12.05.2009

Ausgabe 447

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591681 Der Ärzte-Blog:
Ärztin Annette berichtet in ihrem heutigen Blog-Beitrag von den typischen "Anfängerproblemen" auf Station....

In Kooperation mit: Georg Thieme Verlag  *  Deutsche Ärzte Finanz  * deutsche apotheker- und ärztebank

 
 Inhalt (jetzt auch anklickbar)
1.Editorial
2.Chefarzt-Behandlung als Student inclusive
3.Berge, stutz und tolles Teaching (Teil 2)
  
4.Der Ärzte-Blog: Anfängerprobleme
5.Witz der Woche: Das Geburtstagsgeschenk
6.Krebsrisiko aus Grill und Pfanne
  
7.Physiologie und Ophthalmologie unter einem Hut
8.Töchter von gebildeten Müttern sind häufiger gegen HPV geimpft
9.Famulatur im Fachbereich Anästhesie
  
10.Der Bewerber-Blog: Hallo, ich bin jetzt öfter hier
11.In den Foren gelauscht
12.Impressum
    
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 1. Editorial
  

Hallo,
herzlich willkommen zu einem neuen Newsletter für alle Mediziner. In unserem Special zur studentischen Krankenversicherung erfährst du diese Woche, wie du bereits als Student in die Private Krankenvollversicherung wechseln kannst und das zu besonders attraktiven Tarifen.

Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung geladen! Nachladen? Bitte F5 druecken!


Auch unsere Artikelreihe "medizinisches Arbeiten in der Schweiz" geht in eine neue Runde. Diesmal berichtet uns Christine Lang von ihrer Zeit als Assistenzärztin im Inselspital Bern. Das Deutsche Krebsforschungszentrum warnt pünktlich zum Beginn der Grillsaison vor dem bestehenden Krebsrisiko bei zu stark angebratenem Grillfleisch. Professor Dr. Dr. Steinhausen schildert uns, wie er in den 60er Jahren das Arbeiten und Forschen in der Physiologie und Ophtalmologie unter einen Hut gebracht hat. Auch unsere fleißigen Weblogschreiber kommen heute nicht zu kurz. Studienbewerber Frank berichtet uns von seinem Zivi-Dienst und Ärztin Annette plagt sich mit typischen "Anfängerproblemen" auf Station herum.

Viel Spaß bei der Lektüre wünschen dir
Thomas, Kjell, Jens und Christian
Redaktion MEDI-LEARN

Der Blick in die Zukunft: In der nächsten Ausgabe der Onlinezeitung liest du am 19.05.2009:
o Studenten-Fahrschein in die Private Krankenversicherung
o Cartoon der Woche: Inventur

  

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Regensburg 13.05.2009
München 14.05.2009
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Mannheim 25.05.2009
Rostock 27.05.2009
Hamburg 28.05.2009
Marburg 03.06.2009
Bochum 04.06.2009
Halle 08.06.2009
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 2. Chefarzt-Behandlung als Student inclusive
Die Private Kranken-Vollversicherung

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An einigen Stellen im letzten Artikel fiel auch schon einmal der Begriff der Privaten Krankenvollversicherung. Sie ist sogar schon für dich als Student möglich, es gilt hier aber besondere Fristen zu wahren. Um bereits bei Studienbeginn in die private Krankenversicherung zu wechseln, musst du einen Antrag auf Befreiung stellen.

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Dieser sog. „Antrag auf Befreiung aus der gesetzlichen Krankenversicherung“ kann nur zu bestimmten Zeitpunkten und innerhalb unabänderlicher Fristen gestellt werden. Hier solltest du dich unbedingt von einem Fachmann beraten lassen. Schauen wir uns einmal Stefan an.

