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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
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    Es geht mir hier um Aufklärung, da ich einerseits merke, wie sehr ich mich selber in meinem beruflichen Werdegang getäuscht habe, bzw. wie sehr sich die Anderen die neuen/zukünftigen Ersties täuschen:

    Die Motivatin Medizin zu studieren scheint sehr stark von dem Abschaffen des AIP und von der Regelung von der gerichtlichen Auseinandersetzung bezüglich der Überstunden beeinflußt worden sein.
    Noch dazu herscht in der Bevölkerung noch immer die Ansicht, Ärzte sein, DIE Superverdiener überhaupt.

    Sprich: Boah, den Ärzten gehts ja jetzt viel besser, die Verdienen viel Geld, jetzt will ich auch MEdizin studieren,

    FALSCH
    -Ärzte arbeiten sich noch immer die Finger blutig
    -Sie stehen immer mit einem Bein im Gefängnis, weil man ab einer Gewissen Arbeitszeit einfach keine 100% Konzentration mehr garantieren kann
    -Das Gehalt ist SCHLECHT (Was der Bevölkerung überhaupt nicht bewußt ist): Durchschnittsgehalt von 45 000 €/Jahr (eine Grundschullehrerin (mit nem Ministudium und Null Verantwortung) verdient mehr)
    -Die Arbeit wird überhaupt nicht gewürdigt, weil alle denken, Du Sahnst ja unglaublich ab

    Jetzt mögen hier einige Sagen, ja warum studierst Du denn dann?
    Also mir war es in diesem Ausmaß einfach nicht bewußt.

    Also, letztenendes war die Abschaffung des AIP's nur der Tropfen auf den heißen Stein und die Abschaffung von unbezahlten Überstunden bzw. das Anrechnen von Bereitschaftsdiensten als Überstunden eine Farce, die nicht durchgesetzt wird.

    Überlegt es Euch genau, Medizin zu studieren hat manchmal ähnlichkeit damit, seine Seele zu verkaufen.
    Geändert von HSP90 (26.11.2004 um 12:46 Uhr)



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  2. #2
    little red riding bitch Avatar von agouti_lilac
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    fetal position
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    Soso, das PJ ist also abgeschafft worden.

    So langsam bekomme ich Zweifel, ob du wirklich Medizin studierst.
    Calvin: “It's psychosomatic. You need a lobotomy. I'll get a saw.”



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  3. #3
    Heimkehrer Avatar von netfinder
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    Hallo!

    Also das kann ich mir jetzt ehrlich gesagt weniger vorstellen, dass die Motivation, Medizin zu studieren, von der Abschaffung des AIPs (nicht PJ, nur so am Rande) bzw. von jener gerichtlichen Auseinandersetzung beeinflusst worden waere und wird.
    Die Abschaffung des AIPs mag eine nette Korrektur sein, aber was hat dieses doch im studium so spaete Kapitel mit der Motivation fuer ein Fachgebiet zu tun? Man macht sich doch nicht nach dem Abi Gedanken und entscheidet sich Medizin zu studieren, nur weil es keinen AIP mehr gibt; teilweise wissen die Leute noch nicht mal, was das ist!

    Das mit der Vorstellung, dass Aerzte Superverdiener sein, mag stimmen: hab ich selbst schon 1000 mal erlebt.

    Das Gehalt ist SCHLECHT (Was der Bevölkerung überhaupt nicht bewußt ist): Durchschnittsgehalt von 45 000 €/Jahr (eine Grundschullehrerin (mit nem Ministudium und Null Verantwortung) verdient mehr)
    So schlecht ist es nun auch wieder nicht; ich habe keine Ahnung, ob das Beispiel stimmt, aber selbst wenn: Aerzte sind keine Schlechtverdiener und der Beruf soll ja auch Spass machen und nicht NUR Geld bringen (dafuer verbring ich nicht 10 Jahre meines Lebens in der Lehre).

    Die Arbeit wird überhaupt nicht gewürdigt, weil alle denken, Du Sahnst ja unglaublich ab
    Kann ich mir auch kaum vorstellen, dass die Arbeit nicht gewuerdigt wird, sofern Du sie gut machst. Nicht alle Menschen bewerten getane Arbeit nur nach dem Geld, das sie kostet^^.


