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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Vollkommen überfordert, bereits im ersten Semester



vielfrager
13.01.2017, 19:33
Hallo liebe Forumsmitglieder,

ich wollte Euch mal fragen, wie Ihr euch im ersten Semester eures Studiums so gefühlt habt. Ich habe zuvor etwas anderes Fachfremdes gemacht und hatte zwar schon angenommen, dass es mir äußerst schwer fallen wird, allerdings ging ich nicht davon aus, dass es mich so fertig macht.

Ich muss jetzt zum Ende des Semesters für Histo und Anatomie (erstmal eine Art allgemeine Vorlesung über alle wichtigen Themengebiete, also noch kein Präpkurs) lernen. Ich habe schon recht früh angefangen Sachen nachzulesen und nachzuarbeiten. Doch jedes Mal wenn ich mit einem Thema fertig bin und mich an ein neues setze, weiß ich nichts mehr von dem vorherigen. Entweder ich habe eine frühe Form von Alzheimer oder ich bin einfach zu dumm für dieses Studium.

Hinzu kommt, dass um mich herum alle so übereifrig und intelligent sind. Die lesen sich einmal was durch und danach sitzt das alles, ich allerdings kann Sachen sogar 3mal wiederholen und bin danach, meiner Meinung nach, kein bisschen schlauer.

Was soll das nur zum Präpkurs werden, wo man noch schneller, wesentlich mehr lernen muss???

Ging es Euch ähnlich? Ich habe zudem überhaupt keine Zeit mehr für andere Sachen, ich sitze permanent vor Büchern, Skripten,... Unsere Vorlesungen sind überhaupt nicht gut, aber ausfallen lassen, kann ich sie irgendwie auch nicht, weil ich dann überhaupt keine Orientierung mehr habe, was ich mir selbst erarbeiten soll. Viele Dozenten haben nicht einmal Skripte, an denen man sich entlanghangeln kann. Deshalb scheint mir Anwesenheit schon fast Pflicht zu sein, mal ganz abgesehen von den echten Pflichtveranstaltungen (die auch noch mehr als genug Zeit beanspruchen).

Ich bin teilweise echt schon am überlegen das Ganze wieder zu beenden, weil ich nicht klar komme. Andererseits will ich unbedingt den Arztberuf ausüben, will aber auch nicht im Studium verrückt werden, denn dann würde mir der Abschluss auch nichts bringen. Ist schon soweit, dass ich nachts nicht mehr richtig schlafe, wenn ich denn überhaupt einschlafe.

Wahrscheinlich gibts hier schon einige Threads zu dem Thema, aber scheinbar keine aktiv betriebenen mehr. Hoffe deshalb, dass es nicht weiter schlimm ist, dass ich einen neuen Thread eröffnet habe.

Ich danke Euch schon jetzt für eure Antworten und wünsche euch ein schönes Wochenende.

Liebe Grüße
Vielfrager

Feuerblick
13.01.2017, 19:52
Erstmal tiiiiief durchatmen und nicht gleich Panik schieben. Im ersten Semester hat vermutlich jeder das Gefühl, dass das alles niemals zu schaffen ist. Aber das gibt sich mit der Zeit.

Dann mal wirklich überprüfen, aus welchen Vorlesungen du ernsthaft was mitnimmst und in welchen du sowieso nicht zuhörst. Letztere weglassen. Schau, ob du für die anstehenden Klausuren irgendwo Altklausuren (Fachschaft, Kommilitonen) bekommst. Anhand derer kannst du zum einen üben und zum anderen siehst du, was du lernen musst.

Dann nicht jeden winzigen Fitzel lernen. Erst mal den groben Überblick, dann vertiefen, aber nicht bis zum letzten Komma.

Dass es bei anderen nach einmal Lesen sitzt, dürfte eher die Ausnahme als die Regel sein.

