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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mache mir ein bisschen starke Sorgen....



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uniladneu
15.05.2017, 01:17
Ach, es gibt doch immer die Leute die viel erzählen, wie viel sie doch in ihren Famulaturen gemacht haben, das sollte einen doch nicht verrückt machen; je nach dem in welchem Fachbereich/Abteilung man famuliert und an welcher Klinik/bei welchem Arzt darf man entweder ganz viel machen und wenn es blöd läuft auch gar nichts.
Irgendwelche nicht bestandenen oder erst im zweiten Anlauf bestandenen Klausuren interessieren später doch sowieso keinen, weil das ganze ebenfalls extrem uniabhängig ist.
Und dass sich in Seminaren nicht gemeldet wird, weil man nichts falsches sagen möchte ist auch was normales, war doch in der Schule nicht anders...

Danke! Ja ich weiß. Man sich halt immer Druck um nix und dann grundlos massive Sorgen. So bin ich halt gestrickt.

davo
15.05.2017, 07:52
Dann ab zur psychologischen Beratungsstelle deiner Uni.

Absolute Arrhythmie
15.05.2017, 07:55
Danke! Ja ich weiß. Man sich halt immer Druck um nix und dann grundlos massive Sorgen. So bin ich halt gestrickt.
Stimme Davo da absolut zu. Sich ständig sorgen zu machen ist nicht normal und vor allem nicht gesund.

uniladneu
15.05.2017, 17:22
Stimme Davo da absolut zu. Sich ständig sorgen zu machen ist nicht normal und vor allem nicht gesund.

Tja heute hatte ich meinen erstes Doktorandenseminartreffen, weil ich ja eine neue Promotion suchen muss, da das Projekt, für welches ich mich im 7. Semester beworben hatte, ins Wasser fiel. Nach Alternativen zu fragen wurde mir versprochen, ich habe bis heute keine Antwort bekommen.

Ich würde am liebsten eine statistische Arbeit machen, solche Arbeiten gibt es an meiner Uni kaum. Tja wie gesagt, heute erstes Treffen gehabt. Fachrichtung lasse ich unerwähnt. Doktorvater ganz nett, es gibt wohl auch statistische Arbeiten.
Ein Mitglied der Arbeitsgruppe, fast fertig, demnächst M3, wollte wissen welches Semester ich bin. Ich sagte "8. Semester".
Dann kam als Aussage: "Für eine klinische-experimentelle Arbeit ist es zu spät. Das dauert bei uns 4x Jahre. Eine statistische Arbeit mindestens 2x Jahre". Ich habe höflich geantwortet, dass ich ein Freisemester nehmen würde. Dann hat er nix mehr gesagt.
Tja wie es aussieht, ist es tatsächlich zu spät. Was soll ich jetzt machen? Das ist genau so, wie es an meiner Universität ("Elite-Status"), Ort nenne ich nicht, abläuft. Ich kenne einige Freunde von anderen Universitäten, welche ein Freisemester für eine statistische Arbeit nahmen und das alles in gut einem Jahr geschafft haben.

Ach ja und dann hieß es "während der Assistenzarztzeit brauchst du gar nicht daran denken noch an der Promotion zu schreiben. Schafft man eh nicht".
Manchmal denke ich wirklich, für was mache ich das eigentlich. Ich hab mich im 7. Semester für das erste Projekt beworben. Ich wusste im 5. und 6. Semester noch nicht wirklich, was mich interessiert. Das erste Projekt wäre perfekt gewesen, aber ist nicht mehr realisierbar Tja und schon ist es tatsächlich zu spät.

Ich will eine normale statistische Arbeit. Ich will nicht forschen groß, ich will später keine Habilitation anstreben, keine Unikarriere, keine PD/Prof-Titel. Das will ich nicht. Ist das denn so schwer? An anderen Unis geht es doch auch. Aber richtig, ich bin bereits zu spät wohl trotz des Planes ein Freisemester zu nehmen. Da frage ich mich, warum habe ich nicht nach dem 5. Semester angefangen oder im 6. Semester so wie es die Elitemediziner auch machen und 1,5 Jahre verschwendet. Tja, keine Ahnung was ich jetzt machen soll. Manchmal stellt man sich hier wirklich die Sinnfrage. Ich kann das bald nicht mehr.

Feuerblick
15.05.2017, 17:29
Eine statistische Arbeit (zumindest den Datenteil) schaffst du LOCKER in einem Jahr. Auch an deiner "Eliteuni" wird es sowas geben. Und wenn nicht: Kein Mensch stirbt, weil er keinen Doktortitel hat. Und wird auch kein schlechterer Arzt oder findet keine Stelle oder sowas.
Kurz: Man kommt auch ohne den Titel durchs Leben. Und das sogar sehr gut.

