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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #6
    irgendwo dazwischen
    Mitglied seit
    05.09.2004
    Ort
    im Grünen
    Semester:
    5. WBJ
    Beiträge
    1.717
    Mach, was du für richtig hälst. Mein Mum ist 3 Monate vor meinem letzten Staatsexamen gestorben, aber es war absehbar, wir haben ein halbes Jahr beim Sterben zusehen müssen, ich hatte noch Rest PJ nachzuholen und ihr am Sterbebett versprochen, dass ich das zu Ende durchziehe und die Prüfung trotzdem ablege. Allerdings hatte ich auch gar keine andere Wahl, da meine Finanzierung auf Kante war (war 31 bei Studienbeginn und 37 bei Ende) und es war eben das letzte Examen ... das um ein halbes Jahr zu verschieben, hätte möglicherweise zum Studienende geführt und das wollte ich nicht riskieren. Ich hab mich also durchgebissen und weiter gelernt, bin nach dem mündlichen Examen in ein tiefes Loch gefallen, aus dem ich nur schwer rausgefunden hab, um nach weiteren 5 Wochen das mündliche abzulegen. Das hab ich sogar tatsächlich mit einer guten Note und 2 Jobangeboten seitens der Prüfer geschafft. Danach war ich fertig ... hab dann 4 Monate ALG 2 bezogen, um mein Leben zu ordnen.
    Vielleicht wäre es anders gewesen, wenn der Tod plötzlich kommt .. man sollte sich so oder so die Zeit zum trauern geben, insbesondere wenn es die Eltern trifft. Das halbe Jahr macht den Kohl nicht fett, wenn du dich jetzt nicht auf die Prüfungen konzentrieren kannst, lass es halt. Durchfallen und nochmehr Druck aufbauen, ist auch blöd. Wenn du eine Chance siehst, dann versuch es halt ... wie gesagt, für mich kam zu dem Zeitpunkt nichts anderes in Frage, aber unter anderen Bedingungen.
    Plan B für die 6 Monate wäre halt nicht schlecht und man muss sich wieder aufraffen, was zu tun und wieder einzusteigen, aber manchmal ist das der bessere Weg. Hör auf dein Gefühl, ich wünsch dir viel Glück und Erfolg, irgendwann gehts auch wieder aufwärts.
    Miss you Mum



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  2. #7
    Registrierter Benutzer
    Mitglied seit
    29.06.2020
    Beiträge
    1
    Hallo Scotty,
    Mein Beileid, dass dein Vater verstorben ist.
    Ich verstehe, dass du dich in einer außergewöhnlichen Lebenslage befindest.
    Ich find das immer so nen doofen wertenden Begriff "Schieben".
    Was sagt dir dein Bauchgefühl? Womit würdest du dich wohler fühlen?
    Wenn du ein halbes Jahr dazwischen hättest, was würdest du am liebsten in dieser
    Zeit machen? Wie kommt es, dass du kein Semester verlieren möchtest? Ein guter
    Freund ist auch in deinem Alter und studiert in unserem 4.Semester. Was bringst du
    aus deinen 30 Jahren mit? Ich bin mir sicher du hast schon Einiges erlebt, und das ist jetzt
    meine eigene Meinung ist was zählt, später im Patientenkontakt oder auch einfach generell
    auf dem Lebensweg. Zeit ist nie verschwendet. Vielleicht möchtest du dir Gedanken machen,
    auf was du schon immer Lust hattest für ein halbes Jahr zu machen, etwas was du dir erfüllen möchtest
    oder so? Und wenn du das nicht möchtest und jetzt schreibst ist das auch oke
    Es gibt keinen perfekten Weg.
    Der Weg ist voll von Canyons und Pfützen und Sumpf und ab und zu gibt es ne trockene gerade sonnige Fahrbahn.
    Ich wünsche dir alles Gute.
    VG Katja



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