Und ganz wichtig: Sich selbst auch noch Freizeit gönnen. Wenn du 24/7 lernst, machst du dich selbst fertig, hast aber am Ende gar nichts davon. Setze dir jeden Tag eine Frist, bis wann du lernst. Schaff Platz für Hobbys! Ich weiss, man glaubt, dass man dafür keine Zeit hat, aber du wirst merken, dass du effektiver lernen kannst, wenn du auch mal was anderes machst.

Schau dich mal um hier im Forum. Deine Fragen tauchen immer mal wieder auf. Da findest du sicher auch noch gute Tipps.

Ach ja, eins noch: Bei einer Klausur durchfallen ist kein Weltuntergang. Schon gar nicht ganz am Anfang des Studiums, wenn man erst mal lernen muss, effektiv zu lernen. Kurz ärgern, überlegen, an was es gelegen hat (z.B. wegen zu vieler Details den Überblick verloren?) und weitermachen.

Solara
13.01.2017, 20:06
Feuerblick hat schon fast alles gesagt. Nur kein Stress, selbst wenn du irgendwo etwas wiederholen musst, weil du nicht bestanden hast, wen interessiert es? Setze dir kleine Ziele, erstmal bis zum Physikum kommen, dann das bestehen und dann neu überlegen.
Aber keinesfalls jetzt abbrechen. Einatmen, ausatmen, weitermachen.

davo
13.01.2017, 20:09
Feuerblick hat viel wichtiges gesagt.

Man neigt oft dazu, den Wissensstand der anderen zu überschätzen. Nach sieben Semestern Medizinstudium kann ich sagen, dass auch die wirklich guten Studenten nichts schaffen, ohne Zeit und Konzentration zu investieren. Mit einmal durchlesen ist es bei (fast) niemandem getan, das halte ich für eine Fehlwahrnehmung.

Ich fand das erste Semester sehr anstrengend. Bis auf das Physikum war alles, was danach kam, subjektiv einfacher. Man wächst mit seinen Aufgaben. Ich kann heute viel schneller und viel effizienter lernen als im ersten Semester. Mach dir da also nicht zu viele Sorgen.

Das einzige wirklich relevante Maß, ob du gut mitkommst oder nicht, sind die Prüfungen. Wenn du überall durchfällst, dann solltest du dich schon fragen, ob das Medizinstudium das richtige für dich ist. Aber ohne gelernt zu haben, und ohne die ersten Prüfungsergebnisse zu haben, kann man seine eigene Leistungsfähigkeit nicht realistisch einschätzen.

Du solltest also die Tipps von Feuerblick befolgen, konzentriert, aber effizient und nicht maßlos, lernen, und nachdem du die Prüfungsergebnisse hast, kannst du weiterdenken.

Migole
13.01.2017, 20:19
Ich würde mal behaupten, dass es 90% der Leute im ersten Semester so geht, undzwar nicht nur in Medizin :-D deine Komillitonen kochen auch nur mit Wasser, versprochen! Nur leider tummeln sich in Medizin häufig die besten ihres Jahrgangs und zugeben, dass man doch nicht mehr der Überflieger und plötzlich eher Mittelmaß ist? Machen die wenigsten. Für die meisten ist es erstmal ein tiefer Sturz und eine komplette Neuorientierung. Aber auch wenn es dir so vorkommt, die anderen sind im Regelfall auch nicht viel intelligenter oder fleißiger als man selbst.

