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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
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    15.06.2008
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    HI,

    ich habe mich im mai für medizin angemeldet, allerdings ohne härtefall-antrag zu stellen (d'oh!). meine abitur-note ist 3,4 (auf einer abendschule nachgeholt, ich bin mittlerweile 27). ich habe das abitur jedoch unter starker psychischer belastung abgelegt (depression). wegen schwerer depression (wohl zum größten teil exogen, hervorgerufen durch eine unerwiederte (erste) liebe [ihre mutter hat sich ein messer ins eigene herz gestochen(tot) und danach bin ich wohl mit meiner eigenen instabilität ein bisschen ins fettnäpfschen getreten (auch hier gilt wieder: d'oh!)] und durch meinen gesundheitstatus [ich leide seit meinem 14ten lebensjahr unter missempfindungen und schmerzen - ich bin also schmerzpatient]) war ich, inmitten eines angefangenen chemie-studiums, zuletzt 6 wochen auf einer geschlossenen station (ich war relativ nah dran "unsinn" mit chloroform zu betreiben..). ich bin, wie gesagt, schmerzpatient und leide auch unter anderen missempfindungen und wurde in der klapse mit "zönästhetischer schizophrenie" diagnostiziert. die schmerzen (und die anderen missempfindungen) sind jedoch temperaturgebunden und hauptsächlich bzw. nur bei wärme/hitze vorhanden (hohe temperaturen wirken stark katalytisch auf die symptome [fragt mich nicht warum..*ratlos-bin*]). bei kälterer umwelt bin ich im prinzip vollkommen beschwerdefrei.. daher habe ich diesen härtefall-antrag formuliert und wollte mal fragen, was ihr davon haltet. ich weiss, auf härtefälle soll man nicht hoffen, aber, dieser härtefall ist so zusagen wirklich meine letzte hoffnung auf eine (akademische) berufliche rehabilitation.

    und noch eine frage dazu: bei der ZVS sagte man mir, ich könnte den härtefall-antrag dann im sommersemester stellen (hab die frist für dieses jahr ja überschritten [wie gesagt: d'oh!]). nun wollte ich mal fragen, wie sinnvoll es ist, im sommersemster einzusteigen. kann man dann das erste wiederholen, oder wie würde das dann weitergehen?


    ok, hier noch die erste version meines härtefallantrages:

    Guten Tag,

    Folgender Antrag auf einen Härtefall beziehe ich auf

    Punkt 1.3.) Beschränkung auf ein enges Berufsfeld aufgrund körperlicher Behinderung; das angestrebte Studium lässt eine erfolgreiche Rehabilitation erwarten (fachärztliches Gutachten):


    Da ich starke Probleme bei Wärme habe (Schmerzen und andere Missempfindungen, teilw. schon ab 20 Grad, v.a. bei schwühler Wetterlage) bin ich, um akzeptabel lebens-, leistungs- und arbeitsfähig zu sein, auf kühle Wohngegenden angewiesen. Ich habe vor, nach meinem Studium, zumindest in der warmen Zeit (vielleicht auch vollkommen) in kühlere Gegenden auszusiedeln (z.B. nach Grönland oder Island). Ich brauche daher einen akademischen Abschluss, bei dem ich mir sicher sein kann, dass ich überall auf offene Stellen stoße. Meine Erkrankung wurde, erfolglos, über ein ¾ Jahr stationär abgeklärt (Neuropsychologie, siehe Unterlagen) und eine mögliche, absehbare Genesung meiner Symptomatik steht bisher nicht in Aussicht. Meine Diagnosen lauten: Fehler im Schmerzgedächnis, Somatoforme Schmerzstörung und Zönästhetische Schizophrenie. Mir ist nach reichlicher Überlegung klar geworden, dass im akademischen Bereich nur die Ausbildung zum Mediziner mir die nötigen flexible Freiheiten garantieren würde, um mit meiner Erkrankung leben, arbeiten und umgehen zu können.


