Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : wie hat das Studium euch verändert?
anna1708
22.03.2015, 14:07
ach ja,
@ kretschmann, warum sind denn südländer nun bessere sänger?
Malzkaffee
22.03.2015, 15:19
ich glaube, ich bin persönlich in vielen dingen abgehärteter geworden, also pyschisch meine ich. so schnell bringt mich heute nichts mehr aus der ruhe ;-)
Ich glaub bei mir hat das eher den gegenteiligen Effekt. Keine Abhärtung, sondern ich werde eher immer sensibler. So ne Art PTSD.
ehemaliger User_11062015
22.03.2015, 15:59
edit.
ehemaliger User_25062015
22.03.2015, 16:23
Ich hab hier vor meinem Studium mal ne Userin angefahren, warum sie sich seit sie studiert so zynisch geworden ist, weil mir das 'damals' absolut unverständlich war. Absolut zu Unrecht, wie ich mir jetzt eingestehen muss.
Das Studium hat seinen Teil dazu beigetragen, ja. Da war/ist aber noch einiges anderes im argen gewesen. Das Studium ist kein Monster, sobald man nicht mehr diesen elendigen Druck hat wenigstens die Vorklinik in Regelstudienzeit zu schaffen, wirds besser. In der Klinik hat man (gefühlt) so viel mehr Zeit seine Scheine zusammen zu bekommen, es ist definitiv entspannter. Und man wird wieder ein bisschen normaler.
ehemaliger User_11062015
22.03.2015, 17:54
edit.
Ich glaube aber, dass es in Ungarn durch den Konkurrenzdruck noch schwieriger ist, die ganzen mündlichen Prüfungen, man ist weit weg von zuhause, muss um einen Klinikplatz bangen, das Studium ist sehr teuer..
Jau Humani, drum frag ich ja was bei euch Zahnis so abgeht.^^
Das klingt ja echt..bescheiden..dass man sich als gebildeter Mensch wie ein Höhlenmensch aufführen muss..unmöglich
Bei uns haben die Humanis wegen jedem Scheiss geklagt, sei es bei den Anatomen oder wegen irgendeinem kleinen Biochemie Testat wo man hier als Zahnmediziner einfach nur lachen kann. Wenn man nach diesem "Gerechtigkeitsprinzip" vorgehen würde müsste man 80% der Zahnklinik verklagen zumal viele Humanmediziner ein heftiges Autoritätsproblem gegenüber Professoren haben. Widersprechen geschweige denn rumzupöbeln ist in der Zahnklinik einfach undenkbar, man hat stets zu kuschen und ist den abenteuerlichsten Benotungen Woche für Woche ausgesetzt weil im Schnitt alle 10 Tage irgendein Testat oder eine Abgabe ansteht. Zusätzlich gibt es wahlweise vom Assistenten oder direkt vom Prof noch einen Spruch gratis dazu.. jetzt aber genug gejammert
ehemaliger User_25062015
23.03.2015, 13:42
Äh ja kommt richtig gut Humanis hier runterzumachen..könnte jetzt auch anfangen zu erzählen wie sich Zahnis teilweise aufgeführt haben in meinem 1. Semester, aber das is weder das Thema noch interessiert das jemanden. Keine Ahnung warum das hier immer wieder passiert.
Kretschmann
23.03.2015, 15:01
könnte jetzt auch anfangen zu erzählen wie sich Zahnis teilweise aufgeführt haben in meinem 1. Semester
Wie die Kings? :cool:
Ach, solche Pappnasen gibt es doch in jedem Studiengang. Bei uns sind die Humanis ziemlich normale Leute, also überhaupt nicht anstrengend.
ehemaliger User_25062015
23.03.2015, 17:20
Wie die Kings? :cool:
Ja schon. Da gab's ne Gruppe, die meinte in Tutorien zu spät zu kommen, Lärm zu machen und alles in allem einfach dämlich zu sein. Trotzdem scher ich nicht alle Zahnis aus dem Jahrgang über einen Kamm. Wieso auch. Gibt auch dämliche Humanis. Oder Bwler oder wie du sagtest: In jedem Fach. Und trotzdem fängt hier alle Nase lang jemand das Fachrichtungsbashing an. Wers braucht.
Zur Ausgangsfrage: Geht man als Zahni eigentlich "anders" zum Zahnarzt als ein Normalo? Also beäugt ihr das kritischer? Oder geht ihr vielleicht gar nicht mehr zum Zahnarzt und lasst zur Routinekontrolle schnell nen Kommilitonen draufgucken?:-)) Klingt vielleicht dämlich, aber würde mich mal interessieren^^
Für das Bonusheft muss man ja einmal im Jahr zum Zahnarzt. Ich weiß nicht, ob die Zahnklinik das auch abstempeln kann.
Bei uns wurden ständig Leute für die Zahnreinigung gesucht, die kann man sich dann öfter mal kostenlos gönnen. ;-)
Kretschmann
23.03.2015, 20:19
ach ja,
@ kretschmann, warum sind denn südländer nun bessere sänger?
