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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Raus aus der Klinik, aber wie?



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01.11.2017, 21:18
Kauf ein paar GPUs, nen Arduino und mach Etherium Mining solange das noch Proof-of-Work läuft ;-)

LasseReinböng
02.11.2017, 05:44
.
Ich möchte auch mal was anmerken: wer zu einem beliebigen Startpunkt seit 1970 über einen Zeitraum von mindestens 13 Jahren in einen weit gestreuten Index-Fond investiert hat, hat nie Verluste eingefahren (bei einem Durchschnittsgewinn von 8%). Kurzfristige Börsenanlagen sind nur sinnvoll, wenn man sich intensiv und dauerhaft mit der Materie beschäftigt. Dass 95% der Anleger an den Märkten langfristig Verluste einfahren, ist nicht richtig. In meiner Familie haben mehrere Leute inklusive meiner Eltern massiv Verluste gemacht mit solchen Fonds, weil sie die jeweils beim ersten großen "Crash" (in dem Fall die Lehman-Geschichte) panisch vorzeitig abgetreten haben. Hätten sie die weiter gehalten, hätte alle inzwischen wieder einen Gewinn vorzuweisen.


Buy and hold + Diversifizierung ist wohl leider so ziemlich die einzige Strategie, die man einem Privatanleger empfehlen kann, der weder ausreichend Ahnung noch Zeit hat, sich um sein Depot zu kümmern. Trotzdem kann man gerade bei buy and hold ziemlich ins Klo greifen. :-)

Ich kenne Leute, die Ende der 90er die Telekom-Aktie, damals als vermeintlich sichere "Volksaktie" angepriesen, gekauft haben. Mit dem Kurs ging es zunächst erst einmal bergauf und dann aber so richtig bergab. Die haben damals auch nicht verkauft und sitzen auch nach fast 20 Jahren noch auf erheblichen unrealisierten Verlusten und werden diese Kursverluste in ihrem Menschenleben sicherlich nicht wieder reinholen. Aber schön eisern festalten am Wertpapier - "wer jetzt aussteigt ist ja blöd".

Beeindruckend sind auch die Verluste bei Bankaktien in den letzten Jahren - Commerzbank von ca. 225 in der Spitze auf rund aktuell 11 Euro gefallen in den letzten beiden Jahrzehnten. Deutsche Bank ähnlicher Verlauf. Und auch ganze Aktienmärkte können unangenehm lange Abwärtsbewegungen vollziehen. Am japanischen Aktienmarkt ging es ca. 30 Jahre lang bergab. Wer da ungünstig eingestiegen ist, ist jetzt auch nach 30 Jahren noch im Minus und wird möglicherweise auch in den nächsten 10-20 Jahren noch auf Verlusten sitzen. Die Blase von 2000 bei amerikanischen Tech-Aktien hat auch dafür gesorgt, daß man gut ein Jahrzehnt auf Verlusten sitzen musste, wenn man damals beim Nasdaq in der Hochphase eingestiegen war...

Wenn ich diese "Börsenweisheiten" à la "wer jetzt aussteigt ist ja blöd" höre, weiß ich oft nicht, ob ich lachen oder weinen soll.

davo
02.11.2017, 05:51
Wer einzelne Aktien kauft dem ist sowieso nicht zu helfen. Da kann ich gleich ins Casino gehen.

OhDaeSu
02.11.2017, 14:18
Keine Ahnung, was die Auflistung soll. Wer geglaubt hat, mit Aktien könne man keine Verluste machen, dem ist nicht mehr zu helfen.

LasseReinböng
03.11.2017, 07:48
Keine Ahnung, was die Auflistung soll. Wer geglaubt hat, mit Aktien könne man keine Verluste machen, dem ist nicht mehr zu helfen.