Wenn dir die Vorlesungen wirklich nichts bringen: hab auch mal den Mut nicht hinzugehen. Die Zeit kann man deutlich besser verwenden. Man verliert auch gerne mal den Überblick, wenn man noch nicht den Blick erlangt hat das wichtige vom unwichtigen zu unterscheiden und es kommt einem alles so furchtbar viel vor. So geht es quasi jedem am Anfang und irgendwie schaffen es dann doch fast alle zum Physikum ;-)
Versuch dir für jedes Fach ein Buch o.ä (z.B. gibt es auch schöne Lernplattformen mit Videos) herauszunehmen, was dir vom Stil her zusagt und verständlich ist. Das wird wahrscheinlich eher ein Kurzlehrbuch oder MediLearn und nicht der dicke Schicken sein. Auch das ist völlig ok! Und dann arbeite das erstmal in Ruhe durch, um einen Überblick zu bekommen. Vorlesungsfolien sind meistens zum lernen völlig ungeeignet. Wenn du dann ein erstes Grundverständnis für das Thema hast: Altklausuren anschauen und versuchen Muster zu erkennen. Was wird immer und immer wieder gefragt? Häufig sieht man an diesem Punkt schon, dass es eigentlich gar nicht sooo viel ist, was da gefragt wird. Und nutze die Angebote der Uni, wenn du etwas nicht verstanden hast (z.B. in Seminaren oder Praktika). Die meisten Dozenten sind wirklich nett und gehen gerne auf deine Fragen ein.
Gibt dem ganzen zumindest noch ein bisschen, sonst bereust du es später nur. Viel Erfolg :-)

ehem-user-11022019-1151
13.01.2017, 20:31
Hallo :)
so wie viele schon gesagt haben, ist es schwierig, im ersten Semester zu differenzieren, was wichtig ist und was nicht.
Ich schließe mich übrigens davo an, ich beweifle, dass es solche unglaublich intelligenten Leute gibt, die sich etwas anschauen und nach einem mal alles können. Klar, fotografisches Gedächtnis gibt es, aber man kann nicht alles verstehen, wenn man es auswendig lernt, also mach dir da keinen Kopf, dass du dümmer bist als die anderen.

Wegen der Sache mit den VL. Da schließe ich mich Funkel an. Manche VL sind einfach abgrundtief schlecht. Unsere Histo VL war so eine. Gibt es bei euch einen syllabus, der öffentlich ist? Dan kannst du dich daran orientieren, was wichtig ist. Außerdem gehe ich davon aus, dass du Altklausuren besitzt, die sind auch immer gut zum üben und Überblick verschaffen.
Keinesfalls in Vorlesungen gehen, die einem nichts bringen. Meistens musst du den Stoff eh nacharbeiten und sitzt nach 90min noch mal 2h dran. Wenn du das nur für dich erarbeitest, bist du viel effektivier (nein, ich rate nicht prinzipiell von VL ab ;-))

Dann ist es wichtig, dass du dir eine Struktur oder einen eigenen Lehrplan aneignest. Es ist schwierig, 7 Tage die Woche stundenlang am Schreibtisch zu sitzen. Wenn du dann auch nicht mal weißt, was du lernen willst und erreichen willst, ist das doppelt so schwierig.
Nimm dir z.B. vor, an einem Tag von 10-12 den groben Überblick über Schultergürtel zu bekommen: wieviele Knochen, welche Knochen, wieviel Muskeln, welche Muskeln. Erst wenn die Basics sitzen, mit den anderen Sachen weiter machen (ich habe keine Ahnung, was genau ihr in Anatomie macht, aber ich glaube du verstehst das Prinzip). Und auch nicht ewig an einer Sache sitzen. Was auch wichtig ist, dass du dir selber "Pläne" schreibst, wie z.B.: bis nächste Woche möchte ich in Histo verstanden haben, aus was die Zelle besteht.
Natürlich ist jeder anders, aber je genauer du deine Ziele formulierst, desto einfacher wird es dir fallen, strukturiert zu lernen. Wenn du nur sagst: bis nächste Woche möchte ich Anatomie wiederholen, machst du dir einen viel zu großen Themenumfang, den du nie bewältigen kannst und am Ende nur frustriert sein wirst.

Was ganz wichtig ist: denk nie dran, dass du dumm bist und es nicht schaffst. Das Medizinstudium besteht zum größten Teil aus Fleiß und du bist fleißig, nur noch nicht ganz angekommen im Studium. Dewegen: das wird schon!

Und immer schön mindesten einen Tag in der Woche freihalten! Sonst hältst du das nicht durch.

xyl15
14.01.2017, 16:18
Alles Wichtige wurde ja schon ausführlich erläutert. Ich schließe mich dem an und sage nur: Alles ganz normal, wäre bedenklich, wenn es anders wäre!

