Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Raus aus der Klinik, aber wie?
Seiten :
1
2
3
4
5
[
6]
7
8
Kackbratze
21.10.2017, 13:52
easy-peasy wo ist der Link mit den Stellen?
Nur kurz am Rande:
Du willst aus der Klinik weg, siehst dich in der Industrie oder woauchimmer, scheinst aber nicht mal google richtig nutzen zu können...Eigeninitiative, Arbeitsbereitschaft o.Ä., also Dinge, die in der freien Wirtschaft zwingend erforderlich sind, scheinen Dir auch abzugehen (wenn ich mal die Momentaufnahme, die Du hier von dir verbreitest als Grundlage nehme). Sollen wir Dir schon mal in 3 Jahren einen Thread mit "Raus aus der Industrie, finde ich noch eine Stelle im Krankenhaus nach so langer Zeit" freihalten?
ehem-user-31012019-1024
21.10.2017, 13:57
Also die mir bekannten Naturwissenschaftler (Chemiker, Physiker und Biochemiker; n > 20) haben alle ohne Probleme einen Industriejob gefunden. Vielleicht liegt das Problem ja an dir, easy-peasy? Auf jeden Fall nervt das gebetsmühlenartige Jammern, wie schlecht es Naturwissenschaftler hätten, jetzt so langsam.
Was? 20 von jährlich 12.000 Absolventen, die Du kennst, haben einen Industriejob?
Ich muss mich korrigieren: Naturwissenschaftler haben hervorragende Berufsaussichten!
Jetzt noch einmal: Approbation ist keine Pflicht für die Industrie, wird aber trotzdem gerne gesehen. Deshalb hat der Mediziner oder Pharmazeut natürlich bessere Chancen auf einen Industriejob.
Natürlich schaffen es aber trotzdem Chemiker, Physiker und Biologen (was nichts anderes ist als Biochemie, Molekulare Medizin, Biomedizin etc.), einen sozialversicherungspflichtigen Job mit dauerhafter Perspektive zu bekommen.
Bei denen wird aber auch auf andere Dinge (wie bspw. Abiturnote) geachtet, weil sich für eine Laborstelle gleich hunderte bewerben und es auch wenige Stellen gibt, wenn man bedenkt, dass schon alleine die Biologie (mit all ihrer anderen neumodischen Studiengängen) 12.000 Absolventen jährlich ausspuckt. Dann gibt es da noch die Pharmazeuten und Mediziner, die so gerne einen Industriejob haben möchten und durch ihre Approbation bevorzugt werden...
Dr.Oetker
21.10.2017, 14:02
Tja, ich hab halt zum Beispiel hier geguckt:
http://www.pharmajobs.com/tags-jobs-stellenangebote/mediziner/
Da ist kein einziger Industriejob dabei, dafür zig Stellen in der Klinik.
Ich hab keine Ahnung wo man nach Jobs in der Industrie gucken soll. Vielleicht kann mir ja jemand weiterhelfen. Ich habe diesen Thread eröffnet, weil ich mich außerhalb der Klinik/in der Industrie bewerben möchte, aber keine Ahnung habe was da so möglich ist.
Solche Aussagen wie von easy-peasy habe ich allerdings auch noch im Ohr. Da sollte es ja ein leichtes sein, einen Job außerhalb der Klinik zu finden. Habe ich gedacht. Ich finde aber nichts. Nur bei der RV ist was ausgeschrieben, und die suchen Fachärzte.
Gibt es tatsächlich heute noch Leute, die sich nur auf Stellenanzeigen melden? Initiativbewerbung ist gefragt, such dir aus was du willst, und dann bewerben.
Tja, ich hab halt zum Beispiel hier geguckt:
http://www.pharmajobs.com/tags-jobs-stellenangebote/mediziner/
Da ist kein einziger Industriejob dabei, dafür zig Stellen in der Klinik.
Respekt auf jeden Fall für deine Informatik Skills. "Mediziner" statt "Humanmedizin", "Medicine" oder "Medical" als Suchbegriff zu verwenden, darauf muss man erstmal kommen. Unter den ersten vier Ergebnissen sind btw gleich drei Stellenangebote in der pharmazeutischen Industrie.
Nur noch lächerlich dieser Thread.
Dr.Oetker
21.10.2017, 14:33
Das hier ist übrigens auch genial:
https://www.praktischarzt.de/pharma-job/
Die schalten Stellenanzeigen für Pharmareferenten auf einem Ärzteportal. Soweit ist es schon gekommen. Sowas machen eigentlich MFAs...
