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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
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    Ich habe mal eine leidige Frage, die mir wahrscheinlich keiner wirklich beantworten kann, aber vielleicht bekomme ich eine Orientierungshilfe.

    Ich habe mir selbst zwar schon Gedanken gemacht, wie viel man ungefähr in welchem Job verdient, allerdings habe ich noch nicht genau einzelne Tarife, Verträge, Zuschläge etc recherchiert, noch dazu ist das ja alles nicht so leicht zu verstehen, wenn man sich nicht unbedingt auskennt.

    Wie auch immer, ich hatte vorhin eine Diskussion mit einer Arbeitskollegin, die meinte, als Arzt werde man sowieso "reich". Der Begriff ist natürlich sehr dehnbar und jeder versteht darunter etwas anderes, aber sie war überzeugt davon, dass man da echt sofort mit nem Mörder-Gehalt aussteigt, was mMn absolut nicht stimmt.

    Ich gehe davon aus und hoffe, dass ich von dem Gehalt einfach einmal recht gut leben kann und mir eben noch ein bisschen etwas ersparen kann, mehr aber auch nicht! "Steinreich" wird man dadurch nicht und man arbeitet eben auch viel, in wie weit das Gehalt an die Arbeit angemessen ist, kommt natürlich auf die Klinik an, denk ich mal.

    Ich weiß natürlich, dass Ärztegehälter länderspezifisch unterschiedlich sind. Außerdem kommt es auf die Einstufung an, die Schichten usw.

    Mich würde aber trotzdem mal interessieren, ob man ganz grob sagen kann, wie viel man ungefähr als AA in den ersten 10 Berufsjahren verdient, bevor man den FA macht?
    Ich bin aus Österreich, deshalb hab ich jetzt man die erstbeste und übersichtlichste Tabelle rausgesucht. So ein immenser Unterschied wird hoffentlich nicht sein.

    https://cms.arztnoe.at/cms/dokumente...belle_2017.pdf

    Wenn ich mich an dem orientiere, kann man sagen, dass man als AA im 1. Jahr rund 3600€ brutto verdient, nach 3 Jahren ca 4.000€ brutto?
    Und da sind ja Zulagen noch nicht dabei, also zB Erschwerniszulage, Nachtdienste etc.
    Wenn man 24h Dienst hat, bekommt man die 16 Stunden, die man mehr arbeitet als einen normaler Arbeitstag, ja meist besser vergütet, weil es in der Nacht ist.
    Wie viele Nachtdienste hat man den im Schnitt? Vier vielleicht? Dann vielleicht 500€ brutto noch dazu? Oder wie werden Dienste ungefähr vergütet?

    Könnte man also sagen, in den Jahren 1-3 als AA hat man zirka 4000€ brutto, ab dem 3. Jahr vielleicht 4500€ brutto? So viel steigt es als AA ja nicht mehr, da muss man dann schon den FA machen, richtig?

    Ich würde mich ehrlich über ein paar Einschätzungen oder Meinungen freuen, konnte im Netz und auch hier nicht unbedingt etwas "Allgemeines" finden!



  2. #2
    Diamanten Mitglied
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    https://www.marburger-bund.de/tarifp...tarifvertraege
    Hier findest du alles, was du wissen musst. An kommunalen Häusern steigt man im Moment mit knapp 4300€ brutto ein, an Unis ist es ein bisschen mehr.



  3. #3
    head & shoulders Avatar von tarumo
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    Zitat Zitat von livelovelaugh Beitrag anzeigen
    Und da sind ja Zulagen noch nicht dabei, also zB Erschwerniszulage, Nachtdienste etc.
    Wenn man 24h Dienst hat, bekommt man die 16 Stunden, die man mehr arbeitet als einen normaler Arbeitstag, ja meist besser vergütet, weil es in der Nacht ist.
    Wie viele Nachtdienste hat man den im Schnitt? Vier vielleicht? Dann vielleicht 500€ brutto noch dazu? Oder wie werden Dienste ungefähr vergütet?
    Zulagen gibt es nicht mehr bzw. marginal (centbeträge). Der Denkfehler mit den 12/16/24h Diensten ist,daß viele Dienstmodelle die Arbeitszeit nur anteilig werten, d.h. Du bekommst vielleicht 50 oder 70% bezahlt (arbeitest aber trotzdem durch). Der nächste Tag wird aber voll abgezogen, und schwupps, bis Du im Minus. Laut Verwaltung ist es in der Nacht angenehmer und leichter und deswegen gibt´s weniger Geld und nicht mehr (wie sonst in der Wirtschaft üblich). Das ganze Thema ist aber sehr komplex. Die Anzahl der Dienste ist höchst unterschiedlich. Im Extremfall 3 von 4 Wochenenden. Grundsätzlich: wenn man sich auf Assistenzarztebene in vielen Kliniken umsieht, dann ist der Job nur noch für Osteuropäer oder Kollegen südlich des Mittelmeers attraktiv...vermutlich, weil die Natives alle nicht reich werden wollen
    Bei den MB-Tariverträgen bitte noch berücksichtigen, daß Urlaubs/Weihnachtsgeld nicht mehr gezahlt wird, also Monatsgehalt mal 12 und davon 50% Steuern etc. (als Single) weg, dann hast Du schon mal eine Hausnummer. Wenn Du viele Dienste im Schichtmodell hast oder so ein nettes Modell mit Minusstunden, wird es auch dabei bleiben.
    "An allem Unfug, der geschieht, sind nicht nur diejenigen schuld, die ihn begehen, sondern auch die, die ihn nicht verhindern"
    Erich Kästner, "Das fliegende Klassenzimmer"