Du solltest dich allerdings echt mal um eine psychologische Beratung kümmern, wenn du dich von solchen Peanuts runterziehen lässt und dein Leben in Frage stellst. Ernsthaft!

davo
15.05.2017, 19:10
Statistische Arbeiten gibts auch in Gießen nicht mehr viele, und zur Elite zählen wir wohl sicher nicht. Das ist einfach der andauernden Kritik an der medizinischen Promotion geschuldet.

Zwei Jahre halte ich gar nicht mal für unrealistisch. Ich arbeite jetzt auch schon ein Jahr lang an meiner statistischen Doktorarbeit - wenn man solide Analysen durchführen und sich ernsthaft mit der Literatur und den Daten beschäftigen will, ist ein Jahr sehr schnell vorbei. Diese Angabe ist zwar sicher am oberen Ende angesiedelt, aber grundsätzlich halte ich das für vertrauenserweckender als das oft gehörte Gegenteil: Es wird einem suggeriert, dass das eh alles ganz schnell geht, und am Ende braucht es doppelt oder dreimal so lange. Da finde ich diese Vorgehensweise ehrlicher.

Dass es während der Assistenzarztzeit sehr schwer ist, die Promotion abzuschließen, ist eine Tatsache - das schreiben ja auch hier in den Foren viele. Dein Ziel sollte also eindeutig sein, bis zum 10. Semester abzuschließen - mit Freisemester wird das noch funktionieren. Ohne wird es knapp. Auch das halte ich also für nicht unrealistisch. Sicher, es ist etwas harsch formuliert, aber besser so als andersrum. Im 7. Semester anzufangen sich umzuschauen war tatsächlich recht spät - das hätte ich dir auch gesagt. Aber jetzt ist es halt nunmal so, und es ist müßig, sich im Nachhinein darüber zu ärgern.

Dennoch: du übertreibst wieder einmal in der Interpretation dessen, was dir gesagt wurde. Eine Arbeitsgruppe warnt dich, dass es schwer werden wird (und das objektiv betrachtet zu Recht) - und dir stellt sich gleich "die Sinnfrage". Obwohl man doch auch ganz ohne Promotion ein guter Arzt werden kann. Die Promotion ist, gerade bei deinen Fächer- und Karrierepräferenzen, ein purer Luxus - the icing on the cake. Kein Muss.

Ich sags also noch einmal: Du brauchst psychologische Betreuung. Du nimmst dir jede potenziell negative Aussage viel zu sehr zu Herzen.

Markian
15.05.2017, 19:12
Es gibt so viele gute Ärzte ohne Doktortitel, während meiner Famulatur hatte der Großteil der Oberärzte keinen. Sie waren trotzdem extrem kompetent und wurden von allen Patienten geschätzt. Wo ist das Problem? 40% der Studierenden schließen das Studium ohne Promotion ab. Du kannst immer noch in Weiterbildung oder als Facharzt auf 50% runtergehen und dann den Doktortitel nachholen. Auch in deinem Semester gibt es genug Leute, die keine Doktorarbeit haben oder die jetzt grade im Labor stehen und am Ende kommt doch nichts bei raus. Erwarte mal nicht so viel von dir selber sonst landest du selber in der Psychatrie anstatt dort zu arbeiten. An deiner Stelle würde ich mir ein Semester Auszeit gönnen und einfach was ganz anderes machen.

uniladneu
15.05.2017, 20:52
Statistische Arbeiten gibts auch in Gießen nicht mehr viele, und zur Elite zählen wir wohl sicher nicht. Das ist einfach der andauernden Kritik an der medizinischen Promotion geschuldet.

Zwei Jahre halte ich gar nicht mal für unrealistisch. Ich arbeite jetzt auch schon ein Jahr lang an meiner statistischen Doktorarbeit - wenn man solide Analysen durchführen und sich ernsthaft mit der Literatur und den Daten beschäftigen will, ist ein Jahr sehr schnell vorbei. Diese Angabe ist zwar sicher am oberen Ende angesiedelt, aber grundsätzlich halte ich das für vertrauenserweckender als das oft gehörte Gegenteil: Es wird einem suggeriert, dass das eh alles ganz schnell geht, und am Ende braucht es doppelt oder dreimal so lange. Da finde ich diese Vorgehensweise ehrlicher.