Solara: Ich würde mich durchaus initiativ bewerben, habe aber keinerleich Einblick in die Pharmabranche respektive Industrie und kann daher auch überhaupt nicht einschätzen was genau dort gesucht/verlangt/möglich ist. Was macht ein Arzt in der Pharmaindustrie? Ich hab zwar für meine Diss mal im Labor gestanden, aber bin jetzt eben Kliniker. Welchen Wert hätte ich in der Industrie? Ein Medikament selber entwickeln kann ich jetzt wohl kaum.
ehem-user-31012019-1024
21.10.2017, 14:38
Was macht ein Arzt in der Pharmaindustrie? Ich hab zwar für meine Diss mal im Labor gestanden, aber bin jetzt eben Kliniker. Welchen Wert hätte ich in der Industrie? Ein Medikament selber entwickeln kann ich jetzt wohl kaum.
Bei allem Respekt: Du hast promoviert? Da kann man doch wenigstens erwarten, dass Du Dich proaktiv informieren kannst.
Welchen Wert hätte ich in der Industrie?
Ganz ehrlich und auf deinem Auftritt hier basierend: Keinen.
Feuerblick
21.10.2017, 14:53
Networking heißt das Stichwort. Online, auf Kongressen. So werden viele fachspezifischen „Pharmastellen“ vergeben oder zumindest werden so Bewerber rekrutiert. Und wenn du auf entsprechenden Portalen dich gut verkaufst, wirst du auch kontaktiert. Sogar ohne Diss :-))
Um einmal einen konstruktiven Beitrag zu leisten: Schau doch einfach mal auf die Internetseiten der großen Pharmakonzerne. Ist ja nicht so schwer. Da findest du z.B. bei Roche oder GSK große Programme die sich auch an Ärzte richten. Zusätzlich natürlich auch viele einzelne Jobangebote.
Du bist promovierter Arzt und schaffst es nicht dich selbstständig zu informieren?
Das sollte sich schleunigst ändern, in der freien Wirtschaft werden Leute gesucht, die diese Mindestanforderungen besitzen.
Und was die diversen Leute hier bereits empfohlen haben.
Du meine Güte ist das hier ein Tonfall...*bittefreundlichbleiben*
weil ich selbst darüber gestolpert bin: einer (von vielen) Stellenanzeigen außerhalb der Klinik, in denen Mediziner angesprochen werden:
https://www.stepstone.de/stellenangebote--Trainee-Health-Care-Kommunikation-m-w-Absolventen-der-Medienwissenschaften-Biologie-Pharmazie-oder-Medizin-Duesseldorf-oder-Hamburg-komm-passion-GmbH--4557314-inline.html?suid=578d88af-fb4e-491d-bdf9-16878d086972&rltr=4_4_10_recrwdlp_a_0_0&similarListingUUID=068a0055-8d60-43a3-a9f2-f59734b711d6
Ansonsten einfach mal stepstone bemühen. Alternativ kannst du dir überlegen, ein public health oder Epidemiologie Aufbaustudium zu absolvieren (geht teilweise auch berufsbegleitend), falls deine Statistikkenntnisse wirklich so gut sind, wie du behauptest.
Alle große Pharmafirmen haben ein Trainee-/ Einsteigerprogramm für Mediziner. Einfach unter den Menüpunkt Karriere schauen. Ansonsten gibt es als Medical Advisor Möglichkeiten zum Direkteinstieg.
Es gibt auch auf die Gesundheitsbranche spezialisierte Beratungsunternehmen (Labormedizin, KTQ ...)
Wenn du so technik- bzw. computeraffin bist, ist doch Digitalisierung/ Krankenhaus 4.0 ein topaktuelles Thema. Da ist auch gerade bei Startups Kreativität gefragt.
Ich wiederhole mich gerne nochmal: Du brauchst keinen FA, aber ich würde ihn auf jeden Fall vorher machen
Echinococcus
23.10.2017, 07:47
Hier ging es über das Wochenende ja ganz schön heiß her, hui.
Viele Leute haben viele richtige Dinge gesagt, ein paar Sachen möchte ich aber noch ergänzen.
"Industriejob" ist nicht gleich "Industriejob" und ein bisschen wirkst du orientierungslos, mein lieber Dr.Oetker, weil du noch so gar keine Richtung hast, die dir konkret vorschwebt.
