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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #6
    Summsummsumm Avatar von Feuerblick
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    Let the bad times roll!
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    Andererseits gibt es auch Fachrichtungen, in denen man durchaus angemessen in Bezug auf den Arbeitsaufwand bezahlt wird, wenig Überstunden macht, sich in den Diensten nicht kaputtarbeitet und damit sowohl Familien- als auch Hobby-kompatibel ist.
    Man könnte auch sagen: Es kommt drauf an, in welche Fachrichtung du am Ende gehst und ob du im Krankenhaus bleibst (und wenn ja, in welches) oder eine Tätigkeit in einer Praxis anstrebst.

    Ich bin immer skeptisch, wenn jemand Medizin (oder sonst einen Job) als seinen Lebenstraum ansieht. Andererseits finde ich auch, dass man den Beruf ausüben sollte, in dem man sich auch wiederfindet. Ein Job mit guter Bezahlung und viel Freizeit ist toll. Wenn man aber die Tätigkeit als solche nicht mag, langweilig findet und nur deshalb diesen Job gewählt hat, weil die Bedingungen so gut waren, dann wird man damit auch unglücklich werden.
    Ich würde meinem 18-jährigen Ich raten, das zu tun, was es gerne tun möchte und sich nicht von schwierigen Zugangsvoraussetzungen, schlechten Bedingungen und sonstigen Bedenken abschrecken zu lassen. All das erscheint oft nur aus der Ferne problematisch und all das kann sich auch ändern. Hätte ich das damals getan, wäre ich heute in einem komplett anderen Beruf, hätte weniger Umwege gebraucht und mein Leben wäre vermutlich komplett anders verlaufen.
    Erinnerung für alle "echten" Ärzte: Schamanen benötigen einen zweiwöchigen Kurs mit abschließender Prüfung - nicht nur einen Wochenendkurs! Bitte endlich mal merken!

    „Sage nicht alles, was du weißt, aber wisse immer, was du sagst.“ (Matthias Claudius)



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  2. #7
    Diamanten Mitglied
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    Feuerblicks Aussage trifft es ganz gut.
    Und tatsächlich sind die Arbeitsbedingungen nicht überall miserabel. Meine Weiterbildungszeit in der Neurologie war in Ordnung. Zwei Wochenenddienste im Monat, 5 Nächte am Stück alle 12 Wochen, ebenso im Turnus eine Spätdienstwoche. Häufig konnten wir pünktlich gehen. Klar ist Arztsein kein Job, bei dem man den Griffel fallen lassen kann, sondern ggf. Dinge fertig machen muss und so nicht pünktlich rauskommt.



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  3. #8
    Gold Mitglied
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    31.08.2018
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    Zitat Zitat von abcd Beitrag anzeigen
    Feuerblicks Aussage trifft es ganz gut.
    Und tatsächlich sind die Arbeitsbedingungen nicht überall miserabel. Meine Weiterbildungszeit in der Neurologie war in Ordnung. Zwei Wochenenddienste im Monat, 5 Nächte am Stück alle 12 Wochen, ebenso im Turnus eine Spätdienstwoche. Häufig konnten wir pünktlich gehen. Klar ist Arztsein kein Job, bei dem man den Griffel fallen lassen kann, sondern ggf. Dinge fertig machen muss und so nicht pünktlich rauskommt.
    Da muss ich mich nochmal einschalten. Prinzipiell finde ich den Beitrag von Mr.Pink online etwas zu negativ. Würde ich meinem 18-jährigen ich empfehlen, wieder Medizin zu studieren? Definitiv ja.
    Vor allem: Wäre eine andere Entscheidung "besser" gewesen? Wahrscheinlich nicht. Gearbeitet wird überall und gerade in hochdotierten Berufen fallen gern mal Überstunden an. Hätte ich was anderes studiert, hätte ich mich ewig gefragt, wie es gewesen wäre Medizin zu studieren.
    Prinzipiell würde ich auch dem Tenor von Feuerblick und abcd zustimmen.

