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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #11
    Dunkelkammerforscher Avatar von freak1
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    Zitat Zitat von GelbeKlamotten Beitrag anzeigen
    Mit der Reihenfolge CTA —> CTP haben wir eine Zeit lang experimentiert und sehr schlechte Ergebnisse in den Perfusionsbildern erhalten, wenn der Abstand nicht mindestens eine halbe Stunde war. Seit dem gibt es die CTP nur noch vor der CTA. Das wurde auch vom Siemens Kundendienst so angeraten. Vielleicht habt ihr andere Geräte und/oder andere Untersuchungsprotokolle.
    Wir haben auch Siemens Geräte und es funktioniert tadellos (über mehrere Gerätegenerationen; vom 128 Zeiler mit Single Source bis zum 384 Zeiler mit Dual Source).



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  2. #12
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    Zitat Zitat von freak1 Beitrag anzeigen
    Wir haben auch Siemens Geräte und es funktioniert tadellos (über mehrere Gerätegenerationen; vom 128 Zeiler mit Single Source bis zum 384 Zeiler mit Dual Source).
    Hm tja, keine Ahnung. Unsere Perfusionsprotokolle wurden vom Siemens Kundendienst eingerichtet und optimiert und es funktioniert definitiv nicht sorum. Mit 2 Minuten Abstand 0 chance, da kommt nur Rauschen raus. Aber interessant dass das bei euch klappt.



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  3. #13
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    das war mal...
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    Zitat Zitat von freak1 Beitrag anzeigen
    Wir haben auch Siemens Geräte und es funktioniert tadellos (über mehrere Gerätegenerationen; vom 128 Zeiler mit Single Source bis zum 384 Zeiler mit Dual Source).
    Welche kV/mAs nutzt ihr denn? Die Qualität wird wirklich schlechter und eine saubere Quantifizierung ist auch nicht möglich (wegen möglichem Leakage). Wir machen deshalb auch zu erst CTA und dann CTP in der Regel, aber auch CTP nach CTA funktioniert nach meiner Erfahrung. Da die CTP ja nur wenig KM braucht sehe ich ehrlich gesagt das Problem der "Mischphase" nicht so richtig, den M3 Verschluss kannst du dann auch zusammen mit der CTP noch erkennen und das ist schon sehr off-label.

    Ich würde in dem initial genannten Setting (das nicht optimal aber eben Versorgungsrealität ist) folgendes empfehlen:
    1. mit dem nächsten Thrombektomiezentrum zu dem ihr verlegt klären was sie gerne hätten, frühe Mitteilung und ggf. Verlegung auch ohne CTA wenn z.B. hyperdenses Media-Sign zu sehen ist? Immer CT-A?
    2. sich klar machen was die Indikation zur Thrombektomie ist (NIHSS von min 6 Punkten -> du solltest das beurteilen können und angehbarer Verschluss, sowie Zeitfenster < 6.5h bis Beginn Thrombektomie oder bei >6.5h nachweisbar rettbare Penumbra) und was euer zuständiges Zentrum für Indikationen hat.
    3. das mit der Penumbra ist für dich irrelevant, du wirst keine Perfusion erhalten, es wird keiner auswerten können. Las die Finger davon -> Zentrum soll entscheiden.
    4. wenn du einen Schlaganfall im Lysezeitfenster (<4.5h) vermutest sofort (nicht in 30 Minuten sondern wirklich sofort) natives CCT und bei fehlenden Kontraindikationen nach Rücksprache Facharzt systemische Lyse
    5. wenn das Defizit entsprechend schwer ist (z.B. schwere Parese, deutliche Aphasie, komatöser Patient, Blickwendung, etc.) auf eine CT-A als Notfallindikation bestehen, Krea/TSH ist in diesem Fall egal wenn die Blutung ausgeschlossen ist. In diesem Fall selbst mit dem Radiologen telefonieren und je nach Gegebenheit vor Ort eben auch selbst die KM Gabe überwachen (wenn der Radiologe erst rein kommt ist Krea/TSH je nach Labor ja auch schon da).

    Nicht jeder Schwindel, kurzfristige Parese mit kompletter Rückbildung braucht sofort eine KM-Bildgebung.

    ... und bitte: Frühzeitig Kontaktaufnahme mit dem Zentrum, ich erlebe es immer wieder, dass es 2h dauert zwischen CT Bildgebung und Anruf... der Transport bei der Leitstelle als entsprechend dringlich und möglichst früh anmelden (es ist ein akut lebensbedrohlicher Zustand und ihr könnt dem Patienten nicht ausreichend helfen, es ist kein Sekundärtransport bei dem man mal warten kann bis ein Rettungsmittel irgendwann verfügbar ist) auch hier wundert man sich immer wieder über Verlegezeiten.

    Und noch eine Klarstellung: Natürlich ist eine Thrombektomie ein Eingriff bei dem etwas passieren kann, das Risiko ist aber nicht höher als bei er systemischen Lyse (und durch falsch ziehen bringt man keinen Patienten um, durch falsch "stochern" insbesondere in peripheren Ästen ggf. schon).



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  4. #14
    Dunkelkammerforscher Avatar von freak1
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    Zitat Zitat von FirebirdUSA Beitrag anzeigen
    Welche kV/mAs nutzt ihr denn? Die Qualität wird wirklich schlechter und eine saubere Quantifizierung ist auch nicht möglich (wegen möglichem Leakage).
    Schaue ich morgen.

    Natürlich ist die Qualität insgesamt schlechter als bei einer nativen CTP, aber ich habe bisher noch keinen Fall gesehen der alleine deswegen nicht beurteilbar war.



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  5. #15
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    Zitat Zitat von FirebirdUSA Beitrag anzeigen
    Und noch eine Klarstellung: Natürlich ist eine Thrombektomie ein Eingriff bei dem etwas passieren kann, das Risiko ist aber nicht höher als bei er systemischen Lyse
    Das finde ich ziemlich ungünstig formuliert. Das Risiko für was? Blutungen? Tödliche Komplikationen? Misserfolg der Maßnahme? Schlechteres Outcome? Und über welche Pathologie reden wir überhaupt? Bei einem M1-Verschluss wird die Thrombektomie im Vergleich zur systemischen Lyse auch hinsichtlich der Risiken wesentlich besser wegkommen als bei dem hier ebenfalls als thrombektomiewürdig dargestellten M4-Verschluss.

    Zu behaupten eine Thrombektomie hätte in keiner Konstellation mehr Risiken als eine systemische Lyse halte ich für definitiv falsch.



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