Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sinn und Unsinn des Veganismus
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tinyworld
13.09.2016, 11:36
Spätestens wenn die Mentalität oder Auslegung der Rechtssprechung auf andere Bereiche ausweitet wirds lustig :-))
Es gibt bestimmt auch Themen die du Frau Pelz anders siehst als ein Großteil der Bevölkerung, wie würdest du dich fühlen wenn man dir deine Art zu Denken/Leben einfach gesetzlich vorschreiben würde?
Christoph_A
13.09.2016, 11:44
Wie sagte Tucholsky so treffend: Freiheit ist immer die Freiheit des anders Denkenden! Banal, aber oft übersehen.
tinyworld
13.09.2016, 12:00
Christoph: Das es dich nicht stört dachte ich mir :-)) mich persönlich würde es auch nicht stören, ich finde es muss einfach nicht sein und ist respektlos, das ist alles. Sind ja alle Erwachsene Menschen hier. Mein Teenie-Kind würde nie so mit mir reden...
Sollte einfach nur ein Plädoyer für einen respektvollen Umgang sein:-dafür
Brutus, dann gibt es halt eine verbesserte FAO-Studie die nochmal konkreter und genauer ähnliches herausfinden wird. Denke jetzt, nicht dass wegen einer mangelhaften Studie die Grundaussage der klimaschädlichkeit falsch ist...
Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast!
Alleine die Aussage: "eine verbesserte FAO-Studie, die noch mal konkreter und genauer ähnliches herausfinden wird." impliziert ja schon, dass das Ergebnis dieser Studie schon feststeht. Und jetzt baue ich mir das Gerüst drum herum. :-nix
Christoph_A
13.09.2016, 12:19
witte witte witt, ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt......:-blush
kirschbluete
13.09.2016, 12:57
Ich kann der Diskussion zwar nicht mehr folgen und habe auch nicht alle Beiträge gelesen, deshalb ignoriert den Beitrag, falls Themaverfehlung ;-)
Ich habe mich selbst längere Zeit vegetarisch ernährt, aber habe das aus verschiedenen Gründen wieder aufgegeben. Einer davon war, dass es mir zu kompliziert war ständig drauf zu achten, was man essen "darf" und was nicht (Saft, Brezeln, Gummibärchen, Frischkäse, Kuchen etc.) und ich nicht inkonsequent sein wollte. Auch jetzt esse ich noch immer sehr, sehr wenig Fleisch und das auch nur, wenn ich weiß wo es herkommt. Vegan kam für mich nie in Frage und wird von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung auch nicht empfohlen. Es stimmt einfach nicht, dass nur B12 fehlt. https://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/dge-position/vegane-ernaehrung/ Hier nochmal das ganze auf Kinder bezogen: https://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/fachinformationen/vegane-ernaehrung-saeugling-kindesalter/
Ich habe mehrere Veganer im Freundeskreis - mit denen wird vegan gegessen und es gibt keine Diskussionen. Und die versuchen auch nicht ständig zu missionieren, so wie es im Internet häufiger vorkommt.
Aber warum schaffen es viele nicht einfach mal konsequent zu sein? Warum kaufen viele Vegetarier und Massentierhaltungsgegner vegetarische Produkte von Firmen, die sonst nur Fleisch aus Massentierhaltung produzieren? Und wenn die armen Milchkühe, Honigbienen und was es noch so alles gibt, so gequält werden, warum kauft man sich dann Ugg Boots und Kosmetik von Firmen, die Tierversuche machen? Warum lässt man seine Kleider von Kindern in Bangladesch zusammennähen? Warum isst man immer noch Sojaprodukte, wenn die so schädlich für die Umwelt sind? Müsste man dann nicht konsequent sein und sein ganzes Leben auf Fair Trade umstellen?
Auch wenn das jetzt etwas weiter geführt hat, hoffe ich, dass ihr verstanden habt was ich sagen wollte :-)
Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast!
Alleine die Aussage: "eine verbesserte FAO-Studie, die noch mal konkreter und genauer ähnliches herausfinden wird." impliziert ja schon, dass das Ergebnis dieser Studie schon feststeht. Und jetzt baue ich mir das Gerüst drum herum. :-nix
Das habe ich geschrieben, weil in deinem Zitat auch selbst steht "Ein Autor der FAO-Studie akzeptierte die Kritik an dem Vergleich von Treibhausgasemissionen von Verkehr und Landwirtschaft, sah aber den Rest der FAO-Studie weiter als weitgehend korrekt an. Die FAO arbeitet derzeit an einer verbesserten Studie.[22] Und das ist ja auch recht eindeutig, es gibt nunmal sehr viele Studien, die in diese Richtung weisen. Warum sollte, weil eine Fehler hat, der Gedanke dahinter falsch sein? Wir wissen doch in der Medizin, dass es viele Studien gibt, die ihre Grenzen aufweisen, trotzdem aber von der Tendenz her völlig richtig sind und si unsere Entscheidungen beeinflussen.
