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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #41
    Diamanten Mitglied
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    Grundsätzlich ist ein "Fernstudium" auch für Medizin denkbar. Inzwischen wird ein Großteil der Lehrinhalte auch an den deutschen Unis online vermittelt. Ich hatte vor 11 Jahren das Studium begonnen und selbst damals kamen dann schnell "Examen online" und "Amboss" auf den Markt. Ich glaube, die meisten haben damit gelernt und nicht mit Repetitorien an der Uni. Ob am Ende ein Tierarzt, Zahnarzt oder wer auch immer sein Kürzel unter die Klausur setzt ist ziemlich egal. Soviel zum Theorieteil...
    Die Praxis lernt man in Deutschland auch nur in den Kliniken während PJ und Famulaturen in fortgeschrittenem Semester, aber definitiv nicht in irgendwelchen Klinikseminaren. Also auch den praktischen Teil kann sich die Uni nicht wirklich auf die Fahne schreiben.
    Was bei einem Fernstudium ausbleibt ist natürlich das akademische Drumherum: Leben am Campus, Kommilitonen, Dissertation, Erasmus usw. Ich hätte das in meiner Persönlichkeitsentwicklung nicht missen wollen und würde daher auch keinem ein komplettes Fernstudium empfehlen. Allerdings bin ich mir sicher, dass langfristig die Hürden für die Approbation sukzessive abgebaut werden. Schon jetzt bekommen ausländische Kollegen die Approbation zugesprochen, in deren Heimatländern die Medizin noch gefühlt im 19. Jahrhundert steckt. Die Nachfrage zur Bedarfsdeckung in den kleinen Kliniken in unbeliebten Regionen zwingen die Politik dazu. Nachdem ich ein paar der Kandidaten kennengelernt habe, würde ich da einen Deutschen von einer Fernuni oder von einer Uni in Rumänien 10x vorziehen.



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  2. #42
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    Medizin als Fernstudium wäre schon geil, denke aber nicht das so etwas politisch gewollt ist. Dann hätten wir ja in 10-15 Jahren eine Ärzte-Schwämme und irgendwer würde aus Angst vor Arbeitslosigkeit Mist bauen.



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  3. #43
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    Zitat Zitat von anonymhund123455667 Beitrag anzeigen
    Medizin als Fernstudium wäre schon geil, denke aber nicht das so etwas politisch gewollt ist. Dann hätten wir ja in 10-15 Jahren eine Ärzte-Schwämme und irgendwer würde aus Angst vor Arbeitslosigkeit Mist bauen.
    Ich glaube nicht, dass es eine Ärzteschwämme gibt, da das Fernstudium insgesamt rund 100.000€ Studiengebühren kostet. Das kann sich sicherlich die Mehrheit nicht leisten.



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  4. #44
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    Ich denke schon auch, dass Medizinstudium als Fernstudium grundsätzlich nicht unmöglich ist, wenn man es mit Praxisphasen / Präsenzphasen kombiniert. Ja klar, diejenigen mit abgeschlossenem (normalen) Studium haben grundsätzlich andere Erfahrungen gemacht (intensiver persönlicher Austausch mit Mitstudenten usw.) aber ehrlicherweise ist ja die Qualität von Lehrveranstaltungen in Präsenzform nicht gerade automatisch die bessere.

    Dass das grundsätzlich nicht gehen sollte hat ein wenig was von der Denke "was, pünktlicher Feierabend als Krankenhausarzt? Hatte ich ja auch nie, warum sollten meine WBA das kriegen"



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  5. #45
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    Also ich habe jetzt aktuell das Modul Psychatrie/Psychosomatik online an meiner Uni absolviert und muss zwar zugeben, dass es besser war als befürchtet, aber auf Dauer würde ich das Präsenzstudium nicht durch ein Onlinestudium ersetzt haben wollen. Wie soll man denn in der Vorlesung mit dem Dozenten interagieren, wenn diese bereits aufgezeichnet wurde? Und die Mitarbeit in den Seminaren über Videokonferenzen hat mich jetzt auch nicht wirklich überzeugt. Da ist dann doch mitunter eine höhere Hemmschwelle, auch mal "dumme" Fragen zu stellen, als wenn man in einem Seminar sitzt. Das war zumindest mein Gefühl. POL-Fälle bekamen wir per Email, mussten diese alleine bearbeiten und den Dozenten zurückschicken, die diese dann korrigiert haben. Auch wenn das zugegebenermaßen entspannter war als sonst, ging dabei leider das Elementare an POL verloren, nämlich die Diskussion der Fälle mit den Kommilitonen. Und meiner Meinung nach macht es am Ende des Tages eben schon einen Unterschied, ob man jeden Tag wenigstens ein bisschen Praxis hat (seien es Skills-Lab, Medi-Kit, Bedside-Teaching, KPK, ...) oder dann nur in einer Präsenzphase, die man in Form von Famus und Blockpraktika sowieso auch bei einem normalen Studium hat.

    Also möglich ist ein Onlinestudium + Präsenzphasen für Medizin auf jeden Fall, aber ich glaube, dass das Niveau der Ausbildung darunter leiden würde.



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