Vielleicht habe ich mich nicht deutlich genug ausgedrückt...die Kernaussage ist, daß man mit jedem Investment, sei es einzelne Aktie oder aber auch z.B. breiter Index, massive Verluste erleiden kann (welch Wunder) und daß das Handeln nach dem Prinzip Hoffnung, d.h. Verluste unbegrenzt ins Minus laufen zu lassen, in der Hoffnung, daß es sich nur um eine kleine Delle handelt, sich als fatal erweisen kann.

davo
03.11.2017, 08:00
Man braucht halt ein vernünftiges Gesamtkonzept das auf die eigenen Möglichkeiten, Ziele und Präferenzen abgestimmt ist. Wer seine gesamte Rentenvorsorge in eine einzige Aktie packt (was hoffentlich niemand tut :-)) :-p), dem muss klar sein, dass er extreme Fluktuationen hinnehmen muss und ein nicht unerhebliches Risiko eines Totalausfalls hat. Wer seine gesamte Rentenvorsorge in einen Fonds packt, dem muss klar sein, dass er, wenn er Pech hat, 5-10 Jahre auf den Rentenantritt warten muss, oder mit beträchtlichen Abschlägen rechnen muss. Wer für die Rente vorsorgt, egal wie, dem muss klar sein, dass er, je näher er dem gewünschten Rentenalter kommt, umschichten wird müssen/sollen.

All das sind ja eigentlich Banalitäten, die jedem Menschen mit etwas Hirn und etwas Allgemeinbildung klar sein müssten, die einem auch jeder seriöse Anlageberater erklären müsste. Aber wenns um Geld geht, setzt halt leider manchmal der Verstand aus.

Dr.Bundy
05.11.2017, 10:28
Na welch eine Erkenntnis. An der Börse kann es auch mal bergab gehen, jahrelang, sogar Totalverlust. Tja, man muss nun mal Bücher lesen und die Hintergründe verstehen. Wer sie nicht kennt, kommt dann auf so ein Ergebnis, wie oben beschrieben.. Wenn ich mir den Beitrag von Böng durchlese, kommt es mir auch vor, als ob die Börse ein Casino wäre: manche Werte gehen hoch, andere runter. Ist ja aber nicht, dahinter stehen Werte und Zusammenhänge, die seit hunderten von Jahren gültig sind. Ja, die Börse gibt es schon so lange. Man muss eben auch das Spiel umdrehen, wie kommt es, dass immer dieselben Leute immer wieder den Markt schlagen, also nicht nur Gewinne erzielen, sondern auch besser als der Hauptindex sind. Offensichtlich gibt es ein System und den muss man sich erarbeiten, oder eben in einen breiten Index investieren. Auch da braucht man aber etwas Hintergrundwissen. Für uns Ärzte ist aber die Menge, die man braucht sehr wenig. Wir brauchen nur ein Bruchteil von dem, was wir an der Uni gelernt haben um die grundlegenden Infos zu verstehen. Nicht vergessen sollte man auch die Basis: Hohe Sparquote ! Und wie man intelligent Geld spart, warum das so wichtig ist usw. Und noch viel wichtiger: Es braucht Jahre um Erfahrung zu sammeln, da man am Anfang trotzdem alles falsch macht, wie z.b. so was wie eine Volksaktie kaufen. So was dämliches. Wenn so was in den Massenmedien auftaucht, sofort verkaufen, es kommt ein Crash. Es ist das einzige sichere Zeichen.

Im übrigen habe ich 3 Investments, sie sind passiv und haben ca. 5-15 Werte drin. Die 3 Investments haben die Indizes klar geschlagen, wundern tut mich das nicht. Max. Verlust in der Zeit 15-33%.

Kackbratze
05.11.2017, 10:48
Max Verlust 33%, das ist genau das, was ich suche.

OhDaeSu
05.11.2017, 19:11
dass immer dieselben Leute immer wieder den Markt schlagen

Naja, genau diese These wurde hier ja bereits bezweifelt: Es ist nicht vorhersagbar, wer den Vgl-Index in einem bestimmten Zeitintervall outperformt.

