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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
    Registrierter Benutzer
    Mitglied seit
    12.01.2004
    Beiträge
    990
    Hallo! Bin dabei mich in der Neurotraumatologie zu belesen und habe nun schon verschiedenste Varianten der Klassifikation der Schädelhirntraumata nach Tönnis/Löw gelesen. Was ist nun richtig?
    Zum Einen habe ich in etwa folgende:
    Leichtes SHT
    1.Grades
    Bewusstlosigkeit < 5 min & Rückbilung < 5d

    Mittel- schweres SHT
    2.Grades

    Bewusstlosigkeit > 5 min – 30 min & Rückbildung < 3 Wochen


    Schweres SHT
    3.Grades

    Bewusstlosigkeit> 30 min & persistierende Störungen> 3 Wochen


    Und dann noch ganz andere Werte (aus einem Chirurgie Lehrbuch):

    Commotio cerebri

    Bewußtlosigkeit max 1 h
    Neurologische Ausfälle max 4 Tage

    Contusio cerebri
    LEICHT
    Bewußtlosigkeit 1-24 NeurologischenAusfälle max.< 3 Wochen

    SCHWER
    Bewußtlosigkeit bis 1 Woche
    Neurologische Ausfälle länger > 3 WO

    SCHWERST

    Bewusstlosigkeit > 1 Woche im Coma (Vitalfunktionen gefährdet)
    Neurologische Ausfälle persistieren oft mehrere Wochen

    Welche Werte stimmen denn jetzt?

    Vielen Dank!



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  2. #2
    Schiffs-Doc h.c.
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    04.07.2006
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    Aus, aus, das Studium ist AUS!
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    362
    Es gibt tatsächlich unterschiedliche Nomenklaturen/Bezeichnungen, sie werden aber im klinischen Gebrauch durchaus auch nebeneinander verwendet.
    Als ich vor knapp 10 Jahren im Rettungsdienst angefangen habe, war die Einteilung nach "commotio/Contusio/Compressio" noch deutlich häufiger als heute.
    Es gibt auch noch Varianten nach GCS-Score geordnet, oder nach Offenes/Geschlossenes SHT.

    Die alleinige Wahrheit gibt es bei der Einteilung von SHTs aber nicht, genauso wenig wie man zB in jedem Physio-Buch dieselbe Norm-Atemfrequenz findet.
    Wenn du glaubst, es geht nicht mehr......kommt von irgendwo ein Blaulicht her!



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  3. #3
    Registrierter Benutzer
    Mitglied seit
    27.10.2006
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    Bonn
    Beiträge
    1.068
    Einteilung nach Commotio, Contusio etc. ist laut den Neurologen und Neurochirurgen bei uns nicht mehr state-of-the-art. Laut denen soll man nur noch die Einteilung der SHT nach den 3 Graden benutzen.
    "Und ich stehe am Rand eines verrückten Abgrunds. Und da muss ich alle fangen, bevor sie in den Abgrund fallen - also, wenn sie rennen und nicht aufpassen, wo sie hinlaufen, dann muss ich irgendwie rauskommen und sie fangen. Und das würde ich den ganzen Tag lang machen. Ich wäre einfach der Fänger im Roggen und so. Ich weiß, es ist verrückt, aber das ist das Einzige, das ich richtig gern wäre. Ich weiß, es ist verrückt."



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  4. #4
    Sinn im Unsinn suchen... Avatar von LieberInvasiv
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    ja :-)
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    Zitat Zitat von roger rekless Beitrag anzeigen
    Einteilung nach Commotio, Contusio etc. ist laut den Neurologen und Neurochirurgen bei uns nicht mehr state-of-the-art. Laut denen soll man nur noch die Einteilung der SHT nach den 3 Graden benutzen.
    Jup, so habe ich es auch gelernt
    im notfall fahrt ihr zurück ins krankenhaus und sagt
    ihr hättet ne reklamation und wollt gerne nen neuen patienten,
    der hier wäre kaputt gegangen..



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  5. #5
    Kliniknoob Avatar von sebi86
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    419
    Also in der Präklinik ist die Einteilungin commotio, contusio und compressio - wie schon gesagt - nicht verbreitet. Commotio wird lediglich noch für diejenigen Patienten verwendet, die nach einem Sturz/Schlag auf den Kopf kurz bewusstlos waren und/oder die typischen neurologischen bzw. vegetativen Symptome haben, wie beispielsweise Amnesie, Kopfschmerz, Schwindel/Übelkeit.

    Ansonsten wird die Einteilung in SHT Grad 1 (GCS 15 - 13), Grad 2 (GCS 12 - 9) und Grad 3 (GCS 8 - 3) verwendet.
    "...nichts, das sich zu haben lohnt, fällt einem in den Schoss!" (Dr. Bob Celso)

    "Man investiert 6 Jahre und viele Tausend Euro in das Medizinstudium und das einzige, was man danach vorzuweisen hat, ist ein Diplom an der Wand und eine Zielscheibe auf dem Rücken" (Dr. Perry Cox) ;)



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