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Thema: Labormedizin

Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
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    Hallo liebes Forum,

    Ich habe die Suchfunktion schon ausgiebig verwendet, aber leider keine Infos zu meinen Fragen gefunden. Ich bin gerade auf der Suche nach Infos zur Weiterbildung Labormedizin. Speziell interessiert mich, wie die Chancen nach der Facharztweiterbildung stehen.

    -arbeitet man gewissermaßen im Akkord um den vom Konzernen geforderten Umsatz zu erzielen, oder hat man gewisse ärztliche Freiheit, um sich mit interessanten Fagestellungen näher zu beschäftigen?

    -Gibt es noch die Möglichkeit sich später niederzulassen, (z.B. in dem man ähnlich einer Gemeinschaftspraxis als Partner in ein Labor einsteigt) oder sind die großen Ketten so dominant, dass man nur noch als Angestellter in diesen Ketten arbeiten kann?

    -Kann man in den großen Ketten ein Gehalt wie in anderen Fachrichtungen oder ähnlich der Klinik als Facharzt erwarten? Oder wird man als "billige" Arbeitskraft ausgenutzt, um den Gewinn von Firmen wie s***** oder a***** noch weiter zu steigern?

    Ich würde mich sehr über eine kurze Rückmeldung freuen, es ist leider sehr schwer Informationen aus 1. Hand über dieses Fach zu erhalten. Gerade wo die Wahlfachfamulatur abgeschafft wurde...

    Vielen Dank schonmal



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  2. #2
    Registrierter Benutzer
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    also ich arbeite zwr nicht direkt da, aber meiner mutter ist mta in der mikrobiologie in einem großen labor in hamburg.

    ein paar fragen kannst du dir denk ich selber herleiten: selbst niederlassen wird halt extrem schwierig. 1. wie willst du die geräte zu anfang bezahlen? du brauchst auch viele MTAs gerade für sowas wie mikrobiologie...einiges kann auch shcon von neuen maschinen gemacht werden, die sind aber ziemlcih störanfällig und tierisch teuer. das andere problem ist auch: von wem willst du die aufträge machen? von kleinen praxen auf dem land? von kliniken auf dem land?..die kliniken ahben meist labore selbst, und ärzte haben meist auch längere verträge. in HH (wo zb viel potential wäre) ist zb so, das sämtliche Asklepios Kliniken alle in ein zentrales Labor schicken. somit sind viele potentielle kunden weg.

    2.- zum thema spezialisierung: in der mibi suchen sie zb ständig assitenten. wollen nicht viele machen. das gute ist halt, das du eig keine nachtdienste hast (da wachsen die bakterien...) aber oft ne hohe wochenendbelastung (aufgrund von insgesamt wenigen ärzten in den einzelnen abteilungen).

    3. thieme hat da grad nen ganz gutes interview mit ner assistenzärztin auf ihrem studentenportal

    4. musst du dir auch überlegen, das du von vielem halt sehr weit weg bist, also solltest du dich entscheiden doch noch einmal umzusatteln...ggf pharmafirmen oder halt krankenhaushygiene.... viel mehr ist denk ich nicht drin (..vlt irre ich mich und andere können noch spannende karrieremöglichkeiten aufzeigen.:?! )

    sry für schlechtes deutsch. gucke fernsehen und streams nebenbei :/



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  3. #3
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    Hallo,

    ich habe einmal eine Weile in einem ambulanten Labor gearbeitet, Labormedizin. Ein paar Dinge zur ambulanten Labormedizin sollten klar sein: Das Labor ist ein Unternehmen. Ein Unternehem muss Gewinn erwirtschaften. Du bist dort zum Arbeiten. Selbstverwirklichung, Wissenschaft ist da nachrangig. Natürlich kann man sich spezialisieren, sich mit einem Fachgebiet besonders befassen, Expertise erarbeiten. Akkordarbeit ist es sicher nicht. Man ist ja auch mit Dingen wie QM und Organisation befasst.

    Eigenes Labor gründen ist aussichtslos. Ziel kann natürlich eine Partnerschaft in einem Labor sein. Auch bei den Ketten gibt es Standortleiter etc. Gehalt? Hier kann ich nur von Erfahrungen aus dem Laborverbund geben, wo ich war. Ein angestellter FA in der Labormedizin dort lacht über das, was ein FA nach Ä2 im Krankenhaus bekommt. Es sollte auch regelmäßig über dem liegen, was ein OA nach Ä3 verdient. Mir wurde das damls so auch glaubhaft unter Nennung konkreter Zahlen in Aussicht gestellt. Als Abteilungsleiter, Standortleiter sind auch Gehälter von deutlich über 100-200.000€ jährlich inkl. Dienstwagen möglich. Das wird natürlich nicht jeder. Genauso wie nicht jeder Chefarzt wird. Zukünftige Entwicklungen sind wie immer nicht abzusehen ;)

    Wie auch immer: wenn es dir Spaß macht und gefällt, dann mach es. Es spricht nichts dafür, dass du hier von Arbeitslosigkeit oder prekärem Einkommen bedroht bist. Interessante Fragestellung lassen sich im wissenschaftlichen Umfeld einer UK sicher besser bearbeiten.

    VG



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  4. #4
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    Mit dem Gedanken an Labormedizin habe ich auch geliebäugelt, aber verworfen. Mache stattdessen Innere. Weil ich grundsätzlich dem Labor positiv zugewandt bin, unterhalte ich mich aber auch relativ viel mit Leuten aus dem Bereich, gehe zu relativ vielen Labor-Fortbildungen etc.