Kirschblüte: in deinen Links wird empfohlen, Vit B12 zu substituieren und ansonsten seine Nahrungszusammensetzung zu gut zu prüfen. Das hatte ich weiter vorne auch schon geschrieben, dass man nicht einfach alles Tierische wegassen kann, sondern sich eben ein paar Gedanken machen muss. Das mussd man bei omnivorer Ernährung aber auch. Bei der klinischen Arbeit findet man doch häufiger Eisen oder VitD-Mangel bei Omnivoren...
Und ja, ich stimme dir zu, dass ein konsequent veganer Lebebsstil extrem schwierig bis unmöglich ist. Wenn man auch auf fair trade und tierversuchsfrei achten will, wird es immer schwieriger. Aber besser 50% oder 70% als 0.
Und selber gilt für den veggie day Deiner Freunde, der bräuchte auch einen gesellschaftlichen Konsens, den es, gottseidank, sicher so schnell nicht geben wird. Aber genau diese Mentalität-dann machen wir halt ein Gesetz und alle müssen dann nach unserer Pfeife tanzen, ist ja nur zu ihrem Besten
Aber genau das habe ich doch geschrieben, wir müssen die Aufklärung über die negativen Auswirkungen des Fleischkonsums weiter verbreiten, damit es diesen Konsens irgendwann gibt.
Und ich bleibe dabei, ein veggie day würde absolut niemanden in seiner persönlichen Freiheit beschränken, denn jeder kann woanders das kaufen, was er will.
Die FAO arbeitet derzeit an einer verbesserten Studie.[22] Und das ist ja auch recht eindeutig, es gibt nunmal sehr viele Studien, die in diese Richtung weisen. Warum sollte, weil eine Fehler hat, der Gedanke dahinter falsch sein?
Gegenfrage: Warum sollte er richtig sein. Es wird gezeigt, dass die Überlegung falsch ist. Dann wird argumentiert, dass man eine neue Studie vorlegt, die dann doch wieder das Gleiche zeigt...
Und ich bleibe dabei, ein veggie day würde absolut niemanden in seiner persönlichen Freiheit beschränken, denn jeder kann woanders das kaufen, was er will.
Wer gibt Dir denn eigentlich das Recht, zu entscheiden, ob jemand in seiner persönlichen Freiheit beschränkt wird, oder nicht? Wenn die Mensa oder die Cafeteria (nehmen wir die eines Krankenhauses) sich entschließt oder von Gesetz wegen genötigt wird, einen oder zwei Tage fleischlos zu sein, und der Mitarbeiter, in diesem Fall zum Beispiel der Diensthabende, der wiederum genötigt wird, 24 Stunden in diesem Haus zu arbeiten, sieht es aber für sich so, dass er gerne Fleisch zum Mittagessen haben will, wie soll er sich denn woanders was kaufen? Und selbst wenn ich nur tagsüber in der Uni bin, dafür aber eben den gazen Tag, dann hätte ein fleischloser Tag doch zumindest zur Folge, dass jemand, der Fleisch essen möchte, extern einkaufen müsste, und damit seine Pause nicht wirklich nutzen kann.
Gegenfrage: Warum sollte er richtig sein. Es wird gezeigt, dass die Überlegung falsch ist. Dann wird argumentiert, dass man eine neue Studie vorlegt, die dann doch wieder das Gleiche zeigt...
Wer gibt Dir denn eigentlich das Recht, zu entscheiden, ob jemand in seiner persönlichen Freiheit beschränkt wird, oder nicht? Wenn die Mensa oder die Cafeteria (nehmen wir die eines Krankenhauses) sich entschließt oder von Gesetz wegen genötigt wird, einen oder zwei Tage fleischlos zu sein, und der Mitarbeiter, in diesem Fall zum Beispiel der Diensthabende, der wiederum genötigt wird, 24 Stunden in diesem Haus zu arbeiten, sieht es aber für sich so, dass er gerne Fleisch zum Mittagessen haben will, wie soll er sich denn woanders was kaufen? Und selbst wenn ich nur tagsüber in der Uni bin, dafür aber eben den gazen Tag, dann hätte ein fleischloser Tag doch zumindest zur Folge, dass jemand, der Fleisch essen möchte, extern einkaufen müsste, und damit seine Pause nicht wirklich nutzen kann.
Zu dei er Gegenfrage: weil ja die anderen Studien das ebenfalls zeigen. Die faktenlage ist schon so erdrückend, dass eine unvollständige Studie den Braten nicht fett macht.
Und was genau spricht dagegen, sich das geliebte Fleisch vor dem Dienst zu kaufen? Das ist doch an den Haaren herbeigezogen. Ich könnte genauso sagen, dass ich in meiner persönlichen Freiheit eingeschränkt bin, weil weder Kantine noch Bäcker in unserem KH etwas Veganes im Angebot haben. Tue ich das? Nö, ich frage mal höflich nach, damit die sehen, dass es jemand gibt, der das kaufen würde und dann bring ich mir das von Zuhause mit. Viele Zutaten für vegane Gerichte muss ich online bestellen, weil die Läden sie nicht vorrätig haben. Ich arme arme eingeschränkte Vegetarierin *nicht*
Christoph_A
13.09.2016, 18:19
Mit einem Wort: starrsinnig.
