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  1. #91
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    Prüfung in Hannover 01/2021

    Prüfer haben sich nicht vorgestellt (oder ich habe es im Nachhinein vergessen... ), gefühlt etwas angespannte Stimmung, weil mein Vorgänger durchgefallen ist.

    1. Prüfer:
    - Fall: Alarmierung zu Pferdehof, junge Frau von Pferd niedergetrampelt worden, wie gehen Sie vor: Lagebeurteilung (sicher? Pferd noch herumlaufend? weitere Verletzte etc.), cABCDE: wie sichern Sie die HWS, genug Manpower ist vorhanden? (ich habe mich für manuelle Fixierung bis zur Immobilisierung auf der Vakuummatratze + Headblocks entschieden. Er hat noch mal gefragt, ob ich das wirklich so beibehalten will, aber mich auch nicht korrigiert); instabiles Becken, RR 80 mmHg systolisch, wo wird die Beckenschlinge angelegt? (Trochanteren); einseitig weite Pupille, welche GCS ist zu erwarten? (3-5) was müssen Sie weiter tun? (Intubation, hier wollte er nicht weiter darauf eingehen, weil ich aus der Anästhesie komme, nur kurz die Medikamente und die Dosierung von Rocuronium). Zielblutdruck im weiteren Verlauf? (SHT vs. potentiell nicht stillbare Blutung) Was kann man sonst noch für die Gerinnung tun? (1g Tranexamsäure) Kann man das wiederholen? (Ich meine, in der Leitlinie steht, ein zweites Gramm über acht Stunden, er wollte es schon nach 15 min geben) Ich welches Haus muss die Patientin? (Neurochirurgie) Wie wird die Patientin gelagert? (30° OK hoch erst, wenn nicht mehr hypotensiv)
    - 4 H's und HITS

    2. Prüfer:
    - Bild von einem Vorderwand-STEMI: sollte nur kurz die Diagnose nennen und die Dosierung von ASS und Heparin nennen. Beide Prüfer waren der Meinung, dass man einfach 500 mg + 5000 IE geben soll. Was ist mit ADP-Rezeptor-Antagonisten präklinisch? (Wird in unserem Bereich nicht mehr gegeben und ist wohl auch sonst nicht mehr üblich)
    - Alarmierung Atemnot bei Kleinkind, was geht Ihnen durch den Kopf? (Aspiration, Epiglottitis, Pseudokrupp) Welches Atemgeräusch bei Aspiration? (Stridor sowohl inspiratorisch, exspiratorisch als auch beides möglich) Gegenüberstellung Epiglottitis - Pseudokrupp bzgl. Symptomatik; welcher Erreger kann auch Epiglottitis verursachen? (hab Streptokokken geraten, war wohl richtig ) Welche Therapie jeweils? (bei Epiglottitis bin ich bzgl. Prednisolon-Zäpfchen und Adrenalin-Inhalation etwas ins Schwimmen geraten, weil das in manchen Algorithmen genannt wird und bei anderen nicht. Er hätte es wohl nur bei Pseudokrupp gegeben) Dann noch das Übliche, dass Epiglottitis nur im Sitzen transportiert wird, bloß keine Intubation, gibt wohl auch eine entsprechende Vereinbarung der Fachgesellschaften (hat mich vorher fünfmal gefragt, ob ich nicht vielleicht doch intubieren möchte...)
    - Fall: 80-jähriger mit Schenkelhalsfraktur, der offensichtlich verwirrt Krankenhauseinweisung ablehnt. Wie vorgehen, welche Rechtsgrundlage für Mitnahme (ich hab ihm was von Geschäftsführung ohne Auftrag erzählt, er wollte noch unbedingt Garantenstellung hören)

    Insgesamt gut machbar, keine abgefahrenen Fragen



  2. #92
    Endgegner besiegt Avatar von WackenDoc
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    Epiglottitis: Haemophilus influenzae B (HiB)- kann man sich gut merken, weil das mit der HiB-Impfung seit Mitter der 90er fast komplett verschwunden ist.
    This above all: to thine own self be true,
    And it must follow, as the night the day,
    Thou canst not then be false to any man.
    Hamlet, Act I, Scene 3



  3. #93
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    Zitat Zitat von WackenDoc Beitrag anzeigen
    Epiglottitis: Haemophilus influenzae B (HiB)- kann man sich gut merken, weil das mit der HiB-Impfung seit Mitter der 90er fast komplett verschwunden ist.
    Um zu präzisieren: die Frage war, wieso Epiglottitis als DD, wenn es doch die Impfung gibt.