Der 26-jährige Stefan aus Barsinghausen bei Hannover wollte sich zum Jahreswechsel so richtig schön erholen und die Alpensonne genießen. Die ersten Tage des Ski-Urlaubs in Sölden/Tirol verliefen dann auch wunschgemäß: super Sonne, massig Schnee und ne Menge Spass und Freude. Doch es kam alles anders als gedacht, denn einmal kurz nicht aufgepasst und nun liegt Stefan in der Medizinischen Hochschule Hannover, Abt. Unfallchirurgie: „Die letzte Abfahrt war eindeutig eine zuviel, denn nun lieg ich hier mit ´nem komplizierten Sprunggelenksbruch. Zum Glück bin ich zum 25. Geburtstag in die Private gewechselt, so dass ich nun mit Zeit und Ruhe von Spezialisten als Privatpatient behandelt werde und auf der Privatstation liege. Für mich persönlich ist dieser Service einer Privaten wichtig. Und so viel mehr als Kommilitonen zahle ich gar nicht“. Und unterm Strich zahle ich sogar weniger, da ich in der Privaten keine Eigenbeteiligungen zu tragen habe.


Ein Wechsel in die Private Krankenversicherung (mit Antrag auf Befreiung von der Versicherungspflicht) ist unter Wahrung von Fristen auch schon als Student möglich zu folgenden Terminen:

  • Studienbeginn
  • zum 25. Lebensjahr
  • zum 30. Lebensjahr
  • zum 15. Fachsemester
Am Ende des Artikels findest du die Möglichkeit, dir zu diesem Punkt unverbindlich Informationen einzuholen und dir ausführlich die Gegebenheiten erläutern zu lassen.

Privat? Viel zu teuer? Mitnichten!
Apropos: sooo teuer ist eine Private Krankenvollversicherung gar nicht. Einige Anbieter haben spezielle Tarife für Medizinstudenten und zahlen noch dazu Beiträge zurück, wenn man im Laufe des letzten Jahres nicht ernsthaft krank wurde bzw. die Rechnungen wegen Geringfügigkeit selbst bezahlt hat. So kostet z.B. für einen 27-jährigen, männlichen Medizinstudenten eine Private Krankenversicherung pro Monat rund 99 € bei der Allianz und 75 € bei der AXA . Vergleicht man die Mehrleistung einer Privaten (Chefarzt-Behandlung, Zweibettzimmer etc.) mit den Kassenleistungen und den nunmehr geringen Unterschied im Preis (studentische KV kostet rund 55 €), so sollte man hier durchaus mal ein persönliches Angebot einholen (siehe Formular unten auf dieser Seite). Es ist und bleibt immer eine Frage des jeweiligen persönlichen Anspruchs.



Ich hab da mal 'ne Frage...
Solltest du zu diesen Punkten Fragen haben und dir von einem Experten deine Möglichkeiten erläutern lassen möchtest, so kannst du über das u.a. Gewinnspiel-Formular nicht nur dein Los in die Trommel der wertvollen Preise (u.a. Disneyland in Paris oder iPod shuffle) werfen, sondern auch Informationen über das Thema Krankenversicherung anfordern.

[Lass dir deine Fragen beantworten und dich vom Fachmann beraten – klick hier]



Pitstopp gefällig? Lust auf eine Reise zu Disneyland?
Das waren ja schon eine ganze Menge an Informationen, nun wird es Zeit für eine kleine Pause. Wir hoffen, mit diesem ersten Part für mehr Klarheit im Dickicht der Krankenversicherungswelt gesorgt zu haben. Die Pause sinnvoll nutzen kannst du z.B. mit einer Teilnahme am VIAmed-Gewinnspiel, in dem es u.a. eine Reise zu Disneyland nach Paris oder iPod shuffle zu gewinnen gilt.

[Klick hier zum Gewinnspiel mit Reise zu Disneyland nach Paris]

Wie geht es weiter?
Im nächsten Teil der Artikelserie geben wir dir eine Antwort auf die Frage, wie du mittels Optionstarif dir bereits als Student deinen Fahrschein in die Private Krankenversicherung reservieren kannst, so dass der spätere Wechsel problemlos und ohne weitere Gesundheitsprüfung von statten gehen kann. Also: Dranbleiben!

