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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #16
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    @ TE:
    ich denke ich kann verstehen wie du dich fühlst. Ich hatte "Klinik"-studiere in einem Modellstudiengang, sowohl zu CoVid als auch zu normalen Zeiten mit viel Präsenzlehre. Und ja, mit den ganzen online Veranstaltungen kann man sich super wegducken und mit zwei Wochen Altfragen ballern die Prüfung bestehen. Konnte man vorher aber auch.
    Und wie es einige der Vorredner bereist erwähnten: identifizierte Wissenslücken, kann und sollte man selber schließen. Beispielsweise wird hier das Fach Pharmakologie nie en bloc gelehrt, sondernd immer nur im Kontext zu den entsprechenden Themenbereichen. Dies wird von vielen Kommilitonen bemängelt ( "ich würde so gern gut Pharma können"), ein Pharmalehrbuch holen sich die wenigsten aus der Bib.
    Wenn ich es richtig verstehe müsstest du jetzt im 7. Semester sein? --> der perfekte Zeitpunkt um zu beginnen klinisches Verständnis aufzubauen



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  2. #17
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    Also, sehr interessant das mal zu lesen. Mir ging es nämlich eher gegenteilig, ich hab in diversen Onlineformaten mehr gelernt als vor Ort. Allein Klinische Chemie und Mikrobiologie-Praktikum in Präsenz waren für mich eine Mischung aus unvorbereitetem Herumpipettieren im ahnungslosen Nichts und Zeit absitzen. Patho konnte ich dann online machen und wow, sich da mal in Ruhe durchzuarbeiten, plötzlich lernt man richtig was. Also, mir ist schon klar, dass ich nur von den patientenfernen Fächern spreche. Und sicher ist das auch Typsache! Nur gute Onlinelehre zeigt in manchen Teilbereichen ihre Stärke, das will ich damit sagen.

    Die Sache ist eben die, wer das Physikum hinter sich hat, weiß was da in nur 6 Semestern winkt. Ab dem Zeitpunkt hat man es in der Hand gleich von Beginn an ordentlich mitzulernen (meine Strategie, ich kann kein Bulimielernen, bin ich zu doof für) oder dann eben am Ende zu versuchen alles in sich reinzufressen. Wem das gelingt, da ziehe ich den Hut vor. Ich hab mit M1 gemerkt, dass das bei mir nicht klappt und ich eine Basis schaffen muss. Ich hab auch von Beginn an Amboss mit eingebunden um da schonmal gut eingearbeitet zu sein.

    Mit den Altfragen war es bei uns auch gemischt. Die Kracher und Rausschmeißer wie Pharma und Klinische Pharma hielten es überhaupt nicht für nötig, Altfragen einzubauen

    Phasenweise hatte ich auch das Gefühl, irgendwie noch nichts so richtig zu können, vielleicht ist es das, was du meinst. Das hat sich jetzt zum Ende hin gelegt. Und irgendwie hat sich auch die Einstellung bei mir durchgesetzt, dass ich sowieso versuchen muss, im PJ mich bißchen fit zu machen für meine anvisierte Richtung, damit ich hinterher nicht ganz doof dastehe und so sollte das passen.



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  3. #18
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    Naja bei mir ist Medizin auch Zweitstudium. Und während meines Erststudiums war ich ein Jahr im angelsächsischen Ausland. Dort gibt es eine ganz andere Lehrkultur an den Universitäten und ein anderes Gemeinschaftsgefühl, man ist verbunden und unterstützt sich gegenseitig, man identifiziert sich auch mit seiner Universität. Man redet auch miteinander!
    Mit dem Argument "Eigenverantwortung der Studenten" versuchen hier in Deutschland eben die Universitäts-Verwaltung und die eigentlichen "Hochschullehrer" = Professoren Arbeit, für die sie eigentlich bezahlt werden, auf die Studenten abzuwälzen. Und scheinbar gelingt ihnen das auch ganz gut. Immerhin haben die meisten dieses Mantra schon verinnerlicht. Die Einstellung der Professoren und der Verwaltung gegenüber den Studenten pendelt hier irgendwo zwischen Feindseligkeit und Gleichgültigkeit.
    In Deutschland habe ich auch daher den klinischen Abschnitt des Medizin-Studiums quasi als Fernstudium durchgezogen. Nur zu den anwesenheitspflichtigen Veranstaltungen und den Klausuren, bin ich in meine Studienstadt gefahren. Wenn sich keiner für mich interessiert, muss ich mich auch nicht für die anderen interessieren. Die Universität verkommt dann halt nur noch zur Zertifizierungsstelle für einen akademischen Abschluss. Es ist daher nicht verwunderlich, dass deutsche Universitäten im internationalen Vergleich immer mehr in die Mittelmäßigkeit abdriften. Wer mit so einer Freudlosigkeit und Gleichgültigkeit akademische Lehre betreibt, scheint selbst für sein Fach nicht zu brennen, und kann damit auch keine Begeisterung weiter geben.



