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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #46
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    Zitat Zitat von Relaxometrie Beitrag anzeigen
    Das stimmt. Beschi$$ ist nicht ganz das richtige Wort, stimmt. Als am längeren Hebel sitzend, sollten die Bundesländer, die den Mist anbieten, aber dringend darüber nachdenken, ob sie die Landarztquote wirklich weiterhin anbieten wollen. Begründet, warum ich das so sehe, habe ich ja weiter oben.
    Aber ich sehe da schwarz, denn die Landarztquote wird ja von den Entscheidern für genau das Richtige und ganz toll befunden. Wie man so verpeilt sein kann
    Also ich verstehe mittlerweile dass du die Landarztquote ablehnst, ich verstehe aber nicht warum das "Mist" sein soll - vor allem aus Perspektive der Länder und der Steuerzahler welche ja die Studienplätze finanzieren. Die haben natürlich ein berechtigtes Interesse an mehr hausärztlich tätigen Ärzten und die Landarztquote ist ein Instrument, vielleicht nicht das beste und sicher nicht das einzige.

    Kostenfreie Medizinstudiumplätze werden ja nicht angeboten um jeden eine tolles Studium und Famulaturen in Afrika zu ermöglichen sondern um Versorgung zu sichern.
    Und gerade das im Artikel aufgezeigte Beispiel des "jungen und naiven Studenten" ist ja völlig daneben - der war zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses so alt wie manche WBA's alleine im Nachtdienst.



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  2. #47
    SOS H20 Tatütata Avatar von Dooly
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    Jaaaaaa das war gestern ja echt ne mediale Bombe.
    Zitat Zitat von Nefazodon Beitrag anzeigen
    Nun, wir werden sehen, ob die Länder ihre Hausaufgaben gemacht haben, und die Verträge für die Landarztquote vor Gericht bestand haben. Ich bin gespannt, wie es ausgeht.
    Mega spannend! Denn wenn die Klagen erfolgreich sind, dann hat das ja riesige Konsequenzen für tausende über die Quote eingeschriebene und für den Fortbestand der Quote.

    Und noch zum Thema, dass die Pädiatrie keine Option für die LAQ in NRW ist:
    https://www.aekno.de/aerzte/rheinisches-aerzteblatt/ausgabe/artikel/2026/maerz-2026/landarztquote-mehr-bewerber-als-studienplaetze?
    https://recht.nrw.de/system/files/pd...-sinne-von.pdf



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  3. #48
    gern geschehen Avatar von Kackbratze
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    Zu der Empörung über die Tatsache dass Menschen sich "früh" für einen langen Zeitraum festlegen:
    Sanitätsoffiziere ( Bundeswehrärzte) verpflichten sich für 17 Jahre - meist direkt nach dem Abitur. Die dürfen sich weder aussuchen an welcher Uni sie studieren, noch welchen Facharzt sie wählen-> das wird nach dem Studium nach Bedarf und internen Ranking entschieden. Am häufigsten "dürfen" die übrigens den Allgemeinmediziner machen.
    Weiter werden die dann irgendwo zwischen Flensburg und Sonthofen eingesetzt, Abwechslung findet man dann an den Brennpunkten dieser Welt für mehrmonatige Auslandseinsätze. Die öffentliche Empörung darüber hält sich in Grenzen...
    Was daran liegt, dass Soldaten während des Studiums Sold bekommen, ihnen ihr "Arbeitsvertrag" im Gegensatz zu den Quotenstudenten schon vorher vorliegt UND sie vorher schon einen festen Arbeitgeber haben.

    Die Landarztquote sorgt nur für den Studienplatz, keine Bezahlung während des Studiums und nach dem Studium hat man nicht automatisch einen höheren Rang im Krankenhaus mit höherem Sold, sondern fängt klein und artig unten in der Nahrungskette an um dann in einem minderversorgten Bereich soviel zu verdienen, wie es dort eben gibt.
    Der Bundeswehrsoldat bekommt seinen festen Sold mit Zulagen. In Sonthofen, Oer-Erkenschwick, Berlin oder Mogadishu. Oder nach Versetzungsantrag eben in Jever. Der Landarzt kann keinen Versetzungsantrag stellen.

    Kostenfreie Medizinstudiumplätze werden ja nicht angeboten um jeden eine tolles Studium und Famulaturen in Afrika zu ermöglichen sondern um Versorgung zu sichern.
    Da ja alle Medizinstudienplätze kostenlos sind in Deutschland kann man mit dieser Argumentation die freie Fachwahl nach dem Studium komplett aushebeln und argumentieren, dass die Versorgungssicherheit an erster Stelle steht.
    Und DU jetzt bitte ab sofort Urologe in Thüringen wirst. Hast ja kostenlos...äh umsonst....studiert.

