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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
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    Hallo,

    |erstmal sorry für den Doppelpost aber hier gehört die Frage wohl eher hin.|

    ich werde wohl, falls ich in Deutschland nicht angenommen werde, im Ausland Medizin studieren. Nun verwirrt mich aber gerade das grosse Angebot, von Unis in Österreich, Ungarn, Frankreich, Rumänien, Italien....

    Meine Fragen:

    1. Gibt es Unis im Ausland, die nicht Tausende von Euro pro Semester an Gebühren kosten?

    2. Welche Unis in nicht-deutschsprachigen Ländern bieten deutsch- oder englischsprachigen Unterricht?

    3. Welches nicht-deutschsprachige Land wäre von den Aspekten "Chancen, angenommen zu werden" und "Chance, die ersten Semester zu schaffen" (anscheinend sehr harte Regelungen in Frankreich) das beste?

    4. Gibt es wirklich Unis, die jeden Bewerber annehmen und wenn ja, welche wären das?

    5. Ist ein Medizinabschluss, der im Ausland erarbeitet wurde, in Deutschland voll gültig?


    Gruss, Matze



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  2. #2
    Usurpator Avatar von Hysterektomie
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    zu 1.) Klar, nur sind das dann die Studiengänge, die auch von den Einhemischen besucht werden und daher die Beherrschung der Landessprache erfordern. Die sind kostenlos oder aber von Ausländern wird eine moderate Gbeührt verlangt. Internationale, also fremdsprachliche Studiengänge sind teuer, wob ei das natürlich auch ein subjektiver Eindruck ist.
    zu 2.) Die Wahrscheinlichkeit auf einen deutschsprachigen Studiengang zu treffen ist eher gering, da kommen dann, meines Wissens, nur Ungarn (der Klassiker) und Tschechien für in Frage, wobei in beiden Ländern die Studiengebühren deutlich angezogen haben. Für die genauen Preise google mal nach ner Seite wo alle Preise für ungarische Unis draufstehen, die ist auch auf deutsch, hab nur die Adresse vergessen. Österreich ginge natürlich auch, aber soweit ich weiß ist es seit diesem jahr viel schwerer als Ausländer reinzukommen. Schweiz kann man sich sofort abschminken, außer der Privatuni in Salzburg. Ansonsten werden diverse Studiengänge auf Englisch angeboten, da weiß ich von Litauen und Lettland (beide preiswerter als Ungarn) und von Polen (kann sein, dass es da auf deutsch geht).
    zu 3.) Bei den Internationalen Studiengöngen, wo du ordentlich zur Kasse gebeten wirst brauchst du denke ich, außer bei Ungarn, dir keine großen Sorgen zu machen. In "nationale" Studiengänge reinzukommen ist zwar, wie gesagt meißt kostenlos, aber die Chancen sind wohl kaum besser als in Deutschland, denn Medizin ist wahrscheinlich so ziemlich überall zulassungsbeschränkt, sodass deine chancen da nicht umbedingt steigen.
    zu 4.) Wenn überhaupt, dann nur die teuren, denn medizin wollen auch in anderen ländern viele studieren.
    zu 5.) ja, aber nur, wenn die Approbation innerhalb der EU erfolgte, deshalb habe ich jetzt auch das außereuropäische Ausland außen vor gelassen.
    Wenn du noch Fragen hast, ruhig her danit, hab mich mit dem Thema sehr ausführlich beschäftigt.



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  3. #3
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    Sehr gut! Ich habe nämlich noch ein paar Fragen!

    1. Wie wahrscheinlich ist es, daß ich in einen ausländischen (kostengünstigen) Studiengang, der in der jeweiligen Landessprache angeboten wird, als Deutscher aufgenommen werde? Gibt es da Ausländerquoten? Spezielle Aufnahmehürden?

    2. Wenn hier im Forum z.B. vom Studium in Frankreich die Rede ist und von wegen nur 10% würden bestehen, gilt dies dann nur für einen speziellen deutschsprachigen Studiengang oder ist das in ganz Frankreich so?

    3. Wenn du selbst kostengünstig Medizin im europäischen Ausland studieren wolltest, was wären deiner Meinung nach gute Orte dafür? Wenn die Sprache keine Rolle spielt.

    4. Diese Studiengänge, die 6000 € im Semester kosten, sind also allesamt deutsch- oder englischsprachig? Hier wird wohl wegen der immensen Kosten fast jeder genommen.....



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  4. #4
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    1.) Wichtigstes Kriterium wird da wohl die sprache bleiben, sodass du natürlich außer in deutsch und englischsprachigen ländern, schlechte karten hast. AUßerdem teilweise auch AUfnahmeprüfungen in denen naturwissenschaftliches Vorwissen (Bio, Chemie, Physik) abgefragt wird, z.B. Litauen.

    2.) Über frankreich weiß ich nichts, hab das nie in erwägung gezogen, vermute aber mal, dass es da auch gar keinen deutschsprachigen studiengang gibt.

    3.) Ich würde, wenn der kostenfaktor die hauptrolle spielt osteuropa den vorrang geben, denn du bezahlst zwar studiengebühren, in Lettland/Litauen damals um die 3500€?? pro Semester, aber die Lebenserhaltungskosten sind natürlich verschwindend gering. Polen dürfte dahingehend ähnlich sein, nur die preise da kenn ich nicht.

    4.) Ja, aber meist nicht komplett, evtl. für einige Seminare, aber zumindest für Praktika und Famulaturen brauchst du die Landessprache, d.h. du kommst nicht drum herum sie zu lernen. andererseits bieten die unis natürlich auch kurse an. Jedoch wäre ich selbst hier mit den CHancen nicht überschwenglich optimistisch. Kommt natürlich auf dein ABI, aber eine Aufnahmegarantie nur weil du bezahlst gibt dir, besonders in Ungarn, sicherlich keiner...



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  5. #5
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    Hi,

    trotz der erheblichen Studiengebühren wird in Ungarn nicht jeder genommen.

    Beispiel für Szeged (Medizin auf Deutsch bis einschl. Physikum):

    600 Bewerber - ca. 100 wurden nur angenommen.

    In Ungarn gibt es keinen klaren NC (bis ca. 2,5 DN), dafür aber gewisse Bedingungen für den Platz:
    gute bis sehr gute Leistungen in naturw. LKs (Bio oder Chemie) plus Zivi im Krkh, Praktika oder Rettsani oder ein paar Semester Bio, Chemie oder Physik.

    In Buda gab es mehr als 1000 Bewerber und ca. 120 wurden genommen (ohne die aus dem Vorbereitungsjahr.

    Hier die Ungarnseite: www.ungarnstudium.hu

    Ein Semester kostet in Szeged 5400 €. In BUda und Pecs sind die Preise ähnlich.

    In Italien kannst du nur auf Italienisch mit einer Art Prüfung vorher, in Holland nur auf Holländisch studieren. In Holland musst du bis zum Abi alle naturw. Fächer gehabt haben, was durch die LKs in D gar nicht machbar ist.

    In Prag gibt es einen engl. Studiengang, der auch ordentlich Geld kostet.



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