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Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN (redaktion@medi-learn.de)
  
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 3. Berge, stutz und tolles Teaching (Teil 2)

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Ein weißes Kreuz auf rotem Grund ziert die Schweizer Flagge. Umgedreht erinnern diese Farben an ein bekanntes Erste-Hilfe-Symbol. Für viele junge Mediziner aus Deutschland ist das Programm: Sie gehen in die Schweiz, weil sie dort Rettung vor heimischen Verhältnissen erhoffen. Doch ist die Schweiz wirklich das „gelobte Medizinerland“?

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Praktisches Jahr als "Uhu"
Christine Lang hat die Vorteile des Schweizer Systems in ihrem Praktischen Jahr kennengelernt. Deswegen ist sie ein Jahr nach ihrem Examen wieder zurückgekehrt und arbeitet jetzt seit einigen Monaten als Assistenzärztin im Inselspital Bern. „Die Weiterbildung in der Schweiz ist umfangreicher. Es bleibt mehr Raum für Fragen“, sagt sie. Besonders schätzt sie die täglichen „Teachings“ für Assistenten. Trotz des neuen Arbeitszeitgesetzes verlässt sie das Spital zwar selten vor 19.00 Uhr, und auch ihr Schweizer Kollege Dr. Urspeter Knecht meint, die Arbeitsbelastung sei nicht geringer als in Deutschland. Überstunden würden aber bezahlt und für Nachtdienste gebe es Freizeitausgleich. Leider ist das jedoch auch in der Schweiz nicht überall der Fall. Ein Assistent berichtet von Kliniken, in denen kein Wert auf Arbeitszeiterfassung gelegt wird und wissenschaftliches Arbeiten in der Freizeit erfolgt.



Der Werdegang von Christine Lang ist typisch für deutsche Schweizgänger. Viele beginnen ihre Karriere in dem Land mit einem PJ-Tertial. Wer Ähnliches plant, sollte mit einer Bewerbung nicht zu lange warten. Viele Stellen sind bereits ein bis zwei Jahre im Voraus vergeben. Wer Glück hat, bekommt aber auch kurzfristig eine Zusage, wenn ein anderer Kandidat abspringt. In der französischsprachigen Schweiz werden die PJPlätze zentral von den Unis in Lausanne und Genf vergeben. Eine Bewerbung in der deutschsprachigen Schweiz richtet sich an das Sekretariat des jeweiligen Abteilungsleiters der Lehrkrankenhäuser. Um „böse“ Überraschungen zu vermeiden und sämtliche bürokratische Eventualitäten zu klären, sollte vor Antritt des Tertials unbedingt das zuständige Landesprüfungsamt (LPA) konsultiert werden. Die Ausbildung muss an einer staatlich anerkannten Universität oder einem ihr offiziell angeschlossenen Lehrkrankenhaus stattfinden. Abhängig vom LPA wird die Immatrikulation an der ausländischen Uni oder eine Äquivalenzbescheinigung gefordert, die nachweist, dass man Schweizer Studenten gleichgestellt ist. Zudem kann eine Ausbildungsbescheinigung verlangt werden, die Inhalte und Umfang des jeweiligen Auslandstertials belegt. Viele Schweizer Spitäler sind diesbezüglich sehr gut organisiert und haben entsprechende Formulare vorrätig. Das Äquivalent zum PJ ist in der Schweiz die Unter assistenz. „Als Unterassistent arbeite ich eigenverantwortlicher als in Deutschland“, erzählt Henning von seinem Schweiz-Tertial. „Ich habe eigene Patienten, deren Diagnostik und Therapie ich in Rücksprache mit Assistenz- und Oberärzten plane. So wird man besser in den klinischen Ablauf integriert.“ Deutsche Medizinstudenten werden Schweizer Studenten im Wahlpfl ichtjahr gleichgestellt, das als „Unterassistenz“ ähnlich dem PJ im letzten oder vor letzten Studienjahr abgeleistet wird. Als frischgebackener Unterassistent („Uhu“) kommt man, je nach Spital, in den Genuss eines ersten kleinen Verdienstes zwischen 500 bis 2.200 Schweizer Franken monatlich. Eine Auslandskrankenversicherung ist für PJ-Studenten ausreichend. Unterkommen kann man meist in einem dem jeweiligen Spital angeschlossenen Personalwohnheim.