Dass es während der Assistenzarztzeit sehr schwer ist, die Promotion abzuschließen, ist eine Tatsache - das schreiben ja auch hier in den Foren viele. Dein Ziel sollte also eindeutig sein, bis zum 10. Semester abzuschließen - mit Freisemester wird das noch funktionieren. Ohne wird es knapp. Auch das halte ich also für nicht unrealistisch. Sicher, es ist etwas harsch formuliert, aber besser so als andersrum. Im 7. Semester anzufangen sich umzuschauen war tatsächlich recht spät - das hätte ich dir auch gesagt. Aber jetzt ist es halt nunmal so, und es ist müßig, sich im Nachhinein darüber zu ärgern.

Dennoch: du übertreibst wieder einmal in der Interpretation dessen, was dir gesagt wurde. Eine Arbeitsgruppe warnt dich, dass es schwer werden wird (und das objektiv betrachtet zu Recht) - und dir stellt sich gleich "die Sinnfrage". Obwohl man doch auch ganz ohne Promotion ein guter Arzt werden kann. Die Promotion ist, gerade bei deinen Fächer- und Karrierepräferenzen, ein purer Luxus - the icing on the cake. Kein Muss.

Ich sags also noch einmal: Du brauchst psychologische Betreuung. Du nimmst dir jede potenziell negative Aussage viel zu sehr zu Herzen.

Freisemester würde ich dafür nehmen. Ich hoffe nur, dass ich endlich bis Mitte Juni eine statistische habe so schwer wie das ist sowas zu finden.
Freisemester, Zeitplan bis zum PJ oder M3 fertig zu sein ist realistisch dann.

Auf eine Forschungsarbeit habe ich absolut keine Lust. Ich will nicht habilitieren oder Karriere machen an der Uni.
Warum nur noch experimentelle Arbeiten? Was sollen wir alles denn noch leisten? Famulaturen in den Semesterferien, 18 Prüfungen in einem Semester. Dann wieder lernen für den Nachklausurtermin in den Semesterferien nach der Famulatur etc. Und dann forschen. Wie soll das denn bitte alles gehen? Das ist doch kein Wunder dass nur noch psychische Wracks rumrennen. Ich hatte seit September 2016 eine Woche frei, wo ich nix medizinisches gemacht habe und 5x Tage in den Weihnachtsferien. Das wars.

uniladneu
15.05.2017, 20:54
Es gibt so viele gute Ärzte ohne Doktortitel, während meiner Famulatur hatte der Großteil der Oberärzte keinen. Sie waren trotzdem extrem kompetent und wurden von allen Patienten geschätzt. Wo ist das Problem? 40% der Studierenden schließen das Studium ohne Promotion ab. Du kannst immer noch in Weiterbildung oder als Facharzt auf 50% runtergehen und dann den Doktortitel nachholen. Auch in deinem Semester gibt es genug Leute, die keine Doktorarbeit haben oder die jetzt grade im Labor stehen und am Ende kommt doch nichts bei raus. Erwarte mal nicht so viel von dir selber sonst landest du selber in der Psychatrie anstatt dort zu arbeiten. An deiner Stelle würde ich mir ein Semester Auszeit gönnen und einfach was ganz anderes machen.

Ich weiß das. Ja, ich bräuchte dringend einfach mal 4x Monate Pause. Was ganz anderes machen - runterfahren etc. Ich habe seit meinem 16 Lebensjahr immer gelernt, Abitur gemacht, Pflegepraktikum, Famulatur. Einzig in den Semesterferien 2014. Da hatte ich mal 2,5 Monate nichts. Seitdem nicht mehr.
Allerdings kann ich keine Auszeit nehmen. Wie erkläre ich das dem Chef? Wie erkläre ich das meinen Eltern? Nur für eine Doktorarbeit kann ich ein Freisemester nehmen. Ich bin mit 22 im 8. jetzt, dann wird es sonst nix mehr mit dem Abschluss vor dem 26. Lebensjahr. Denn das halte ich für ziemlich alt dann.

Ja ist bei uns auch so. Einige haben abgebrochen, einige suchen gerade neu, einige haben noch gar nichts.

Viele haben auch schon viel gemacht.

uniladneu
15.05.2017, 20:57
Ich will in die Niederlassung später, da brauche ich den Dr. Mir geht es nicht um großes Forschen oder Entdecken. Eine 4 in der Promotion reicht mir auch aus - den Dr. braucht man halt gerade wenn man aufs Land will.

Solara
15.05.2017, 21:01
Braucht man nicht, den Dr auf dem Land. Du musst nur deinen Namen groß schreiben.