  4. #4
    Diamanten Mitglied
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    In Österreich gibt es relativ große Unterschiede je nach Krankenhausträger. An der Uni Innsbruck beträgt das Grundgehalt z.B. nur €38k, im Burgenland sind es €53k. (Nicht vergessen, dass man in Österreich 14 Gehälter bekommt!) Aber die meisten österreichischen Krankenhäuser haben heute ein Grundgehalt in der Größenordnung von €48-53k - man hat also zum Glück zu Deutschland aufgeschlossen.

    In Deutschland sind die Gehälter einheitlicher (meist TV-Ärzte VKA oder TV-Ärzte Uni oder daran angelehnt).

    All das kann man aber innerhalb von ein paar Sekunden Google-Suche auch sehr leicht selbst herausfinden

    Take-home pay im ersten Jahr je nach Land (wenn wir mal nur Österreich und Deutschland betrachten), Tarifvertrag/Krankenhausträger, Dienstanzahl und Dienstregelungen wahrscheinlich €27-48k pro Jahr. Sowohl das Minimum als auch das Maximum hab ich mit österreichischen Daten berechnet - auch hier ist also die deutsche Gehaltsstruktur wieder homogener.
    Geändert von davo (30.11.2017 um 19:30 Uhr)



  5. #5
    Top Benutzer :)
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    Zitat Zitat von tarumo Beitrag anzeigen
    Zulagen gibt es nicht mehr bzw. marginal (centbeträge). Der Denkfehler mit den 12/16/24h Diensten ist,daß viele Dienstmodelle die Arbeitszeit nur anteilig werten, d.h. Du bekommst vielleicht 50 oder 70% bezahlt (arbeitest aber trotzdem durch). Der nächste Tag wird aber voll abgezogen, und schwupps, bis Du im Minus. Laut Verwaltung ist es in der Nacht angenehmer und leichter und deswegen gibt´s weniger Geld und nicht mehr (wie sonst in der Wirtschaft üblich). Das ganze Thema ist aber sehr komplex. Die Anzahl der Dienste ist höchst unterschiedlich. Im Extremfall 3 von 4 Wochenenden. Grundsätzlich: wenn man sich auf Assistenzarztebene in vielen Kliniken umsieht, dann ist der Job nur noch für Osteuropäer oder Kollegen südlich des Mittelmeers attraktiv...vermutlich, weil die Natives alle nicht reich werden wollen
    Bei den MB-Tariverträgen bitte noch berücksichtigen, daß Urlaubs/Weihnachtsgeld nicht mehr gezahlt wird, also Monatsgehalt mal 12 und davon 50% Steuern etc. (als Single) weg, dann hast Du schon mal eine Hausnummer. Wenn Du viele Dienste im Schichtmodell hast oder so ein nettes Modell mit Minusstunden, wird es auch dabei bleiben.

    Na ja, ich mache im Monat 3-5 24 Stunden Dienste (in der Regel nur einmal am Wochenende) außerdem sind wir in Dienst zu zweit im Haus (Dienstbelastung geht wirklich) und wir bekommen die Dienste dann noch zu 90 % vergütet... wenn man bei Nachtdienst Belastung von über 50 % mit weniger als 90 % Vergütung zufrieden ist dann macht man selbst was falsch! Das muss man heute nicht mehr mitmachen (Ich kann hier für die Innere Medizin sprechen).
    Ich verdiene als steuerrechtlicher Singel netto zwischen 3400 € und 4000 € (Weiterbildungsassistent im dritten Jahr) und kann damit sehr gut leben; und das auch in Anbetracht der vielbeschworenen work Life Balance



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