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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #21
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    Zitat Zitat von one.step.at.a.time Beitrag anzeigen
    Auch wenn wir jetzt vom eigentlichen Thema abdriften:

    Ich dachte damals genauso wie Du, hatte auch gesucht und bin nicht fündig geworden.

    Mein Erklärungsansatz ist, daß die Gehälter der Residents weitesgehend durch Funding aus dem Medicare Pool bezahlt werden, der wiederum ausschließlich mit US Taxpayer Money gefüllt wird. Da die Amerikaner sehr ungerne jemand einen Job geben, den genauso gut ein Amerikaner machen könnte, hat es in meinem Kopf Sinn ergeben.

    Ob das jetzt geltendes Recht ist oder nur von den Programs so gehandhabt wird, weiß ich auch nicht.

    Nur waren die Leute, die mir das gesagt, selbst IMGs und meinten es im Guten. Sie haben mir auch ganz offen gesagt, daß Pedigree mit der größte Faktor bei der Selektion der Residents ist, was in einem Land, in dem es "jeder schaffen kann", eigentlich auch verpönt ist.

    Da viele Aspekte des Immigration Law z.B. nicht über die Schnelle (oder überhaupt) im Internet zu finden sind, bin ich hier drüben immer etwas zurückhaltend mit: "Ich habe das aber nirgendwo so gefunden."

    Frag 'mal, warum an vielen Fakultäten keine internationalen Studenten mehr genommen werden. Da werden einem hinter vorgehaltener Hand Dinge gesagt, die man auch so nirgendwo im Internet finden würde.

    Bislang habe ich es in jedem Program entweder selbst oder vom Hörensagen mitbekommen, daß es auch innerhalb des Programs Widerstand gegen IMGs gab und gibt. Die Leute, die dann doch genommen werden, wurden hinter den Kulissen massiv protegiert.

    Gut möglich, daß das jetzt nur die kompetitiven Programs betrifft, denn die medizinische Versorgung in den USA würde ohne IMGs nicht funktionieren.


    Das alles ist keine Erklärung dafür, daß man FMGs nicht mit federal money bezahlen darf. Der Hauptgrund warum man keine FMGs nimmt ist A) Visums Hassle und B) die Reputation des Programms (wenn's für einen FMG machbar ist, dann kann's ja nix sein...). Ein ordentlicher Teil des GME Gelds kommt übrigens vom VA, und wenn die mit ihrem Geld nicht für einen FMG bezahlen dürften, dann müssten die ja auf ihre Rotationen am VA verzichten (DEFINITIV nicht so).

    Auch muss man ein bisschen aufpassen damit alle FMGs über einen Kamm zu scheren. Es gilt zwar generell, dass es für FMGs heute deutlich schwerer ist, als noch vor 10 oder 20 Jahren, aber die Bewerber, die aus westlichen Ländern kommen, werden halt doch etwas anders betrachtet, als die Heerscharen von Indern und Chinesen. Das sagt einem natürlich kein PD ins Gesicht...

    Nichts für Ungut. Aber viele Deiner Statements erwecken den Eindruck, daß Du an der Nase herumgeführt wirst. Insbesondere die UMich ist bekannt für diesen Schabernack mit ausländischen Interessen und Bewerbern.



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  2. #22
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    Zitat Zitat von GOMER Beitrag anzeigen
    Das alles ist keine Erklärung dafür, daß man FMGs nicht mit federal money bezahlen darf. Der Hauptgrund warum man keine FMGs nimmt ist A) Visums Hassle und B) die Reputation des Programms (wenn's für einen FMG machbar ist, dann kann's ja nix sein...).
    Ein Ranking, warum keine IMGs genommen werden, basierend auf dem, was ich von anderen mir bekannten IMGs gehört habe und was mir von PDs mitgeteilt wurde:

    1. Reputation (was am Ende des Tages eine Kombination aus Pedigree und Research ist)

    2. Was der Hund nicht kennt, frißt er nicht... Die Programs, die keine Erfahrung mit IMGs gemacht haben, wissen nicht, was einem in Deutschland oder Timbuktu beigebracht wurde.

    3. "America First": AMG > American IMG > IMG. Ob das nun reiner Patriotismus ist, sei dahingestellt. Da wird auch Pragmatismus noch eine Rolle spielen.