Je näher man zum Äquator geht, desto größer werden die Nasennebenhöhlen (und kleiner die Nasenhöhle). Dadurch bekommt man(n) eine kraftvollere Stimme (=besseres Widerhallen :-) )
baugruen
26.03.2015, 08:12
Ich bin unglaublich misstrauisch gegenüber Menschen, insbesondere meiner Kommilitonen geworden. Und das hasse ich sehr an mir, weil ich so eigentlich gar nicht bin. Lieber ein gottvertrauen in den Menschen haben und dafür ab und dann enttäuscht werden, war meine devise, aber davon ist genau gar nichts mehr übrig geblieben.
das ist genauso ein ding, das mir sorgen macht: dass man selbst zum arschloch wird. und ich glaube, man bekommt es gar nicht richtig mit. weil so viele menschen um einen herum eben schon an diesem punkt sind.
ein paar posts weiter vor hieß es mal, in der klinik würde es sich wieder normalisieren... der post kam glaube ich von einem humani, oder?
bei mir war es zum beispiel eindeutig so, dass die vorklinik ganz okay war, auf jeden fall machbar. erst in der (zahn)klinik lief es dann aus dem ruder...
ehemaliger User_11062015
26.03.2015, 09:41
edit.
Absolute Arrhythmie
26.03.2015, 09:55
Ich glaube schon dass man selbst in der Hand hat wohin man sich im Alltag im Krankenhaus entwickelt, aber es hat auch viel damit zu tun zu wieviel Selbstreflexion man fähig ist. Man muss nicht zwingend kalt und zynisch werden, ich bin mit sehr sicher dass man sich seine Menschlichkeit bewahren kann. Zumindest sehe ich das nach nun fast neun Jahren Arbeit im Krankenhaus so.
Malzkaffee
26.03.2015, 11:08
Ich glaube schon dass man selbst in der Hand hat wohin man sich im Alltag im Krankenhaus entwickelt, aber es hat auch viel damit zu tun zu wieviel Selbstreflexion man fähig ist. Man muss nicht zwingend kalt und zynisch werden, ich bin mit sehr sicher dass man sich seine Menschlichkeit bewahren kann. Zumindest sehe ich das nach nun fast neun Jahren Arbeit im Krankenhaus so.
Ich glaube, das ist bei uns Zahnis genau das Problem: Man fühlt sich ausgeliefert. Man hat kaum etwas selbst in der Hand, es sei denn, man hat ein gutes Repertoire an Patienten für alle Fälle. Sonst ist es ein Glücksspiel.
Um das den Humanis vielleicht etwas zu erklären: Bei uns gibt es jedes klinische Semester einen Kurs, der so ca. 30 Stunden die Woche ausmacht, der muss geschafft werden, da nach diesem das ganze Studium ausgerichtet ist. Alle anderen Scheine sind Beiwerk. Schafft man den Kurs nicht, wiederholt man eigentlich das ganze Semester. Hfig ist es so, dass man dann auch keine anderen Scheine machen kann, weils einfach nicht eingeplant ist und man die Zeit nicht hat. Freiheiten gibts nicht, man verbringt eigentlich jeden Tag von acht bis sechs an der Uni und Pausen sind die Vorlesungen. Bei uns haben sie ganz geschickt an den meisten Tagen nicht mal ne Mittagspause eingeplant.
Das ist so die Grundsituation. Darum finden viele Zahnis die Vorklinik so viel schöner. Ich hab schon gehärt, das bei Humanis die Klinik eher so wie ein normales Studium ist.
<-- tiermediziner!
Also anfangs war das Studium unheimlich desillusionierend in Sachen Tierhaltung und was man so zu wissen meint. Aus einem PETA Fan und "ich bin gegen Tierversuche" Buttons wurde ein realistischer, wenn auch zum Teil sehr frustrierender Gesamtüberblick.
In Sachen Lebensmittelerzeugung, Landwirtschaft und Genfood wurde ich teilweise zum absoluten Stimmungstief mit dem kein Mensch mehr über solche Themen sprechen will.
Insgesamt bin ich auch misstrauischer, nachtragender und wütender als vorher und hinterfrage alles und jeden (ganz gabz schlechte Angewohnheit!).
Zum Humanarzt kann und will ich nicht mehr gehen es sei denn es geht nicht mehr anders und man bringt mich liegend dort hin.
Ich Bewundere Euch Humanis! Ich könnte das nicht was ihr Euch jeden Tag antut.
ehemaliger User_25062015
26.03.2015, 11:39
@Malzkaffe Was ist denn ein normales Studium? Und was ein unnormales? Ich hätte nie was anderes gesagt als dass das ganze Medizinstudium was anderes als ein ganz normales Studium ist.
Ich sehe das alles auch nicht so negativ. :-nix
In Ungarn ist eben dieser Konkurrenzkampf wegen des Wechsels nach Deutschland, das gibt es an den deutschen Unis ja nicht. Selbst unter den Teilis ist es mir nicht aufgefallen, in der Zahnivorklinik auch nicht, im Gegenteil, da war ein sehr großer Zusammenhalt.
Ansonsten finde ich meine Kommilitonen zum allergrößten Teil völlig ok, hilfsbereit etc...
ehemaliger User_25062015
26.03.2015, 18:42
@EVT Du hast doch aber auch nur ein Semester lang Zahnmedizin studiert oder? Und hier gehts ja auch nicht um die Erfahrungen bei den Humanis. ;-) Sind ja doch einige hier, die von verschiedenen Unis von solchem Verhalten der Dozenten berichten. Und das find ich echt mies.
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