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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
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    Ich arbeite seit etwa 10 Monaten an einer Uniklinik in der Kardiologie. Objektiv gibts wenig zu meckern: Komme mit den Kollegen gut aus, die Oberen sind in Ordnung und dank Schichtsystem kommt man in der Regel pünktlich raus + Bezahlung der Überstunden, solange es nicht allzuviele sind. Auch Forschung und Lehre (in Zeiten von Corona eher weniger) machen Spaß.

    Was mich aber eher stört: die Allgemeininternistische Ausbildung ist eher mau. Nun kann man sagen, dass das für eine Uniklinik zu erwarten ist, da schon Spezialisten gesucht werden. Aber die Tatsache, dass wir selbst in der ZNA nur Fälle unseres Fachs sehen oder auf Station jedes andere internistische Problem direkt konsiliarisch lösen, finde ich mäßig. Gerade weil Innere für mich aufgrund seines akademischen Charakters besonders gefällt.

    Zudem kam in letzter Zeit ein wenig Zweifel an der Kardio auf. Finde das Fach nach wie vor sehr interessant, jedoch kann ich mir immer weniger die interventionelle Tätigkeit vorstellen. Konservative Kardio kann man zwar auch machen, damit beraubt man sich aber gefühlt dem Großteil des Fachs.

    Daher hab ich mir überlegt, das Jahr vollzumachen und mich dann evtl umzuschauen. Interessant fände ich da z.B die Schweiz, dort sind ja 2-3 Jahre allgemeine Innere vor der Spezialisierung Pflicht. Ansonsten wären tendenziell auch andere internistische Fächer mit ‚ganzheitlicherem‘ Schwerpunkt interessant, Rheuma/Nephro oder vielleicht auch Gastro (wobei da natürlich auch Interventionen einen großen Teil ausmachen).

    Wie würdet ihr das handhaben?
    Geändert von Rahmspinat (29.09.2020 um 19:13 Uhr)



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  2. #2
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    Ich kann nur meine persönliche Meinung darlegen, aber ich finde schon, dass die Interventionen der Gastro nicht wirklich mit der Kardio vergleichbar sind. Klar, als Gastroenterologe sollte man sich nicht vorm Endoskopieren drücken, aber wenn du es dir nur mal für eine fundiertere Ausbildung anschauen möchtest, finde ich Gastro eine gute Wahl. Ich habe auch lange mit der Gastro geliebäugelt. Ich finde nach wie vor, dass es ein tolles, breites Fach ist, indem man gut seine internistische Nische finden kann. Von sehr komplexen, auch onkologischen Krankheitsbildern, hin zu akuten Notfällen ist alles dabei.
    Vielleicht wäre die Nephro etwas zu speziell wenn du jetzt erst einmal Lust auf "ganzheitliche Innere Medizin" hast. Ich fand die Nephrologen immer sehr spezialisiert und zumindest bei uns haben die oft Kollegen anderer internistischer Abteilungen zur Hilfe dazu gezogen und sich primär mit Antikörper und Medikamenten beschäftigt.



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  3. #3
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    Hast du den Interventionen eine echte Chance gegeben? Ich kann nur für radiologische Interventionen sprechen, aber bei mir hat es etwa ein Jahr mit überwiegend interventioneller Tätigkeit gebraucht, bis mir das ganze wirklich angefangen hat Spaß zu machen.

    Solange du noch probleme hast, überhaupt mal ne Schleuse in die Leiste zu kriegen, machts auch keinen Spaß.



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  4. #4
    Platin Mitglied
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    Zitat Zitat von Rahmspinat Beitrag anzeigen
    Ich arbeite seit etwa 10 Monaten an einer Uniklinik in der Kardiologie. Objektiv gibts wenig zu meckern: Komme mit den Kollegen gut aus, die Oberen sind in Ordnung und dank Schichtsystem kommt man in der Regel pünktlich raus + Bezahlung der Überstunden, solange es nicht allzuviele sind. Auch Forschung und Lehre (in Zeiten von Corona eher weniger) machen Spaß.

    Was mich aber eher stört: die Allgemeininternistische Ausbildung ist eher mau. Nun kann man sagen, dass das für eine Uniklinik zu erwarten ist, da schon Spezialisten gesucht werden. Aber die Tatsache, dass wir selbst in der ZNA nur Fälle unseres Fachs sehen oder auf Station jedes andere internistische Problem direkt konsiliarisch lösen, finde ich mäßig. Gerade weil Innere für mich aufgrund seines akademischen Charakters besonders gefällt.

    Zudem kam in letzter Zeit ein wenig Zweifel an der Kardio auf. Finde das Fach nach wie vor sehr interessant, jedoch kann ich mir immer weniger die interventionelle Tätigkeit vorstellen. Konservative Kardio kann man zwar auch machen, damit beraubt man sich aber gefühlt dem Großteil des Fachs.

    Daher hab ich mir überlegt, das Jahr vollzumachen und mich dann evtl umzuschauen. Interessant fände ich da z.B die Schweiz, dort sind ja 2-3 Jahre allgemeine Innere vor der Spezialisierung Pflicht. Ansonsten wären tendenziell auch andere internistische Fächer mit ‚ganzheitlicherem‘ Schwerpunkt interessant, Rheuma/Nephro oder vielleicht auch Gastro (wobei da natürlich auch Interventionen einen großen Teil ausmachen).

    Wie würdet ihr das handhaben?

    Du wirst doch auch an deiner jetzigen Stelle noch in andere Abteilungen und auf die ITS rotieren, oder nicht? Wenn sonst alles stimmt, dann kannst du dir doch noch Zeit mit dem Wechsel lassen und erstmal das mitnehmen, was du dort lernst...



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  5. #5
    Randale und Hurra!
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    Kruppstahl und Beton
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    Internistische Uniklinikem sind ja meistens sehr spezialisiert, da lernt man oft wenig über „allgemeine Innere Medizin“. Zumindest an der Uni, an der ich ich tätig bin, sieht’s da in allen internistischen Abteilungen ähnlich aus. Dazu hat jede Abteilung noch ihre eigene ITS und in der Regel rotiert man auf die ITS der eigenen Abteilungen und bleibt auch da seinem Fachbereich.

    Man wird halt von Anfang an sehr spezialisiert und bekommt nicht wirklich den Blick fürs große Ganze. Wenn das dein Ziel ist, dann würde ich eher nach kleineren/mittelgroßen Häusern schauen, in denen die Fachabteilungen nicht so streng getrennt sind und man auch weniger abgefahrene/hochkomplexe Dinge sieht. Letzteres ist zwar initial interessant, bringt einen aber auch nicht weiter wenn man halt nicht in dieser Nische bleiben will.

    Hast du denn Perspektiven in deiner Abteilung? Gibt es einen Rotationsplan oder versauerst du jetzt für unbestimmte Zeit auf Normalstation?



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