Und dein Titel stimmt nicht: Überfordert BEREITS im ersten Semester- es wird nämlich besser, zumindest nach dem Physikum.
Zum einen weil du passende Lernstrategien kennst, immer besser abschätzen kannst, worauf es ankommt, und auch fachlich immer mehr weisst, an das du das neue anknüpfen kannst. Und du weisst dass die anderen auch nur mit Wasser kochen (zumindest 90%).

xyl15
14.01.2017, 16:18
Komischer Editor postet erst nicht und dann gleich zweimal.

xyl15
14.01.2017, 16:21
Komischer Editor postet erst nicht und dann gleich zweimal.

.....

Sticks
14.01.2017, 16:51
Ich habe mir deinen Text nicht komplett durch gelesen.
Die wichtigste Regel: Ruhe bewahren!!!

Du bist nicht "bereits" überfordert, sondern musst noch schauen wie der Hase läuft. Das ist doch normal. Im ersten Semester muss man nicht nur für die Fächer lernen, sonder auch wie die Uni so funktioniert.
Man hat oft das Gefühl, dass alle anderen besser sind. So ist dem nicht! Manchmal wurde das auch von mir angenommen, 1-2 schlaue Sätze reichen da manchmal aus und alle nehmen an, dass man gleich den Rest des Stoffes auch kann.
Zudem erzählen die meisten nicht wie viel Arbeit sie ins lernen stecken! Wir hatten eine, die angeblich beim Hammerexamen erst ab Tag 35 angefangen hat zu lernen...

Mir ging es ähnlich. Die ganze Woche gelernt. Anatomie und Chemie. Oft an Chemie verzweifelt. Jetzt bin ich im PJ, nie eine Klausur verhauen und alles ist gut gelaufen.
Wichtig ist nicht nur das lernen, sondern auch die Pausen. Auch das muss man lernen.

Dergenthiner
16.01.2017, 20:15
Mein Vorbild ist meine gute Bekannte. Sie hat das Studium mit 35 angefangen, zwei kleine Kinder, lange Fahrzeiten zur Uni, am Anfang lief absolut alles schief, viele Prüfungen hat sie erst beim dritten Mal bestanden. Aber sie ist jetzt nach 7 Jahren fertig. D.h.wenn man was will, schafft man alles

Choranaptyxis
16.01.2017, 21:55
Ich kann da nur von meiner Erfahrung schreiben und den anderen zustimmen. Im ersten Semester, welches im Rückblick betrachtet doch das einfachste war, inhaltlich gesehen, kam ich anfangs kaum zurecht. Zu viel in Kleinigkeiten verloren, nicht fokussiert gelernt, an Kleinigkeiten aufgerieben und am Ende immer hintendran gewesen. Da musste ich auch erst lernen, wie man lernt und was wichtig ist und was unwichtig. Und, dass man nie alles wissen kann, dass man immer Lücken haben wird, es ist nur die Fragen wo und wie groß sie sind bzw maximal sein sollten, zum Bestehen aber auch für einen selber, dass man sich auf sein Wissen verlassen kann.
Wenn man da erstmal auf nen grünen Zweig kommt, seine Lernstrategie findet und weiß, was einen erwartet, wird es trotz schwierigerem Inhalt auf ne gewisse Art einfacher. Ich habe für mich irgendwann herausgefunden, dass ich Anatomie nicht aus einem Fließtext lernen kann. Da schreibe ich mir alles zusammen, auch wenn es Zeit kostet. Die würde ich sonst beim lernen verlieren. Woanders bring es mir wenig, da ist mir die Zeit zu schade. Und so muss man es vlt auch bei jedem Fach selber merken, ob Notizen, Kurzlehrbuch oder mit Altklausuren lernen.
Und auch durchfallen ist keine Schande, dadurch lernt man auch etwas. Erstmal ankommen und sehen, wie es weitergeht!