Teil 3 des Artikels "Berge, stutz und tolles Teaching" findest du in der kommenden Ausgabe der Onlinezeitung.

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Autor(in): Lucia Hagmann - Via medici Volontärin (redaktion@medi-learn.de)
  
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 4. Der Ärzte-Blog: Anfängerprobleme

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Ich habe meinen zweiten Dienst hinter mir. Diesmal hat es deutlich mehr Spaß gemacht. Nicht nur, weil die Schwestern und Pfleger netter waren, sondern auch, weil ich stück für Stück mehr Dinge allein regeln kann. Meine erfahrenen Kollegen haben natürlich immer noch ein Auge auf mich, aber ich glaube, dass ich einen ganz guten Eindruck mache mit meinen Fähigkeiten aus Famulaturen und PJ.

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Was mir bisher noch die größten Schwierigkeiten bereitet ist ein gewisser Mangel an Authorität. Manche Patienten brauchen sozusagen eine starke Hand oder einen “Tritt in den Hintern”, damit sie keinen Blödsinn anstellen. Und gegenüber Kollegen aus anderen Fachrichtungen braucht man das gelegentlich auch. Wenig läuft im Krankenhaus über bloßes nett-Sein. Ist man zu nett, wird das schnell ausgenutzt. Eigentlich herrscht ein ständiger Kampf zwischen den einzelnen Fachrichtungen. Niemand lässt sich gern undankbare Arbeit aufbrummen, aber leider ist sehr viel Arbeit undankbar.

Andere Abteilungen möchten Konsile von uns, falls bei denen jemand aus dem Bett fällt. Manchmal ist das berechtigt, aber oft kann man auch nur mit dem Kopf schütteln. Warum muss eine andere Abteilung, die noch dazu in einem anderen Stadtteil ist, einen Patienten abends um 23Uhr zum Ausschluss einer Nachblutung vorbei schicken? Statt den Patienten in einem RTW durch die Stadt spazieren zu fahren hätte auch eine notfallmäßige Hb Kontrolle genügt, den Rest hätte man am nächsten Tag klären können, sofern der Hb nicht in den Keller sinkt. Aber wir selbst sind ja auch nicht besser. Jeden Tag haben wir alte Omas bei uns, denen schwindlig wird und die deswegen stürzen. In so einem Fall ziehen wir gern die Kollegen aus der Inneren Medizin hinzu. Die freuen sich aber auch nicht gerade, wenn sie sich um 23Uhr mit solchen Lappalien beschäftigen müssen. Ich gerate da in eine Zwickmühle: einerseits möchte ich sicher sein, dass der Patient nicht hat und nicht nachts plötzlich stirbt. Andererseits ist die Wahrscheinlichkeit, dass die alte Dame einfach zu wenig getrunken hat und deswegen umgekippt ist, wesentlich höher und da genügt eine Abklärung beim Hausarzt am nächsten Morgen.

Ich weiß: beim nächsten Mal stelle ich mich dumm oder schiebe die Verantwortung auf die Innere ab. So nach dem Motto “Ich bin nur ein dummer Chirurg, ich weiß doch nicht, ob’s nicht doch was Gefährliches ist und wenn die Oma wieder umkippt, will ich nicht schuld sein.”

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Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN (autoren@medi-learn.de)
  
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Annettes Tagebuch
  
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 5. Witz der Woche: Das Geburtstagsgeschenk

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"Was wünschst du dir denn eigentlich zum Geburtstag?" möchte Mama von ihrem kleinen Sohn wissen. "Einen Tampon!", antwortet der Kleine. Mutter ist entsetzt. "Einen Tampon? Wie kommst du denn darauf?" "Keine Ahnung, was das ist", meint der Kleine "aber in der Werbung sagen sie, dass man damit Fußball spielen, schwimmen, reiten und Fahrrad fahren kann."

