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  1. #1
    Emotionaler Fliegenpilz Avatar von Minoo
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    Moin,
    mich hat dieses Semester der Schein zur klinischen Chemie dermaßen genervt, dass ich mal horchen wollte, ob der an anderen Unis ebenfalls so ätzdend ist. Bei uns bestand der Schein aus einem wöchentlichen 6! -stündigen Seminar mit anfänglichem Eingangstestat und einem 1-stündigen Referat pro Student. Bei den Testaten, insgesamt 13, durfte man nur 2 Fehlversuche habe. Zudem wurden die zwei Testate aus Pharkamkoökonomie und epidemiologie miteinberechnet.
    An sich fand ich das Fach wirklich wichtig und interessant, nur völlig idiotisch wie es umgesetzt wurde. Allein sechs Stunden Seminar ohne richtige Pause ist doch für die Katz. Mein Gehirn schaltet nach 2 Stunden ab, und braucht dann erstmal eine vernünftige Pause. So ist einfach ganz viel durchgerauscht, was an sich interessant. war. Jede Woche ein komplett anderes Thema, oftmals noch ein Referat, was gar nicht zu dem eigentlichen Seminarnachmittag passt und dann immer diesen Druck, das Testat zu bestehen. Och nö...das war echt unnötig blöd
    Da hätte ich lieber eine Abschlussklausur gehabt, für die man am Stück alles gelernt hätte.
    Wie war/ ist der Schein bei euch?



  2. #2
    strahlt von innen :-) Avatar von *Neuritis Ulcerosa*
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    Zitat Zitat von Minoo Beitrag anzeigen
    Zudem wurden die zwei Testate aus Pharkamkoökonomie und epidemiologie miteinberechnet.
    Meinst du wirklich klinische CHEMIE, oder nicht vielleicht doch klinische pharmazie? Ökonomie und epidemiologie sind bei uns nämlich in letzteres eingeflossen.
    Das Leben ist zum Lachen da, drum nehm ich Psychopharmaka.
    Anders, aber mit System!



  3. #3
    Emotionaler Fliegenpilz Avatar von Minoo
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    jo das meinte ich, bei uns sagen alle immer nur "klinische". wusste gar nicht wie das richtig heißt...selbst das ist durchgerauscht



  4. #4
    strahlt von innen :-) Avatar von *Neuritis Ulcerosa*
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    Hieß bei uns auch nur "klinische" und ich teile deine einschätzung: interessantes fach, aber suboptimal aufgebaut.

    Bei uns war es aber wenigstens nicht so hart wie bei euch. 6 stunden seminar pro woche plus noch mal 2 stunden ökonomie in einer bzw. epidemiologie in der anderen semesterhälfte. Also reiner sitzschein. Testate? Referate? Pfff, gab's nicht. Testate - hätte nicht gewusst worüber und die referate hätte man ja auch in kleinen grüppchen halten können. Eine klausur hätte ich mir allerdings auch gewünscht. Obwohl ich da wahrscheinlich nicht mal gewusst hätte, was ich hätte lernen sollen Irgendwie waren die inhalte ja ziemlich wischi waschi. Um ehrlich zu sein wusste ich nicht mal vor dem stex so richtig, was ich lernen sollte.

    An einigen unis scheint das fach ja schon ziemlich gut umgesetzt zu sein. Habe neulich von leipzig und mainz gelesen. Dort gibt es richtige skills labs mit trainingsapotheke, wo man beratungsgespräche üben kann. Von mainz hab ich auch gehört, das die studenten dort stationsbegehungen machen und in kleingruppen die medikationspläne echter patienten anhand derer krankenakte ausarbeiten. So was hätte ich mir auch gewünscht. Alle predigen zur zeit ja immer nur, der apotheker der zukunft solle und werde sich verstärkt auf das medikationsmanagement konzentrieren. Wäre dann auch nett, wenn man das an der uni wenigstens ansatzweise beigebracht bekäme. Im pj-unterricht läuft in der hinsicht auch nix.

    Außerdem fände ich ein fach "fertigarzneimittelkunde" angebracht, ähnlich wie in der pta-ausbildung. Ist ja ganz toll, wenn man weiss dass ambroxol ein prima hustenlöser ist. Blöd nur, wenn man dann im pj in der apotheke jemandem das empfiehlt, dann aber erst mal gefühlte zwanzig minuten braucht, um mitzukriegen, dass das zeug ja in der mucosolvan-flasche drin ist, an der man die ganze zeit zielsicher vorbeigestarrt hat.

    Um all das, was wirklich sinnvoll wäre, im stundenplan unterzubringen, müsste allerdings einiges geändert werden (gern etwas weniger analytik, nasschemie in so großem umfang ist sowieso nicht mehr zeitgemäß ) Überhaupt bin ich ja für eine verlängerung der regelstudienzeit. Unsere forenkollegen hier dürfen ja auch alle eine dreijährige klinische ausbildung "genießen". Ich sehe keinen grund, warum das bei den pharmazeuten anders sein sollte.
    Das Leben ist zum Lachen da, drum nehm ich Psychopharmaka.
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  5. #5
    Emotionaler Fliegenpilz Avatar von Minoo
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    Zitat Zitat von *Neuritis Ulcerosa* Beitrag anzeigen
    Hieß bei uns auch nur "klinische" und ich teile deine einschätzung: interessantes fach, aber suboptimal aufgebaut.
    Irgendwie waren die inhalte ja ziemlich wischi waschi. Um ehrlich zu sein wusste ich nicht mal vor dem stex so richtig, was ich lernen sollte.
    da stimme ich dir voll zu. So schlecht wie dieses Fach umgesetzt wird gewinnt es bei mir die goldene Himbeer

    was du von Leipzig und Mainz schreibst, klingt wirklich gut. Da kann sich Kiel mal eine dicke Scheibe von abschneiden. Ich bin ohnehin für viel mehr Gruppenarbeit oder so freies problemorientiertes Lernen. Aber nein das Prinzip Frontalunterricht wird bei uns fabelhaft umgesetzt

    Zitat Zitat von *Neuritis Ulcerosa* Beitrag anzeigen
    Alle predigen zur zeit ja immer nur, der apotheker der zukunft solle und werde sich verstärkt auf das medikationsmanagement konzentrieren. Wäre dann auch nett, wenn man das an der uni wenigstens ansatzweise beigebracht bekäme. Im pj-unterricht läuft in der hinsicht auch nix.


    "fertigarzneimittelkunde" JA und dafür einfach mal das schwachsinnige Arzneistoffanalyikpraktikum im 8. kürzen. Wie du schon sagst. Weniger Analytik mehr anwendungsorientierte Pharmazie.
    Und was die Regelstudienzeit angeht, bin ich voll deiner Meinung. Obwohl ich schon das Gefühl habe, dass die unteren Semester etwas entspannter an das Studium rangehen, als ich es bei mir erlebt habe. Vielleicht ändert sich so ja irgendwann die Regelstudienzeit.
    Was lernen wir also:" Einfach mal mehr aus der Reihe tanzen" ;)



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