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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #6
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    Hallöchen,
    ich habe oben schon berichtet, dass es bei mir mit eigentlich demselben Hintergrund direkt geklappt hat, ich sehe also für den Poster durchaus Chancen Ich habe außerdem in meinem eigenen Foren-Beitrag nach-berichtet, dass es geklappt hat und wie.

    Edit: ich habe das alles jetzt in einem Artikel zusammengefasst: https://viviana-sutedjo.medium.com/h...k-dd5ad3dc74a0

    Der Vollständigkeit halber kann ich es hier aber nochmal erwähnen. @student22 das Angebot mich privat anzuschreiben für das konkrete Schreiben, steht natürlich weiterhin.

    Bewerbung und Zulassung

    Ich habe im Bachelor Informatik studiert und bin derzeit in den letzten Zügen des Masters an der TUM. Ich habe die Begründung wie oben genannt wissenschaftlich gestaltet. Konkret habe ich 3 Punkte aufgrund meiner Bachelor-Note bekommen, und vermutlich 9 für das Schreiben (da ich direkt am ersten Zulassungstag zugelassen wurde und nicht erst im Nachrück-Verfahren). Zu dem Zeitpunkt der Bewerbung hatte ich kein eigens veröffentlichtes Paper, aber eines im Bereich zwischen Informatik und Medizin war in Arbeit (meine Masterarbeit die dann ein Paper wurde), was für die Begründung vermutlich hilfreich war. Ich kann jedem der das versuchen will empfehlen, schon sehr früh im Studium im Zwischenbereich Info+Medizin Projekte zu beginnen (in meinem Fall waren ein paar kleinere Uni-Projekte mit dem Klinikum dabei), und auch Kontakte wie vorherige Profs für das Schreiben zu kontaktieren und dort die Zusammenarbeit zu erwähnen. Meine Befürchtung, die 9 bzw. 11 Punkte für wiss. Begründungen können nur promovierte Wissenschaftler erlangen, erwies sich also als falsch Solange dem Begutachter Material gegeben wird, anhand er/sie dir die Punkte vergeben kann, hat man auch als "nur" fertiger Bachelor Chancen.

    Alles in Allem ist gerade das Thema Digitalisierung in der Medizin super wichtig und große Firmen wie Google suchen auch vermehrt explizit nach Ärzten mit Informatik-Abschluss oder andersherum, Stichwort "Clinician Informatician" (was ich auch im Schreiben erwähnt habe). Außerdem habe ich konkret alle meine relevanten Forschungsberichte und Artikel im Schreiben mit verlinkt.

    Wie geht es mir jetzt mit dem Zweit- und Doppelstudium?

    Zunächst einmal kann ich empfehlen, sehr frühzeitig seine Semester zu planen, da ein gleichzeitiges Studium doch echt Energie kostet. Ich habe beispielsweise im ersten Semester Teile von der makros. und mikros. Anatomie um 1 Jahr verschieben können, und in der Zeit einige Informatik-Klausuren gemacht. Da Medizin doch recht verschult ist, lohnt es sich, vor jedem Semester einmal die Studienverwaltung anzurufen um seine Pläne zu klären. Informatik ist dankbarerweise insofern einfacher, weil man so viele/wenige Fächer wie man will belegen kann.

    Als Zweitstudent dachte ich anfangs, ich sei viel älter/zu alt um Anschluss zu finden, allerdings kann ich jetzt sagen, dass das absolut unbegründet war: es gibt viel mehr Zweitstudis bzw. Leute mit fertiger Ausbildung als man denkt. Tatsächlich bin ich in viele Fällen eher im Durchschnitt mit meinen 23 Jahren. Finanziell ist gerade als Informatker viel Gelegenheit, nebenbei als Freelancer zu arbeiten, so lange und oft man will. Ich kann aber empfehlen, neben dem Doppelstudium nicht auch noch zu arbeiten. Leider sind Stipendien für Zweitstudis sehr rar, eigentlich habe ich nur das Deutschlandstipendium gefunden.