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Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN (redaktion@medi-learn.de)
  
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Medi-Lachparade in den Foren
  
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 6. Krebsrisiko aus Grill und Pfanne

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Rechtzeitig zum Start der Grillsaison bestätigen Wissenschaftler im Deutschen Krebsforschungszentrum die Warnung: Finger weg von scharf angebratenen Steaks und angekohlten Würstchen, denn die beim Grillen oder Braten entstehenden heterozyklischen aromatischen Amine steigern erheblich das Risiko, bestimmte Gewebeveränderungen im Dickdarm zu entwickeln. Diese als Adenome bezeichneten Polypen sind häufig Vorstufen für Dickdarmkrebs.

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Ob auf dem Grill oder in der Pfanne: Werden Fleisch, Fleischprodukte oder Fisch starker Hitze ausgesetzt, löst dies eine Vielzahl chemischer Reaktionen aus. Dabei entstehen Substanzen, die nichts Gutes verheißen: polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe oder die heterozyklischen aromatischen Amine, die sich vor allem dann bilden, wenn Fleisch und Fisch lange scharf angebraten oder gegrillt werden. Heterozyklische aromatische Amine stehen schon lange im Verdacht, die Entstehung von Adenomen im Darm zu fördern - zu Recht, wie Dr. Sabine Rohrmann und Kollegen aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum mit einer aktuellen Untersuchung bestätigen.
Die Wissenschaftler ermittelten für 4484 Studienteilnehmer die Menge des als "PhIP" bezeichneten wichtigsten Vertreters dieser Substanzklasse in der Ernährung. Die Teilnehmer wurden anhand ihrer PhIP-Aufnahme in vier Gruppen eingeteilt. In der Gruppe mit der höchsten PhIP-Zufuhr beobachteten die Wissenschaftler etwa 50 Prozent mehr Dickdarmadenome als bei den Personen, deren Nahrung die geringste Menge dieser Substanz enthielt. Dies betraf vor allem Gewebeveränderungen im untersten Darmabschnitt.

"Das um 50 Prozent höhere Risiko für Dickdarmadenome in der Gruppe mit der höchsten PhIP-Zufuhr lässt sich nicht allein durch einen generell höheren Fleischkonsum erklären", sagt Sabine Rohrmann. Die Wissenschaftler beobachteten einen klaren Zusammenhang zwischen der Vorliebe für stark Gebratenes und der Häufigkeit von Adenomen, was die Rolle der heterozyklischen aromatischen Amine bei der Krebsentstehung bestätigt. Sabine Rohrmann folgert aus ihren Ergebnissen: "Vorsicht beim Grillen und Braten - lieber Schmorgerichte oder andere Zubereitungsarten wählen, die mit geringerer Hitze auskommen." Gerade beim Grillen ist außerdem zu bedenken, dass heterozyklische aromatische Amine nur ein Teil des Giftcocktails sind, der in Fleisch und Würstchen entstehen kann.
Die Untersuchung war Teil der europaweiten EPIC-Studie zu Ernährungsfaktoren und Krebs. EPIC-Teilnehmer hatten zu Beginn der Studie in einem detaillierten Fragebogen Auskünfte zu ihren Ernährungsgewohnheiten gegeben. Unter den Heidelberger Teilnehmern wurde anhand von Abbildungen zusätzlich der bevorzugte Bräunungsgrad von gegrilltem oder gebratenem Fleisch und Fisch ermittelt. Aus diesen Angaben berechneten die Forscher die Menge der mit der Nahrung aufgenommenen heterozyklischen aromatischen Amine. In die aktuelle Risikoanalyse wurden diejenigen 4482 Heidelberger EPIC-Teilnehmer einbezogen, in deren Darm entweder ein Adenom festgestellt worden war oder bei denen dagegen eine solche Gewebeveränderung durch eine Darmspiegelung sicher ausgeschlossen werden konnte.
Rund eine halbe Million Studienteilnehmer aus zehn europäischen Ländern geben seit 1992 im Rahmen von "EPIC" (European Investigation into Cancer and Nutrition) Auskunft über ihre Ernährungsgewohnheiten und Lebensumstände. Diese Daten werden auf ihren Zusammenhang mit dem Auftreten neuer Krebsfälle bei den Teilnehmern untersucht. Die beiden EPIC-Studienzentren in Deutschland sind das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg sowie das Deutsche Institut für Ernährungsforschung in Potsdam-Rehbrücke. Sabine Rohrmann, Silke Hermann und Jakob Linseisen: Heterocyclic aromatic amine intake increases colorectal adenoma risk: findings from a prospective European cohort study American Journal of Clinical Nutrition 2009; Band 89 Seite 1418-1424, DOI:10.3945/ajcn.2008.26658

