teaser bild
Seite 5 von 6 ErsteErste 123456 LetzteLetzte
Ergebnis 21 bis 25 von 27
Forensuche

Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #21
    Registrierter Benutzer
    Mitglied seit
    28.04.2011
    Semester:
    14. Wartesemester
    Beiträge
    25

    - Anzeige -

    Interesse an einer Werbeanzeige hier?
    mehr Infos unter www.medi-a-center.de

    Zitat Zitat von Dergenthiner Beitrag anzeigen
    Ist es nicht witzig, dass du so gut im Studium bist und es abbrechen willst und ich kämpte vier Jahre fürs Physikum und bedanke mich beim Gott jeden Tag für die Chance weiter zu machen.?

    Als erstes mach dir eine gute Übersicht, welche Chancen hast du nach dem Studium bzw einen konkreten Plan was du studieren willst und was passiert, wenn du als Diplomat nicht arbeiten kannst.
    Hast du überhaupt Voraussetzungen für deinen Traumjob? Dass du schüchtern bist, spricht eher dagegen. Kannst du schon jetzt drei Fremdsprachen auf einem guten Neveau? Das können in D. heute ganz viele, also die Konkurrenz ist echt hart.
    Ich glaube, mit 22 hat man noch ganz andere Bedürfnisse als mit 32. Meine Schwester wollte mit 22 auch als Diplomatin arbeiten, um die Welt reisen, interessant leben. Hat Politik und Weltwirtschaft studiert, spricht vier Sprachen, ist aber froh, einen stabilen stink normalen Job nach all ihren Enttäuschungungen zu bekommen.

    Ich denke mal, es macht schon viel Sinn, wenn du pausierst, dich einfach umschaust, vllt ein anderes Studium anfängst, reist, Sprachen lernst usw.
    Dein Medizinstudium kannst Du doch auch nach drei Jahren Pause beenden, oder? Für einen Arzt als Anfänger kann man mit 30 nicht zu alt sein, für viele andere Berufe schon.
    Kenne auch viel Leute, die ihr Studium abbrechen wollten, wurden davon abgehalten, jetzt sind sie erfolgreiche und sehr motivierte Fachleute in ihrem Job ( wie mein Bruder).


    Omg, dachte ganz genau das gleiche.
    An Katja98: Es spricht auf jeden Fall für dich, dass du so viel reflektierst und deine eigene Situation überdenkst. Es wirkt auf mich so, dass du generell ein "Käpsele" bist, von daher kannst du wahrscheinlich optimistisch sein, was Chancen in diversen Bereichen angeht. Ich persönlich würde zumindest bis zur M2 weitermachen an deiner Stelle, weil das ja so lang nicht mehr hin ist. Ich bin aber generell ein "Durchbeißer", das kann ja auch Nachteile haben.

    So oder so, du bist super jung nachdem du fertig bist und für viele Bereiche ist es gar nicht so wichtig, welchen Abschluss man hat, zum Beispiel werden viele Jobs wie Volontariate oder auch im Politikbereich (Mitarbeiter*innen von Abgeordneteten zum Beispiel, oder in Stiftungen...)nur mit der Voraussetzung "abgeschlossenes Hochschulstudium" ausgeschrieben.



    MEDI-LEARN Analyse - IMPP M2-Probeexamina mit Covid-19-Fragen - [Klick hier]
  2. #22
    Registrierter Benutzer Avatar von Trendafil
    Mitglied seit
    10.03.2019
    Beiträge
    510
    Feel you, Katja

    Meine Schwester und ich kommen ebenfalls aus einer sehr ,,leistungsstarken Familie", bei der die Option Geisteswissenschaften (aka etwas anderes als Medizin) einfach nur ein Gerücht ist.

    Meine Schwester hat dieses Jahr Physikum und ist einer beginnenden Anorexie und schweren Depression anheim gefallen. Sie wollte eigentlich Informatik oder Grafikdesign studieren.

    Ich selbst bin mittlerweile Ärztin, aber chronisch unzufrieden und überfordert.

    Du lebst nur einmal. Das ist DEINE Lebensgeschichte. Eine Seele kann an einem unliebsamen Beruf/Studium auch sehr schnell zugrunde gehen und im Endeffekt liegts an einem selbst, den Scherbenhaufen wieder zu richten.

    Vielleicht kannst du dir online für den Anfang Vorlesungen deiner wunschrichtung anhören und mal sehen, was das Bauchgefühl dazu sagt.



    MEDI-LEARN Analyse - IMPP M2-Probeexamina mit Covid-19-Fragen - [Klick hier]
  3. #23
    Fertig :)
    Mitglied seit
    15.03.2016
    Ort
    Homburg
    Beiträge
    497
    Zitat Zitat von Katja98 Beitrag anzeigen
    Ich mache einiges nebenher. Ich habe seit dem 3. Semester fleißig Sprachkurse besucht, um mein Niveau halten zu können und engagiere mich auf lokalpolitischer Ebene. Leider sind diese Aktivitäten durch das Medizinstudium - zumindest an meiner Universität - extrem erschwert. Der Stundenplan ist strikt vorgegeben und so voll, dass es schlichtweg kaum möglich ist, Seminare und Veranstaltungen anderer Fakultäten zu besuchen. Alleine für Sprachkurse ist es unglaublich schwer, passende Termine zu finden. Dazu kommt, dass das Universitätsklinikum außerhalb der Stadt liegt, die Uni in der Stadt, alle med. Veranstaltungen jedoch im Klinikum stattfinden. Damit entsteht auch ein zeitliches Problem, heißt also, ich kann auch deswegen einige andere Veranstaltungen nicht besuchen, da ich schlichtweg nie pünktlich kommen könnte.

