PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sinn und Unsinn des Veganismus



Seiten : 1 2 3 4 5 6 [7] 8 9

Fr.Pelz
14.09.2016, 07:52
So meinte ich das ja auch nicht. Ich meinte, dass man natürlich den Leuten die keine Alternative habe, sich zu ernähren, ihr Fleisch und Fisch nicht wegnehmen kann. Wir haben die Alternativen und können mit gutem Beispiel voran gehen. Oder es zumindest versuchen. Und doch, das was wir tun, hat sehr wohl einen Einfluss auf andere Menschen, das CO2 und das Methan in der Atmosphäre sagt sich ja nicht "ach bleib ich mal über Deutschland".

Absolute Arrhythmie
14.09.2016, 08:33
Eine Frage hätte ich dann aber doch noch: wenn du so sehr davon überzeugt bist, wieso lebst du dann nicht selber vegan, Fr.Pelz?

Ich finde es ehrlich erstaunlich, wie inkonsequent viele Leute sind, die anderen etwas aufdrängen wollen. Alle sollen zB vegan leben, aber selber fährt man Auto, fliegt mit dem Flugzeug, verwendet an Tieren getestete Kosmetika, trägt Leder, kauft sich ein Smartphone, trägt Kleidung die in der dritten Welt unter unsäglichen Bedingungen u.a. von Kindern gefertigt wurden....
Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen, niemand (!) Von uns verhält sich moralisch perfekt, jeder geht aus Bequemlichkeit für sich akzeptable Kompromisse ein.

Für mich heißt das, dass ich zu 95% auf Fleisch aus Massentierhaltung verzichte, ich esse bis auf seltene Ausnahmen nur Zuhause Fleisch in Bio-Qualität. Darauf würde ich auch nicht verzichten wollen, ich kann mir aber auch Hähnchen für 30€/Kg leisten.

Eier und Milchprodukte kaufe ich auch zu 90% in Bioqualität, da ist eher das Problem der mangelnden Auswahl in vielen Geschäften. In der Mensa kann ich das leider nicht durchziehen, denn wenn ich dort statt vegetarisch vegan essen würde, um konsequent zu sein, würde ich leider aufgrund von Ekelhaftigkeit des Essens verhungern.

Aber weißt du Fr.Pelz, du hast hier durch die Art mit deinen Diskussionspartnern umzugehen das Gegenteil von dem erreicht, was du gewollt hast.
Ich zumindest fühle mich nun noch weniger dazu hingezogen mich vegan zu ernähren.

Fr.Pelz
14.09.2016, 08:49
Es ging mir von Anfang an in der Diskussion nicht darum, irgendjemanden zu überreden vegan zu leben. Es ging mir darum, festzustellen, dass das Optimum wäre. Wenn man es nicht schafft, ist das doch ok. Aber es ist eben ziemlich blöde über Veganer herzuziehen, weil sie das Richtige tun. Ich wünschte, ich könnte konsequent genug sein für eine vegane Ernährung, aber da hängt eben dran, dass ich dann zb Dinge kochen muss, die meine Familie nicht mag (Hülsenfrüchte zb) und dann kann ich nicht sichergehen, dass alle Nährstoffe da sind, für mich und den Rest unterschiedliche Sachen kochen, wäre auch wieder Energieverschwendung etc etc Wenn meine Kinder groß sind, schaffe ich das sicher besser. Es wird dann sicher auch insgesamt einfacher, weil es zb schneller geht, auch unterwegs vegan zu essen (http://xond.rocks/)

Absolute Arrhythmie
14.09.2016, 09:00
Es ging mir von Anfang an in der Diskussion nicht darum, irgendjemanden zu überreden vegan zu leben.

Dann haben dich wohl geschätzt 90% der Leser falsch verstanden.
Missionarischer Eifer und reines Infirmationsangebot lassen sich aber manchmal auch schwer auseinanderhalten :-))

Fr.Pelz
14.09.2016, 09:05
Naja, wenn man jemand für einen Missionar hält, der die Religion selbst nicht lebt, muss man besser lesen ;-)
Ich hab nirgends geschrieben "wir müssen alle auf Fleisch verzichten", immer nur "es wäre definitiv besser, wenn..."

Evil
14.09.2016, 09:39
Es ging mir darum, festzustellen, dass das Optimum wäre.
Und genau das ist eben nicht richtig. Wenn komplett auf Massentierhaltung verzichtet, der Konsum insgesamt deutlich reduziert würde und ich endlich meine Insektensnacks bekomme, ist das meiner Ansicht nach besser, weil Du dann keine Massensubstitution an B12 brauchst, die bestimmt nicht vegan gewährleistet werden kann.
Außerdem ist die körperliche Leistungsfähigkeit bei veganer Kost eingeschränkt, wie Dir Christoph als Sportmediziner erklären kann, wenn Du ihm denn zuhören würdest. Es hat auch seinen Grund, warum die Entwicklung der Primatenhirne einen deutlichen Sprung gemacht hat, als sie mit Werkzeugen (Steinen) an das energiereiche Knochenmark ihrer Beute herankamen.

