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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #26
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    Zitat Zitat von GelbeKlamotten Beitrag anzeigen
    Es gibt genug Kliniken, in denen die radiologischen Interventionspatienten auch stationär überwiegend radiologisch betreut werden. Das gilt insbesondere für onkologische Patienten, weniger für Gefäßpatienten. Da wird dann auch alles, was auf Station mit dem Patient passiert und über ein bisschen Novalgin hinausgeht, vom Stationsarzt mit dem Radiologen abgesprochen. Man könnte also sagen: Die bettenführende Abteilung ist in dem Fall Dienstleister für uns.
    Ja die kriegen TACE, SIRT, Clipmarkierung o.ä. und dann gehen sie wieder. 1-2 Tage/zur Überwachung. Die Radiologen werden keine Chemo oder Immuntherapie regelmäßig bei einem Patienten durchführen. Auch liegt ein Patient zu 100% nicht 3-4 Wochen auf einer Radiologiestation. Wenn dann zu viele internistische Erkrankungen /z.B. dekompensierte Herzinsuffizienz, Pneumonie, das hepato-renale Syndrom) auftauchen, wird der Patient auch von den Internisten übernommen. Ebenso palliativmedizinsche Betreuung oder Sterbebegleitung. Das behandelt kein Radiologe.

    Zitat Zitat von GelbeKlamotten Beitrag anzeigen
    Mir ist es ziemlich egal, ob ich eigene Patienten habe oder nicht bzw. eigentlich bin ich froh, wenn ich keine habe. Die ätzende Stationsarbeit ist nun wirklich nichts, was ich für mein Ego brauchen würde oder so
    Yup. Diese ätzende Station....

    Zitat Zitat von GelbeKlamotten Beitrag anzeigen
    Auch macht ein dienstleistungscharakter einer Arbeit diese keineswegs weniger wertvoll, auch wenn du immer weider gerne versuchst es so darzustellen ("nur Dienstleister"). Z.B. in den internistischen Fachrichtungen müssen die Ärzte regelmäßig darum kämpfen, auch mal in die Funktionsdiagnostik zu dürfen und nicht nur auf Station zu versauern. Bei uns gibt es überwiegend das. Dass ihre Gefäßchirurgen aber sowieso viel toller seid als alle anderen Fachrichtungen, hast du denke ich hier im Forum schon hinreichend ort erwähnt...
    Radiologie ist extrem wichtig. Radiologie ist Diagnostik zum großen Teil und da brauch man keine bettenführende Station. Es gibt da auch durchaus Qualitätsunterschiede. Jeder ist dankbar, wenn ein Radiologe die Diagnostik qualitativ gut macht.
    Warum nimmst du das so persönlich?

    Zitat Zitat von davo Beitrag anzeigen
    Wenn man einen so feindseligen Blick auf alle anderen Fächer hat, stell ich mir die Arbeit echt extrem anstrengend vor...
    Ja, das stimmt.



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  2. #27
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    Zitat Zitat von hebdo Beitrag anzeigen
    Ich würde echt gerne wissen, in welcher Klinik in Deutschland Radiologen auf Station arbeiten (Aufnahme, Untersuchung, Dienste machen, Briefe schreiben ...).
    Hat keiner behauptet, dass da dann ein Radiologe dauerhaft auf Station sitzt.
    Aber es ist durchaus so, dass rein interventionell-radiologische Patienten radiologisch visitiert werden und auch der Radiologe dazugerufen wird, wenn es Probleme gibt.

    Ist ja auch sinnvoll so. Der Stationsarzt kann ja auch meistens nicht wissen, was für Komplikationen bei der jeweiligen Intervention auftreten, wie viel Schmerz danach noch normal ist, usw.

    Auch im Dienst wird durchaus der diensthabende Radiologe angerufen bei Problemen oder Unklarheiten.

    Die Aufnahme und das Briefschreiben erfolgt bei uns nicht durch die Radiologie. Ich wüsste aber auch nicht, warum gerade das von besonderer Relevanz für eine Notarzttätigkeit sein sollte. Eine kurze Anamnese machen wir trotzdem mit jedem Patienten vor der Intervention selbst.

    Und was von der Aufnahmeuntersuchung oftmals zu halten ist, wissen wir denke ich alle. Spätestens wenn ich im Untersuchungsbefund bei „Pupillen isokor und seitengleich lichtreagibel“ angekommen bin beim Patienten, der bekanntermaßen auf einer Seite ein Glasauge hat, höre ich dann auf zu lesen. Da fehlt halt vermutlich auch die Zeit oder die PJlerin macht die Aufnahmeuntersuchung (war in meinem PJ nicht anders).

    Natürlich ist Stationsarbeit letztlich in aller Regel (zum Glück) kein Hauptaufgabenfeld eines Radiologen. Bei der Frage, ob es für den Notarzt angerechnet werden kann ist die eigentliche Frage, ob hier mit „stationär“ tatsächlich die Arbeit direkt auf Station gemeint ist oder ob ein Arbeiten im stationären Umfeld gemeint ist, um von rein ambulanten Tätigkeiten in Praxen oder MVZs abzugrenzen.



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  3. #28
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    Zitat Zitat von daCapo Beitrag anzeigen
    Ja die kriegen TACE, SIRT, Clipmarkierung o.ä. und dann gehen sie wieder. 1-2 Tage/zur Überwachung. Die Radiologen werden keine Chemo oder Immuntherapie regelmäßig bei einem Patienten durchführen. Auch liegt ein Patient zu 100% nicht 3-4 Wochen auf einer Radiologiestation. Wenn dann zu viele internistische Erkrankungen /z.B. dekompensierte Herzinsuffizienz, Pneumonie, das hepato-renale Syndrom) auftauchen, wird der Patient auch von den Internisten übernommen. Ebenso palliativmedizinsche Betreuung oder Sterbebegleitung. Das behandelt kein Radiologe.
    Ja, das ist alles richtig (abgesehen davon, dass eine TACE auch Chemo ist).

    Yup. Diese ätzende Station....
    War für mich durchaus einer der Gründe, Radiologin zu werden.

    Warum nimmst du das so persönlich?
    Tue ich nicht. Finde es nur manchmal ärgerlich, wenn gewisse Gefäßchirurgen immer wieder mit dem gleichen Blödsinn um sich werfen.



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  4. #29
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    Zitat Zitat von GelbeKlamotten Beitrag anzeigen
    Die ätzende Stationsarbeit ist nun wirklich nichts, was ich für mein Ego brauchen würde oder so


    "Ätzend...!" Ja, das kann man auch etwas anders sagen. Es ist schwierig, weil man mit so vielen Berufsgruppen und Personen (Oberarzt, Casemanagement, Sozialarbeiter, Angehörige, Patient, Pflege) arbeitet und ihre Interessen alle unter einen Hut bringen sollte. Trotzdem lernt man unglaublich viel bei dieser "ätzenden" Arbeit für sich und fürs Leben.
    Die Stationsarbeit vermittelt das medizinisch-somatische, psychologische und soziale Verständnis für die Probleme von Patienten.
    Geändert von daCapo (31.01.2021 um 11:06 Uhr)



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  5. #30
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    Zitat Zitat von daCapo Beitrag anzeigen
    Die Stationsarbeit vermittelt das medizinisch-somatische, psychologische und soziale Verständnis für die Probleme von Patienten. Ätzend?
    Insbesondere die psychologischen und sozialen Probleme interessieren mich wenig. Von daher ja, ich fände es ätzend mich ständig damit beschäftigen zu müssen.



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