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland und Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren. Über 2.000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, davon 850 Wissenschaftler, erforschen die Mechanismen der Krebsentstehung und arbeiten an der Erfassung von Krebsrisikofaktoren. Sie liefern die Grundlagen für die Entwicklung neuer Ansätze in der Vorbeugung, Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen. Daneben klären die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Krebsinformationsdienstes (KID) Betroffene, Angehörige und interessierte Bürger über die Volkskrankheit Krebs auf. Das Zentrum wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert.

Quelle: dkfz.de


   
Autor(in): Dr. Stefanie Seltmann (Deutsches Krebsforschungszentrum) (redaktion@medi-learn.de)
  
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Deutsches Krebsforschungszentrum
  
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 7. Forschung und Lehre im Wandel der Zeiten - Folge 4

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Wie lief die Forschung und Lehre eigentlich in den 60er-Jahren ab? Prof. Dr. med. Dr. h.c. Michael Steinhausen ist pensionierter Professor für Physiologie. Er ist zudem Leiter des Heidelberger Ärzteorchesters und Buchautor. In „Forschung und Lehre im Wandel der Zeiten: die 60er Jahre“ berichtet er in 12 anschaulichen Episoden aus seiner Forschungszeit. Die einzelnen Episoden werden als Auszug kurz angerissen, der komplette Text der Einzelfolgen ist als Download im PDF-Format kostenlos verfügbar.

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Prof. Dr. Dr. Michael Steinhausen:
Forschung und Lehre im Wandel der Zeiten
Die sechziger Jahre: Heidelberg - New York - Heidelberg

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Folge 4: „Machen Sie doch beides“,
Physiologie und Ophthalmologie unter einem Hut

d

In Heidelberg wurde jetzt der Traum von der Augenklinik wieder reaktiviert. Hierbei wurde ich durch die Augenkliniker selbst (war es der dortige Oberarzt Honegger?) auf ein Problem gestoßen, was ich mit meiner Intravitalmikroskopie doch lösen können müsste. Einer der bedeutendsten Ophthalmologen und Schüler von Harms hatte seinen Lehrstuhl in Hamburg u.a. mit einer Habil.-Arbeit erhalten, in welcher er nachzuweisen gemeint hatte, dass ein bestimmter Mechanismus in der Arteria ophthalmica das Innere des Auges vor gefährlichen Stoffen schützen könne. Er hatte nämlich an Kaninchen gesehen, dass intravenös applizierte Farbstoffe nicht die Netzhaut erreichten. Es war nun für mich keine Schwierigkeit mit Hilfe von Lissamingrün nachzuweisen, dass selbstverständlich am Eingang zur Netzhaut kein geheimnisvoller Filter sitzen kann, der zwar Blutkörperchen durchlässt aber Farbstoffe filtert. Zum Nachweis muss man nur die geeigneten Intravitalfarbstoffe einsetzen...

[Komplette Folge 4 - klick hier]

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Weiterhin erhältlich:
Studium und Lehre im Wandel der Zeiten
Die fünfziger Jahre: Medizinstudent 1952-1958

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Ein kurzes Lehrbuch, dessen wichtigstes Anliegen darin besteht, die Physiologie des Menschen verständlich zu machen. Nur was man verstanden hat, lässt sich auch erfolgreich für die Prüfung speichern. Unwesentliches wurde weggelassen. Trotzdem erfährt der Leser in vielen Fällen, wann, wie und warum man hinter die Geheimnisse der Physiologie gelangt ist, und welche Bedeutung der Physiologie auch für die Klinik zukommt. Seit seiner ersten Auflage 1986 ist der "Steinhausen" von Vielen als "Geheimtip für das Physikum" sehr erfolgreich genutzt worden. Die jetzige 5.Auflage ist im Konzept unverändert, jedoch von zahlreichen Fachkollegen aktualisiert.