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  4. #19
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    In Zeiten von Corona wird dann halt auch mal die Gelegenheit genutzt, einfach nicht mal das Angebot einer digitalen Vorlesung zu machen. Die alten Folien, die sich nur im besten Fall von selbst erklären, müssen den Studenten da eben genügen, und wenn nicht... kennen Sie eigentlich Eigenstudium?
    Aber natürlich gibt es auch Kandidaten, die sich weiterhin Mühe geben, so ist das nicht. Insgesamt habe ich jedoch ebenfalls den Eindruck, dass in der Klinik schon eher als in der Vorklinik Dozenten eigentlich kein Interesse daran haben, ihr Fach Studenten näher zu bringen.



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  5. #20
    irgendwo dazwischen
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    Zitat Zitat von HoldenHQ Beitrag anzeigen
    In der Anästhesie und der KJP gab es z.B. Eine super Betreuung und Lehre mit top Patientenversorgung.Das müsste doch auch in der Chirurgie möglich sein
    Bei mir war es umgekehrt ... meine Anästhesie-Famu war total daneben (viele Honorarkräfte, jeden Tag wer anderes, keinen Ansprechpartner, OP-Pflege tatsächlich genervt), meine zunächst halbherzig "gebuchte" Orthopädie-Famulatur (bei einem PD, der Untersuchungskurs gemacht hat und nebenbei erwähnte, dass man in seiner kleinen Klinik auch gern Famu oder PJ machen könne, wenn auch über andere Uni) hat sich als wahrer Glücksgriff rausgestellt. 1 Oberarzt, der nicht immer da war, aber einem wirklich was beigebracht (aber auch gefordert hat und einen zur Weißglut brachte), einer der recht neu war. Kein Assistenzarzt und man hatte so ziemlich freie Hand und hat schon Assistenzarztaufgaben gemacht. Hab letzten Endes dort auch PJ gemacht und danach Ortho/Unfall-Assi, obwohl vorher Anästhesie und später Kardiologie auf dem "Wunschzettel" standen. Gute Erfahrungen hatte ich auch an unserer Uni mit der kardiologischen Ambulanz. Erst begleitet, dann später tatsächlich eigene Pat. angeschaut und voruntersucht. Nebenbei konnte man auch in die anderen Abteilungen gucken, wie Herzkatheter, EPU, Schrittmachersprechstunde. Praxisfamu hatte ich Angebot vom Rheumatologen meiner Mum, die war auch super. Und meine 2. chirurgische Famulatur war auch top. Ich bin also gar nicht nach irgendwelchen Bewertungen gegangen, sondern nach Empfehlungen, netten Leuten, wo ich mir das vorstellen konnte und Angeboten von ärztlichen Kollegen.
    Blutabnahmen dauern ja auch nicht den ganzen Tag, waren früh eigentlich in max. 1h erledigt (oft bei uns mit Pflege oder zu mehreren Leuten aufgeteilt). Allerdings hatte ich meine Innere-Famulatur (die 2.), wo der Assistenzarzt mitbekommen hat, dass ich 10 Finger tippen kann ... Schreibdienst war krank, ihm waren die Entlassungsbriefe wichtig. Also durfte PJlerin BLut abnehmen und die Famulantin hat 1:1 auf Ansage die Briefe für den Assistenzarzt getippt. das war schon etwas seltsam.

    Vorlesungen hab ich auch nie besucht, da 3-4 Nebenjobs. Für Klausuren Altfragen und das, was ich für wichtig fand und das, was mich interessiert hat, halt selbst angelesen, evtl. mit Hilfe von VL-Folien, oft aber eben auch mit Büchern. Richtig hängen bleibt es erst, wenn man dann mit den Pat. arbeitet. Da war es halt oft umgekehrt ... immer Notizbuch in der Tasche, alles was was tagsüber unklar war, hab ich halt am Nachmittag/Abend oder in einer ruhigen Minute in der Klinik nachgelesen.
    Als ich für M2 Auge gelernt hab und HNO hab ich mich schon gefragt, ob ich das wirklich an der Uni hatte und wie ich da mit 1 oder 2 rausgehen konnte , aber das interessiert mich bis heute nicht und ist auch nix, womit ich mich ganz groß beschäftigen müsste.

    Wir hatten die großen Fächer, Innere, Chirurgie, Patho, Pharma, Mibi usw alles in einem Semester und die Prüfungen innerhalb von 14 Tagen ... da kam man nur mit Altfragen durch. Trotzdem bekommt man ein Gefühl dafür, was dann wichtig sein könnte und womit man sich vielleicht doch mal mehr beschäftigt.
    Miss you Mum



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