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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
    Premium Mitglied Avatar von Jynie
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    Ich habe besonders in den letzten Monaten beobachtet, als die "Modewelle" Ganzheitsmedizin angerollt kam bemerkt, dass alle Ärzte sehr engagiert waren und sich für das neue Motto eingesetzt haben. Ich persönlich finde dieses Prinzip sehr gut, da ich der Meinung bin, dass bei psychosymatischen Krankheiten weniger auf Tabletten gesetzt werden soll, sondern auf den Geist (Beispiel Magersucht). Hiebei nutzt es dem Patienten meiner Ansicht nach nichts mit Medikamten vollgepumt zu werden. Die Tabletten können sicherlich zum Erhalt oder zur Verbesserung der momentanen Lage dienen, aber auf längere Anwendungsphasen nur eine Nebenrolle spielen.
    Meine Beobachtung war jedoch (auch von den Medien her bestättigt) das es eine Art Schmuck für viele Ärzte ist zu sagen das sie die Ganzheitsmedizin für gut empfinden und in Wirklichkeit nur nach dem Prinzip: "Die Tablette ist dein Freund" handeln und sich nicht um die Psyche des Patieten kümmern. Das Resultat: solange man braf die Medikanemte schluck geht es einem gut und wenn nicht bricht das ganze Problem wieder aus und man hat mit seiner jahrlangen Therapie nichts erreicht, da die Probleme die die Person hat auch von den neusten Tabletten nicht beseitigt werden können. Natürlich kann ein Allgemeinmediziner nicht nebenbei den Psychater spielen, damit mich niemand falsch versteht das verlange ich auch nicht, aber ein gewisses Interesse an den Problemen oder Ratschläge wie man damit umgehen kann sind meiner Meinung nach von einem Arzt zu erwarten.



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  2. #2
    Heinz Wäscher
    Guest
    da stimme ich Dir zu!
    Mein Hausarzt -war vor 3 Monaten zum1.Mal da- hatte auch ne supergute Anamnese gemacht
    Aber es läßt sich auch nicht jeder Pat darauf ein
    Und wenn jem nur nen grippalen Infekt hat,den werde ich dann nicht komplett ausquetschen



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  3. #3
    Kugelfänger Avatar von Froschkönig
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    Die Therapie der Magersucht (Anorexia nervosa) wird meines Wissens schon sehr lange durch stationäre (Zwangs-)Aufenthalte und nur adjuvant und unter Umständen mit Medikamenten vorgenommen.

    ...."Die Tablette ist dein Freund" handeln und sich nicht um die Psyche des Patieten kümmern.
    Das Problem ist einerseits die mangelnde Zeit der Ärzte, die Ihre Patienten schnell wieder loswerden wollen und müssen, aber andererseits auch auf Patientenseite vorhanden, da viele Patienten bei Eröffnung einer psychosomatischen Diagnose Angst haben, hier in eine "Verrücktenecke" geschoben zu werden.
    Es erfordert sicher viel Training und Einfühlungsvermögen, dem Herzphobiker beizubringen, daß er zwar sehr wohl krank ist und in Behandlung gehört, nicht aber beim Internisten und Kardiologen, sondern beim Psychosomatiker.

    Die Tabletten können sicherlich zum Erhalt oder zur Verbesserung der momentanen Lage dienen, aber auf längere Anwendungsphasen nur eine Nebenrolle spielen.
    Nö, eigentlich sind sie meistens komplett überflüssig. Man sollte eben bei absoluter Therapierefraktärität die Psychosomatische Diagnose nicht scheuen. Hier liegt der grundsätzliche Fehler.
    KEINE Wiederbeschaffung von Goldkugeln und anderen Preziosen !
    Das schlimme an den Minderwertigkeitskomplexen ist, daß die falschen Leute sie haben
    (Sir Alec Guiness)



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  4. #4
    Premium Mitglied Avatar von Jynie
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    11.01.2003
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    103
    Original geschrieben von Froschkönig

    Nö, eigentlich sind sie meistens komplett überflüssig. Man sollte eben bei absoluter Therapierefraktärität die Psychosomatische Diagnose nicht scheuen. Hier liegt der grundsätzliche Fehler.
    Ich würde dir hier zu 98% Recht geben, aber um den instabilen Körper in den stabilen zu verwandeln sind nun mal meist Tabletten nötig.



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  5. #5
    Kugelfänger Avatar von Froschkönig
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    Original geschrieben von Jynie


    Ich würde dir hier zu 98% Recht geben, aber um den instabilen Körper in den stabilen zu verwandeln sind nun mal meist Tabletten nötig.
    Und ich sach immernoch "Nö"

    Ein paar Beispiele :

    Zwangsneurosen : Meist kaum Therapierbar, normalerweise Verhaltenstherapie. Bei Selbstgefährdung z.B. Antidepressiva, diese tragen jedoch ÜBERHAUPT nicht zur Heilung bei, nur Symptomlindernd.

    Herzphobie : Klinisches Bild der Angina Pectoris bzw. Herzinfarkt.
    Wird durch keines der üblichen Medikament besser, man bekommt nur deren Nebenwirkungen zu spüren.

    Anorexie : Siehe letzter Beitrag

    Phobien : Tabletten ebenfalls nur Symptomlindernd, genauso bei generalisirter Angststörung

    ich könnte noch länger weitermachen, aber das soll vorerst genügen.

    Klar ist Symptomfreiheit wahrscheinlich das, was Du als "Stabiler Körper" bezeichnest, jedoch haben die Medikamente wirklich nichts mit der Heilung zu tun, man benutzt sie halt, weil sich der Patient damit beser fühlt und nur, wenn wirklich angebracht. Ursprünglich ging es Dir ja um sinnloses Tablettenverschreiben und genau das vermeidet man in der Psychosomatik normalerweise.
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