vielfrager
17.01.2017, 07:41
Hey, vielen Dank erstmal für die zahlreichen Antworten. Mein Problem ist wahrscheinlich wirklich, dass ich keine Ahnung habe wie ich mich in Anatomie organisieren soll. Die wollen am liebsten, dass wir zum ersten Testat bereits die ganze duale Reihe auswenig können (außer Organe). Andererseits sagen sie, dass wir im ersten Semester zunächst nur die groben Strukturen wissen sollen. Deshalb weiß ich nicht wie ich lesen soll und worauf ich achten soll. Ich muss auch sagen, dass die Kapitel in der Dualen Reihe ja nicht unbedingt die kürzesten sind und ich schon eine ganze Weile sitze, um überhaupt erstmal zu lesen. Dabei habe ich meiner Meinung nach, dann aber noch nuchts gelernt.

Für mich sind die Erklärungen in dem Buch leider auch nicht so intuitiv, dass ich mir das alles dann in einer Prüfung von selbst herleiten könnte. Wahrscheinlich fehlt mir aber wirklich die Fähigkeit richtig zu filtern und dann, wie bereits zuvor erwähnt, mein Gedächtnis, welches mich eher an ein Sieb erinnert (eins was alles durchlässt).

Ich merke selber, dass sich mit Panik sehr schlecht lernen lässt, allerdings kann ich diese auch nicht wirklich abstellen.

vielfrager
17.01.2017, 07:43
Hey, vielen Dank erstmal für die zahlreichen Antworten. Mein Problem ist wahrscheinlich wirklich, dass ich keine Ahnung habe wie ich mich in Anatomie organisieren soll. Die wollen am liebsten, dass wir zum ersten Testat bereits die ganze duale Reihe auswenig können (außer Organe). Andererseits sagen sie, dass wir im ersten Semester zunächst nur die groben Strukturen wissen sollen. Deshalb weiß ich nicht wie ich lesen soll und worauf ich achten soll. Ich muss auch sagen, dass die Kapitel in der Dualen Reihe ja nicht unbedingt die kürzesten sind und ich schon eine ganze Weile sitze, um überhaupt erstmal zu lesen. Dabei habe ich meiner Meinung nach, dann aber noch nichts gelernt.

Für mich sind die Erklärungen in dem Buch leider auch nicht so intuitiv, dass ich mir das alles dann in einer Prüfung von selbst herleiten könnte. Wahrscheinlich fehlt mir aber wirklich die Fähigkeit richtig zu filtern und dann, wie bereits zuvor erwähnt, mein Gedächtnis, welches mich eher an ein Sieb erinnert (eins was alles durchlässt).

Ich merke selber, dass sich mit Panik sehr schlecht lernen lässt, allerdings kann ich diese auch nicht wirklich abstellen.

vielfrager
17.01.2017, 07:44
oh Mist. Doppelpost

Arrhythmie
17.01.2017, 07:46
Schau Dir einfach mal als Leitfaden die Altklausuren an. Sprich mit älteren Semestern. Dann hast Du eine Grundstruktur bzw. Ansatzpunkte was häufig gefragt wird, auf was besonderen Wert gelegt wird. Parallel liest Du Dir die Basics an.

AlexStudent
17.01.2017, 18:29
*heftig nickend* Oh ja, das war für mich die wichtigste Erfahrung überhaupt: Sprich mit älteren Semester, frag worauf es ankommt (und worauf es vor allem nicht ankommt) und welche Tricks es gibt (i.S.v. Sprüchen, Herleitungen usw.). Gerade Anatomie kann einen regelrecht erschlagen. Und Altklausuren ftw!

davo
17.01.2017, 19:05
Bei Anatomie fühlt sich am Anfang jeder überfordert. Das ist ganz normal.

Sind eure Testate mündlich oder schriftlich?

Du musst dich erst einmal genauer informieren, was jetzt wirklich Stoff des ersten Testats ist. Entweder indem du höhere Semester fragst, oder indem du dir Altklausuren bzw. Prüfungsprotokolle organisierst. Am besten beides.

