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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #6
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    Zitat Zitat von Lucci Beitrag anzeigen
    ...Nun stellt sich mir eben die Frage, ob es angesichts meiner beruflichen Wünsche überhaupt zielführend ist, Medizin zu studieren. Gehen wir mal davon aus, dass ich es schaffe, das Studium durchschnittlich zu absolvieren, wie realistisch ist es dann überhaupt, dass ich in einem der oben genannten Fachbereiche unterkomme?
    Man spricht zwar immer von einem Ärztemangel, aber gilt das auch für diese kleineren, patientenferne Fächer? Ich habe einfach die Sorge, dass ich letzten Endes nach dem Medizinstudium, welches ich nicht zuletzt wegen der guten beruflichen Perspektiven wählen würde, Schwierigkeiten haben werde, einen Arbeitsplatz zu finden.
    Gerade in der Laboratoriumsmedizin kann man sehr viele Arbeitsschritte eben automatisieren. Hierbei handelt es sich noch nicht einmal um eine Dystopie, vielmehr musste ich feststellen, dass das bereits gängige Praxis ist. Häufige Diagnosen werden bereits heute vollautomatisch erstellt. Wird man in 6 Jahren überhaupt noch ausreichend Fachärzte auf diesem Gebiet brauchen, als dass ich auch nur annähernd realistische Chancen haben könnte, hier unterzukommen?

    Versteht mich bitte an dieser Stelle bitte nicht falsch; ich möchte Medizin nicht nur wegen der guten Berufsaussichten studieren. Facharzt für Laboratoriumsmedizin zu werden, wäre für mich mein absoluter Traumberuf. Angesichts dessen, dass aber ein Großteil der nach dem Medizinstudium offen stehenden Wege weder zu meinen Fähigkeiten noch zu meinen Interessen passt, befürchte ich beruflich zu stark eingeschränkt zu sein und somit Probleme damit zu haben, einen Arbeitsplatz zu finden.

    Ich weiß, dass klingt nun alles danach, als sollte ich von der Medizin einfach die Finger lassen, aber irgendwie werden ich den Gedanken an das Medizinstudium nicht mehr so recht los. Ich würde mich deshalb sehr darüber freuen, wenn ihr mir vielleicht einen Ratschlag hättet.
    Mach doch mal ein Praktikum im Labor über ein paar Wochen und dann kannst du dir ein eigenes Bild machen. Labormedizin ist nicht unbedingt so anspruchsvoll wie Physik. Ansonsten kann man mit einem eigenen Labor oder als angestellter Facharzt im Labor sehr viel Geld verdienen (für den Fall, dass dich Geld interessiert). Ob der Job in 20 Jahren nicht komplett automatisiert ist kann dir keiner sagen. Ich finde man sollte immer das studieren was einen interessiert und man findet dann immer irgendwo einen Job. Ein Freund von mir hat ein absolutes Orchideenfach studiert und hat eine Stelle gefunden mit der er fast so viel verdient wie ich. Studier das was dich interessiert. Behalte die Jobsicherheit im Hinterkopf aber mach es nicht zur Priorität.
    Achja noch eins: Die ganzen kleinen Krankenhäuser sparen als Allererstes immer am Labor - sprich: sie lagern die Untersuchungen in externe Labore aus. Ob dass dazu führt, dass weniger Laborärzte gebraucht werden oder ob man nur an bestimmten Standorten arbeiten kann, kann ich dir nicht sagen. Aktuell sind meines Wissens aber Laborärzte gefragt.



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  2. #7
    Diamanten Mitglied
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    Garantien gibt es natürlich keine - aber derzeit findet man in der Labormedizin sehr leicht eine Stelle. Nur sehr wenige Absolventen interessieren sich für dieses Fach, und es gibt meiner Wahrnehmung nach deutlich mehr freie Stellen als Interessenten. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird das auch in sieben Jahren nicht anders sein.

    Die Automatisierung, die du fürchtest, hat in der Labormedizin ohnehin schon längst stattgefunden. Vor der muss man also keine Angst haben. Man verbringt viel Zeit mit dem Labormanagement, der Qualitätssicherung, der Einführung neuer Standards und Methoden, usw. Wenn du dir einfach mal überlegst, wieviele Laborbefunde es in einem großen Krankenhaus jeden Tag gibt, und wie wenige Labormediziner in einem großen Krankenhaus arbeiten, wird dir schnell klar sein, dass die Befundvidierung eher nur noch eine Formsache ist. Ich würde dir empfehlen, mal ein paar Tage in einem Krankenhauslabor zu hospitieren - auch auf die Gefahr hin, dass dir der Job dann vielleicht gar nicht mehr gefällt. Denn er ist schon sehr speziell, und oft nicht besonders spannend.

