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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
    Registrierter Benutzer Avatar von Anilila
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    Hallo Ihr Zahnexperten,

    mein Zahnarzt möchte mir gerne alle 4 Weisheitszähne operativ entfernen, jedoch bin ich diesbzgl. sehr unentschlossen, denn
    1. habe ich keinerlei Beschwerden
    2. liegen alle 4 komplett im Kiefer
    3. sei das Wurzelwachstum angeblich abgeschlossen

    Auf dem angefertigten Röntgenbild liegen die 4 kreuz und quer und mein ZA meinte, es bestünde, insb. bei den unteren beiden, eine hohe Kariesgefahr für die angrenzenden Backenzähne, außerdem würde Druck auf den ganzen Kiefer ausgeübt (wobei ich das nicht verstehe, wenn das Wurzelwachstum abgeschlossen ist).

    Für Tipps oder Erfahrungen bzgl. Weisheitszahn-OPs wär ich sehr dankbar!

    LG Lila
    Geändert von Anilila (12.06.2009 um 10:12 Uhr) Grund: Tse die Rechtschreibung....



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  2. #2
    *hat sich verabschiedet* Avatar von hennessy
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    Hallo Anilila,
    leider kann ich Dir hier im Forum weder eine Diagnose, noch einen guten Rat geben, was konkret in Deinem Fall das beste wäre.
    Erfahrungen in jede Richtung habe ich genug gemacht, welche möchtest Du gerne hören?

    Vielleicht eins: Diese Geschichte mit dem Druck, der auf die gesamte Zahnreihe ausgeübt wird, halte ich persönlich für ein wenig übertrieben. Es finden zwar schon noch Umbauvorgänge im Kiefer statt, aber ob die Weisheitszähne diese Potenz haben, die gesamte Zahnreihe entscheidend zu beeinflussen, wage ich zu bezweifeln.
    Anders sieht es mit der Gefahr für eine negative Einflussnahme auf die Nachbarzähne aus, das ist durchaus ernst zu nehmen. Von dieser Warte aus betrachtet erscheint die operative Entfernung der 8er indiziert. Ob der Eingriff in einer oder in zwei Sitzungen (evtl. seitenweise) durchgeführt werden sollte, überlasse ich immer meinen Patienten. Beides hat Vor- und Nachteile, die Dir Dein Behandler erklären wird.

    Konnte ich Dir hiermit wenigstens etwas helfen?

    Gruß
    hennessy



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  3. #3
    Registrierter Benutzer
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    Hi Anilila,
    ich schließe mich mal der Meinung meines Vorgängers an.
    Die Geschichte mit dem Druck, ist eine. Viele Zahnärtze erzählen, dass die 8er angeblich, durch den Druck die anderen Zähne nach vorne verschieben. Diese Verschiebung, die besonders im Frontzahnbereich durch Verschachtelungen etc. später auffallen ,sind aber evolutionär bedingt.Da in der Regel alle Zähne nach mesial wandern ( nach vorne zur Mitte hin).-Dies war früher gut ( z. B. Steinzeit etc, wo es noch nicht so wirklich Zahnersatz gab und die Lücken, durch verloren gegangene Zähne dann durch nachrücken aufgefüllt worden sind).

    Ernst würde ich den eventuellen Kariesbefall der Nachbarzähne nehmen. Das kann im Ernstfall sehr schmerzhaft werden.
    Du meintest , dass deine 8er Kreuz und Quer stehen?- Sind die Wurzel eventuell verdreht? Und wie stehen/liegen die unteren 8er im Kiefer?

    Nun zu meiner persönlichen Erfahrung. Bei mir wurden alle 8er entfernt. Bei mir war es ein muss, da die beiden unteren 8 er so schräg im Kiefer standen, dass die Wurzeln bei weiterem Wachstum eventuell hätten ins UK Loch wachsen können. Mein ZA meinte nur, dass er bei Problemen später diese nicht ziehen wollen würde, wenn diese Wurzelenden im Loch sind.... Im Ok hatten die 8 er verdrehte Wurzeln, standen schräg im Kiefer und hätten nicht rauswachsen können.
    Naja, zudem hatte ich dauernd Kopfschmerzen und dann habe ich mich entschieden alle 4 entfernen zu lassen. Ich hatte die Möglichkeit alle 4 auf einmal unter Vollnarkose oder 2 und 2 unter örtlicher Beteubung entfernen zu lassen.