    Tipps
    Wie der Vor-Poster erwähnt hat: stelle das Leben nicht auf Pause um auf die Zulassung zu warten, wenn's klappt findet sich schon ein Weg das unter einen Hut zu bekommen.
    Überlege dir aber wenigstens grob, ob es theoretisch aufgehen könnte, falls eine Zulassung kommen sollte (bspw. habe ich die Masterarbeit extra vorgezogen, weil ich sicher keine Masterarbeit nebenbei schreiben kann, aber 1-2 Info-Vorlesungen sind machbar).
    Erwähne alle auch nur halbwegs relevante Forschungsprojekte im Schreiben und erwähne Referenzen. Verlinke deine Forschungsartefakte und zitiere Joboausschreibungen für Forschende in diesem Zwischenbereich.
    Falls es beim ersten Mal nicht klappt, hat @JeffAlbertson Recht: probier es in einem Jahr nochmal, evtl. mit einer besseren Master-Note (der 1 Punkt könnte es reissen) und mehr Forschungsprojekten die du erwähnen kannst.
    Und: Stress dich nicht zu sehr mit dem Studium. Man kriegt das dann schon hin

    Ich hoffe, das hat geholfen. Ich wünsche viel Erfolg!
    Geändert von vsutedjo (08.04.2022 um 11:59 Uhr)



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  2. #7
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    Zitat Zitat von JeffAlbertson Beitrag anzeigen
    Ich bekomme die Krise, wenn ich jedes mal in Foren lesen muss "Warum willst du überhaupt Medizin studieren?"
    Ganz ehrlich, was soll das für eine Frage sein? Also was für eine Antwort erwartet man da? Er will Medizin studieren, weil er großer Fan von Grey's Anatomy ist, was jetzt? Oder er will aus den gleichen 3 Gründen Medizin studieren, wie 95% der Männer: Geld, Macht und Frauen, und nun? Lass mich raten "Man sollte Medizin studieren, weil man Menschen helfen will" oder "Du kannst doch mit was anderem auch glücklich werden, mein Cousin hat bspw. Mechatroniker gemacht und schraubt jetzt Krankenwagen zusammen und verdient unfassbar viel Geld"
    Die Frage impliziert doch nichts anderes, als einem die Idee oder den Gedanken nach jeglicher Antwort madig zu reden. Es ist doch komplett kack egal warum die Leute das studieren wollen. Der User stellt eine spezifische Fragen, auf die man antworten kann, wenn man a) Ahnung hat und b) helfen will.

    */rantOff
    Es mag der Allgemeinheit zwar nicht bewusst sein, aber ein Studium finanziert sich nicht aus der Luft, sondern vom Staat. Wenn dieser bereits Bachelor+Master finanziert hat und der Absolvent sich dann denkt: "MERDEIF GREY IST SO EINE QUEEN XOXOX, ich werde Ärztin", hatte er bereits seine freie und defacto kostenlose Berufswahl getroffen, eine Zulassung zum Medizinstudium würde also das bereits getroffene Investment des Staates zunichte machen.

    Da hat man nun auch das Recht für eine weitere Finanzierung etwas stichhaltigere Gründe zu verlangen.....

    Insbesondere wenn man regelmäßig hier im Forum liest stellt sich der Eindruck ein, die wenigsten Zweitstudiums-Aspiranten, hätten tatsächlich triftige Gründe dafür....

    Grundsätzlich würde ich Leuten mit obengenannter Intention eher zum Ausland raten, dort gibt es auch Graduateschools, dort spart man dann 2 Jahre.



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  3. #8
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    Allerdings aus einer anderen Fachrichtung (Biochemie). Für die Bewerbung gilt grundsätzlich, dass man praktisch nur mit wissenschaftlichen Gründen reinkommt, außer man will MKG-Chirurg werden, dann reichen auch die zwingend beruflichen Gründe. Andere Berufsgruppen werden in der Regel nicht für berufliche Gründe berücksichtigt. Eine der wichtigsten Kriterien für wissenschaftliche Gründe sind Publikationen, je früher, desto besser. Ich habe noch während meines Masters als Erstautor publiziert, das hat mir die 9 Punkte gesichert. Nach allem, was ich so gelesen habe (übrigens gibt es da 1000e Posts lange Threads in anderen Foren, nur mal so als Tipp), und das hat sich in meiner Erfahrung auch so widergespiegelt, sollte man so früh wie möglich seinen Lebenslauf darauf ausrichten, d.h. schon im Erststudium in der Medizin-nahen Forschung tätig werden.