    Mein Eindruck ist, daß die Arbeitsbelastung insbesondere in der Weiterbildungszeit sehr viel geringer ist als in anderen Fachrichtungen. Unabhängig davon, ob man in einem Labor-MVZ, einer mittleren Klinik oder einer Uniklinik seine Weiterbildung macht. Wobei ich grundsätzlich Uniklinik anstreben würde, weil man da wirklich bei weitem am meisten sieht und am meisten Austausch mit anderen hat.

    Die Fachärzte, mit denen ich geredet habe, wobei ich nur solche aus Kliniken und MVZs kenne, keine von den Großlaboren, sind alle mit ihrem Job zufrieden, mögen zum großen Teil die Auseinandersetzung mit klinischen Fragestellungen "aus der Entfernung", fühlen sich auch nicht übermäßig gestresst, arbeiten allerdings (wie andere Ärzte) alle keinen "8 to 4" oder "9 to 5" Job, sondern sind jeden Tag regelhaft deutlich länger da. Sie sind insbesondere auch deutlich länger da als die Weiterbildungsassistenten. Dafür besteht nachts und am Wochenende entweder gar kein Dienst oder nur in sehr erträglichem Maß. Das mit den Diensten ist natürlich abteilungsabhängig - in manchen großen Kliniken machen meines Wissens nur die Oberärzte Dienste, davon dann relativ viele, aber sie werden eben nur selten wirklich reingerufen. Bezahlung muß wohl für Fachärzte "sehr gut" sein, genauere Zahlen haben mich aber nie interessiert. Insbesondere Führungspositionen bedeuten natürlich eine hohe finanzielle Verantwortung, dauernde zähe Verhandlungen, werden bei Erfolg aber sicherlich auch sehr gut honoriert.

    Die finanzielle Zukunftsunsicherheit war tatsächlich auch einer von mehreren Aspekten, die mich von der Labormedizin abgehalten haben. Einerseits wird es immer kleine Labore geben, die kliniknah "vor Ort" Grundleistungen anbieten müssen, insofern besteht eine gewisse grundsätzliche Arbeitsplatz-Sicherheit. Andererseits lädt ein fast patientenferner Zweig wie die Labormedizin in meinen Augen besonders dazu ein, zusätzliche Vorschriften und oder Finanzierungsregelungen einzuführen, die das heutzutage "große Geld", das in der Labormedizin verdient wird, schmälern dürften. Der Beruf des Labormediziners ist auch insofern bedroht, als ich mir sehr gut vorstellen könnte, daß der "Arztvorbehalt", der in Deutschland noch mindestens für den Leiter eines medizinischen Labors gilt, recht schnell abgeschafft werden könnte, spätestens dann, wenn Laborfachärzte Mangelware werden. In der DDR gab es meines Wissens gar keine Labormedizinier, sondern nur klinische Chemiker.

    In welcher Form auch immer der Labor-Arbeitsmarkt in Zukunft vielleicht geöffnet wird, so kann die Öffnung des Arbeitsmarkts für andere schon zu deutlichen finanziellen Verschlechterungen führen - allerdings durchaus auch deshalb, weil Labormediziner heutzutage finanziell schon sehr gut gestellt sind. Ein schönes Beispiel ist ja der Bereich Arbeitsmedizin, wo aktuell aus akutem Fachkräftemangel heraus und entsprechender Lobby-Arbeit die Anforderungen in den Weiterbildungsordnungen heruntergefahren werden. Bin gespannt, ob das finanzielle Folgen auch in den Bereichen der Arbeitsmedizin nach sich zieht, die aktuell noch überdurchschnittlich bezahlt werden, oder ob dort dauerhaft höherqualifizierte Kräfte entsprechend den bisherigen Anforderungen als notwendig erachtet und entsprechend besser bezahlt werden, weil es sich für Unternehmen lohnt.

    Wissenschaftliche Arbeit in der Labormedizin kann man wohl nur an Unikliniken erwarten.

    Was mir noch aufgefallen ist, ist, daß die labormedizinischen Abteilungen ein sehr unterschiedliches Arbeitsklima zu haben scheinen. Ist ja überall so, daß der Chef und die Kollegen und das "Abteilungsklima" eine Rolle spielen, aber das Labor scheint mir diesbezüglich nochmal ein besonderer Ort zu sein. Wenn man mit dem Gedanken spielt, lohnt es sich sicher, sich mehrere Häuser mehrere Tage anzuschauen, soweit möglich.



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  5. #5
    Registrierter Benutzer
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    22.08.2011
    Beiträge
    3
    Mich würden noch sehr die Arbeitsbedingungen als Weiterbildungsassistent in einem MVZ interessieren (z.B. große Laborkette mit L), wäre super wenn jemand aus erster Hand berichten könnte, auch hier ist es sehr schwer an verlässliche Informationen zu kommen.

    Im Einzelnen wären natürlich Gehalt (analog TV-Ärzte realistisch oder deutlich weniger?), Arbeitszeiten, Arbeitsbelastung, Dienste (Vergütung?), typischer Tagesablauf, Chancen auf Übernahme als Facharzt interessant.

    Ich weiß, dass man das schlecht verallgemeinern kann und es wahrscheinlich auch stark von der Größe des Labors abhängt, aber über ein paar kurze Antworten wäre ich sehr erfreut.



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