So etwas resistentes hab ich lange nicht gesehen. Ich steig hier offiziell aus der Diskussion aus, das Verhalten, das Du hier an den Tag legst, liebe Fr Pelz ist mit dem Wort verbohrt noch gnädig umschrieben.
Freu mich jetzt auf meine Stadionbratwurst! Mit extra Fett drin, hoff ich mal!😂
Dann viel Spaß beim Verspeisen der Zukunft deiner Kinder!
Christoph_A
13.09.2016, 19:11
Hab ich. Und meine Kinder werden ebenso genüsslich in ihre Würste beissen. Und über verbitterte Grünspechte lachen!
kirschbluete
13.09.2016, 19:14
Kirschblüte: in deinen Links wird empfohlen, Vit B12 zu substituieren und ansonsten seine Nahrungszusammensetzung zu gut zu prüfen. Das hatte ich weiter vorne auch schon geschrieben, dass man nicht einfach alles Tierische wegassen kann, sondern sich eben ein paar Gedanken machen muss. Das mussd man bei omnivorer Ernährung aber auch. Bei der klinischen Arbeit findet man doch häufiger Eisen oder VitD-Mangel bei Omnivoren...
Und ja, ich stimme dir zu, dass ein konsequent veganer Lebebsstil extrem schwierig bis unmöglich ist. Wenn man auch auf fair trade und tierversuchsfrei achten will, wird es immer schwieriger. Aber besser 50% oder 70% als 0.
In den Links wird "eine Mischkost mit geringem Anteil an Fleisch- und Fleischerzeugnissen sowie Fisch" empfohlen, weil die "tierischen Lebensmittel zur Nährstoffversorgung mit Protein bzw. unentbehrlichen Aminosäuren, Jod, Zink, Selen etc. beitragen". Und unten ist sogar angemerkt, dass "Vitamin D in der Allgemeinbevölkerung als kritischer Nährstoff anzusehen ist". Da steht nur, dass, wenn vegan unbedingt sein muss, auf die Nahrungszusammensetzung besonders gut geachtet werden muss.
Was genau sagst Du denn jetzt überhaupt, Frau Pelz?
Das, was ich da herauslese reicht von "alle müssen jetzt Veganer werden" bis hin zu "man kann ja mal einen Tag auf Fleisch verzichten". Sorry das so zu schreiben, aber Du drückst Dich ziemlich unpräzise aus.
Ein Beispiel: Dein plakativer Satz "Fleischkonsum ist schädlich für die Allgemeinheit. Punkt." ist in dieser Vereinfachung falsch. Nach Deinen Links zutreffend wäre "Täglicher übermäßiger Konsum von minderwertigem Fleisch aus Massentierhaltung ist schädlich"
Genau das ist der Punkt, warum Du hier so viele gegen Dich aufbringst; Du schießt etwas übers Ziel hinaus, und schaltest dann auf stur. Letztlich erreichst Du damit genau das Gegenteil, und damit geht es Dir (leider) wie momentan den Grünen.
Also nochmal:für die Umwelt und aus moralischen Gründen ist ein völliger Verzicht auf tierische Produkte wünschenswert. Mit geht es darum, dass das als theoretischer Fakt akzeptiert wird. Es wäre das beste für die Umwelt. Wenn man das nicht schafft, aus gesundheitlichen Gründen oder weil man halt traditionell Fleisch isst oder weil es einem halt schmeckt, kann man das ja ehrlich so zugeben und muss nicht so tun, als hätte sich die UN geirrt. Ein Bewusstwerden dieser Tatsache ist doch schon mal viel wert und hätte wenigstens zu Folge, dass man bei einem veggie-day-vorschlag(!) nicht gleich alle Abwehrreflexe ausfährt. Dann gäbe es nämlich auch einen gesellschaftlichen Konsens.
Also nochmal:für die Umwelt und aus moralischen Gründen ist ein völliger Verzicht auf tierische Produkte wünschenswert. Mit geht es darum, dass das als theoretischer Fakt akzeptiert wird.
Genau das stimmt aber einfach nicht. Für einen völligen Verzicht spricht die derzeitige Datenlage nicht, nur für Reduktion übermäßigen Konsumes.
Welche Daten meinst du denn jetzt? Dass die CO2-Emissionen der Fleischproduktion schon die aus dem transportsektor übertreffen? Dass die Weltmeere ob der zugeführten Gülle immer mehr Tote Areale enthalten? Nee, nee. Das Optimum wäre anhand der Datenlage ein völliger Verzicht, zumindest hier bei uns, die wir sehr gute Möglichkeiten haben unsre Ernährung anders zu gestalten. Es gibt immer noch genug Menschen auf der Welt die von 3 Fischen am Tag abhängig sind, weil es nichts anderes gibt.
Vorsicht, das ist Deine Interpretation der Daten. Wie Brutus aber bereits schrieb, bekommen die Leuts anderswo aber sehr wahrscheinlich keine zusätzlichen Fische, wenn hier nur noch vegan gelebt wird. Das ist wieder zu stark vereinfacht, Mädel.
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