    Am Ende habe ich mich für die erste Variante entschieden. Ich war beim Kieferchirugen und die ganze Behandlung hat mit Einschlafen und Aufwachen so ca 45 min gedauert. Danach bin ich noch 2 Std in einen Ruheraum gewesen und konnte danach nach Hause gehen.
    Ich empfand die ganze Behandlung nicht als schlimm, da ich nichts mitbekommen habe.
    Welche Variante nun die beste ist, dass mußt du für dich entscheiden.
    Da ich ein kleiner Angsthase bin, fand ich es besser, es alles in einem Durchgang zu machen. Denn hätte ich erst die eine Seite ziehen lassen und dann die andere... ich glaube da hätte ich mich vorm zweiten mal gedrückt.
    Wenn jetzt einer kommt und sagt, wie willst du es wissen ob es schlimm gewesen wäre oder nicht, das weiß ich sicherlich nicht, aber da mich der KC sehr gut beraten hat über den Ablauf und was im schlimmsten Fall passieren könnte (wie z. B., dass der Kiefer brechen könnte, man hört wie es knackt und knirscht und am Ende man hört wie die Sharpeysche Fasern reizen etc...-ja, alles nur Statistik... aber man weiß ja nie ), dachte ich mir, dass es einfach besser ist zu Schlafen und beim Aufwachen zu sehen, wie es gelaufen ist.
    Im Ganzen hatte ich sehr viel Glück mit dem Heilungsprozess nach der Extraktion.In den ersten 3 Tagen hatte ich gar keine Schmerzen, da die Narkose und Beteubungsspritzen so ca 1 1/2 Tage noch nachgewirkt haben und ich zudem gute Schmerztabletten hatte.
    Nach absetzen der Tabletten am 3 ten Tag, merkte ich glücklicherweise nur ein leichtes Pochen. Meine Wangen waren nicht geschwollen und ich hatte auch keine Blutergüsse/blauen Flecken.

    Oh, und ich sehe, dass ich ein wenig abgeschweift bin. Ich hoffe, dass ich dir etwas weiterhelfen konnte.
    Und erzähl uns, wie du dich am Ende entschieden hast.

    Liebe Grüße, Sayuri



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  4. #4
    *hat sich verabschiedet* Avatar von hennessy
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    5.925
    Zitat Zitat von Sayuri04 Beitrag anzeigen
    .....Dies war früher gut ( z. B. Steinzeit etc, wo es noch nicht so wirklich Zahnersatz gab und die Lücken, durch verloren gegangene Zähne dann durch nachrücken aufgefüllt worden sind)......
    dies hört sich zwar in der Theorie recht schön an, in der Praxis sieht es jedoch so aus, dass bei Verlust eines Zahnes der distal lückenbegrenzende Zahn zwar nach mesial driftet, jedoch nicht achsenparallel, sondern mehr im Sinne einer Kippung der klinischen Krone nach mesial in die Lücke hinein. Folge davon ist die Auflösung der Stützzone mit allen negativen Konsequenzen.



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  5. #5
    Registrierter Benutzer Avatar von Anilila
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    Danke schonmal für Euro Antworten!

    Also, die beiden oberen 8er liegen etwas schräg im Kiefer, aber berühren die angrenzenden Backenzähne nicht.
    Beide unteren liegen so ca 60 Grad schief auf den Backenzähnen drauf.
    Ich versteh das mit der Kariesentwicklung nicht so ganz, da die ja komplett im Kiefer drinliegen, wie sollen da Nahrungsbestandteile in die Kieferhöhle gelangen, um einen Karies zu verursachen?!
    Ich kann mir das mit meinem humanmedizinischen Wissen irgendwie nicht erklären, mir fehlt da das Zahn-Gen
    Der Kieferchirurg, der den Eingriff vornehmen will, sieht darin keinerlei Probleme: Alles in einer Sitzung mit Lokaler und er rechnet 5 Minuten pro Zahn, also durchfräsen und dann die Stücke einsammeln, hört sich super an



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