    Nach einem ¾ jährlichen Klinikaufenthalt und einem weiteren, erfolglosen Jahr ambulanter Therapie, bitte ich nun um die Möglichkeit zur beruflichen Rehabilitation und somit um das Zulassen eines Härtefalles.
    Geändert von subroutine (15.06.2008 um 17:36 Uhr)



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  2. #2
    Summsummsumm Avatar von Feuerblick
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    Sei mir nicht böse, aber ich fürchte, du wirst keinen Facharzt finden, der dir in einem Gutachten schreibt, dass Medizin das einizig Richtige für dich ist. Psychische Instabilität ist dafür auf keinen Fall eine gute Voraussetzung und spätestens bei der Bescheinigung für die Approbation (geistig und körperlich gesund und fähig, den Arztberuf auszuüben) wird es Probleme geben. Ich würde dir raten, dich mal genau umzuschauen nach anderen Berufen und Studiengängen. Auswandern kann man nämlich nicht nur als Arzt...
    Erinnerung für alle "echten" Ärzte: Schamanen benötigen einen zweiwöchigen Kurs mit abschließender Prüfung - nicht nur einen Wochenendkurs! Bitte endlich mal merken!

    „Sage nicht alles, was du weißt, aber wisse immer, was du sagst.“ (Matthias Claudius)



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  3. #3
    Herzschamane
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    Mal ne Gegenfrage: Du scheribst schon in dem Antrag, dass du nach dem Studium auswandern willst - warum sollten sie dich dann jetzt in Deutschland ausbilden?? Warum studierst du dann nicht in Island oder Grönland um schon während des Studiums kühlere Temperturen zu haben?
    Ist sehr überspitzt formuliert - ich möchte dich nicht angreifen, bitte nicht falsch verstehen!! Aber so könnte man einfach gegen deinen Antrag argumentieren. Argumentiere doch lieber mit den Dingen, die dir besonders an der Medizin gefallen, also mit den fachlichen Dingen. Rein mit der Flexibilität kannst du sicher nicht punkten, da man auch mit anderen Berufen ins Ausland kann (Mal abgesehen davon, dass im Ausland eher Fachärzte als Berufsanfänger gesucht werden).
    Viel Erfolg!!!!
    Geändert von dreamchaser (15.06.2008 um 18:35 Uhr)



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  4. #4
    Krüppelkatze
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    also, ich an deiner stelle würde mir ebenfalls wirklich die frage stellen, ob die belastung durch das medizinstudium und den späteren beruf bei einer solchen krankengeschichte nicht zu stark ist.
    gut, vielleicht hast du die depressionen ja bald überwunden (die man übrigens mit gutem grund nicht mehr nach exogen und endogen einteilt), aber selbst wenn das passiert, bleibt immer noch die schmerzsymptomatik.
    denk dran: du wirst den großteil deiner arbeit in geschlossenen, warmen räumen verrichten, auch in grönland. ich meine, hey, du hast mit patienten zu tun, und ich zweifle wirklich stark an, dass ein patient sich in einem 15°C kalten sprechzimmer freiwillig für die körperliche untersuchung entblättert, nur weil die umgebungstemperatur deiner symptomatik zuträglich ist.
    die psychische belastung ist erheblich (obwohl natürlich nur du abschätzen kannst, wie das deine symptomatik beeinflusst) und je nach fachrichtung musst du aber auch schwere körperliche arbeit leisten (ich sach nur rumstehen im op...), was mit einer starken schmerzsymptomatik durchaus zum problem werden könnte.

    ich denke schon, dass es berufe gibt, die besser für dich geeignet sind.
    I explained that the difference in being sick and being healthy is having to make choices or to consciously think about things when the rest of the world doesn’t have to. The healthy have the luxury of a life without choices, a gift most people take for granted.



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  5. #5
    Registrierter Benutzer
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    ich kann mich meinen vorrednern nur anschließen ... dein seelenstriptease mag ja vielleicht befreiend für dich sein, aber ist für ein medizinstudium wahrscheinlich gänzlich ungeeignet...



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