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Thema: PEA

Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
    Registrierter Benutzer
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    Hallo,

    vielleicht habt ihr ja ein paar Ideen, um was es sich im folgenden Fall gehandelt haben könnte. Ich weiß, es sind nur Spekulationen, aber vielleicht haben einige schon mal ähnliche Situationen erlebt.

    Und zwar geht es um einen 50 jährigen Mann.

    Vorerkrankungen: nicht kleinzelliges Bronchialkarzinom ( Radiatio, Pneumektomie- darunter 1 Jahr Ruhe, keine Metastasen). 1 Jahr später Multiorganmetastasierung ( Leber, Lunge, Pleura, gastrointestinal, Knochen)- Einleitung einer palliativen Chemotherapie mit Carboplatin, nab-Paclitaxel und Pembrolizumab. Patient ging es in den ganzen Jahren gut. Keine Schmerzen. Ein Tag vor Tod ( 2. Zyklus Chemo), Diarrhoe ( bekam iv Flüssigkeit infundiert, darunter Beschwerdebesserung).

    arterielle Hypertonie ( gut eingestellt)
    Hyperlipidämie ( mit Simva gut eingestellt)

    Ansonsten ging es dem Patienten relativ gut.

    Am Tag des Todes Unruhe und Panikattacken am Morgen, kennt er von früher, nur schlimmer.

    Sagte er kann nichts essen und trinken, im "hänge" etwas in der Brust, genauer konnte er es nicht definieren.

    Gegen Abend plötzliches Erbrechen, dann Gang auf Toilette, dort bewusstlos zusammen gebrochen. Laienreanimation ist durchgeführt worden..

    Beim Eintreffen des Notarztes zeige sich eine PEA mit breiten Kammerkomlplexen. Nach Rücksprache und Sichtung der Patientenverfügung und aufgrund des fortgeschrittenen Erkrankungsgeschehen, keine Fortsetzung der Maßnahmen. Kurz darauf war im EKG eine Asystolie erkennbar.

    Ideen, welches pathophysiologische Geschehen, so einen Verlauf hervorrufen kann?

    Grüße



  2. #2
    derzeit nicht wankelmütig Avatar von Relaxometrie
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    Spontan denke ich an eine stattgehabte Lungenarterienembolie.



  3. #3
    Diamanten Mitglied
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    Die zwei wahrscheinlichsten Ursachen sind LAE oder im Zusammenhang mit dem Erbrechen Aspiration und Asphyxie. Im Prinzip sucht man nach einer primär hypoxischen Ursache, weil das oft Auslöser für PEA ist. Die durchmetastasierten Patienten haben aber häufig Elektrolytprobleme, gerade wenn dann noch Diarrhoe dazu kommt, kann es auch primär rhythmogen sein und dann nach ner Weile in PEA übergehen.



  4. #4
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    Hätte auch zuerst an eine Elektrolystörung gedacht. Das Gefühl dass "was in der Brust hänge" kann auch durch das Karzinom bedingt sein. Wie wahrscheinlich eine LAE ist hängt auch davon ab ob eine Antikoagluation eingenommen bzw. eine Heparinisierung veranlasst wurde.



  5. #5
    Registrierter Benutzer
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    Wenn man "Hängen in der Brust" als Druckgefühl interpretiert, dazu vegetative Begleitsymptomatik (Erbrechen, Unruhe, Todesangst), ist ein akuter Myokardinfarkt ebenfalls sehr wahrscheinlich. Und da MUSS auch nicht immer Kammerflimmern vorliegen. Gerade wenn Infarktbedingt Blockade von AV-Knoten und aller Schenkel vorliegt.
    Gab es jemals eine Koronardiagnostik? Falls vor einem Jahr oder so eine Coro mit glattwandigen Gefäßen beschrieben ist, wäre ein Myokardinfarkt zumindestens unwahrscheinlich.

    Nicht vergessen darf man, dass Radiatio häufig beschleunigte Atherosklerose verursacht, auch der Koronarien.



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