    Urlaubssemester kann ich leider auch nicht nehmen, da ein triftiger Grund vorliegen muss. Umorientierung gilt an meiner Uni nicht als ausreichende Begründung und ich weiß nicht, wie das ist, wenn man das Studium abbricht und nach ein paar Jahren Pause vielleicht doch wieder weitermachen möchte? Da ich ja das Physikum habe, müsste ich eigentlich nicht für das erste Fachsemester neu bewerben, sondern könnte mich gleich für ein höheres an verschiedenen Unis bewerben. Allerdings weiß ich nicht, wie es mit Chancen für so etwas aussieht?
    Die Chancen für sowas sind sehr sehr schlecht. Ich würde das nicht tun. Wenn du jetzt unterbrichst, ist der Studienplatz weg. Ich hab auch Quereinstieg von Zahnmedizin gemacht. Und ich bin nur ins Humanmedizin-Studium gekommen, indem ich mich fürs erste Semester beworben habe und mich dann hab hochstufen lassen.



    MEDI-LEARN Analyse - IMPP M2-Probeexamina mit Covid-19-Fragen - [Klick hier]
  4. #24
    Diamanten Mitglied
    Mitglied seit
    04.06.2002
    Semester:
    Been there, done that... there was no T Shirt
    Beiträge
    3.775
    Zitat Zitat von Katja98 Beitrag anzeigen
    Wirtschaft? Viel zu riskant, bei Wirtschaftskrisen droht der Jobverlust, als Frau verdient man sowieso viel weniger, nach Schwangerschaft und Kind ist man dann eh weg vom Fenster. Medizin? Perfekt! Garantierte Jobsicherheit, unabhängig von Wirtschafts- und Finanzkrisen, gutes Gehalt und unbegrenzte Möglichkeiten. Außerdem hast du einen super Abischnitt. bloß nicht entwerten. BWL mach eh jeder, mach was anständiges."
    Ich bin fast vor Lachen vom Stuhl gefallen
    Deine Eltern wollen "das Beste" für dich. Aber woher sollen Sie wissen, was "das Beste" überhaupt sein soll, Sie kennen nur ihre eigene kleine Filterblase... und die verbeamtete Lehrerverwandschaft innerhalb der Familie. Sicherheit scheint in diesem Kontext einen hohen Stellenwert zu genießen, als ob der Job als Mediziner "sicher" wäre. Als ob es sowas wie "Sicherheit" außerhalb einer Verbeamtung überhaupt geben würde

    Du bist 22 und offenkundig mit deiner Studienwahl und deinen Berufsaussichten desillusioniert- ok. Wem schuldest du denn Rechenschaft, außer Dir selbst? Das Leben ist zu kurz, um einen Job zu machen, den man wirklich nicht machen möchte. Und desillusionierte frustrierte Kollegen, die innerlich gekündigt haben, gibt es in jeder klinischen Abteilung schon genug. Wenn andere Felder deine intrinsische Motivation wecken, dann verschwende doch deine Talente und Energie nicht an etwas, was Dich inhaltlich null interessiert.



    MEDI-LEARN Analyse - IMPP M2-Probeexamina mit Covid-19-Fragen - [Klick hier]
  5. #25
    Registrierter Benutzer
    Mitglied seit
    04.07.2014
    Beiträge
    950
    Zitat Zitat von Thomas24 Beitrag anzeigen
    ... verbeamtete Lehrerverwandschaft innerhalb der Familie. Sicherheit scheint in diesem Kontext einen hohen Stellenwert zu genießen, als ob der Job als Mediziner "sicher" wäre. Als ob es sowas wie "Sicherheit" außerhalb einer Verbeamtung überhaupt geben würde

    Du bist 22 und offenkundig mit deiner Studienwahl und deinen Berufsaussichten desillusioniert- ok. Wem schuldest du denn Rechenschaft, außer Dir selbst? Das Leben ist zu kurz, um einen Job zu machen, den man wirklich nicht machen möchte. Und desillusionierte frustrierte Kollegen, die innerlich gekündigt haben, gibt es in jeder klinischen Abteilung schon genug. Wenn andere Felder deine intrinsische Motivation wecken, dann verschwende doch deine Talente und Energie nicht an etwas, was Dich inhaltlich null interessiert.
    Thomas hat hier Recht. Drückt es etwas drastisch aus, aber wahrscheinlich ist es das Beste. Es ist dein Leben und solltest das machen, was dich glücklich und zufrieden macht. Du musst ja nicht unbedingt in einem Fach wie innere medizin arbeiten, wo wirklich Frustration ab und zu zu finden ist. Ophthalmologe? Labor? Öffentliche Gesundheitsdienst? Klar gibt es auch Quereinstieg Lehramt, aber einfacher wäre es das von Anfang an zu machen wahrscheinlich. Mit 22 steht dir die Welt offen.

    Wenn du medizin wirklich nicht interessant findest und es eine einzige Qual nur noch ist, würde ich wechseln.



    MEDI-LEARN Analyse - IMPP M2-Probeexamina mit Covid-19-Fragen - [Klick hier]
Seite 5 von 6 ErsteErste 123456 LetzteLetzte

MEDI-LEARN bei Facebook

Die Webseite von MEDI-LEARN wird unterstützt von

     © MEDI-LEARN, Hamburger Chaussee 345, 24113 Kiel 1996-2021