Erst einmal muss man hier die "große Industrie" generell von Privatwirtschaft trennen, da gibt es nämlich Unterschiede.
Unter Privatwirtschaft fallen auch kleinere Arbeitgeber. und das werden in der Regel entweder kleine Konsultingfirmen (großer Unterschied zur eigentlichen großen Unternehmensberatung, es geht hier um spezifische Fachbereiche) oder private Labore/Laborverbände sein, oftmals fällt das beides sogar zusammen. Hier gibt es tatsächlich einen großen Vorteil für approbierte Ärzte gegenüber Naturwissenschaftlern, was sich aber einfach begründen läßt: Die Approbation und im besten Fall der Facharzt ermöglichen einfach rein rechtlich Arbeit, die von einem Naturwissenschaftler nicht gemacht werden oder extra validiert werden muss. Das beste Beispiel für Assistenzärzte ist die mikrobiologische Diagnostik im Labor, dort machen Biologen und Ärzte tatsächlich oft eine sehr ähnliche Arbeit, aber aufgrund der weiterführenden Beratung hinsichtlich Therapie und ABS stellt das Labor lieber Ärzte ein (und bildet diese dann weiter) als Biologen, was sich tatsächlich in einem besseren Gehalt niederschlägt. Die Approbation selbst ist in diesem Fall Gold wert, und während relevante Erfahrung immer gewünscht und honoriert wird ist es tatsächlich die Berufserlaubnis die einem hier den Job garantiert. Ich spreche aus eigener Erfahrung, da ich ursprünglich aus dieser Szene stamme.
Im Fachspezifischen Konsulting (bitte nicht mit allgemeiner UB verwechseln) sieht es es ähnlich aus, auch wenn hier tatsächlich die Facherfahrung viel wichtiger ist. Primär geht es hier auch nicht um Diagnostik, klar, sondern Sachverhalte wie übernahme Hygienischer Beratung. Einige Labore übernehmen das auch mit, und diese sind außerhalb der Unikliniken sowieso die einzigen, die diese Fachärzte ausbilden, während kleinere Unternehmen eben nur Fachärzte oder sehr fortgeschrittene Assistenten einstellen.
Ich gebe zu, in diesem Bereich kenne ich mich wirklich nur direkt mit Hygiene/Umweltmedizin aus. Die derzeit recht günstige Situation hat sich aus der neuen Rechtslage ergeben, dass jede Klinik ab einer bestimmten Bettenzahl einen Krankenhaushygieniker benötigt und es rein rechnerisch nicht einmal einen Bruchteil der notwendigen Fachärzte gibt, weshalb sich Selbstständige / Unternehmen eben dafür verkaufen.
Hier ist es tatsächlich aber zur Einstellung oder selbstständigen Tätigkeit die Erfahrung/Qualifikationen Maß der Dinge, und man kann eigentlich nur als fortgeschrittener Assistent oder eben Facharzt einsteigen, die Gehälter sind aber dementsprechend auch gut. Weiterhin hat das alles auch viel mit Unternehmertum zu tun, es steht jedem offen sich an Labor oder Unternehmen zu beteiligen und damit auch sein eigener Herr zu werden, alle Risiken mit eingeschlossen.
Daneben gibt es aber natürlich noch die klassischen "Industriejobs" in den großen Unternehmen, und da OhDaeSue natürlich recht: Für die Top Positionen brauche ich nicht nur den richtigen Lebenslauf, sondern auch Biss und das richtige Auftreten. Dort wird die Approbation mir nicht automatisch die Türen öffnen, im Gegenteil, ich muss meinen Wert gerade als Arzt unter Beweis stellen, denn die hochdotierten Stellen sind nur deshalb so gut bezahlt, weil sie für das Unternehmen natürlich noch mehr Geld generieren müssen. Wer meint, dass er einfach mit einem guten Medizinabschluss in die klassische Unternehmensberatung reinrutscht wird enttäuscht werden. Dort konkurriert eben die Crème de la Crème ALLER Disziplinen miteinander.
In der Pharmaindustrie ist es ähnlich, ich habe dort ziemlich enge Kontakte und natürlich werden gerne Ärzte eingestellt, aber sie müssen dort eben auch Leistung zeigen und leider heißt das im Feld oft einfach Verkaufen, Verkaufen, Verkaufen. Es gibt dort auch einzelne Jobs, bei denen aufgrund von Studien oder beratender Tätigkeit die Approbation eines der wichtigsten Kriterien ist, aber das sind meist nicht die Toppositionen von denen der eine oder andere hier träumt.