Fr.Pelz
14.09.2016, 12:35
Und genau das ist eben nicht richtig. Wenn komplett auf Massentierhaltung verzichtet, der Konsum insgesamt deutlich reduziert würde und ich endlich meine Insektensnacks bekomme, ist das meiner Ansicht nach besser, weil Du dann keine Massensubstitution an B12 brauchst, die bestimmt nicht vegan gewährleistet werden kann.
Außerdem ist die körperliche Leistungsfähigkeit bei veganer Kost eingeschränkt, wie Dir Christoph als Sportmediziner erklären kann, wenn Du ihm denn zuhören würdest. Es hat auch seinen Grund, warum die Entwicklung der Primatenhirne einen deutlichen Sprung gemacht hat, als sie mit Werkzeugen (Steinen) an das energiereiche Knochenmark ihrer Beute herankamen.

Doch es gibt schon vegane Substitution von VitB12, da müsste man die Produktion halt hochfahren. Die Datenlage von Algen und ihrem VitB12-Gehalt ist auch noch nicht klar, da muss man auf jeden Fall weiter forschen.

Und das mit der Leistungsfähigkeit glaube ich eben NICHT, nur weil Christoph BEHAUPTET, er hätte schon vegane Sportler heimlich Schnitzel essen sehen. Das ist doch lächerlich. Im Zeitalter der Proteindrinks und abgestimmten Aminosäurenmixa, braucht man eben KEIN Knochenmark mehr. (Meiner Meinung nach braucht man auch keinen Leistungssport im gegenwärtigen Zustand, wir sind doch schon an der Grenze der menschlichen Leistungsfähigkeit. Wenn jetzt einer eine Zehntelsekunde schneller rennen kann und dann aufwändig festgestellt werden muss, ob er gedopt ist, wieviel Testosteron er/sie hat etc etc, ist das doch wahnsinnig langweilig. Aber das ist ja hier nicht Thema)

Solara
14.09.2016, 12:40
Die Leistungssportler hattest doch du ins Spiel gebracht, Frau Pelz.

Christoph_A
14.09.2016, 13:17
DER CHRISTOPH wollte eigentlich zu dem Thema nix mehr von sich geben, aber nachdem Du hier unfiltriert einfach rumk*****, ist er leider genötigt, noch was abzusondern.
Erstens, er behauptet nicht nur, etwas gesehen zu haben, er hat etwas gesehen, aber das ist nicht relevant. Zumal der Novak sicherlich der Letzte ist, der heimlich Schnitzel essen würde, das macht er schon ganz offiziell. Hat auch in Serbien übrigens seine eigene Restaurantkette, ziemlich unvegan, aber das nur nebenbei.
Zweitens finde ich es jetzt doch ziemlich anmaßend, wenn sich eine Weiterbildungsassistentin ohne jeden Kontakt zu Leistungssportlern, abgesehen von der "VEGANEN Sportstarsseite" im Internet vlt, hinstellt und die Expertise eines Sportkardiologen einfach mal ins lächerliche zieht oder ablehnt. Im Gegensatz zu Dir habe ich jahrelange Erfahrung in der ärztlichen Betreuung von Spitzensportlern und keiner davon, kein EINZIGER, lebt vegan, oder würde die Belastung einer kräfteraubenden DEL Saison oder eines Rennwinters vegan überstehen, ohne sein Leistuntgslevel gravierend nach unten zu verschieben. Sowohl die "Nutrition coaches" als auch wir als betreuenden Ärzte würden uns überlegen, ob der mentale Gesundheitszustand des betreffenden Athleten noch intakt ist.
Und zur Krönung referierst Du dann, nur, um Dich von vornherein abzusichern, noch über den Sinn- und Unsinn von Leistungssport und biegst mit der Dopingkeule um die Ecke. Die menschliche Leistungsfähigkeit wird sich mit jeder Generation nach oben verschieben, auch und gerade weil die Ernährung der betreffenden Athleten immer weiter optimiert wird.
Wenn Du über Leistungssport reden willst, wird Sportmediziner, betreu mal ein paar Jahre wirkliche Spitzenathleten und dann kannst Du ja anfangen, die Sportwelt zu revolutionieren.
Was eine himmelschreiende Ignoranz, unfu***** believable!

