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1. Editorial |
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Hallo,
in der heutigen Ausgabe der Onlinezeitung präsentieren wir dir das neue SkillsLab in Jena, das den Medizinstudenten praktische Fähigkeiten näher bringt und sie besser auf die ärztliche Tätigkeit vorbereitet.
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Weiterhin berichtet Dorothee in ihrem Interview über Erfahrungen aus ihrem Auslandsaufenthalt in Kenia. Neu vorstellen möchten wir dir heute ein weiteres Blog, in dem Lars Lomberg sich mit Themen aus der klinischen Notfallmedizin auseinandersetzt. Zudem beleuchten wir die Schattenseiten des Arztberufes, in denen Enttäuschung, Frust und Kündigung eine wichtige Rolle spielen.
Desweiteren findest du in dieser Ausgabe einen Vorklinik-Blog, einen Cartoon der Woche und interessante Klinikwahrheiten.
Viel Spaß beim Lesen wünschen dir
Kristina, Jens und Christian
Redaktion MEDI-LEARN
P.S.: Wir suchen Studenten oder Ärzte, die in den
Ländern USA, Großbritannien, Portugal oder der Schweiz waren und ein
Interview ausfüllen oder einen Erfahrungsbericht einreichen möchten. Als
Dankeschön gibt es ein medizinisches Lehrbuch.
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Der Blick in die Zukunft: In der nächsten Ausgabe der Onlinezeitung liest du am 10.05.2011
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| Leipzig |
09.05.2011 |
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| Magdeburg |
10.05.2011 |
18:00 Uhr s.t |
| Marburg |
11.05.2011 |
18:15 Uhr |
| Frankfurt |
16.05.2011 |
18:15 Uhr |
| Münster |
19.05.2011 |
19:15 Uhr |
| Regensburg |
23.05.2011 |
18:00 Uhr s.t |
| München |
24.05.2011 |
18:00 Uhr |
| Ulm |
25.05.2011 |
18:00 Uhr |
| Freiburg |
26.05.2011 |
18:30 Uhr |
| Düsseldorf |
31.05.2011 |
18:00 Uhr s.t |
| Kiel |
08.06.2011 |
18:00 Uhr s.t |
| Hamburg |
09.06.2011 |
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Das am Universitätsklinikum Jena neu eingerichtete SkillsLab bietet den Medizinstudierenden Übungskurse für ärztliche Fertigkeiten in Diagnose, Therapie und Kommunikation. Engagierte Mitarbeiter verschiedener Kliniken und Institute konzipieren zusammen mit Tutoren die Kurse.
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Das Kursangebot wird nach den Bedürfnissen der Studierenden weiter ausgebaut und an das Curriculum angepasst. Die Medizinische Fakultät investiert in das studentische Trainingszentrum 300.000 Euro.
„Und vergesst nicht, Euch die Zunge ’rausstrecken zu lassen -“, Wibke Lütz führt vier Medizinstudentinnen im fünften Semester vor, wie eine Patientenuntersuchung beginnen sollte. Sie selbst studiert im siebenten Semester und arbeitet als Tutorin im SkillsLab der Medizinischen Fakultät. Seit diesem Wintersemester bietet dieses Übungszentrum fakultative Kurse an, in denen die Studierenden ärztliche Fertigkeiten lernen und trainieren können. „Die Idee ist fantastisch, ich hätte mir das SkillsLab schon für mein Studienjahr gewünscht.“ Die Studierenden der Fachschaft Medizin machen sich seit Jahren stark für ein solches Trainingszentrum. Wibke Lütz betreut jetzt gemeinsam mit sechs Kommilitonen den klinischen Untersuchungskurs, in dem die Teilnehmer die in der Vorlesung behandelten einzelnen Untersuchungsabschnitte üben können, um fit zu sein für das Stationspraktikum.
