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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #16
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    Mach dir ein Bild darüber was du später mit "Chirurgie" machen willst. Willst du dich niederlassen? Dann mach einen Bogen um Viszeral- und Allgemeinchirurgie. Wer "Chirurgie" wählt und sich nicht niederlässt, der wählt am Ende ein Leben, das er größtenteils im Krankenhaus verbringt. Tagsüber, Nachts, am Wochenende... bis zum Verrecken schuften. Mit Unfall/Ortho kann man sich zwar ganz gut niederlassen, aber man muss erst einmal eine Niederlassungsmöglichkeit finden. Und eine eigene Praxis mit OP-Säälen zu führen geht mit hohem Risiko und Verantwortung einher. Außerdem kann es sein, dass du dann jeden Tag mit 15.000 Infiltrationen verbringst. Es kann auch sein, dass sich irgendwann, wenn du mal eine Familie hast oder einfach älter wirst, sich deine Prioritäten verschieben. Ich kenne einige Chirurgen, die noch einen Facharzt für Allgemeinmedizin dran gehangen haben.
    Mit Gyn/Uro kann man sich ganz gut niederlassen, hat die Möglichkeit sich operativ und konservativ zu entfalten. Und wenn man keine Lust mehr auf operativ hat, sich auf konservativ zu fokussieren.



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  2. #17
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    Zitat Zitat von cartablanca Beitrag anzeigen
    Ich kenne einige Chirurgen, die noch einen Facharzt für Allgemeinmedizin dran gehangen haben.
    Mit Gyn/Uro kann man sich ganz gut niederlassen, hat die Möglichkeit sich operativ und konservativ zu entfalten. Und wenn man keine Lust mehr auf operativ hat, sich auf konservativ zu fokussieren.
    Yo habe ich auch viele im Bekanntenkreis. Erst Viszeral-Chirurgie - Facharzt, Uniklinik und dort weitere Karriere geplant, aber mit der Familiengründung kam dann der Wechsel zur Allgemeinmedizin. Meist ortsgebundene Personen.
    Letztendlich wird es einem in DE auch leicht gemacht mit dem Quereinstieg dort.



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  3. #18
    Registrierter Benutzer Avatar von Sait
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    Zitat Zitat von Verwirrt Beitrag anzeigen
    Warum sagst Du das? Welche Fächer sind Deiner Meinung nach in Deutschland am meisten gefragt?
    Alle Fächer, die einem die Möglichkeit geben sich später niederzulassen, oder zumindest in denen man nicht sein eigenes Leben aufgeben muss, wie z.B. Dermatologie, HNO, Radiologie, plastische Chir. usw.

    Ein anderes für die Chirurgie sehr kennzeichnendes Druckmittel ist die Erpressung der zu weiterbildenden Ärzte, dass durch dokumentierte Überstunden eine regelrechte Operationssperre folgt, womit man eventuell bis zu 8-10 Jahren brauchen kann, um seinen Facharzt fertig zu machen - oder eben nie fertig wird; da gibt es genug Kandidaten in der Herzchirurgie/Neurochirurgie usw.



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  4. #19
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    Letzteres findet man tatsächlich leider noch sehr häufig. Man muss zu seinen Eingriffen kommen, und selbst dann hat man das Problem dass man in einer ziemlich hierarchischen Struktur festhängt. Chirurgie wählen weil man gern im OP ist und gern operiert ist vielleicht nicht so eine gute Idee wie es auf den ersten Blick scheint, da man die meiste Zeit letztlich mit anderen Dingen verbringen muss. Klar ist die Hoffnung dass man, sofern man durchhält und nur lange genug dabeibleibt, irgendwann mehr als genug zum operieren kommt, aber dafür muss man vorher erstmal verdammt viel schlucken. Wer Stationsarbeit und Sprechstunden hasst wird letztlich auch in der Chirurgie nicht glücklich. In so einem Fall ist es vielleicht wirklich am besten eher was Patientenfernes zu machen.

    Allgemeinmedizin scheint für viele eine gute Exit-Strategie geworden zu sein, kenne da auch Beispiele. Für mich wäre das wahrscheinlich nichts, wenn dann hätte ich eher Interesse daran in die Industrie zu gehen oder ein theoretisches Fach wie Radiologie oder Pathologie zu machen. Zumindest bei letzterem scheint der Quereinstieg aber schwieriger zu sein.



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  5. #20
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    Zitat Zitat von mbs Beitrag anzeigen
    Letzteres findet man tatsächlich leider noch sehr häufig. Man muss zu seinen Eingriffen kommen, und selbst dann hat man das Problem dass man in einer ziemlich hierarchischen Struktur festhängt. Chirurgie wählen weil man gern im OP ist und gern operiert ist vielleicht nicht so eine gute Idee wie es auf den ersten Blick scheint, da man die meiste Zeit letztlich mit anderen Dingen verbringen muss. Klar ist die Hoffnung dass man, sofern man durchhält und nur lange genug dabeibleibt, irgendwann mehr als genug zum operieren kommt, aber dafür muss man vorher erstmal verdammt viel schlucken. Wer Stationsarbeit und Sprechstunden hasst wird letztlich auch in der Chirurgie nicht glücklich. In so einem Fall ist es vielleicht wirklich am besten eher was Patientenfernes zu machen.

    Allgemeinmedizin scheint für viele eine gute Exit-Strategie geworden zu sein, kenne da auch Beispiele. Für mich wäre das wahrscheinlich nichts, wenn dann hätte ich eher Interesse daran in die Industrie zu gehen oder ein theoretisches Fach wie Radiologie oder Pathologie zu machen. Zumindest bei letzterem scheint der Quereinstieg aber schwieriger zu sein.
    Was machst du eigentlich für eine Weiterbildung und seit wann? Und in welche Industrie willst du gehen?
    Naja in den meisten chirurgischen Fächern wird man schon irgendwann im OP eingeteilt.
    Neurochirurgie und Herzchirurgie sind tatsächlich an manchen Orten etwas special, das wurde hier bereits diskutiert.
    Wenn man deutschlandweit sucht, wird man auch in Patho oder Radio etwas bekommen, allerdings hat man da nahezu die volle Weiterbildung abzuleisten, während es in der Allgemeinmedizin 2 Jahre sind, wenn man einen Facharzt der unmittelbaren Patientenversorgung hat (wie Chirurgie)



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