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Krötino
12.04.2019, 16:31
Keine Angst. Ich suche den Dialog mit dir nicht.
..

stella_motherofdragons
12.04.2019, 19:12
Kann ich nur unterschreiben. Ich bin froh, dass ich schwerpunktmäßig die richtigen Dinge gelernt habe, auch wenn sie im M2 nicht abgeprüft wurden, somit bin ich wenigstens gut für das PJ gerüstet. Es waren einige komische Fragen dabei, aber viele waren auch gut lösbar- u.a. über Logik und Ausschlussverfahren. Man konnte gut bestehen, wenn man den 100-Tage Plan gemacht hat. Einige Fragen waren aber auch echt sehr schwammig. Das finde ich schade.

Das würde ich so unterschreiben:-top

K?lnChaos
13.04.2019, 09:06
Hatte in F18 95% und in H18 90%, in diesem Examen ganz knappe 80%. Auf die 2 bin ich aber dafür wirklich stolz. Wer dieses Examen bestanden hat kann schon auf die eigene Leistung stolz sein! Lasst es euch nicht madig reden von denen, die sich über die Note profilieren.

Melina93
13.04.2019, 10:50
Mag sein, dass vel über Logik lösbar war. Aber oft waren efühlt zwei Antworten gut denkbar, vor allem wenn die Frage schwammig formuliert wurde. Ich glaube die Kombination aus ungünstiger Fächerverteilung, einigen Kolibris und Fragestellung hat einigen das Genick gebrochen. Kenne niemanden, der gleich oder besser gekreuzt hat als in den Proben.
Ich denke nicht, dass ich signifikant besser gewesen wäre, wenn ich mehr gelernt hätte- weil Derma und Humangenetik hätte ich sicher nicht wiederholt.
Ich kenne einige Leute, die mit zwei Lernplänen gelernt haben und trotzdem oft nicht wussten was sie ankreuzen sollen bzw oft falsch lagen. Und das sind Leute mit mehr als solidem Wissen.

AlexStudent
13.04.2019, 11:23
Ich bin interessiert: Was bedeutet das "mit zwei Lernpläne"? Welchen Lernplänen und wie unterscheiden die sich?

Melina93
13.04.2019, 11:48
Ich bin interessiert: Was bedeutet das "mit zwei Lernpläne"? Welchen Lernplänen und wie unterscheiden die sich?

Amboss und Endspurt als Kombi bzw hintereinander.

WiWi18
13.04.2019, 12:38
Ich habe das Examen noch nicht geschrieben, aber ein paar Anmerkungen bzw. Mutmaßungen.

1. Ich glaube kaum, dass es dem IMPP um eine profane Normalverteilung geht - dann hätten die verdammt schlechte Statistiker. Dem IMPP wird es um Trennschärfe gehen, das heißt darum, ob Fragen (eines bestimmten Typs, eines bestimmten Faches, eines bestimmten Schwierigkeitsgrades...) geeignet sind, "gute" von "sehr guten" und "durchschnittliche" von "guten" Prüflingen etc. zu trennen. Entsprechend wurden vermutlich die kurzen und die langen Fälle im F18 verglichen - man kann hier sogar auf Medi-Learn in einem der fixierten Themen nachlesen, dass die Trennschärfe ziemlich gleich war. Analog hat das IMPP vielleicht bemerkt, dass Fragen in den Gebieten Derma und Neuro sich momentan sehr gut für diese Unterscheidung eignen, genau wie in früheren Examina der Fokus auf Infektio lag (als das dann alle besser lernten wurde die Trennschärfe vermutlich schlechter).

2. Die Trennschärfe ist in den Generalproben - anders als in den eigentlichen Examina - dann komplett verloren, weil die Antworten auf die Detailfragen und Kolibris nicht nur bei Amboss stehen, sondern auch noch gelb hervorgehoben sind (die meisten, die ich kenne, die fürs Examen lernen, sind so schwach, diese Markierungen anzuschalten, weil es natürlich kurzfristig den Kreuzerfolg verbessert). Letztlich sind das genau die Fragen, die den Unterschied zwischen 80, 85 und 90% ausmachen. Dass man von der Generalprobe auf die eigentliche Prüfung dann so abfällt ist eigentlich sogar zu erwarten.