LasseReinböng
06.11.2017, 12:00
Max Verlust 33%, das ist genau das, was ich suche.

Was ist heutzutage schon ohne Risiko ?!

Ich kann auch in Berlin in einem U-Bahn-Schacht meiner Wahl Rolltreppe fahren, da ist das Risiko unbegrenzt.

LasseReinböng
06.11.2017, 12:04
Na welch eine Erkenntnis. An der Börse kann es auch mal bergab gehen, jahrelang, sogar Totalverlust. Tja, man muss nun mal Bücher lesen und die Hintergründe verstehen. Wer sie nicht kennt, kommt dann auf so ein Ergebnis, wie oben beschrieben.. Wenn ich mir den Beitrag von Böng durchlese, kommt es mir auch vor, als ob die Börse ein Casino wäre: manche Werte gehen hoch, andere runter. Ist ja aber nicht, dahinter stehen Werte und Zusammenhänge, die seit hunderten von Jahren gültig sind. Ja, die Börse gibt es schon so lange. Man muss eben auch das Spiel umdrehen, wie kommt es, dass immer dieselben Leute immer wieder den Markt schlagen, also nicht nur Gewinne erzielen, sondern auch besser als der Hauptindex sind. Offensichtlich gibt es ein System und den muss man sich erarbeiten, oder eben in einen breiten Index investieren. Auch da braucht man aber etwas Hintergrundwissen. Für uns Ärzte ist aber die Menge, die man braucht sehr wenig. Wir brauchen nur ein Bruchteil von dem, was wir an der Uni gelernt haben um die grundlegenden Infos zu verstehen. Nicht vergessen sollte man auch die Basis: Hohe Sparquote ! Und wie man intelligent Geld spart, warum das so wichtig ist usw. Und noch viel wichtiger: Es braucht Jahre um Erfahrung zu sammeln, da man am Anfang trotzdem alles falsch macht, wie z.b. so was wie eine Volksaktie kaufen. So was dämliches. Wenn so was in den Massenmedien auftaucht, sofort verkaufen, es kommt ein Crash. Es ist das einzige sichere Zeichen.

Im übrigen habe ich 3 Investments, sie sind passiv und haben ca. 5-15 Werte drin. Die 3 Investments haben die Indizes klar geschlagen, wundern tut mich das nicht. Max. Verlust in der Zeit 15-33%.


Zu wissen wann man eine Daimler-Benz im richtigen Moment abstößt ist wesentlich schwieriger als eine Hirn-OP.


Zur Aussage, man müsse sich eben informieren: es gibt genügend Betriebs- und Volkswirtschaftler, die an der Börse einen Bauchklatscher nach dem anderen erleiden. Bücher zum Thema Börse kann man sich von Amazon LKW-weise anliefern lassen...

Dr.Bundy
12.11.2017, 20:29
Max Verlust 33%, das ist genau das, was ich suche.

demgegenüber steht ein Gewinn von bis zu 190% in einem Jahr, ich werde trotzdem dort reduzieren.


Naja, genau diese These wurde hier ja bereits bezweifelt: Es ist nicht vorhersagbar, wer den Vgl-Index in einem bestimmten Zeitintervall outperformt.
Das sehe ich anders, nach paar Jahren wird schon klar, wie der Hase läuft und viel Wissen braucht man nicht an der Börse. Es hängt am Ende mehr von der Psyche ab und das heisst vom Trader. Um es kurz zu machen: Weder die Fundamentalanalyse noch die technische Analyse kann man ausblenden, sondern beide gut verstehen. Ja und dann ist ja noch die Psychologie, da muss man immer wieder mal über die Fallen lesen.


