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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #16
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    Ich habe keine BU und werde auch keine abschließen.

    Der wesentliche Grund ist das Missverhältnis zwischen den absehbar einzuzahlenden Beiträgen und dem Erwartungswert der Auszahlung, in Kombination mit einem Risiko, das nicht so hoch ist, wie einem gerne vermittelt wird.

    Im Endeffekt sind es nämlich nur sehr wenige Versicherungsnehmer, die am Ende die BU in Anspruch nehmen - ich kenne, in meinem gesamten erweiterten Freundes- und Bekanntenkreis, lediglich einen einzigen Fall, und dieser war mit einem jahrzehntelangen Rechtsstreit verbunden, so dass der Betroffene von seiner Versicherung nichts mehr hat, außer die am Ende erfolgte Einmalzahlung vererben zu können. Fragt euch mal selbst, wie viele Menschen ihr eigentlich kennt, die von den Zahlungen einer BU leben. Ich würde wetten, dass den meisten nicht einmal eine einzige Person einfällt.

    Ein solches Missverhältnis zwischen Ein- und Auszahlungen (welches den Abschluss einer BU mit einem stark negativen Kapitalwert* verbindet) ist meines Ermessens nach nur dann gerechtfertigt, wenn das zu versichernde Risiko besonders hoch ist. Nur: Gerade als Arzt ist das doch nicht der Fall. Als Arzt, vor allem als Facharzt, hat man eine Jobgarantie, wenn man nicht gerade mit Tetraplegie im Pflegeheim liegt (und dann braucht man eher eine gute Pflege-Zusatzversicherung!). Das Standardargument ist nun, dass ja die eigentliche Tätigkeit abgesichert sei - aber hier gilt halt wieder, dass das Risiko, also die Fallhöhe, einfach nicht so hoch ist, als dass sie ein Geschäft mit stark negativem Kapitalwert* rechtfertigen würde.

    Fragt mal bei euren nicht-Mediziner-Freunden rum, wie viele davon eine BU haben. Die wenigsten - sofern sie nicht risikoreichen Hobbys wie Reiten oder Motorradfahren nachgehen. Das ist so etwas, was man den (meiner Erfahrung nach ziemlich risikoaversen und in Finanzfragen ziemlich naiven) Medizinern verkauft - obwohl doch gerade Ärzte eine Jobgarantie haben, selbst mit gesundheitlichen Problemen.



    *betriebswirtschaftliche Kennzahl, die anzeigt, wie "lohnend" ein Geschäft ist, also inwiefern die kumulierten Einzahlungen die Auszahlungen übersteigen, unter Berücksichtigung des Zeitwert des Geldes



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  2. #17
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    Woher willst du wissen, dass du nie Krebs bekommen wirst oder nicht doch psychisch krank wirst?



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  3. #18
    Diamanten Mitglied Avatar von Matzexc1
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    Zitat Zitat von WiWi18 Beitrag anzeigen
    Fragt mal bei euren nicht-Mediziner-Freunden rum, wie viele davon eine BU haben. Die wenigsten - sofern sie nicht risikoreichen Hobbys wie Reiten oder Motorradfahren nachgehen. Das ist so etwas, was man den (meiner Erfahrung nach ziemlich risikoaversen und in Finanzfragen ziemlich naiven) Medizinern verkauft - obwohl doch gerade Ärzte eine Jobgarantie haben, selbst mit gesundheitlichen Problemen.
    Ich kenne mehrere Leute im Bekanntenkreis die eine haben, ich habe meine abgeschlossen weil die BU für mich eine Risikoabsicherung darstellt und ich bereit bin das Geld zu investieren.
    Von der bei Verkäufern beliebten Kombi Risikoabsicherung+Altersvorsorge halte ich, aus eigener Erfahrung, überhaupt nichts.