3. Die hier vielfach geäußerte Hypothese, die Examina würden schwerer, lässt sich zumindest für die letzten Jahre anhand der offiziellen Statistiken nicht wirklich bestätigen. Das seit längerem schlechteste war Herbst 2017, mit einem Mittelwert von 75%. Die Mittelwerte schwanken zwischen 75% und 80%, was natürlich zu viel ist. Hier wird das IMPP zu Recht kritisiert. Die Behauptung, die Examina würden schwerer, ließe sich nur dann aufrechterhalten, wenn man annimmt, dass die Studenten über die Jahre besser würden. Als Begründung dafür wird dann der ständig erweiterte Umfang von Amboss entgegengehalten. Ich bin aber überzeugt davon, dass Lern- und Konzentrationsvermögen sowie Fleiß der Studenten im Durchschnitt eher konstant geblieben sein dürften, woraus sich ableiten lässt, dass die Menge an tatsächlich verinnerlichtem Stoff annähernd gleich bleibt, während sich vielleicht die Schwerpunkte verschieben.

Es kann natürlich sein, dass in diesem Examen alles anders war. Kann ich nicht ausschließen, aber die Vorhersage der Durchfallgrenze (kein Herabsetzen - 60%) von Medi-Learn gibt jedenfalls keinen Anlass zu dieser Vermutung. Die Tatsache, dass fehlerhafte Key-Feature-Fragen unfaire Folgefehler provozieren scheint seit F18 auch damit ausgeglichen worden zu sein, dass sehr viele Fragen herausgenommen wurden (nur 310 bzw 308 gewertete Fragen), was den Prüflingen übrigens auch zum Vorteil gereicht, da die richtig beantworteten Fragen trotzdem gewertet werden.

Ilselotte
13.04.2019, 13:08
Ich finde es irgendwie befremdlich, Kolibris zu fragen, um Trennschärfe zu erreichen. Da lässt man so ein bisschen den Sinn dieser Prüfung außer acht. Es geht nicht mehr um fundiertes Basiswissen sondern um Spezialwissen auf Facharztniveau. Du erreichst nur noch eine gute Note, wenn du dich in allen Fachbereichen mit den Details von Krankheiten, die 1 von 1Mio Leute haben, auskennst. Darum geht es doch aber nach 6 Jahren Studium noch gar nicht! Du sollst die Grundlagenfächer beherrschen, die Spezialisierung folgt dann. Ich glaube nicht, dass irgendeine Uni Deutschlands all diese kleinen Details dieser seltenen Krankheiten aus jedem Fachbereich überhaupt in der Intensität lehrt. Ich habe in der Prüfungsvorbereitung so viele Sachen gelesen, die ich noch nie gehört habe. Und dann kommt das IMPP und will diese Sachen plötzlich abfragen, damit sie Trennschärfe erreichen. Wozu denn überhaupt? Was bringt es an dieser Stelle, Leute auszusieben? Und am Ende sagen trotzdem alle: die Note ist eigentlich egal, du bekommst schon einen Job. Wozu dann diese ganze Aktion? Nur um uns alle ein bisschen fertig zu machen, weil man mit nichts mehr sicher rechnen kann? Damit man trotz aufwändigster Vorbereitung mit Pech trotzdem als "durchschnittlich" bewertet wird? Das macht doch nur Frust. Und das alles für die Statistik des IMPP. Versteh ich nicht...

Und das Argument, die Folgefehler Fragen dadurch wieder auszugleichen, dass dann ja viele Fragen rausfallen, kann doch auch keine Lösung sein...

WiWi18
13.04.2019, 13:56
Ich finde es irgendwie befremdlich, Kolibris zu fragen, um Trennschärfe zu erreichen. Da lässt man so ein bisschen den Sinn dieser Prüfung außer acht. Es geht nicht mehr um fundiertes Basiswissen sondern um Spezialwissen auf Facharztniveau. Du erreichst nur noch eine gute Note, wenn du dich in allen Fachbereichen mit den Details von Krankheiten, die 1 von 1Mio Leute haben, auskennst. Darum geht es doch aber nach 6 Jahren Studium noch gar nicht! Du sollst die Grundlagenfächer beherrschen, die Spezialisierung folgt dann. Ich glaube nicht, dass irgendeine Uni Deutschlands all diese kleinen Details dieser seltenen Krankheiten aus jedem Fachbereich überhaupt in der Intensität lehrt. Ich habe in der Prüfungsvorbereitung so viele Sachen gelesen, die ich noch nie gehört habe. Und dann kommt das IMPP und will diese Sachen plötzlich abfragen, damit sie Trennschärfe erreichen. Wozu denn überhaupt? Was bringt es an dieser Stelle, Leute auszusieben? Und am Ende sagen trotzdem alle: die Note ist eigentlich egal, du bekommst schon einen Job. Wozu dann diese ganze Aktion? Nur um uns alle ein bisschen fertig zu machen, weil man mit nichts mehr sicher rechnen kann? Damit man trotz aufwändigster Vorbereitung mit Pech trotzdem als "durchschnittlich" bewertet wird? Das macht doch nur Frust. Und das alles für die Statistik des IMPP. Versteh ich nicht...