Und dass das mit dem Alter Schwachsinn ist, weißt du sehr genau. Langsam glaube ich auch, deine Threads dienen hauptsächlich dem Fishing for compliments.

davo
15.05.2017, 21:08
Ach Quatsch. Ich habe vor kurzem Hausarztfamulatur in einer sehr gut gehenden Landarztpraxis gemacht - keiner der beiden Praxisinhaber ist promoviert. Das ist völlig egal - notwendig ist das nur in deinem Kopf. Auch mehrere Oberärzte in unserer Uni-Psychiatrie sind nicht promoviert.

Und ob du mit 25 oder mit 30 fertig wirst, kümmert auch absolut niemanden.

Du machst dir das Leben selbst schwer. Schade, dass dir das nicht auffällt.

Übrigens kann man auch während des Semesters mal eine Auszeit nehmen. Ich fliege im Juni auf Urlaub, ein Kommilitone im Juli. Im Sommer werde ich sicher ein paar Wochen komplett entspannen. Auch du kannst das machen - du musst es nur tun. Wenn dir nur noch ein Monat Famulatur fehlt, kannst du im Sommer, selbst wenn du unbedingt 3 Wochen lang was für die Doktorarbeit machen willst, mindestens 1,5 Wochen lang komplett nichtstun. Und auch wenn du dir für die Doktorarbeit ein Urlaubssemester nimmst, kannst du problemlos während des Urlaubssemesters mal ein, zwei Wochen abschalten. Oder du machst es so wie viele meiner Kommilitonen und machst ein Auslandssemester - Erasmus-Mindestcredits absolvieren, den Rest der Zeit genießen. Es gibt viele Möglichkeiten, zu entspannen - du musst begreifen, dass du es selbst in der Hand hast, diese auch zu nutzen.

Ich sage es ein letztes Mal: Du brauchst eine psychologische Anbindung. Es liegt an dir, diese Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Wenn du schon während des Studiums so große Probleme hast, dir Freiräume zu schaffen und mit (selbstauferlegtem) Stress umzugehen, wie willst du dann die Arbeit als Assistenzarzt bewältigen? Du musst daran arbeiten, mit realen und eingebildeten Belastungssituationen anders umzugehen. Sonst ist das Burnout vorprogrammiert. Und wenn du nicht glaubst, dass eine psychologische Beratung dabei helfen kann, dann bist du als Psychiater ungeeignet.

P.S.: Ich habe über 20 Leuten geschrieben und hatte Korrespondenz und/oder Vorbesprechungen mit sechs (?) Leuten, bis ich was passendes gefunden hatte. Das ist, wie THawk ganz richtig sagt, völlig normal.

THawk
15.05.2017, 21:12
Mit 22 Jahren im 8. Semester? Dann nimm besser zwei Semester für die Doktorarbeit frei - oder eins für Doktorarbeit, eins zum Reisen. Sonst bist du viel zu früh fertig.
Hm, mal im Ernst, ich war 21 bei Studienbeginn (Mann, Zivildienst, 13 Schuljahre bis zum Abitur) und damit nicht untypisch alt. Jetzt fühle ich mich alt :-D

Dr.titel verliert wirklich zunehmend an Bedeutung, auch wenn ich weiterhin glaube, dass ein bisschen wissenschaftliche Auseinandersetzung zum Arzt-Sein dazu gehört. Aber ich bin halt auch forschungsinteressiert ;-) Du wirst einfach weitere Arbeitsgruppen anfragen müssen und wirst schon was finden. Ich hatte für meine (klinische) Doktorarbeit damals bestimmt 20 Oberärzte etc. angeschrieben bevor ich was passendes gefunden hatte. Also mal nicht so rasch verzweifeln.

Feuerblick
15.05.2017, 21:15
Joa... Assistenzarzt und erst 26? Den jungen Hüpfer nimmt doch eh keiner ernst... :-)) Und dann noch ohne Dr.-Titel. Nee, nee, so wird das nie was. Besser abbrechen. "Studienabbrecher Medizin" klingt einfach besser als "Assistenzarzt ohne Dr.-Titel"... :-))

Moorhühnchen
15.05.2017, 21:16
Ich bin mit 22 im 8. jetzt, dann wird es sonst nix mehr mit dem Abschluss vor dem 26. Lebensjahr. Denn das halte ich für ziemlich alt dann.
http://www.smilies.4-user.de/include/Huepfen/smilie_hops_008.gif (http://www.smilies.4-user.de)
Sorry, mehr hab ich dazu nicht zu sagen... :-D

ehem-user-11022019-1151
15.05.2017, 21:21
. Ich bin mit 22 im 8. jetzt, dann wird es sonst nix mehr mit dem Abschluss vor dem 26. Lebensjahr. Denn das halte ich für ziemlich alt dann.



