Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : PJ nichts gelernt- Berufsstart
@ Lava
Gut zu schlecht ;)
Feuerblick
09.09.2017, 18:54
Firebird: Ich hoffe, du hast nur Haken gehalten und nicht auch noch die Hacken :-))
FirebirdUSA
09.09.2017, 19:06
Firebird: Ich hoffe, du hast nur Haken gehalten und nicht auch noch die Hacken :-))
Hacken nur bei TEPs ;-)
Feuerblick
09.09.2017, 19:32
Hacken nur bei TEPs ;-)
:-)) :-)) :-))
Ah- und ich habe gelernt, dass Zucker in Wunde eine schöne grüne Pseudomonadenschicht macht.
Old school :-))
Die ganze Diskussion erinnert mich wieder an die dollen Herz-OPs im PJ, bei denen ich mit ausgestrecktem Arm da stand,
den Rücken eines Operateurs im Gesicht, das Herz in der Hand,
Ja, kenne ich auch. Teilweise war das schon anstrengend bzw. einfach langweilig (dieses ewige Geknote). Auf dem Arm des Patienten durfte ich mich nicht setzen und wenn ich irgendwie in die Nähe der Herzlungenmaschine gekommen bin, brüllte der Kardiotechniker los :-D
Allerdings durfte ich nach der Venenentnahme immer das Bein komplett alleine zunähen und sobald die Bypässe dicht waren, hab ich mit dem Assistenten zusammen den Thorax zugemacht. Ich fands schon cool :-nix
Dr.Bundy
29.10.2017, 08:02
Hallo zusammen,
ich habe gerade mein 1. Tertial in der Inneren beendet und wollte immer Internist werden, bzw. Allgemeinmediziner. Das Problem ist, dass ich meinem Tertial so gut wie nichts gelernt habe. Ich habe letztlich nur Aufnahmen, Aufklärungen, Untersuchungsanmeldungen und massig Flexülen und Blutentnahmen gemacht. Noch nicht einmal Briefe schreiben, Visite mitmachen, geschweige den irgendwelche Punktionen konnte ich machen. Meine Bemühung das zu ändern wurden ignoriert und nicht befolgt- ich bin wirklich etwas verzweifelt und fühle mich ausgenutzt.
Habe jetzt natürlich große Sorgen vor dem Berufsstart weil ich gefühlt nichts kann.
Wie war das bei euch? Meint ihr ich sollte nach dem Studium sozusagen noch mal irgendwo hospitieren bevor ich mich irgendwo bewerbe?
Grüße
Und ich habe viel Partys gemacht, hatte ein top soziales Leben, die Welt bereist und habe noch weniger im PJ gemacht als du. Das Wissen, das man sich im PJ aneignet habe ich dann als Assistenzarzt nachgeholt, mit einem viel besserem Lohn :D. Aber ja, das Wasser war arschkalt und 1 Stelle habe ich deswegen verloren, das mich heute nicht mal ein bisschen juckt.
arbeiter79
30.10.2017, 12:30
Und ich habe viel Partys gemacht, hatte ein top soziales Leben, die Welt bereist und habe noch weniger im PJ gemacht als du. Das Wissen, das man sich im PJ aneignet habe ich dann als Assistenzarzt nachgeholt, mit einem viel besserem Lohn :D. Aber ja, das Wasser war arschkalt und 1 Stelle habe ich deswegen verloren, das mich heute nicht mal ein bisschen juckt.
Seh ich auch so, was man im PJ lernt sind doch die Sachen die einem als AA schon nach paar Wochen aus dem Hals raushängen und die eigentlich kein AA machen will. PJ ist einzig nützlich wenn es der Orientierung dient, und auch dafür sind die Abschnitte eigentlich zu kurz. Im Großen und Ganzen könnte man es sich auch sparen. Famulaturen reichen voll und ganz.
Und die Sachen die du gelernt hast sind doch Top, ich konnte nicht richtig Flexülen legen da hab ich schon Dienste gemacht.
Und als 3. Assistent Haken halten bei großen Ops und denken das bringt was find ich auch lustig, wenn man Eingriffe dieser Größenordnung sowieso erst wieder als OA macht.
Da ich in drei Wochen ins PJ starte: Was zum Teufel sollte man denn da wirklich unbedingt lernen? Bis jetzt lese ich überall nur, was man NICHT besonders braucht.
Also: Was ist Must have im PJ und fürs Mündliche?
WackenDoc
30.10.2017, 13:34
Sieh zu, dass du möglichst viel Basics machst. Also du solltest danach halbwegs sicher Viggos legen können, je nach späterer Fachrichtung zumindest die grundlegenden Knoten und Nähte, EKG befunden, Ultraschall ist so ne Sache- ich würde sagen, es schadet nichts, ein paar Mal selber den Schallkopf gehalten und zumindest die großen Organe mal befundet zu haben. Anästhesie finde ich ja klasse, weil Maskenbeatmung zu können ne gute Sache ist.
Organisatorisch: Eine eigene/halbwegs selbständige Struktur bei den stat. Aufnahmen entwickeln- so dass es einigermaßen zeiteffizient ist, aber nichts wichtiges vergessen wird. Basismaßnahmen/-anordnungen bei einer Standardaufnahme in der Inneren und Chirurgie. Ein paar Patienten mit häufigen Krankheitsbildern unter Aufsicht komplett von Aufnahme bis Entlassung und Brief versorgen.
Versuche Grundlagen des Gipsens zu lernen.
