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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Vigos legen verlernt?



ichnixDoktor
16.12.2016, 21:20
Hallo,

habt ihr Tipps für das Legen von Vigos? Anfangs hatte ich sehr stark Probleme damit. Nach einer Famulatur ist dann der Knoten geplatzt und konnte bei 90% der Patienten einen Zugang legen.

Nach ein paar Wochen ohne Übung kam ich erneut dazu und nach paar plötzlichen Fehlerfolgen , kriege ich kaum noch eine rein.

Entweder ich stech durch oder die einstichstelle wird dick.

Ich kann mir das kaum erklären. Kennt jemand das Phänomen? Ich hab irgendwie total Bammel davor wieder welche zu Legen, da ich wieder Angst habe es nicht zu schaffen und dem Patienten weh zu tun, oder das der Patient mekt, dass ich aufgeregt bin.

Hat jemand Tipps für mich?

Beste Grüße

erdbeertoertchen
16.12.2016, 21:26
Wie legst du eine Vigg? Kannst du den Ablauf erklären?

epeline
16.12.2016, 21:29
Vielleicht sticht du zu steil/tief und sie damit durch. Versuche, flacher und langsamer zu stechen.
Wenn es dick wird, kann es auch sein, dass du zu früh die Nadel zurück ziehst, ohne richtig im lumen zu sein. Wenn blitza zurück kommt, ruhig noch etwas weiter schieben.

epeline
16.12.2016, 21:29
Vielleicht sticht du zu steil/tief und sie damit durch. Versuche, flacher und langsamer zu stechen.
Wenn es dick wird, kann es auch sein, dass du zu früh die Nadel zurück ziehst, ohne richtig im lumen zu sein. Wenn blitza zurück kommt, ruhig noch etwas weiter schieben.

Differenzialdiagnose
16.12.2016, 22:23
Das mit dem "Verlernen" kommt mir auch bald so vor. Neben den Basics wie man's macht, ist ja die Routine im Handling auch wichtig.
Am Anfang der zweiten Famulatur kam ich mir immer vor wie der erste Mensch beim Zugänge legen. Dann wenn's wieder geklappt hat war dann die Famulatur fast schon rum, man hockt wieder mehrere Monate in der Uni und bei der nächsten Famulatur geht das Spiel von vorne los.

Ich denke, dass das wirklich auch erst im Rahmen des PJ oder Assi-Zeit drin bleibt, wenn man's regelmäßig macht. Ist ja wie mit Allem im Leben.

epeline
16.12.2016, 22:33
Irgendwann seid ihr Arzt und dürfte dass immerzu machen...

davo
16.12.2016, 22:49
Dir fehlt halt einfach die Übung. Wenn man wenig Erfahrung hat, ist es völlig normal, dass man nach mehreren Monaten ohne Übung wieder schlechter ist.

Kackbratze
17.12.2016, 00:18
Nochmal Famulatur machen, dann gehts wieder.

Kandra
17.12.2016, 09:35
Geht einem manchmal auch so, wenn man das wirklich täglich macht. An einem Tag schiebt man jedem ne Nadel rein, egal was der für Winzvenen hat, am nächsten Tag trifft man nichtmal mehr die Fahrradschläuche. Da darf man sich nicht zu sehr drüber aufregen, shit happens ^^

Rettungshase
18.12.2016, 18:17
Ich hatte auch mal so eine "Nadelblockade" nach längerer Abstinenz.
Mir hat dann immer geholfen, direkt vorm Pieks noch mal kurz einen tiefen Atemzug zu machen und mich zu konzentrieren und nicht zu denken: "Ohgottohgottohgott, wenn das nicht klappt.... der arme Patient. Und das tut so weh." Das macht einen ja völlig verrückt.
Ich hab's auch so gemacht, dass ich mir ein Limit von zwei missglückten Punktionsversuchen gesetzt habe. Dann kann man diese Tätigkeit (während des Studiums) immer noch an den Assistenzarzt "abdrücken".


Außerdem bin ich ja - wie schon andernorts erwähnt - eine Freundin von Striebels Videotutorials (verlinkt in seinem Anästhesiebuch für Lehre und Studium, falls eure Bib das hat), wenn du keinen erfahrenen Kollegen hast, der Lust und Zeit hat, dir das lang und breit noch mal zu erklären.

epeline
18.12.2016, 18:43
Letztendlich hat jeder ml gute und schlechte Tage. Man darf sich halt dann auch nicht zu fein sein, jemanden um Hilfe zu bitten.