PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Erfahrungen mit Eko-Stethoskopverstärker?



davo
27.03.2017, 15:30
Nachdem die so viel Werbung machen und so gute Reviews haben: hat irgendjemand von euch schon Erfahrungen mit dem Stethoskopverstärker von Eko gemacht? Hab das Geld im Moment eher nicht, aber die Idee find ich ganz gut, und es würd mich schon interessieren, wie gut der wirklich ist... v.a. im Vergleich mit einem "normalen" elektronischen Stethoskop.

Logo
27.03.2017, 16:01
Nö. Aber wozu?!
Stethoskop ansich verliert zusehend seine Daseinsberechtigung. Alles Kardiale mach ich mit Echo. Pulmo hört man sich so ein und ist zT. auch einfach insuffizient weil du eh nur ~8 cm Eindringtiefe hast - also um ne Bildgebung nicht herum kommst.

davo
27.03.2017, 16:12
Vor allem weil ich die Idee recht clever finde :-)) Und auch deshalb, weil ein Stethoskop in den Bereichen, die mich interessieren (Psychiatrie, Allgemeinmedizin) wohl noch längere Zeit sinnvoll bleiben wird. Aber hauptsächlich weil mich interessiert, wie gut die technische Umsetzung dieses Prinzips funktioniert :-p

Logo
27.03.2017, 17:05
Aber welche Fragestellung willst du denn beantworten?
Ein Vitium ist nicht durch seine Akustik zu charakterisieren, weil es zuviele Confounder gibt, die Einfluss auf die Relevanz und akustische Ausprägung nehmen - EF um mal einen zu nennen.
Das ein Vitium da ist hörst du auch ohne das Ding. Punctum Maximum auch, Systolisch der diastolisch auch. Dazu etwas Anamnese, KU und Vitien-Epidemiologie und du kannst alle Fragen beantworten die du je als Allgemeiner oder Psychler beantworten musst.
Alles weitere ist inzwischen Medizingeschichte....

Auch als Allgemeiner spricht ja nix dagegen rudimentär ein Echo bedienen zu können. Lernt man schnell mit etwas Engagement, wenn man da Bock drauf hat - wirkt ja so

davo
27.03.2017, 19:47
"Auffällige" Vitien höre ich, soweit ich das mit meinem bisherigen Wissen und meinen bisherigen Erfahrungen beurteilen kann. (Habe z.B. in meiner Psychiatrie-Famulatur einen jungen Patienten zum Internisten geschickt, und mein Verdacht hat sich bestätigt.) Aber selbst da wäre es IMHO ganz nett, etwas Verstärkung zu haben, die Möglichkeit des langsameren Abspielens zu haben. Und bei der Lunge ist mir in der Hausarztfamulatur ein paar Mal aufgefallen, dass unterschiedliche Leute unterschiedliche Dinge hören (und überhören) - da wäre etwas Verstärkung also sicher auch ganz nett. Obwohl mein HNO-Arzt meint, dass mein Hörvermögen im grünen Bereich ist :-p

Ja, wahrscheinlich ist es primär der Gadget-Charakter, der mich daran fasziniert hat. Aber ich wollt ja nur mal hören, ob irgendjemand das Ding schon mal ausprobiert hat :-))

Verwandte Frage: Hat hier eigentlich irgendjemand ein elektronisches Stethoskop? Scheinen ja äußerst selten zu sein. Aber irgendwer muss sie kaufen, sonst gäbs sie nicht :-)) :-p

Dass es sinnvoll wäre, Echo rudimentär zu beherrschen, ist mir schon klar, aber momentan ist mein Zwischenziel erst mal, Sono rudimentär zu beherrschen :-p Außerdem können, wenn ich mich richtig erinnere, Hausärzte Echos nicht abrechnen, weshalb fraglich ist, ob es wirtschaftlich möglich/sinnvoll ist, sich einen Echo-Schallkopf zuzulegen? Aber all das ist ohnehin noch weit weg :-))

Miss_H
27.03.2017, 20:21
Wieso sollte der Hausarzt kein Sono abrechnen können? Ich finde Ärzte ohne Sono äußerst suspekt.

davo
27.03.2017, 20:36
Echo. Nicht Sono.

Bille11
27.03.2017, 21:11
Ja, ich habe eine ganz nette Palette elektronischer Stethoskope

Das Littmann - unhandlich, aber ganz okay. Verstärkung ganz okay. Nicht mein Favorit. Vorteil - klassisches Aussehen, Akzeptanz.
Das resEARch (von 2009) - sehr geil, relativ altmodisch, mit Knopfzellen gefüttert... aber leider mittlerweile verschieden. Friede seiner Asche, es war ein tolles Teil. Wenn mir das jemand wieder reparieren würd... aber dann kam:
Das Thinklabs - :-love. Form, Function, alles perfekt. Definitiv eine Supersache. Mit einfachem Kopfhörer-Hörer sehr simpel für ein Akzeptanzförderndes Handling. Man könnte auch viele Spielereien machen, mir reicht, dass es verdammt gut verstärkt und verschiedene Frequenzen bedient.

In meiner Notarztjacke ist allerdings ein ganz klassisches analoges Littmann - im RD geht es mir um Pneu/nicht Pneu und um makroskopisch relevante (Pulmo & Kardio) Vitien, die man auch schon von der Tür aus hört. Da lass ich kein 500€ Teil mit mir rumfahren.

Das Eko hab ich allerdings nie ausprobiert. Wenn man das andere aktuelle hat, ist einem das auch wieder zu unhandlich. :-))

davo
27.03.2017, 22:01
@Bille: Danke für deine Erfahrungen.

Ich hatte bis jetzt noch nie die Gelegenheit, eines auszuprobieren. Für die Geldbörse vielleicht auch besser so :-))