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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : MSM 2.0 - Eure Erfahrungen/Einschätzungen für potenzielle Studienplatzanwärter



Pharmy
07.01.2018, 19:06
Hallo zusammen,

ich strebe das Medizinstudium in Berlin an. Jegliche hochschulstart.de-Formalitäten sind mir bekannt.
Gerne würde ich von Studierenden des MSM 2.0 erfahren, ob sie persönlich das Studium in Berlin empfehlen würden und einige Pros und Cons nennen könnten. Ich habe schon viel über den Modellstudiengang gelesen, allerdings meist von womöglich verärgerten Studierenden oder aus Zeitungsberichten.
Ich selbst finde Berlin als Stadt super und kenne sie durch zahlreiche Stadtbesuche (natürlich nicht so gut, wie wenn man vor Ort wohnt).

Schöne Grüsse und einen guten Start ins neue Jahr
LG

xenopus laevis
09.01.2018, 07:17
pro
- ab dem 5 Semester werden die Anwesenheiten weniger
- ab dem 5 Semester kein POL
- keine Physik/Chemie Klausuren
- keine Testate/Zwischenkonntrollen, "nur" eine Semesterabschlussklausur

contra
- seit letzten Semester Mitnahme von Klausuren, dementsprechend wenig (gesicherte) Altfragen
- POL/KIT
- 85 % Anwesenheitspflicht
- Campus Benjamin Franklin (außer man wohnt in der Nähe)

Chriman
09.01.2018, 12:10
r Mitnahme von Klausuren, dementsprechend wenig (gesicherte) Altfragen
-

Verstehe ich nicht ganz. Die Studenten können die Fragen nach der Prüfung mitnehmen und so weitergegeben ,an wen auch immer ( z.B. du an mich :-)) )
Warum soll das jetzt die Anzahl gesicherter Altfragen negativ beeinflussen?!
Oder gehst du davon aus, dass jetzt jede Frage nur noch einmal gestellt wird? --> dem ist nicht so...

Pharmy
09.01.2018, 20:48
Danke für die Rückmeldungen!
Allgemein bekommt man den Eindruck durch diverse Foren mit Einträgen wie "Ein Medizinstudium muss nicht schwer sein" (gemeint ist Berlin), dass es durch die Entwicklung des Modellstudiengangs nicht so anspruchsvoll sei an der Charite zu studieren. Was meint ihr hierzu? Könnte man das so unterschreiben, dass man in Berlin leichter durchkommt, da weniger und nicht so hart geprüft wird als an anderen Unis? "... nichts machen, ausser am Tag zuvor Altprüfungen reinballern und die Prüfung ist bestanden." war auch hier und da mal zu lesen.

xenopus laevis
10.01.2018, 09:17
Verstehe ich nicht ganz. Die Studenten können die Fragen nach der Prüfung mitnehmen und so weitergegeben ,an wen auch immer ( z.B. du an mich :-)) )
Warum soll das jetzt die Anzahl gesicherter Altfragen negativ beeinflussen?!
Oder gehst du davon aus, dass jetzt jede Frage nur noch einmal gestellt wird? --> dem ist nicht so...

Wir dürfen die Klausuren erst seit SS17 mitnehmen. Olmen ist einfach unvollständig und fehlerhaft.

xenopus laevis
10.01.2018, 09:34
Welche Altklausuren? Wie gesagt, wir dürfen sie erst seit SS17 mitnehmen. MSM 1.1 hatte ganz andere Fragen zum 5 Semester. Ich komme nicht einfach so durch ohne zu lernen. Ist auch gar nicht mein Anspruch und ich kenne viele die nachhängen.
SMPP Teil 1 war leicht, SMPP Teil 2 und 3 fand ich anspruchsvoll und ich bin nur nicht durchgerasselt dank Teil 1.

Die meisten Bewertungen beruhen auf MSM 1.1. Sie haben eine komplett andere Prüfungsordnung, v.a. was Semester 1-5 angeht.

Ich lerne konstant mit und 8 Wochen vorher intensiviere ich es. 1 Tag vorher lernen? Niemals. Die meisten sagen doch gar nicht die Wahrheit. Ich will gar nicht wissen, wie viele auf den Zettel ihres Nachbarn glotzen.

Arzt wirst du überall. Ist doch egal wo man studiert, da der Inhalt immer der gleiche bleibt. -.-

nie
10.01.2018, 09:41
Danke für die Rückmeldungen!
Allgemein bekommt man den Eindruck durch diverse Foren mit Einträgen wie "Ein Medizinstudium muss nicht schwer sein" (gemeint ist Berlin), dass es durch die Entwicklung des Modellstudiengangs nicht so anspruchsvoll sei an der Charite zu studieren. Was meint ihr hierzu? Könnte man das so unterschreiben, dass man in Berlin leichter durchkommt, da weniger und nicht so hart geprüft wird als an anderen Unis? "... nichts machen, ausser am Tag zuvor Altprüfungen reinballern und die Prüfung ist bestanden." war auch hier und da mal zu lesen.

Es gibt auch an anderen Unis genug Fächer, die man mit einem Tag Altklausuren kreuzen bestehen kann. Man sollte sich mal von dem Gedanken frei machen, dass Medizinstudenten 6 Jahre lang im Keller sitzen und lernen. Überall gibt es Prüfungen und überall müssen die Prüfungen bestanden werden. Altklausuren bringen auch nur dann was, wenn man ansatzweise verstanden hat, was man da eigentlich kreuzt. Ohne lernen gehts nicht. Weder an der Charite noch woanders. Aber an keiner Uni lernt man sich um den Verstand und muss sein Sozialleben auf Eis legen.

Und weniger Prüfungen bedeutet nicht automatisch einfacher. Ich konnte alle meine vorklinischen Prüfungen an einer Hand abzählen. Dürften nur halb so viele gewesen sein wie an vielen anderen Unis. Aber dafür wurde in jeder Prüfung ein riesiger Stoffumfang abgefragt und der Lernaufwand dürfte sich nicht nennenswert von dem der Leute unterschieden haben die doppelt so viele Prüfungen hatten.

Pharmy
13.01.2018, 13:08
Nochmals danke für Eure Beiträge. Das ist super ein wenig die Augen geöffnet zu bekommen.
Eine Frage habe ich noch bzgl. der Physikumsnoten: Ein Physikum schreibt man ja in Berlin nicht mehr. Allerdings sind immer wieder (ganz wenige) Prüflinge in der impp-Prüfungsergebnisliste aus Berlin aufgelistet, die meist sehr schlecht abgeschnitten bzw. nicht bestanden haben. Wie kommt es eigentlich dazu?

xenopus laevis
13.01.2018, 13:29
Wir haben noch ein paar Studenten aus dem Regelstudiengang.

roxolana
17.01.2018, 07:59
Das letzte regelhafte Physikum wurde im März 2012 geschrieben. Da ist es irgendwie klar, dass diejenigen, die 5 Jahre im Rückstand sind, eher nicht so gut abschneiden. ;-)