    4. Native Speaker/Herkunft/Sympathie

    5. Visa

    Den Hassle mit den Visa haben weniger die Programs als am Ende des Tages die IMGs.

    Die Programs delegieren die Bearbeitung des Papierkrams, die bezahlen (wenn überhaupt) nur die Visa-Gebühren aus der eigenen Tasche.

    Die IMGs fragen sich dann nach dem Ende der Residency oder des Fellowships, wie sie im Land bleiben können.

    Zitat Zitat von GOMER Beitrag anzeigen
    Nichts für Ungut. Aber viele Deiner Statements erwecken den Eindruck, daß Du an der Nase herumgeführt wirst.
    Was sollen solche Phrasen?

    Die Erstellerin dieses Threads möchte später "Karriere" in den USA machen.

    Ich gebe hier, besten Wissens und Gewissens, die Erfahrung anderer IMGs und meine eigene Erfahrung wieder.

    Erfahrungen sind subjektiv.

    So sich meine Erfahrungen nicht mit den Deinen decken, kannst Du sie/uns ja an Deiner Sicht der Dinge teilhaben lassen, ohne gleich ausfällig zu werden.

    Es ist gewagt und (nichts für ungut) naiv zu behaupten, daß jemand, der nicht im gleichen Fach wie Du unterwegs ist und andere Erfahrungen macht, "an der Nase herumgeführt wird".



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  3. #23
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    Das trifft auf namenhafte Programme vielleicht zu. Und bei den kompetitiven Fachrichtungen vielleicht auch. Aber in der Inneren sind in vielen Programmen echt viele FMGs zu finden. Und viele FMGs machen dann eine Fellowship.

    Wenn man als Deutscher etwa an der Massachusetts General Hospital eine Neurochirurgie-Residency machen will muss man schon zu den besten Absolventen seines Jahrganges in Deutschland gehören, perfekte Scores haben und schon mehrfach wirklich was neues publiziert haben um da überhaupt ein Interview zu bekommen. Am besten auch ein Paar Jahre Erfahrung. Wenn man als Deutscher in einem Community-Program irgendwo in den USA Innere machen will, das wird schon klappen, teilweise sind in diesen Programmen mehr FMGs and US Residents zu finden. Wird zwar nicht so einfach sein aber machbar schon wenn man sich darauf vorbereitet.

    Nach der Residency müssten die meisten FMGs visatechnisch in einer underserved area arbeiten, aber je nach Fachrichtung sind die gar nicht so rar.



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  4. #24
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    @one.step.at.a.time:
    Von Ausfälligkeit kann keine Rede sein, Dir wurde anscheinend (mehrfach?) erzählt, dass man als Programm lieber keine FMGs nehmen würde, da man die ja mit dem Federal Geld nicht bezahlen dürfte. Das stimmt so nicht.
    Tatsächlich zählen die Argument, die Du selbst angeführt hast. Und der "Visums-Hassle" ist sehr wohl ein Hassle, egal ob H1-B oder ECFMG J1. H1-B kostet nen Haufen Hohle (so muss z. B. durch den kurzen Zeitraum zwischen Match im März und Residency Beginn im Juli MUSS Premium Processing gemacht werden ($1300 extra)). Und es gibt sowohl bei J1 und H1B Unwägbarkeiten, bis das Visum endlich ausgestellt wurde und man im Land ist.
    Wenn ich also als PD, egal in welchem Fach genug Bewerbungen von AMGs mit halbwegs vernünftigen Credentials bekomme, dann werde ich die auch vorziehen. Ausnahmen bestätigen die Regel, aber in den kompetitiven Programmen ist das inzwischen reduziert auf eigenen Faculty Members einen Gefallen tun, oder akademische Credentials bei denen vielleicht noch ein MD/PhD mitkommt. Der Grund warum sich in Mid und Low Tier Residencies immer noch so viele FMGs tummeln liegt darin, dass es für die nicht genug AMG Bewerber gibt. Und nachdem der Resident immer noch die billigste Form von Arbeitskraft ist, sind die FMG Gegenargumente schnell aufgewogen, bevor man die Stellen ungewollt lässt.



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