    Dass es so einfach ist, stimmt dann halt aber auch leider nicht. Man kann sich ja mal die absoluten Zahlen zu Gemüte führen. 2% der Studienplätze werden in einer Vorabquote an Zweitstudenten vergeben (mind. 1 Studienplatz bei sehr kleinen Jahrgängen). Im WS werden knapp 10000 Studienplätze angeboten, im SS nicht mal 2000. Das macht also weniger als 200 bzw. 40 Studienplätze pro Semester. Dem gegenüber stehen in den letzten zwei Semestern: WS21/22: 3820; SS21: 709 Bewerber. D.h. dass es gerade mal für 5% der Bewerber einen Studienplatz gibt.

    Wenn du es probieren willst, du kannst dich so oft bewerben, wie du möchtest. Du könntest also einen Master anfangen oder in die Forschung gehen (am besten Medizin-nah) und dich parallel schon mal bewerben.



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  4. #9
    Diamanten Mitglied
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    Hey vsutedjo, vielen Dank für den ausführlichen Post!

    Auch dir, piandorable, vielen Dank.

    Auf genau solche Posts warte ich schon sehr lange in der Foren-Historie hier.

    Hat sich der lange Beitrag doch gelohnt.
    So finde ich den Thread jedenfalls viel besser und weniger frustrierend.

    Ob sich der Threadersteller nochmal meldet?



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  5. #10
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    Zitat Zitat von Gro?erDenker Beitrag anzeigen
    Es mag der Allgemeinheit zwar nicht bewusst sein, aber ein Studium finanziert sich nicht aus der Luft, sondern vom Staat. Wenn dieser bereits Bachelor+Master finanziert hat und der Absolvent sich dann denkt: "MERDEIF GREY IST SO EINE QUEEN XOXOX, ich werde Ärztin", hatte er bereits seine freie und defacto kostenlose Berufswahl getroffen, eine Zulassung zum Medizinstudium würde also das bereits getroffene Investment des Staates zunichte machen.

    Da hat man nun auch das Recht für eine weitere Finanzierung etwas stichhaltigere Gründe zu verlangen.....

    Insbesondere wenn man regelmäßig hier im Forum liest stellt sich der Eindruck ein, die wenigsten Zweitstudiums-Aspiranten, hätten tatsächlich triftige Gründe dafür....

    Grundsätzlich würde ich Leuten mit obengenannter Intention eher zum Ausland raten, dort gibt es auch Graduateschools, dort spart man dann 2 Jahre.
    Glaube jedem halbwegs durchschnittlichen Bürger ist bekannt, dass ein Studium (ob Erst oder Zweit) durch den Staat finanziert wird. Nur ist es dennoch vollkommen egal warum jemand Medizin studieren will, solange er die Voraussetzungen erfüllt. Wenn jemand also denkt "MEREDIF QUEEN B XOXOX" und dann die Voraussetzungen erfüllt, dann ist das sein gutes Recht.

    Nebenbei will ich mich mal beim Threadstarter entschuldigen, a) wollte ich deinen Thread nicht hijacken und b) dir auch nicht unterstellen dass du Grey's Anatomy toll findest (war das erste Beispiel das mir eingefallen ist)

    Der Punkt ist, dass es generell in Foren Gang und Gäbe ist, Leuten ungefragt Lebenstipps zu geben, was soll der Mist?
    User fragt:"Hey ich habe Informatik studiert, meint ihr ich hätte Chancen auf einen Zweitstudienplatz Medizin"

    Da kann man doch ganz normal drauf antworten. Man kann ja sagen "Hey, ich denke das könnte Schwierig werden, weil..." oder eben "Hey, du hättest gute Chancen, weil..."

    Aber dieses teilweise von oben herab "Bist du sicher, dass du Medizin studieren willst" "Finanziell ist das ein Risiko" "Studier doch lieber..." Nein. Das hat er nicht gefragt.
    Hätte er nach einem Rat bzgl. seines Entschlusses gefragt, dann verstehe ich solche Antworten. Es ist halt unfassbar, wie es vor allem im Zweitstudium Bereich diese Spezies gibt.



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