  4. #94
    Endgegner besiegt Avatar von WackenDoc
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    Ah, ach so war das gemeint.
    Ich glaube eine elegante Antwort wäre dann, dass es 1. die gefährlichste DD ist und man ebensolche immer bedenken muss. 2. nicht jedes Kind geimpft ist und 3. auch andere Erreger in Betracht kommen.
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    Hamlet, Act I, Scene 3



  5. #95
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    Gedankenprotokoll ZB Notfallmedizin Nordrhein ZB Notfallmedizin

    Prüfer 1:
    Akutes Koronarsyndrom:
    - Definition
    - Präklinische Unterscheidung NSTEMI/instabile AP? – eigentlich nicht möglich, vllt. jedoch Schnelltest beim Hausarzt.
    - Pathophysiologie: Plaque Ruptur, ischämisch, Mismatch o2 Angebot und Bedarf; Koronardissektion; Koronarspasmus
    - Wieso dekompensiert junger Patient (35a) schneller als 55a wenn beide genau haargenau den gleichen Infarkt haben? → junger Patient hat keine Kollateralen gebildet
    - Differentialdiagnosen: Big Five des Thorax
    - Fallbeispiel: Vorgehen. SSS. ABCDE nur nennen und dann EKG innerhalb von 10min, Arzt zu Arzt gespräch mit Katheterlabor unter Umgehung der Notaufnahme.
    - EKG-Ableitungen: Vorderwandinfarkt, Hinterwandinfarkt, welche Gefäße betroffen.
    - Wozu führt ein Infarkt – Akute Herzinsuffizienz und Rhythmusstörung (Kammerflimmern)
    - Medikamentöse Therapie: ASS und Heparin immer geben – auch bei Marcumar, nicht bei Noak, fragen ob er wirklich eingenommen hat. INR hinkt ggf. hinterher und Heparin könnte man schnelle mit Protamin antagoniseren. Ziel von Morphin ist primär die Analgesie und nicht Linderung der Dyspnoe.
    - Was passiert wenn man zu schnell Morphin indiziert? – Patient erbricht, Sedierung wollte er nicht hören...
    - Plötzliches Kammerflimmern am Monitor im Notarztwagen? – 3x Defibrillieren. Wieso kann man 3 x Defibrillieren? → Patient hat noch keine Hypoxie, daher hat man etwas Zeit
    - Defibrillieren. Wieviel Joule mono/ wieviel biphasisich.
    - Was macht defibrillation physiopathologisch? Unterschied mono- zu biphasisch.


    Prüfer 2:
    SHT/Polytrauma/Intubation/Notfallnarkose

    Fallbeispiel: Autounfall

    Sie kommen an. Was zuerst? → SSS → Eigenschutz
    Was hoffen Sie wenn Sie den Patienten sehen? → wach und ansprechbar
    GCS: minimal, maximal, kritischer Wert
    Wenn 8/9 kann man hier hoffen dass es besser wird? → Nein, da ja keine schnell reversible Ursache wie INtox oder Hypoglykämie
    Wohin müsste der Patient gebracht werden? → Maximalversorger mit NCH
    Vorgehen Intubation. Wieso Intubation? Hypoxie und Aspirationsschutz.
    Welches Material? Einteilung der Teammitglieder- Aufziehen Medis, Respirator fertig machen? Alles ganz genau. Spatelgröße, Tubusgröße, Larynmaskengröße, Larynxtubengrößen, Farbe des Larnystubus? Größe der Beatmungsmaske? Ablauf mit genauer Medikamentendosierung.



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