Selbermachen, nicht nur Zuhören und -sehen
Studierende trainieren im SkillsLab in kleinen Gruppen einfache, aber auch komplexe ärztliche Fertigkeiten. Der Fokus der Ausbildung in einem SkillsLab liegt auf dem „Selbermachen“, nicht auf Zuhören oder Zusehen. „Mit ihren Kenntnissen aus dem theoretischen Studium und den im SkillsLab erlernten praktischen Fähigkeiten können unsere zukünftigen Kollegen optimal auf den Unterricht am Patientenbett und die Praxiseinsätze vorbereitet werden. Diese Kompetenzen geben den Studierenden Sicherheit, und davon profitieren Patienten und Studierende“ beschreibt Dr. Katrin Pahlke das Hauptziel des SkillsLab. Die Oberärztin an der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin und Urte Mille vom Studiendekanat der Medizinischen Fakultät entwickelten gemeinsam das Konzept für dieses studentische Trainingszentrum.
Das Arzt-Patienten-Gespräch in schwierigen Situationen ist Gegenstand eines gegenwärtig angebotenen Kommunikationskurses, den Dr. Swetlana Philipp aus dem Institut für Medizinische Psychologie mit studentischen Tutoren und Schauspielpatienten durchführt. „Außerdem werden Kursmodule zum Anlegen eines venösen Zugangs an Phantomarmen und ein Ultraschallkurs entwickelt. Weitere Phantome, an denen Injektionen, Nähen und Knüpfen, und Wiederbelebungsmaßnahmen geübt werden können, sind bestellt. Die Mehrzahl der Kurse leiten studentische Tutoren, so genannte peer teacher, die die Kleingruppen mit maximal sechs Studenten betreuen. „Die Tutoren werden direkt von den erfahrenen Klinikern geschult, die die Kurse entwickeln, und müssen in einer Lehrprobe ihr Können nachweisen“, betont Urte Mille.
Im SkillsLab üben Studenten, aber auch Ärzte in der Weiterbildung
Dr. Katrin Pahlke (M.) und Urte Mille (r.) bereiten mit dem studentischen Tutor Peter Ernst einen neuen Kurs vor, in dem der Auskulationstrainer eingesetzt wird. Fotos: vdG/UKJ“Es freut mich sehr, dass wir nun ein SkillsLab mit einem zukunftsweisenden Konzept nicht nur für Studenten, sondern auch für die Weiterbildung der Ärzte zur Verfügung stellen können“, so Prof. Dr. Orlando Guntinas-Lichius, Studiendekan der Medizinischen Fakultät. „Das SkillsLab eröffnet uns ganz neue Möglichkeiten praktische Fähigkeiten zu lehren, zu üben, oder auch Kenntnisse aufzufrischen. Der Lernende soll das SkillsLab mit der Sicherheit verlassen, seine erworbenen Fähigkeiten am Patienten selbstverständlich einsetzen zu können.“
Wibke Lütz zeigt noch einmal, wie man durch leichtes Kratzen über den Oberbauch unter Einsatz des Stethoskops die Größe der Leber feststellen kann. Dann versucht sich jede der Studentinnen, bis sie die Geräuschveränderung am Leberrand hört. Die Patientenrolle hat eine Kommilitonin übernommen. „Es ist schön zu sehen, wie es ‚klick’ macht“, sagt Wibke Lütz, „und wie die Kursteilnehmer sicher werden.“
Quelle: Uniklinikum Jena
 | Das 3B Scientific-Skills-Lab-Special
Dieser Artikel ist Teil des Artikelserie zum Thema Skills Lab, das wir dir mit freundlicher Unterstützung von 3B Scientific, dem renommierten Hersteller anatomischer Modelle, präsentieren können. |
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| Autor(in): Pressemeldung Uni Jena ([email protected]) |
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Vor 9 Tagen ging es nun los mit dem 4. vorklinischen Semester. Und wohl gemerkt, man höre und staune: Mit dem letzten vorklinischen Semester. Es gibt also Licht!! Nicht, dass ich mir wie in einem dunklen Tunnel vorkäme, aber manchmal kommt man sich ja schon vor wie ein blindes Huhn, was versucht möglichst viele und gute Körner zu finden…