Und das Argument, die Folgefehler Fragen dadurch wieder auszugleichen, dass dann ja viele Fragen rausfallen, kann doch auch keine Lösung sein...

Also.

1. Ja, die Tatsache, dass man bei den Key-Feature-Fällen so viele Folgefehler in Kauf nimmt und entsprechend viele Fragen rausstreichen muss, spricht gegen ein gutes Prüfungsformat. Vermutlich wird das vom IMPP in Kauf genommen, um die Umstellung auf das neue, digitale Prüfungsformat im Rahmen vom Masterplan 2020 zu gewährleisten. Das führt dazu, dass die Prüfungen für die aktuellen Jahrgänge unangenehmer sind - aber eben nicht zwingend schwerer bzw. mit schlechteren Ergebnissen verbunden.

2. Das mit den Kolibris sehe ich im Grunde wie du. Die Entscheidungsträger im IMPP sind eben Statistiker und Beamte, die bekanntlich eine sehr eigenwillige Mentalität haben.
Man muss sich halt bei der Prüfungsvorbereitung entscheiden: Will ich eine bestimmte Note oder will ich "nur" auf mein Berufsleben vorbereitet sein? Wenn man die Note will muss man sich halt den Gegebenheiten beugen und auch ein Stück weit strategisch lernen.

Milky Way
13.04.2019, 14:36
Ich denke es war die Kombi:
1. deutliche Gewichtung in Richtung Nebenfächer (nicht gelernt-eigene schuld+pech gehabt) da kann (und soll man!) meinetwegen auch 10, 20 oder sogar 30 punkte verlieren..selbst schuld aber:

2. deutlich mehr key feature Fragen als vorher!! in großen themenbereichen auch völlig ok.
aber key feature Fragen in den Randbereichen? Da braucht es nicht mal viele und der eig sogar ziehmlich gut vorbereitete student der dann da mal was nicht weiß, verliert nicht 20 oder 30 sondern im Paket gleich 30 oder 40...50? punkte...das ist schon sehr fragwürdig aber auch noch nicht entscheidend sondern:

3. wenn dieser student diese 30-40 punkte nicht wieder „reinholen“ kann auf grund des weglassens von fragen aus den großen themenbereichen kanns das schnell gewesen sein...

ok trennschärfe is wirklich gut!:
wenn jemand nen infarkt,asthma,copd,lungenembolie,depression,parki nson,demenz nicht erkennt+behandeln kann: ciao.....wenn jemand nicht weiß was pavk,copd,coma scale, apgar, etc ist: ciao.....wenn jemand keine bga analysieren, bandscheibenvorfall abgrenzen samt ursprung+behandeln kann: ciao...wenn jemand nicht weiß...-.-und und und...diese liste ist sehr lang (wird teilweise top 120 genannt)...wenn ich bei falscher aber sehr ähnlicher diagnose dennoch 1A folgerichtig behandle/1A nebenwirkungen weiß usw-hab ich doch trotzdem gute Kompetenzen/Fachwissen oder muss ich dann geschärft getrennt werden???
ich für meinen teil bin zwar sehr enttäuscht von meinem ergebnis konnte mich aber rel schnell „erholen“ und nicht zu sehr selbst fertig machen, da ich gesehen hab dass es 80-90% ähnlich geht-dann könnte der bias nicht nur an mir idiot+meiner schlechten vorbereitung liegen.
ps: inicht nur eingaben ans impp reichen sondern auch die key feature Fragen als solche ankreiden!!!
In diesem sinne...Rettet die Wale!! :)

WiWi18
13.04.2019, 14:43
ps: inicht nur eingaben ans impp reichen sondern auch die key feature Fragen als solche ankreiden!!!
In diesem sinne...Rettet die Wale!! :)

Ich habe das schon im Thread zu den Folgefehler angesprochen: Nach oberflächlicher Recherche (allein Durchlesen des Wikipediaartikels zum Thema Prüfungsrecht) kam bei mir der Eindruck auf, dass die key feature-Fragen nicht zulässig sind, weil Folgefehler nicht zum Nachteil des Prüflings sein dürfen.