Falls es wirklich so ist, dass ihr, bis auf die Inneren Organe, die Grundlagen vom "allem" können sollt, würde ich empfehlen, ein gutes Kurzlehrbuch zu verwenden. Am niederschwelligsten ist finde ich das von Thieme (Bommas-Ebert et al.).

Vieles bei Anatomie ist nicht intuitiv. Man muss es einfach auswendiglernen :-p Auch wenn man sich, v.a. bei den Inneren Organen, bei Neuroanatomie, bei der Innervation, der Funktion und den Muskelnamen, sehr vieles logisch herleiten kann, sobald man mal die Grundlagen verinnerlicht hat.

Such dir am besten auch ein paar andere (gute) Leute, mit denen du entweder zusammen lernst, oder zumindest das Lernen hin und wieder mal besprichst. So bekommst du ein besseres Gefühl dafür, wieviel die anderen lernen, was die anderen lernen, was sie nicht lernen, wie gut und wie detailliert sie den Stoff beherrschen, usw. Es ist, gerade im ersten Semester, echt wichtig, das eigene Lernen, sowohl was den Input als auch was den Output betrifft, anhand mehrerer Kommilitonen zu "kalibrieren", damit man sich nicht völlig in einer Sackgasse verrennt.

Aber es klingt für mich so, als hättest du "ganz normale Ersti-Probleme". Also kein Grund zu glauben, dass du es nicht packen wirst.

schmodderpumpe
19.01.2017, 08:25
Ich kann aus persönlicher Erfahrung die Anatomielernkarten von Prometheus nur empfehlen. Sind zwar nicht so ausführlich, aber bilden ne supergute Basis (die mir in deiner Situation erstmal wichtig erscheint) und vor Allem: Sie geben dir ne Möglichkeit die ganze Anatomie erstmal grob strukturiert zu lernen.
Ich habe nachdem ich die Lernkarten richtig gut konnte halt noch hier und da was im Anatomieatlas nachgelesen, aber das allermeiste waren tatsächlich die Karten. Die Muskelansätze und -funktionen lernen sich auch leichter, wenn man sich den Verlauf der Muskeln einprägt und nicht einfach stur auswendig lernt.

Generell ist es meiner Meinung nach auch besser eher mit Zusammenfassungen/Skripten zu lernen als mit Lehrbüchern (also lieber nicht Duale Reihe und co.) sondern lieber unispezifische Skripte und dann nachher fürs Physikum mit Medi-Learn/Endspurt/Amboss.
Mit diesen ganzen Lehrbüchern verrennt man sich fast unweigerlich in Details und kann die wichtigen Sachen nachher trotzdem nicht.

Viel Erfolg ;-)

schmodderpumpe
19.01.2017, 08:26
Ich kann aus persönlicher Erfahrung die Anatomielernkarten von Prometheus nur empfehlen. Sind zwar nicht so ausführlich, aber bilden ne supergute Basis (die mir in deiner Situation erstmal wichtig erscheint) und vor Allem: Sie geben dir ne Möglichkeit die ganze Anatomie erstmal grob strukturiert zu lernen.
Ich habe nachdem ich die Lernkarten richtig gut konnte halt noch hier und da was im Anatomieatlas nachgelesen, aber das allermeiste waren tatsächlich die Karten. Die Muskelansätze und -funktionen lernen sich auch leichter, wenn man sich den Verlauf der Muskeln einprägt und nicht einfach stur auswendig lernt.

Generell ist es meiner Meinung nach auch besser eher mit Zusammenfassungen/Skripten zu lernen als mit Lehrbüchern (also lieber nicht Duale Reihe und co.) sondern lieber unispezifische Skripte und dann nachher fürs Physikum mit Medi-Learn/Endspurt/Amboss.
Mit diesen ganzen Lehrbüchern verrennt man sich fast unweigerlich in Details und kann die wichtigen Sachen nachher trotzdem nicht.

Viel Erfolg ;-)