    Die Empfehlung des MB einen Tag vor der BU eine Rechtsschutzversicherung abzuschließen habe ich mal mit einem Anwalt für Versicherungsrecht besprochen, auch später kann man eine Rechtsschutz abschließen wenn man die Gefahr sieht das man die BU braucht, ich stimme dir völlig zu das Versicherungen auch gerne um die Auszahlung streiten und sie maximal verzögern. Das gilt leider für alle Versicherungen, egal was man versichert

    Deine Aussage mit der Jobgarantie kenne ich von meinem Strukturvertriebler auswendig und ich halte sie für sehr gewagt
    Geduld ist eine Tugend.
    Aber warum dauert alles immer so lange?

    Und als alle Hoffnung verloren war,kam ein Licht von oben und eine Stimme sprach:
    "Fürchte dich nicht, denn es könnte schlimmer sein"
    Und siehe da es kam schlimmer.



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  4. #19
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    Das Problem mit einer BU-Versicherung ist: Diejenigen die dringend eine benötigen würden bekommen keine, und die, die eine bekommen, brauchen keine.

    Aber ernsthaft: Das Für und Wider einer BU wurde schon oft diskutiert und daran scheiden sich die Geister. Ich persönlich finde folgende Faustregel gut: Man sollte sich überlegen, welche Risiken, wenn sie denn eintreten würden, existenzvernichtend wären und dann versuchen, diese Risiken abzusichern. Dazu gehören: sicher privater Haftpflichtschaden, Berufshaftpflicht und m.E. eben auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Klar passiert es selten, das man berufsunfähig wird, aber wenn es mit 40 passiert, hst man die A-Karte.

    Ich hab lange Zeit gedacht, dass ich weder eine BU bekommen würde, noch dass ich eine benötigen würde. Bis ich erlebt habe wie auf der Arbeit ein relativ junger Kollege plötzlich schwer erkrankt ist. Der fiel lange, lange aus....

    Bedenken sollte man auch, dass das Versorgungswerk eine BU anders absichert als in der DRV. So zahlen die Versorgungswerke im Falle einer 100% BU zwar mehr, aber dafür kennen sie keine Teilerwerbsminderungsrente.
    Zugegebenermaßen kenne ich in meinem Freundeskreis niemanden, der berufsunfähig wäre, aber in der Psychiatrie habe ich schon einige Patienten gesehen, die eine Erwerbsminderungsrente, oder eben eine Teil-EMI hatten....

    Daher bin ich pro BU-Versicherung und habe (dank Makler) jetzt auch eine.
    Schlecht sind meiner persönlichen Meinung nach Kombiprodukte, zum einen wegen fehlender Flexibilität und höherer Raten zum anderen wegen der anderen Besteuerung. Aber da sollte sich jeder selbst informieren.



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  5. #20
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    Kommt in meinen Augen eben stark auf den Grad der eigenen Risikoaversion an. Es muss einem eben klar sein, dass man für diese (in meinen Augen trügerische) Sicherheit sehr viel Geld bezahlt - wenn man nur ein Gehalt von 1500€ versichert muss man dennoch irgendwie weiterarbeiten, und wenn man sich so hoch absichert, dass man im Fall der Berufsunfähigkeit gar nicht mehr arbeiten müsste, zahlt man unter Umständen mehrere hundert Euro pro Monat. Wenn z.B. ein Ärztepaar statt zweier BU jeden Monat 500€ in die Kapitalmärkte stecken würde käme nach 20 Jahren ein sechsstelliger Betrag heraus. Im Allgemeinen bin ich der Ansicht, dass ein solider Vermögensaufbau schon in jungen Jahren die beste Absicherung gegen alle Art von Lebensrisiken ist. Aber das ist Sache der persönlichen Präferenzen.

    Was bei mir das Faß zum Überlaufen bringt ist halt die Gefahr eines jahrzehntelangen Rechtsprozesses, der darauf abzielt, den ohnehin schon belasteten Berufsunfähigen weiter zu zermürben (wie gesagt, selbst so mitbekommen). Deshalb ist die "Sicherheit", in der man sich wiegt, meiner Auffassung nach eben "trügerisch".



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