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  1. #1
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    Hi,
    bin aktuell in Bewerbungsphase und überlege was die Pros/Contras in Frankfurter Kliniken sind. Im Raum stehen:
    Uniklinik Frankfurt
    Hochtaunuskliniken Bad Homburg
    Agaplesioin
    MTK Bad Soden
    SANA Offenbach
    Ketteler Offenbach
    Höchst

    Interessieren würden mich: NEF, Intensiv, schnell und flexibel (mit irgendwann evtl. Kinderpause) die Facharztausbildung zu schaffen. Was könnt ihr mir empfehlen?

    Meine Überlegungen:
    1. Uniklinik ist schön modern, digitalisiert, aber man kommt erst spät auf die Intensiv, und auch schwer an NEF. In anderen Kliniken ist man ggf. schon im 2. Jahr auf Intensivstation.
    2. Uniklinik bringt gefühlt mehr Prestige mit sich. (für den evtl. späteren Lebenslauf/Karriere/Stellenwechsel)
    3. Auch wäre es gefühlt mit evtl. Familienplanung dann in einem so großen Haus einfacher (oder irre ich mich da und man hat genau so viel Verständnis in einem "kleineren" Haus?)
    4. Mehr Gehalt an der Uniklinik...(?)

    Was ich mir überlegt hatte (wenn es denn wirklich so realisierbar ist...) wäre in einem "kleinerem" Haus anzufangen damit ich schonmal vieles gelernt habe und auch bereits in die Intensiv/NEF rotiert bin. Ebenfalls, dass bestimmte Weiterbildungen bereits vorhanden sind (Notarzt, Strahlenkunde- diese werden wohl von der Uni nicht bezahlt) und dann zur Uniklinik zu wechseln (wobei hier natürlich das Risiko besteht, dass sie mich dann nicht mehr haben wollen, und ggf. dass ich das kleine Haus dann sehr unglücklich damit mache...)

    Wird in kleineren Häusern evtl. auf besondere Wünsche wie Palliativmedizin, Schmerzmedizin eher eingegangen oder ist das nur Wunschdenken oder sollte man sich dahingegen erst nach dem FA Gedanken zu machen?
    PJ habe ich in einem "kleineren" Haus gemacht und fand es nett, dass man sich einigermaßen kennt, wobei mich die Anonymität an der Uniklinik auch reizen könnte.

    Wäre für Tipps, Anregungen, Erfahrungsberichte sehr dankbar!



  2. #2
    Diamanten Mitglied Avatar von Matzexc1
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    Hi, bin universitär, aber nicht in FR.

    zu 1) im 2 Jahr auf Int kann dir auch an einer Uni passieren. Wie du im anderen Thread schreibst musst du an dieser Uniklinik den Notarztschein selbst bezahlen und dir dafür Urlaub nehmen. Zum einen stehen dir 5 tage im Jahr bildungsspezifischer Urlaub zu, zum anderen finde ich das Vorgehen fragwürdig. Ich würde mir das genau überlegen

    zu 2) Strebst du eine wissenschaftliche Karriere an? Ich bin am Ende des 1.WBJ und muss sagen, dass ich die ersten 2 jahre für eine Phase halte in der man Narkosen erstmal in Grundzügen lernt und das kann man vielleicht am kleineren Haus besser. Mir hat das große Spektrum bisher wenig gebracht, außerdem weiss ich nicht wie es an dieser Uni mit der Qualität der Ausbildung aussieht sondern davon ausgegangen wird das du bereits alles weisst und keine Ausbildung mehr benötigst.

    Außerdem herrscht häufig ein reger personalwechsel an großen Häusern, später an eine Uni schaffst du auch als Facharzt oder kurz davor.

    zu 3) Dafür kompliziertere Fälle und mehr Arbeit und so viel größer ist der Gehaltsunterschied meiner Meinung nach nicht
    Geduld ist eine Tugend.
    Aber warum dauert alles immer so lange?

    Und als alle Hoffnung verloren war,kam ein Licht von oben und eine Stimme sprach:
    "Fürchte dich nicht, denn es könnte schlimmer sein"
    Und siehe da es kam schlimmer.