Was ist heutzutage schon ohne Risiko ?!
Ich kann auch in Berlin in einem U-Bahn-Schacht meiner Wahl Rolltreppe fahren, da ist das Risiko unbegrenzt.
Wer kein Risiko will, investiert eben in Bonds...:-sleppy


Zu wissen wann man eine Daimler-Benz im richtigen Moment abstößt ist wesentlich schwieriger als eine Hirn-OP.
Zur Aussage, man müsse sich eben informieren: es gibt genügend Betriebs- und Volkswirtschaftler, die an der Börse einen Bauchklatscher nach dem anderen erleiden. Bücher zum Thema Börse kann man sich von Amazon LKW-weise anliefern lassen...
BWLer und VWLer kann man auch vergessen.
Wie schon oben geschrieben, Bücher sind nur die Grundlage. Das Wissen ist nicht entscheidend, Psyche ist wichtiger und diese haben nicht alle. Deswegen kann auch nicht jeder aktiver Trader werden. Macht ja nichts, dann klappt es eben mit passiven Investments. ETF als Stichwort ist ja schon gefallen, ich schreibe es noch mal, guckt auch Wikifolio an.
Wer als Kleinanleger mit DAX-Werten handelt macht schon mal den ersten Fehler. Da man mit Wachstumsaktien und Konzernen aus der 2. oder 3. Reihe mehr Geld machen kann. Timing ist natürlich nie perfekt möglich, aber aktuell sind die Auto-Aktien sehr günstig, in 5 Jahren stehen sie sehr wahrscheinlich viel besser da, auch in Hinblick auf die Bewertung. Aber wie schon angedeutet, BMW,VW oder Daimler interessieren mich nicht so, schon eher BYD oder Geely. Tesla ist viel zu teuer und macht nur Verluste, technisch gesehen ist es etwas überverkauft, also kurzfristig würde ich das heute nicht shorten, aber mittelfristig kann es sein, dass dieser Geldvernichter endlich mal in der Bewertung absackt.

tarumo
12.11.2017, 20:53
Sollte man den Thread nicht auskoppeln? Gerne als Börsen- bzw. Altersvorsorge-Thread? Mit "raus aus der Klinik" hat das nun nicht mehr viel zu tun, zumal den allerwenigsten Tradern vergönnt sein dürfte, komplett auf die Berufsausübung zu verzichten...

Kackbratze
13.11.2017, 07:26
Es hängt am Ende mehr von der Psyche ab und das heisst vom Trader.

Ich dachte, am Finanzmarkt geht es um Fakten, nicht um Psyche. :-nix

Dr.Bundy
15.11.2017, 20:50
Sollte man den Thread nicht auskoppeln? Gerne als Börsen- bzw. Altersvorsorge-Thread? Mit "raus aus der Klinik" hat das nun nicht mehr viel zu tun, zumal den allerwenigsten Tradern vergönnt sein dürfte, komplett auf die Berufsausübung zu verzichten...
Das Thema ist aber nicht Altersvorsorge, sondern wir man aus der Klinik rauskommt und da brauche ich en System, das mir Geld generiert. Es muss ja nicht klassisches Arbeiten sein, man kann auch als Privatier sein Geschäft aufbauen. Dazu brauchte es Kapital und das bekomme ich durch den Beruf. Man kann natürlich auch weiterhin arbeiten z.b. zu 50% und in der restlichen Zeit ist man frei :) Im übrigen geht das Ganze auch mit Immobilien oder Anleihen. Anleihen sind aktuell natürlich Quark, aber es gab mal auch andere Zeiten.


Ich dachte, am Finanzmarkt geht es um Fakten, nicht um Psyche. :-nix
Am Ende ist es die Psyche, denn die Anforderungen sind gewaltig. Auf dem Weg dahin sind es Fakten, Zahlen, Verständniss für die technische Analyse. Aber diese Wissen ist relativ schnell verstanden. Am Ende ist es die Psyche, die entscheidet, ob jemand langfristig Gewinne erzielt.