[Mehr Info zum Buch - klick hier]


   
Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN (redaktion@medi-learn.de)
  
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Memoiren Prof. Dr. Dr. Steinhausen - Die 50er Jahre

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Interview mit Prof. Steinhausen
  
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 8. Töchter von gebildeten Müttern sind häufiger gegen HPV geimpft

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Mädchen im Alter von 9 bis 17 Jahren, deren Mütter einen Fachhochschulabschluss oder Abitur besitzen, sind häufiger gegen Humane Papillomviren geimpft als Mädchen, deren Mütter keinen Abschluss oder Hauptschulabschluss besitzen. Zu diesen Ergebnis kam die Studie "Teilnahme an der Impfung gegen Humane Papillomaviren (HPV) in Deutschland", deren federführende Autorin, PD Dr. rer. nat. Stefanie Klug, im Rahmen der 1. Nationalen Impfkonferenz den Förderpreis der Stiftung Präventive Pädiatrie erhielt.

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Seit Dezember 2006 ist die HPV-Impfung in Deutschland erhältlich. Im Februar 2007 empfahl die Ständige Impfkommission (STIKO) die Impfung für Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren. In einer deutschlandweiten repräsentativen Befragung (NFO HealthCare Access Panel "Big Screen") wurden zwischen September und Oktober 2007 insgesamt 55.000 Haushalte befragt.

Rund die Hälfte der Haushalte haben an der Befragung teilgenommen. Von den 1.906 Mädchen im Alter zwischen 9 und 17 Jahren, die sich beteiligten, waren 17,4% geimpft. Zwei Drittel zogen die Impfung für die Zukunft in Betracht, während 16% noch unsicher waren. Lediglich 5% aller Mädchen lehnten die Impfung ab. 17-jährige Mädchen waren sogar zu 38% geimpft. Die Teilnahme an der HPV-Impfung war umso höher, je höher die Bildung der Mutter war. In Ostdeutschland waren bereits mehr Mädchen geimpft als in Westdeutschland.

Die Jury hob hervor, dass diese innovative, statistisch exzellente und epidemiologisch herausragende Studie Klarheit über die wichtige Frage gibt, wie gut die HPV-Impfung derzeit von jungen Frauen angenommen wird. Daten zu Durchimpfungsraten sind in Deutschland außerhalb der Einschulungsuntersuchung nur schwer zugänglich. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert.

Quelle: idw.online.de


   
Autor(in): Heike Thiesemann-Reith (idw-autoren@medi-learn.de)
  
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 9. Famulatur im Fachbereich Anästhesie - Charité Berlin, Campus Mitte

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Für die Sommerferien hatte ich mir vorgenommen, eine Famulatur in einer tollen, mir unbekannten Stadt zu absolvieren. Schnell fiel meine Wahl auf unsere Hauptstadt. Berlin mit seiner Größe, seinen wunderschönen Straßen und Gebäuden, der Spree und tausend Dingen, die man hier unternehmen kann, hatte mich schon immer fasziniert. Also bewarb ich mich einige Monate vor dem gewünschten Termin beim Fachbereich für Anästhesie am Campus Berlin-Mitte der Charité.