  3. #3
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    Vielen Dank für dein Input!
    1. die Uni hat ganz klar gesagt, Intensiv kommt erst im 5./6. Jahr. Nach dem Facharzt dann nochmal nach etwa 2 Jahren.
    Zu deiner Aussage-- steht einem in jedem Haus 5 Fortbildungstage zu? (Uni meinte zu mir nur 2 Tage/Jahr, max 3 in Ausnahmefällen) Ich finde es kurios, dass die Uni nicht einmal den Notarztkurs übernehmen möchte finanziell und als Freistellung- auch wenn ich mir gut vorstellen kann, dass viele in dieser Großstadt gerne NEF fahren wollen.

    2. ich brauche keine wissenschaftliche Karriere. Aber ich kann mir tatsächlich eher vorstellen, dass man Narkose in Grundzügen- basics und von Grund auf entspannter- in der Uniklinik lernt, da mehr Personal vorhanden ist und ggf. auch weniger Druck herrscht, dass die Säle sofort weiterlaufen. Ich kenne es zumindest von einem "kleinerem" Haus, dass die Einleitung bereits begonnen wurde während noch ausgeleitet wird. In einem kleineren Haus ist gefühlt eben der Vor-/Nachteil, dass man in den ersten zwei Jahren sehr schnell in allen Basics eingearbeitet wird- bisschen von allem, damit man dienstfähig ist (wahrscheinlich meintest du das mit Grundzügen lernen?). Bedeutet für mich eine schnellere Lernkurve (aber gefühlt auch stressiger und evtl. nicht ganz so gründlich).

    Irgendwie höre ich deiner Antwort heraus, dass ein Start in einem "kleineren" Haus besser wäre. Darf ich fragen was deine Motivation war an der Uni zu arbeiten? Und vielen Dank für deinen bisherigen (und noch kommenden) Input!



  4. #4
    Diamanten Mitglied Avatar von Matzexc1
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    Zu 1) Das steht auch bei Ulm und Tübingen im Ausbildungskonzept. Kann sich aber je nach Situation ändern.
    Die 5 Fortbildungstage wurden mir damals im Bewerbungsgespräch gesagt und ich bin mir auch ziemlich sicher das es im
    Tarifvertrag steht

    Zu 2) Eine Kollegin ist an einem kleinen Haus und macht für 2 Jahre keine Dienste und wechselt dann an ein großes Haus. Warum? Facharztstandard ist überall normal und gerade kleinere Häuser sparen sich dann den Assistenzarzt im Dienst. Dienste wirst du an einem großen Haus schneller machen weil hier meist eine 5-6 Kopf starke Truppe benötigt wird. Beispiel PJ Haus: Oberarzt+Facharzt für große Eingriffe+Assitenzarzt+Schmerzbereich mit Assistenzarzt der auch Aufklärungen macht und ein Rufdienst. An manchen Häusern gibt es noch einen Gyn Dienst der den Kreissaal mit abdeckt und vielleicht noch 1-2 Assistenten.

    Der Druck das OP-Programm durchzubekommen merkst du auch an der Uni, heute morgen erst wieder Probleme mit der zeitnahen Ankunft der Patienten im OP und parallele Ein- und Ausleitungen kenne ich auch zur Genüge.

    Was dir auch passieren kann das du jeden Tag mit wechselnden Aufsichten, Fächern und Einarbeitern zu tun hast und das macht die Lernkurve nicht unbedingt steiler, ein kleines Team hat den Vorteil das jeder irgendwann weiss was du kannst.

    Mein Grund an die Uni zu gehen: ich wollte lehren und forschen, naja bis jetzt merke ich davon wenig.
    Geduld ist eine Tugend.
    Aber warum dauert alles immer so lange?

    Und als alle Hoffnung verloren war,kam ein Licht von oben und eine Stimme sprach:
    "Fürchte dich nicht, denn es könnte schlimmer sein"
    Und siehe da es kam schlimmer.



  5. #5
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    Lieben Dank für dein Input!



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