Ansonsten wird man sehen, ob das Examen wirklich so viel schwerer war als die der Vorjahre. Ich würde wetten, dass dem nicht so ist.

Milky Way
13.04.2019, 14:45
blöde frage?: woher weiß ich denn wieviele fragen denn in den letzten jahren rasgenommen wurden? gibts da ne übersicht?

Milky Way
13.04.2019, 14:47
schwerer je nach lernschwerpunkt aber die key features potenzieren es

rairas
13.04.2019, 14:49
Das kannst du daran sehen, wie viele Fragen auf Amboss zum jeweiligen Examen hochgeladen sind.

davo
13.04.2019, 14:57
Wenn man die Ergebnisse miteinander vergleichen will, sollte man jeweils nur die Referenzgruppen miteinander vergleichen.

F14: durchschnittlich 79,8%, 0,7% haben nicht bestanden; ca. 45% Gut oder Sehr gut*
H14: durchschnittlich 79,5%, 0,4% haben nicht bestanden; ca. 39% Gut oder Sehr gut*
F15: durchschnittlich 80,2%; 0,2% haben nicht bestanden; ca. 43% Gut oder Sehr gut
H15: durchschnittlich 84,7%; 0,1% haben nicht bestanden; ca. 68% Gut oder Sehr gut
F16: durchschnittlich 81,7%; 0,3% haben nicht bestanden; ca. 53% Gut oder Sehr gut
H16: durchschnittlich 81,9%; 0,2% haben nicht bestanden; ca. 54% Gut oder Sehr gut
F17: durchschnittlich 79,0%; 1,3% haben nicht bestanden; ca. 43% Gut oder Sehr gut
H17: durchschnittlich 79,5%; 0,2% haben nicht bestanden; ca. 41% Gut oder Sehr gut
F18: durchschnittlich 79,1%; 0,7% haben nicht bestanden; ca. 45% Gut oder Sehr gut
H18: durchschnittlich 80,5%; 0,4% haben nicht bestanden; ca. 48% Gut oder Sehr gut

*) Gewichtete Mittelwerte der beiden Approbationsordnungen, da ähnlich viele Referenzgruppenteilnehmer in beiden Gruppen.

Die Angaben zu Gut oder Sehr gut sind natürlich nur grob geschätzt basierend auf den IMPP-Histogrammen - ich hoffe ich habe mich nirgendwo verrechnet.

Der wirkliche Ausreißer war also recht eindeutig H15. Von diesem einen Ausreißer abgesehen hat sich in den letzten vier Jahren anscheinend nicht viel getan in der Schwierigkeit des Examens.

Dass die Fragen anders geworden sind ist sicher richtig. Aber nicht unbedingt schwerer - siehe oben.

Bin schon gespannt auf die Daten zu F19.

P.S.: Ob das Examen sinnvoll ist und das prüft, was für die ärztliche Tätigkeit wichtig ist, ist eine ganz andere Frage als die Frage nach der durchschnittlichen Punktezahl oder der Nichtbestehensquote. Meines Erachtens ist das Examen nicht besonders sinnvoll, aber das wird wohl nicht jeder so sehen.

Milky Way
13.04.2019, 15:03
Das kannst du daran sehen, wie viele Fragen auf Amboss zum jeweiligen Examen hochgeladen sind.

sind es ursprünglich immer gleich viele (320) pro Examen? hat mich ehrlich gesagt nie richtig interessiert ob die nun 10 mehr fragen :D

Milky Way
13.04.2019, 15:04
also gleich viel am anfang 320 und bei amboss steht 308---haben sie 12 rausgenommen?

davo
13.04.2019, 15:12
Ganz genau. F17 wurden fünf Fragen rausgenommen, H17 neun, F18 zwölf, H18 zehn.

Milky Way
13.04.2019, 15:19
Ganz genau. F17 wurden fünf Fragen rausgenommen, H17 neun, F18 zwölf, H18 zehn.

ok verstehe-und dann beziehen sich deine punkte (z.b.100) nicht auf 320 sondern auf z.b. 315? oder gibts da noch mehr chancen auf verbesserung?

davo
13.04.2019, 15:33
Jedes Examen hat 320 Fragen. Wenn fünf Fragen rausgenommen wurden, wurden also 315 gewertet ;-)