    Kacken ist Liebe!
    Salmonella ist Kacken!


    Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen den Krieg. Bis ich herausfand, dass es welche gibt, die dafür sind. Besonders die, die nicht hineingehen müssen.

    What have you done today to earn your place in this crowded world?



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  4. #49
    Summsummsumm Avatar von Feuerblick
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    Naja, dafür weißt du in der Landarztquote aber zumindest, welchen konkreten Facharzt du machen kannst bzw. welche beiden (ehemals drei) Optionen dir sicher zur Verfügung stehen. Das weißt du bei der Bw halt nicht.
    Ich gehe davon aus, dass diejenigen, die jetzt klagen, genau mit dieser Idee schon unterschrieben haben. „Mal sehen, ob das rechtlich überhaupt Bestand hat, wenn ich dagegen klage“. Jeder von uns unterschreibt Verträge, die lebensverändernd sind oder sein könnten. Mit den Folgen sollte man dann halt leben. Wer sein Denken also vor Jahren mal unsinnigerweise darauf eingeengt hat, unbedingt Medizin studieren zu müssen, obwohl er die Voraussetzungen nicht erfüllt (daran hätte man ja arbeiten können in der Schule, der NC und die Bedingungen sind nun wirklich bekannt), der muss damit leben, dass er sich jetzt einen Klotz ans Bein gebunden hat, den er so einfach nicht loswird.
    Muss der Jungsoldat im Medizinstudium auch. Ja, er bekommt Schmerzensgeld dafür. Aber das ist auch schon alles… dafür muss er in den Auslandseinsatz, kann die Uni nicht frei wählen und muss sehen, welcher Facharzt am Ende für ihn rauskommt. Auch dieser Jungstudent hat halt Pech gehabt, wenn es nicht so läuft, wie er sich das erträumt hat.
    Ich sehe die Verträge absolut nicht als sittenwidrig an. Die Bedingungen sind klar und die Vertragspartner alle volljährig.
    Erinnerung für alle "echten" Ärzte: Schamanen benötigen einen zweiwöchigen Kurs mit abschließender Prüfung - nicht nur einen Wochenendkurs! Bitte endlich mal merken!

    „Sage nicht alles, was du weißt, aber wisse immer, was du sagst.“ (Matthias Claudius)



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  5. #50
    SOS H20 Tatütata Avatar von Dooly
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    Zitat Zitat von Feuerblick Beitrag anzeigen
    Muss der Jungsoldat im Medizinstudium auch. Ja, er bekommt Schmerzensgeld dafür. Aber das ist auch schon alles… dafür muss er in den Auslandseinsatz, kann die Uni nicht frei wählen und muss sehen, welcher Facharzt am Ende für ihn rauskommt. Auch dieser Jungstudent hat halt Pech gehabt, wenn es nicht so läuft, wie er sich das erträumt hat.
    Ich sehe die Verträge absolut nicht als sittenwidrig an. Die Bedingungen sind klar und die Vertragspartner alle volljährig.
    Das einzige, was die BW und die LAQ gemeinsam haben, ist, dass beide Verträge lange binden. Du verpflichtest dich aber nicht heute bei der BW, damit die im 15 Jahren entscheiden, ob und wie sie dich verwenden. Gegenstand des Vertrags ist ab sofort deine Tätigkeit als Soldat*in. Und in jedem Fall wird bei Soldat*innen der Einsatz, Dienstort usw. bestimmt, das ist keine besondere Handhabe bei Soldat*innen, die Medizin studieren. Außerdem gibt es keine random Vertragsstrafen beim vorzeitigen Ausscheiden. Die Rückforderungen von Ausbildungskosten o. ä. sind mit einer Vertragsstrafe nicht vergleichbar.

    In der LAQ verpflichtest dich für eine berufliche Situation, die erst in 15 Jahren nach Vertragsunterzeichnung eintritt und deren konkrete Ausgestaltung sich aus einer zukünftigen Bedarfsplanung ergibt. Der Deal der LAQ ist Studienplatz gegen 15-20 Jahre Berufstätigkeit. Meiner Meinung nach von vornherein unverhältnismäßig und gemein, weil der Deal primär eine vulnerable Personengruppe anlockt. Das Land nutzt den Mangel an Studienplätzen aus, um die Leute in Arbeitsplätze zu zwingen, die sonst niemand übernimmt, statt vernünftige Anreize zu schaffen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, das Art und Dauer des Vertrags sowie Höhe der Vertragsstrafe rechtlich fragwürdig sind. Das Land kann auch nicht einen Studienplatz für Geld verkaufen, der vorher schon da war und keine Mehrkosten verursacht.

    Die Länder scheinen sich ihrer Sache aber sicher zu sein? Die schließen ja fleißig weiter Verträge ab.



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