Du wirst noch länger in deinem Beruf arbeiten, als du jetzt alt bist, das sollte dir klar sein. Ob du jetzt mit 26 oder 28 Arzt bist, ist eigentlich so egal, ob das Gras grün oder dunkelgrün ist.

Ich weiß nicht, ob die Informationen bei dir überhaupt ankommen?

Was du dir aber zu 100% bewusst machen sollst, ist, dass du Hilfe brauchst.
Glaub mir, das wird nicht besser und du läufst nur vor deinen eigenen Problemen weg.

Jetzt mal ganz provokant: du willst eines Tages in der Psychiatrie arbeiten, findest aber, dass eine psychologische Beratung dir nichts bringt?!

uniladneu
15.05.2017, 21:29
Mit 22 Jahren im 8. Semester? Dann nimm besser zwei Semester für die Doktorarbeit frei - oder eins für Doktorarbeit, eins zum Reisen. Sonst bist du viel zu früh fertig.
Hm, mal im Ernst, ich war 21 bei Studienbeginn (Mann, Zivildienst, 13 Schuljahre bis zum Abitur) und damit nicht untypisch alt. Jetzt fühle ich mich alt :-D

Dr.titel verliert wirklich zunehmend an Bedeutung, auch wenn ich weiterhin glaube, dass ein bisschen wissenschaftliche Auseinandersetzung zum Arzt-Sein dazu gehört. Aber ich bin halt auch forschungsinteressiert ;-) Du wirst einfach weitere Arbeitsgruppen anfragen müssen und wirst schon was finden. Ich hatte für meine (klinische) Doktorarbeit damals bestimmt 20 Oberärzte etc. angeschrieben bevor ich was passendes gefunden hatte. Also mal nicht so rasch verzweifeln.

Naja ich hätte halt gerne noch 2-3 Kinder später und das nach dem Facharzt. Während der Assi-Zeit hat man ja dazu keine Zeit Kinder zu haben. Und wenn ich 2-3 Kinder will, sollte ich spätestens mit 32/33 anfangen und das nach dem Facharzt. Davor geht das eh nicht. Oder zumindest wenn ich meine 24Monate Klinik in der Allgemeinmedizin habe und in niedergelassenen Bereich gehen kann für den Rest. Davor hat man keine Zeit.

Dann muss man ja iwann noch die richtige Partnerin finden und so wie ich derzeit unter Feuer bin, wäre ich für kein Mädchen dieser Welt eine Bereicherung. Das sage ich offen und ehrlich.

Also so rosig und so toll im Zeitplan bin ich nicht, wenn ich jetzt ewig runtändel mit Reisen.

@davo: Ja, ein Monat Famulatur fehlt noch.

ehem-user-11022019-1151
15.05.2017, 21:31
Ja, das stimmt. Während der Assistensarztzeit kann man echt keine Kinder haben und als Mann ist das doppelt so schwer wie als Frau.
Sehe ich auch so.

EDIT @unilad: du kannst auch Beiträge editieren und zwei Posts in einem beantworten ;-) just saying. War dir vielleicht vorhin nicht möglich, aber ab 20 Beiträgen sollte das gehen.

uniladneu
15.05.2017, 21:31
Du wirst noch länger in deinem Beruf arbeiten, als du jetzt alt bist, das sollte dir klar sein. Ob du jetzt mit 26 oder 28 Arzt bist, ist eigentlich so egal, ob das Gras grün oder dunkelgrün ist.

Ich weiß nicht, ob die Informationen bei dir überhaupt ankommen?

Was du dir aber zu 100% bewusst machen sollst, ist, dass du Hilfe brauchst.
Glaub mir, das wird nicht besser und du läufst nur vor deinen eigenen Problemen weg.

Jetzt mal ganz provokant: du willst eines Tages in der Psychiatrie arbeiten, findest aber, dass eine psychologische Beratung dir nichts bringt?!

Doch psychologische Beratung würde mir glaube ich helfen. Sag ich offen.

uniladneu
15.05.2017, 21:33
Ja, das stimmt. Während der Assistensarztzeit kann man echt keine Kinder haben und als Mann ist das doppelt so schwer wie als Frau.
Sehe ich auch so.

EDIT @unilad: du kannst auch Beiträge editieren und zwei Posts in einem beantworten ;-) just saying. War dir vielleicht vorhin nicht möglich, aber ab 20 Beiträgen sollte das gehen.

Ja ist doch so mit 60-100h/Woche. Zumindest sagen das die Kliniker hier.