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Am ersten Tag wurde ich einem netten jungen Anästhesisten an die Hand gegeben mit dem Auftrag an ihn, mir alles im OP und rund um den Anästhesistenjob zu zeigen. Der OP-Bereich ist sehr groß und es werden Operationen aller möglichen Fachbereiche durchgeführt von HNO über Orthopädie bis Herzchirurgie. Da die Anästhesisten jeden Tag durch die verschiedenen Säle rotieren, bekommt man einen tollen Einblick in die Operationen an sich und die unterschiedlichen Narkosen, die dadurch nötig werden. Man erwirbt Wissen über Zusammenhänge und Vorgänge sowie Medikamentenwirkungen und -dosierungen, das man später in jedem Fachbereich gebrauchen kann. Praktisch kann man in der Anästhesie intubieren, Larynxmasken einsetzen und venöse Zugänge legen üben. Allerdings muss man sich im Klaren darüber sein, dass man innerhalb von vier Wochen niemals richtig intubieren lernen kann. Dazu bedarf es einfach viel mehr Übung und Erfahrung. Erschwerend hinzu kommt, dass in einem so großen Haus alles sehr schnell gehen muss und einem somit oft die nötige Ruhe fehlt. Außerdem sind die Operationen meist so groß und damit auch so zeitintensiv, dass in einem Saal oft maximal vier OP´s pro Tag stattfinden. Wenn dann nicht einmal alle in Intubationsnarkose angesetzt sind, wird klar, warum man nicht so oft die Gelegenheit zum Intubieren bekommt. Wenn im OP nichts mehr zu tun ist, kann man die Anästhesisten bei den präoperativen Aufklärungen begleiten und auch selbst Patienten unter Anleitung aufklären, die am nächsten Tag operiert werden. Insgesamt habe ich bei dieser Famulatur sehr viel gelernt, was ich für mein weiteres Studium und Berufsleben brauchen kann. Ich habe Zusammenhänge verstanden, die mir nur durch das Lesen eines Buches verschlossen geblieben wären. Was das angeht, kann ich solch eine Famulatur nur empfehlen. Wer in aller Ruhe intubieren und Zugänge legen lernen möchte, sollte aber vielleicht lieber an einem kleinen Haus famulieren, wo der Zeitdruck nicht so groß ist und wo mehrere kurze OP´s laufen.


   
Autor(in): Anna Wings (redaktion@medi-learn.de)
  
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 10. Der Bewerber-Blog: Hallo, ich bin jetzt öfter hier

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Zivi, Studienbewerber, notorisch ungeduldig. Hallo, das bin ich: Frank. Und damit ist schon so ziemlich alles über mich gesagt, so langweilig es auch klingen mag. Im Wintersemester 2009/10 möchte ich anfangen Medizin zu studieren. Bis dahin sind es noch knapp acht Monate. In sechs Monaten endet mein Zivildienst und in ein paar Tagen kommen die ersten Ergebnisse für das Sommersemester.

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Und was soll ich sagen? Ich hab’ mich beworben! Und zwar an erster Stelle für Berlin, meine derzeitige Wahlheimat und Lieblingsstadt. “Wollen Sie einen Kaffee oder Tee? Oder Kaba?” In Berlin leiste ich auch meinen Zivildienst ab. Ableisten klingt erstmal nach Zwang - und im Grunde genommen ist es das auch. Mir aber egal, es macht Spaß! Oft jedenfalls. Ich arbeite in der Pflege auf einer Bettenstation und meistens beschränkt sich meine Tätigkeit auf Essen verteilen, benutzte Tabletts abräumen und Essen bestellen (siehe Foto!). Nach vielen vielen Jahren Schule bin ich also endlich angekommen: Am Anfang der Nahrungskette, also ganz unten in der Krankenhaushierarchie. Find ich gut, nicht abheben und schön am Boden bleiben. Mein Motto lautet: Der Zivildienst ist, was ich draus mache. Denn ich habe trotzalledem schon intensive Einblicke in die Pflege und Medizin gewonnen. Dazu aber später mehr.

Jetzt warte ich erstmal weiter ungeduldig auf die Ergebnisse des Abibestenverfahrens. Vielleicht klappts ja da schon. Wenn nicht, bleibt das Auswahlverfahren der Hochschulen. Bis spätestens März muss ich mich also noch gedulden.

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Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN (autoren@medi-learn.de)
  
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 11. In den Foren gelauscht

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Mit mehr als 1000 Beiträgen in der Woche findest Du in den Diskussionsforen von MEDI-LEARN zu fast allen Themen den richtigen Gesprächspartner. In unserer Rubrik "Gelauscht" wollen wir Dich in der Onlinezeitung über einige der Diskussionsthemen auf dem Laufenden halten. Vielleicht findest Du das ein oder andere Thema, das Dich auch interessiert - ein Klick und Du bist mit dabei:

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 12. Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit

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