    MfG

    netfinder, der seine Seele niemals verkaufen wird (hoechstens an ... ne das is ja ned der Single-Thread)



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  4. #4
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    War natürlich ein gedanklicher Fehler, war in Gedanken bei einer anderen Sache, ist aber natürlich obligat, das es das AIP betrifft und nicht das PJ.
    menschliche Fehlleistungen können halt auftreten (auch bei DIR agouti_lilac)
    Geändert von HSP90 (26.11.2004 um 13:00 Uhr)



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  5. #5
    Registrierter Benutzer Avatar von Trident
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    Zitat Zitat von HSP90
    Überlegt es Euch genau, Medizin zu studieren hat manchmal ähnlichkeit damit, seine Seele zu verkaufen.
    Naja ganz so drastisch würde ichs nun nicht ausdrücken. Meine Seele (sofern es eine gibt) gehört immer noch mir, ok?!
    Ich bin "noch" nicht im Studium, kann also noch blauäugig sein - denke aber durch viel Kontakt zu diversen Ärzten ein gesundes Bild geschaffen zu haben.

    Zitat Zitat von HSP90
    Die Motivatin Medizin zu studieren scheint sehr stark von dem Abschaffen des PJ und von der Regelung von der gerichtlichen Auseinandersetzung bezüglich der Überstunden beeinflußt worden sein.
    Noch dazu herscht in der Bevölkerung noch immer die Ansicht, Ärzte sein, DIE Superverdiener überhaupt.

    FALSCH
    -Ärzte arbeiten sich noch immer die Finger blutig
    -Sie stehen immer mit einem Bein im Gefängnis, weil man ab einer Gewissen Arbeitszeit einfach keine 100% Konzentration mehr garantieren kann
    -Das Gehalt ist SCHLECHT (Was der Bevölkerung überhaupt nicht bewußt ist): Durchschnittsgehalt von 45 000 €/Jahr (eine Grundschullehrerin (mit nem Ministudium und Null Verantwortung) verdient mehr)
    -Die Arbeit wird überhaupt nicht gewürdigt, weil alle denken, Du Sahnst ja unglaublich ab
    Ich möchte nicht wegen des weggefallenen AiP studieren, wäre wohl auch sicher recht kurzsichtig. Das Studium und der spätere Beruf muss einem zusagen. Das Studium ist für mich ein Traum - viel Naturwissenschaft, die ich schon immer mochte. Viel Arbeit, klar aber die hat man in jedem Studium, wenn man etwas leistet (meine Freundin studiert Jura und da hast du auch nicht wenig zu tun, wenn du gute bis sehr gute Noten haben willst - und nebenbei braucht sie insgesammt incl. Doktorarbeit auch 10 Jahre!). Im Beruf hat man auch wenig Freizeit, korrekt - sei es in der Klink oder Praxis aber solange der Beruf spass macht arbeite ich gerne mehr. Eine Familie bekommt man immer irgendwie hin (kenne einige Ärzte, die es wunderbar schaffen).

    Natürlich hoffe ich auch, dass der Gesetzgeber "irgendwann" angemessen reagiert aber in der heutigen Wirtschaftslage gehe ich nicht davon aus. Vorallem musst du auch in anderen Gebieten reinhaun. Meine Cousine war auf der Wirtschaftsakademie und macht nun "Prozessoptimierung in Krankenhäusern". Glaubst du, bei einem "höheren" Job hast du viel Freizeit? Da kommst du auch gut auf 60 Stunden und mehr.

    Generell sind Ärzte unterbezahl (im Vergleich zu anderen Ländern) aber du nagst ja nun auch nicht am Hungertuch und eine massive Arbeitslosigkeit steht dir nun auch nicht bevor, wie in anderen Branchen! Ich kenne durchaus niedergelassene Ärzte, die Netto 3500,- Euronen verdienen. Es ist vermutlich eine Minderheit, aber von weniger wird man auch nicht sterben. In erster Linie sehe ich, dass mir dieser Beruf spass macht - was mein Hauptgrund ist, auf einen Medizinstudienplatz zu warten.

    Die Arbeit wird nicht gewürdigt? Ich denke es gibt durchaus nette Patienten und auch gute Kontakte, die entstehen können. Es gibt überall solche und eben solche.

    Jeder Mensch macht Fehler, auch eben Ärzte, wo es eben gravierendere Konsequenzen hat! Im Krankenhaus wird es nicht ohne Grund sehr häufig vertuscht. Aber es gibt für sowas auch Versicherungen...

    Justmy2Cent
    Geändert von Trident (26.11.2004 um 13:03 Uhr)



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