Wenn es irgend geht (gerade wenn du Anästhesie machst)- ein paar Schichten aufm NEF.
Kackbratze
30.10.2017, 15:31
Was ist Must have im PJ und fürs Mündliche?
Fürs Mündliche? Bestehen
Fürs PJ? Nicht negativ auffallen, alles mitnehmen was geht.
Diese Checkliste von Wacken ist voll okay, aber sie erzeugt wieder Druck. Einfach keinen Druck machen. Es wird PJs geben, die machen/dürfen mehr, es gibt welche mit entsprechend weniger. Eigeninteresse nützt. Kein Interesse ist auch möglich.
Nutz das PJ als Orientierungsphase, nicht als Probelauf für die erste Stelle.
chipirón
30.10.2017, 15:33
.Sieh zu, dass du möglichst viel Basics machst. Also du solltest danach halbwegs sicher Viggos legen können, je nach späterer Fachrichtung zumindest die grundlegenden Knoten und Nähte, EKG befunden, Ultraschall ist so ne Sache- ich würde sagen, es schadet nichts, ein paar Mal selber den Schallkopf gehalten und zumindest die großen Organe mal befundet zu haben. Anästhesie finde ich ja klasse, weil Maskenbeatmung zu können ne gute Sache ist.
Organisatorisch: Eine eigene/halbwegs selbständige Struktur bei den stat. Aufnahmen entwickeln- so dass es einigermaßen zeiteffizient ist, aber nichts wichtiges vergessen wird. Basismaßnahmen/-anordnungen bei einer Standardaufnahme in der Inneren und Chirurgie. Ein paar Patienten mit häufigen Krankheitsbildern unter Aufsicht komplett von Aufnahme bis Entlassung und Brief versorgen.
Versuche Grundlagen des Gipsens zu lernen.
Wenn es irgend geht (gerade wenn du Anästhesie machst)- ein paar Schichten aufm NEF.
Hört sich gut an , wenn du das tatsächlich schaffst, hast du viele Dinge gelernt, die manche niemals lernen ;-)
Ich würde es einfacher halten: Die Aufnahmen der Patienten zu machen, bzw. dabeisein und Schauen, wie das so läuft, worauf der Assistenzarzt achtet usw. Also Anamnese, körperliche Untersuchung und Procedere festlegen. Besonders Anamnese und Untersuchung sind doch wichtige Dinge für die Prüfung, mit denen man sich blamieren könnte. Da sollte man halbwegs sattelfest sein.
Bei anderen Dingen wie EKG befunden muss man sich vor Augen halten, dass das ein Chirurg im 3.-4. Jahr schon wieder verlernt hat :-D Also Blamage-Potential gering.
Nadeln legen habe ich mich sauschwer mit getan, es gibt eine Regel: Das klappt erst, wenn es dir wirklich egal ist. Das war bei mir bei den verpflichtenden BE+Nadel Diensten Nachts in der Inneren (Uniklinik) so. Dann hat man irgendwann das Selbstvertrauen.
Ansonsten: PJ ist dazu da, dass dir Ärzte Dingen ZEIGEN, bzw. dich ANLEITEN, und nicht für Lakaienarbeit abstellen (kann vorkommen, ich schicke die PJler auch mal irgendeinen Scheiß machen (den ich sonst selber machen müsste)), aber es muss ein Geben und Nehmen sein, das ist wichtig!
roxolana
30.10.2017, 15:39
Besonders Anamnese und Untersuchung sind doch wichtige Dinge für die Prüfung, mit denen man sich blamieren könnte. Da sollte man halbwegs sattelfest sein.
Definitiv.
EKG ist auch ein beliebtes Thema im Staatsexamen, das würde ich auf jeden Fall auch üben. Und Patienten von Anfang bis Ende betreuen inklusive Aufnahme, Anforderungen, Visite, Therapie und Brief, wie ein Assistenzarzt eben (natürlich unter Supervision). Das war bei mir leider nur im letzten Tertial möglich.
WackenDoc
30.10.2017, 16:31
EKG-erlernen ist ja auch nicht das Hexenwerk. Und ich finde, dass das PJ eine gute Möglichkeit ist, mal ein paar EKGs zu befunden, die eben keine reinen Übungs-EKGs ausm Lehrbuch sind. Dabei geht es u.a. drum die Schritt-für-Schritt-Befundung einfach mal anzuwenden um das einfach flüssiger zu können. Im PJ geht sowas sogar realtiv gut, weil man die Dinger als Student vorbefunden und vom zuständigen Arzt nachkontrollieren lassen kann.
Meine Liste war jetzt grob das, was mir eingefallen ist und was man als Student grob als Katalog/Wunschliste nehmen könnte. Ist jetzt nicht das Drama wenn der ein oder andere Punkt nicht gemacht ist. Aber ich finde, es erleichtert einem das Leben als Assistenzarzt.
Achso- normale Wundversorgung/Verbandswechsel/Fäden exen/ggf. Drainagen exen fällt mir noch ein. Falls es einen Wundmanager gibt- mal fragen, ob man da mal ein paar Tage mitlaufen kann. Das kann wertvolles Wissen bringen.
Danke für die Anregungen! Da bin ich froh, ein paar Sachen schon ansatzweise aus Famulaturen zu kennen, aber wiederum ist es auch nicht so eine hohe Messlatte, dass man alles schon gemacht haben muss im PJ.
roxolana
30.10.2017, 17:27
In einer guten Famulatur lernt man auch mehr, als in einem schlechten PJ...
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