Absolute Arrhythmie
14.09.2016, 13:22
Trotz aller Hingabe für die Diskussion würde ich darum bitten die ganz vulgären Wörter in der Schublade zu lassen ;-)

Absolute Arrhythmie, Moderatorin Medi-Learn

Fr.Pelz
14.09.2016, 13:52
Und bloß weil du noch keine betreut hast, gibt es keine veganen Spitzensportler? Hat sich nicht zB serena Williams vegan ernährt, als sie auf Platz eins der Tennis Weltranglisten stand?
Und nur weil ich den Kampf um zehntelsekündchen langweilig und die ewigen Doping-Berichte ermüdend finde, habe ich keine Ambitionen, die "Sportwelt zu revolutionieren". Kannst dich wieder abregen, keine Angst. :-))

Christoph_A
14.09.2016, 14:13
Ich hatte noch gar nicht damit angefangen, keine Angst 😆

Fr.Pelz
14.09.2016, 14:19
Dann würde ich mich freuen, wenn du meine Frage sachlich beantwortest. Glaubst du wirklich, es gibt keine veganen Spitzensportler? Lügen alle, die das behaupten? Oder sind alle die das behaupten, keine richtigen Sportler? Wie hast du besagte Liste in dein Weltbild integriert?

Christoph_A
14.09.2016, 14:27
Gibt es, jup. Überwiegend in Ausdauersportarten, jup. Sind ja da anfällig für Messianismus. Meinem Weltbild geht es gut. Besagte Liste ist lächerlich, sive Novak. Und ein paar Andere.
Sportliche Relevanz von Veganismus unter Experten zwischen 0 und -1.
Anzahl veganer Olympiasieger in Rio oder Sotchi? Irgendwo zwischen 0 und 2%
Deine Ahnung von Leistungssportlerbetreuung=> nicht existent.
Diskussion meinerseits endgültig beendet.
Schönen Tag noch.

Fr.Pelz
14.09.2016, 14:33
Oh es gibt sie also doch.(Nur Tennis-beste ist ja weder Ausdauersportart noch irrelevant und "lächerlich" nicht wirklich eine sachliche Beschreibung ist)Aber gut, vielen Dank für die Antwort.

Christoph_A
14.09.2016, 14:47
Es gibt auch Quastenflosser.

Christoph_A
14.09.2016, 14:49
Und Liste ist lächerlich, weil falsch.

Trianna
14.09.2016, 14:53
Ich bewundere eure Ausdauer und Energie :)

Christoph_A
14.09.2016, 14:54
Is die veggie power!

Evil
14.09.2016, 14:59
Doch es gibt schon vegane Substitution von VitB12, da müsste man die Produktion halt hochfahren. Die Datenlage von Algen und ihrem VitB12-Gehalt ist auch noch nicht klar, da muss man auf jeden Fall weiter forschen.

Und das mit der Leistungsfähigkeit glaube ich eben NICHT, nur weil Christoph BEHAUPTET, er hätte schon vegane Sportler heimlich Schnitzel essen sehen. Das ist doch lächerlich. Im Zeitalter der Proteindrinks und abgestimmten Aminosäurenmixa, braucht man eben KEIN Knochenmark mehr. (Meiner Meinung nach braucht man auch keinen Leistungssport im gegenwärtigen Zustand, wir sind doch schon an der Grenze der menschlichen Leistungsfähigkeit. Wenn jetzt einer eine Zehntelsekunde schneller rennen kann und dann aufwändig festgestellt werden muss, ob er gedopt ist, wieviel Testosteron er/sie hat etc etc, ist das doch wahnsinnig langweilig. Aber das ist ja hier nicht Thema)
Mit Verlaub, aber dieser Post hier besteht ausschließlich aus Vermutungen Deinerseits. Vegane Produktion von B12 mal eben auf Weltbedarf hochfahren? Kein Problem, man muß nur ein bißchen forschen.
Proteindrinks und Aminosäuremischungen vegan produzieren? Geht bestimmmt, irgendwie.
Diese ganze Substitutionsindustrie ist umweltverträglicher als ökologisch kontrollierte Tierhaltung? Muß ja sein, ist ja schließlich vegan.

By the way, wenn einzelne Spitzensportler sich mal zeitweise vegan ernährt haben, bedeutet das nicht, daß das alle ausschließlich können. Es kommen auch nicht alle ohne Seilsicherung auf die große Zinne, auch wenn der Huber Alex gezeigt hat, daß das geht ;-)

Bissl dünn, Deine Argumentationsgrundlage. Jedenfalls nix, was Deinen hochtrabenden Standpunkt rechtfertigt. Dein Problem ist, daß Du Dir zuerst eine Meinung zugelegt hast und diese danach erst mit Belegen zu verteidigen versuchst. Wissenschaftlich geht eigentlich anders herum.