müsstest? In bestimmten Situationen muss man einfach etwas investieren. Bin ja insgesamt wohl ganz anders gestrickt als du, aber…wow. Du klingst wirklich, als hättest du keinerlei Ehrgeiz. Wenn du mind. 10 h Schlaf brauchst und in D ein Arbeitstag mit Weg in der Regel mind. 9-10 h sind, bleibt dir doch kaum Zeit zu leben.
Es ist wirklich so, dass man mit dem Abschluss in Humanmedizin nicht zwingend 40 Jahre Klinikarzt werden muss, obwohl manche immer wieder diesen Eindruck vermitteln. Und selbst in der Klinik sind zig Varianten bzgl. Arbeitspensum, Stress, persönliche Erfüllung etc. möglich. Selbst wenn es patientennahe Fächer sind. Auch bei gleicher Fachrichtung und gleichem Ausbildungsstand wird es kaum deckungsgleiche Arbeitstage geben. Das zeigt sich allein schon am Thema Überstunden. Während für den einen 90 min täglich quasi zum Arbeitsvertrag dazu gehören, sind es für den anderen eher Ausnahmen.
Allerdings muss man auch flexible genug sein, die Bedingungen den eigenen Wünschen anzupassen (Richtungswechsel, Klinikwechsel, Ausland etc.). Das ist bei dir ja eher nicht der Fall.
Aber auch bei den Fächern und Kliniken, die weniger von dir abverlangen, wird es nie „zurücklehnen“ sein. Wie kannst du mit dieser Haltung einsteigen? In deiner Lebensphase müsste doch eher naiver Enthusiasmus für dein angestrebtes Ziel herrschen ;-).
Es liest sich, als ob es für dich in Wirklichkeit ein ständiger Kampf gegen deine festgelegten Bedingungen sein wird statt ein chilliger Weg- egal welchen Beruf du wählst. Irgendwas musst du ja schließlich bringen.
Test, nur 1-2 Dienste im Monat sind J a eher nicht der Normalfall, eher das Dreifache.
Habe ich nie gesagt. Aber es gibt genug Fächer/Kliniken in denen man entweder nur begrenzt (da Weiterbildung auch ambulant) oder eben in dem von mir genannten Ausmaß Dienste macht. Oder sogar gar keine Dienste macht. Man hat es also selber in der Hand, in welchem Bereich man später tätig wird. Auch z.B. auf dem Weg zum Allgemeinmediziner, der ja immer noch der häufigste Facharzt ist, wird man nicht sein Leben lang unendlich viele Nachtdienste machen, sondern nur wenige Jahre.
Wenn man gar nicht bereit ist irgendwelche Entbehrungen/Opfer im Laufe seiner Ausbildung/Karriere zu bringen, wird man meiner Meinung nach egal in welchem Bereich nicht erfolgreich sein. Und so ein bisschen bekomme ich hier bei den Anfragen von "Jüngeren" öfter hier den Eindruck man woll die eierlegende Wollmilchsau = lockere Ausbildung, wenig Arbeitszeit, keine Nachtarbeit, interessantes Thema, keinen Stress, herausragende Bezahlung und das ganze als Automatismus. Meiner Meinung nach kann man auch in der Medizin (vielleicht sogar besser als in vielen anderen Studiengängen) eine gute work-life Balance haben. Aber ein Automatismus ist das nicht sondern muss durch Information, Interesse, Planung, Engagement, ggf. auch phasenweise Erbringen von Opfern (Stress, Dienste) erreicht werden. Ich glaube kaum, dass es in anderen Berufen so total anders als in der Medizin und nur die Mediziner sich so furchtbar in Ihren Nachtdiensten ein LEben lang quälen müssen. ;-) Der Unternehmensberater verbringt auch JAhre unter der Woche in Hotels weit weg von seiner Familie bis er vielleicht irgendwann mal in einem Unternehmen eine ruhigere Kugel schieben kann. :-nix
JOrdan hat es ziemlich gut auf den Punkt gebracht ;-) Mit der Einstellung wird es egal in welchem Bereich sehr schwierig. ;-) :-meinung
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