    In der Arbeitsmedizin, dem Öffentlichen Gesundheitheitswesen und der Pathologie findet man, so mein Eindruck, ähnlich leicht eine Stelle wie in der Labormedizin. Mein Eindruck ist, dass die Mibi kompetitiver ist, und deutlich höhere Standards bzgl. Forschungsinteresse setzt, aber echte Interessenten finden in der Regel auch da eine Stelle.

    Mit Physik hat Labormedizin natürlich nichts zu tun. Schon mal an Strahlentherapie gedacht?

    Grundsätzlich finde ich nichts falsch daran, trotz eines so speziellen Interesses mit dem Medizinstudium zu starten. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass sich deine Interessen im Laufe des Studiums ändern werden. Und vielleicht wirst du während des Studiums ein kleines klinisches Fach kennenlernen, das dich fasziniert. Klinische Arbeit ist nicht immer schrecklich, und nicht jede klinische Stelle ist so stressig wie eine Uni-Innere. Gibt auch in den Gebieten der Patientenversorgung viele Nischen, die interessant sein können. Vielleicht wirds dann am Ende des Studiums also ohnehin was anderes als die Labormedizin.



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  3. #8
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    So habe ich auch 2012 gedacht, als ich meine Ausbildung als Labor MTA abgeschlossen habe und angefangen habe zu arbeiten. Bin ich immer noch überzeugt, dass Laborarzt ( mit vielen zusätzlichen Weiterbildungen wie Transfusionsmedizin und Gerrinung) was für mich wäre.
    Und ohne Job bleibst du auch nicht, kannst du mir glauben. Eher so, dass du alleine für 15 Labore zuständig sein wirst.

    Was ich persönlich nicht erwartet habe, dass es zu "Laborfächer" erst nach dem Physikum kommt. Biochemie fand ich sehr anstrengend, weil sie so trocken ist.
    Anatomie war ein Horor für mich.
    Im großen und ganzen ist das Medizinstidium sehr interessant, wenn man bereit ist fürs Auswendiglernen viel Zeit zu investieren.
    Also kurz zusammengefasst :Job - kein Problem
    Das Problem ist nur einen Studienplatz zu bekommen. Und nachher, wenn es auch an manchen Stellen langweilig wird - sich nicht sofort aufgeben
    PS ie jenigen, die ich kenne, die das Studium abgebrochen haben (freiwillig oder nicht), waren die jenigen, die keine Lust hatten zu lernen.



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  4. #9
    Registrierter Benutzer
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    Zitat Zitat von Dergenthiner Beitrag anzeigen
    So habe ich auch 2012 gedacht, als ich meine Ausbildung als Labor MTA abgeschlossen habe und angefangen habe zu arbeiten. Bin ich immer noch überzeugt, dass Laborarzt ( mit vielen zusätzlichen Weiterbildungen wie Transfusionsmedizin und Gerrinung) was für mich wäre.
    Und ohne Job bleibst du auch nicht, kannst du mir glauben. Eher so, dass du alleine für 15 Labore zuständig sein wirst.

    Was ich persönlich nicht erwartet habe, dass es zu "Laborfächer" erst nach dem Physikum kommt. Biochemie fand ich sehr anstrengend, weil sie so trocken ist.
    Anatomie war ein Horor für mich.
    Im großen und ganzen ist das Medizinstidium sehr interessant, wenn man bereit ist fürs Auswendiglernen viel Zeit zu investieren.
    Also kurz zusammengefasst :Job - kein Problem
    Das Problem ist nur einen Studienplatz zu bekommen. Und nachher, wenn es auch an manchen Stellen langweilig wird - sich nicht sofort aufgeben
    PS ie jenigen, die ich kenne, die das Studium abgebrochen haben (freiwillig oder nicht), waren die jenigen, die keine Lust hatten zu lernen.
    Magst du einmal kurz deine Erfahrung aus dem Labor teilen? Interessiere mich in letzter Zeit auch für diesen Facharzt. Wie sieht es aus wenn man später als angestellter Facharzt in einem Labor arbeitet mit Arbeitsbelastung, Abwechslung im Alltag und ganz plump auch dem Gehalt? Werde vermutlich noch hospitieren um mir selbst einen Eindruck zu machen, paar Infos schaden jedoch nie .



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  5. #10
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    14.11.2020
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    Ist das nicht normal, dass man diese Zweifel hat? Ich bin mir auch überhaupt nicht sicher... mein Traumberuf wäre Chirurgin... aber, wie ist das vielleicht mal später, wenn man eine Familie haben will.. dann denke ich wieder, wenn es mein Traumberuf ist, dann findet sich eine Lösung und mein lieber Opa sagt immer mit viel Lebensweisheit, dass man auch das machen soll, was man unbedingt machen will, weil man in dem Job dann auch Leidenschaft entwickelt...und man dafür brennt... Also ist meine Tendenz, doch den Weg einzuschlagen. denn Garantien gibt es keine



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