    Jedoch möchte ich dazu ergänzen: Als Student habe ich die Belastung durch Dienste massiv unterschätzt!

    abcd schreibt
    Zwei Wochenenddienste im Monat, 5 Nächte am Stück alle 12 Wochen, ebenso im Turnus eine Spätdienstwoche.
    Das heißt aber, dass man sich in den Nachtdienst- und Spätdienstwochen in der Regel von seinem Sozialleben verabschieden kann.
    Und zwei Wochenenddienste im Monat sind verglichen mit der Dienstbelastung anderswo jetzt zwar nicht unbedingt viel, aber es bedeutet eben auch, dass zwei Wochenenden blockiert sind, an denen man nicht viel unternehmen kann. Und das JEDEN Monat.
    Und während andere diese Zeit für private Hobbies und zur Regeneration haben, fehlt sie einem einfach. Was man meiner Erfahrung nach mit der Zeit vor allem in der nächsten Woche merkt. Es hat schon einen Grund, warum sich das Wochenende für die meisten Arbeitnehmer etabliert hat.

    Ich finde nur, dass man diese Belastung weder kleinreden noch unterschätzen sollte.



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  4. #9
    Diamanten Mitglied
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    Zitat Zitat von Nefazodon Beitrag anzeigen
    Ich finde nur, dass man diese Belastung weder kleinreden noch unterschätzen sollte.
    Ich möchte die Belastung nicht kleinreden. Wochenendarbeit gehört dazu und Dienste auch. Bislang wurde die Arbeitsbelastung aus meiner Sicht eher negativ dargestellt Ich empfand das für mich in meiner Weiterbildungszeit nicht so. Wenn man einen 9 to 5 Job ohne Wochenendarbeit möchte, sollte man um die Medizin, sowie um einige andere Berufe auch, einen Bogen machen.

    Zitat Zitat von Nefazodon Beitrag anzeigen
    Und zwei Wochenenddienste im Monat sind verglichen mit der Dienstbelastung anderswo jetzt zwar nicht unbedingt viel, aber es bedeutet eben auch, dass zwei Wochenenden blockiert sind, an denen man nicht viel unternehmen kann. Und das JEDEN Monat.
    Wochenenddienste waren 12h Dienste und man konnte durchaus zwei an einem Wochenende ableisten. Nachtdienstwochen waren doof, nicht beliebt, aber eben nicht so häufig.
    Jetzt rede ich es halt doch klein -manchmal halt auch nur 1 Wochenenddienst, je nachdem ob Urlaubszeit war oder nicht (5 Wochenenden, 20 Dienste für 14 Assistenten)



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  5. #10
    Gold Mitglied
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    Zitat Zitat von abcd Beitrag anzeigen

    Wochenenddienste waren 12h Dienste und man konnte durchaus zwei an einem Wochenende ableisten. Nachtdienstwochen waren doof, nicht beliebt, aber eben nicht so häufig.
    Jetzt rede ich es halt doch klein -manchmal halt auch nur 1 Wochenenddienst, je nachdem ob Urlaubszeit war oder nicht (5 Wochenenden, 20 Dienste für 14 Assistenten)
    @abcd: Da hattest Du aber schon sehr gute Arbeitsbedingungen. Es gibt natürlich Stellen, wo das so ist, aber aus meiner Erfahrung heraus würde ich sagen, dass das leider nicht die Regel ist. Meistens wird man mehr als einen 12h-Dienst im Monat leisten müssen.

    Auch das gehört zur Wahrheit meiner Meinung nach.

    Außerdem sollte man auch diese 12-Stunden-Dienste nicht unterschätzen. Auch die können sehr anstrengend sein...(so ohne Pause und so)
    und wiederum muss ich konstatieren: es gibt Gründe, warum sich ein 8-Stunden-Tag etabliert hat.

    Es gibt natürlich immer Leute, denen das nichts ausmacht. Nicht umsonst gibt es den "Healthy-Worker-Effect" als Selektionsbias. Am Ende arbeiten halt nur die dauerhaft im Krankenhaus, denen es nichts ausmacht.



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