Es ist deshalb wichtig, dass hier nicht einfach nur von der "Industrie" geredet wird, sondern dass man sich selbst eingesteht was man möchte und wozu der eigene Lebenslauf, die Fähigkeiten und der Charakter einen befähigen. Und in dieser Hinsicht hat Dr.Oetker noch einiges zu tun, denn Hinweise und Tipps hat er hier mittlerweile wirklich eine Menge bekommen.
Und noch die letzte Anmerkung: Vieles von dem was ich berichte sind tatsächlich persönliche Erfahrungen, aber dass diese nicht allgemeingültig sind sollte allen Beteiligten klar sein.
Dr.Bundy
29.10.2017, 07:25
Spare Geld (Sparquote sollte bei minds. 40-50% sein), lerne die Börse kennen (dauert Jahre, kein Scheiss, und du wirst am Anfang viel Geld verlieren), mache daraus ein Einkommen und arbeite immer weniger bis gar nix. Langfristig gewinnst du, die Börse ist kreativ, du hast keine Deppen über dir und später hast du viel Freizeit. Problem ist, dass nur wenige die Talente besitzen mit dem psych. Stress umzugehen, aber dafür gibt es ja auch passive Investments. Na, das wird jetzt langsam zu detailiert ;)
https://www.marketwatch.com/story/how-hedge-fund-geniuses-got-beaten-by-monkeys-again-2015-06-25
Ich will damit übrigens nicht sagen, dass Fondsmanager unfähig oder dumm sind - sondern nur, dass Aktienmärkte genau das tun, was sie auch tun sollen, und die Überlegenheit des Zufallsprinzips deshalb alles andere als überraschend, sondern vielmehr völlig logisch ist. Das ist grundlegende VWL :-p
Dr.Bundy
29.10.2017, 07:53
Das ist alles nix neues...
Mit VWL kommst du an der Börse gar nicht voran. Den besten Spruch, den ich bisher gelesen habe war, im Studium lernt man über die Börse alles, was eigentlich nicht möglich sein sollte :D
Da ich ein halber Trader bin und auch schon Zeiten hatte, wo ich mein Depot innerhalb von Monaten vervielfacht habe und mehr Geld erwirtschaftet habe also durch meinen Schweizer Lohn, kann ich dir sagen, dass der Beruf als Trader hardcore ist: Es ist nicht viel Wissen zu lernen, deutlich weniger als bei uns Ärzten, aber es ist komplex, man braucht ein Hirn (den nicht viele haben) und noch viel wichtiger ist die Psyche. Wie schon geschrieben, nur wenige Leute haben die Talente dazu. Viele scheitern in den ersten Misserfolgen und geben auf. Dabei haben alle am Anfang Misserfolge gehabt und das über eine lange Zeit: Jahre. Ich kann auch noch etwas verraten, es gibt unglaublich viele dumme Leute an der Börse, sie haben nicht mal Ahnung von den Grundlagen und kaufen da irgendwas ein. Es ist manchmal wirklich frustrierend und macht einsam. Die einzigen wirklichen Börsenkollegen, die ich habe sind im Internet, ich kenne keinen im RL, der an der Börse wirklich Ahnung hat, dabei gebe ich mir echt Mühe solche Leute zu finden. Bisher sind mir wirklich Affen begegnet mit Vorstellungen und Meinungen, wo ich mir dann echt sage, wo ich mich bei der Elite bewerben kann um die 99% weiterhin ausbeuten zu können. So dumm können Menschen nicht sein ihr jahrelanges Erspartes irgendwohin zu schieben ohne Grundlagen zu kennen. Das alles sind natürlich Chancen für alle, die sich da einarbeiten wollen ;)
Dr.Bundy
29.10.2017, 07:57
https://www.godmode-trader.de/artikel/performancedaten-des-besten-traders-den-ich-kenne,5573685
Sicherlich kein Affe... Interessant ist, dass er nicht in jedem Jahr den S&P geschlagen hat. Ich hätte aber bei 50% Performancegebühren nicht investiert.
Es ist logisch, dass in einer Normalverteilung manche systematisch Gewinne erzielen. Das hat aber nichts mit Können zu tun, sondern passiert halt einfach, wenn genug Leute an einem Zufallsexperiment teilnehmen :-p
Powered by vBulletin® Version 4.2.3 Copyright ©2026 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.