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Aber der Reihe nach: Das 4. Semester ist bei uns quasi das Qualifying zum Physikum. Die Lübecker Vorklinik scheint ihre Studierenden recht gut aufs Physikum vorzubereiten, sodass die Bestehensquote deutschlandweit eine der besten ist (habe da irgendwie so Werte um die 90% im Kopf). Diese Tatsache bringt die unschöne Eigenheit mit sich, dass schon vor Antritt der Physikumskandidaten auf die Anzahl der vorhandenen Klinik-Plätze reduziert werden muss, beispielweise durch entsprechend gemeine Klausuren und andere Schikanen (“nein, das eine 6 MC-Fragen enthaltene Zusatzseminar-Testat, das Sie wegen 40°-Fieber versäumt haben, können sie erst im nächsten Wintersemester 11/12 wiederholen, nein ein Attest interessiert uns nicht.”). Sollte man es also bis zur erfolgreichen Anmeldung bzw. Scheinfreiheit geschafft haben, stehen die Chancen nicht schlecht. So zumindest die liebe Statistik…
Insgesamt ist es wohl ein recht typischer Verlauf in einer Doktorarbeit, bei mir wohl insgesamt etwas unschöner verlaufen als beim Durchschnitt aber jetzt auch nicht ein besonderer Einzelfall.
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| Autor(in): Sophie ([email protected]) |
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In diesem Blog werde ich zukünftig, mehr oder weniger regelmässig, Themen aus dem Bereich Klinische Notfallmedizin ansprechen, die auch auf meiner Website www.nofame4u.de zu finden sein werden. Das erste Thema ist mir ein besonderes Anliegen: der Begriff Risiko in der Klinischen Notfallmedizin.
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Risiko ist ein heterogener Begriff mit unterschiedlichen subjektiven Empfindungen: welches Risiko, Risiko für wen? Für uns, unseren Chef, den Krankenhausträger oder den Patienten? Medizinisches oder Medicolegales Risiko?
„Sichern Sie sich ab, Sie sind noch kein Facharzt“, dies ist eine beliebte Aussage der Chefs, sollte es nicht besser heissen: Sichern Sie mich ab?
Und überhaupt, welcher Facharzt sollte man denn sein, für die Behandlung eines Patienten mit unklarer Bewusstseinsstörung, wo ein entsprechend notwendiger Facharzt für Klinische Notfallmedizin derzeit doch noch nicht einmal existiert?
Gegenwärtig wird in der Medizin eine Ausschlussdiagnostik betrieben, nicht so die so nötige Einschlussdiagnostik. Ziel ist nicht so sehr die proaktive Diagnosefindung, sondern die Vermeidung persönlicher medicolegaler Konsequenzen. Gefürchtet werden auch bei uns, mehr jedoch noch in den angloamerikanischen Ländern, die rechtlichen Konsequenzen unseres Tuns, nicht die medizinischen Konsequenzen für den Patienten. Dies resultiert in bestenfalls nur teurer, im schlechtesten Fall sogar in schädlicher Überdiagnostik.
Ich bin mir bewusst, dass es hierfür keine Patentlösung gibt, wohl aber lohnt sich ein intensiveres Nachdenken über eigene Risikodefinitionen und auch über verbleibende Restrisiken, die offen mit den Patienten kommuniziert und in eine gemeinsame Entscheidung eingebunden werden sollten. Sind wir bereit, zum Beispiel ein Restrisiko von x% zu akzeptieren, eine Lungenembolie zu übersehen, oder bevorzugen wir z.B. eine Verdopplung von Bildgebungskosten und Strahlenexposition mit entsprechenden sozioökonomischen und auch medizinischen Folgen? Wie viel Restrisiko ist akzeptabel?
Einige weiterführende Links zum Thema findet hier, mehr im Blogbereich meiner Website www.nofame4u.de
Links:
http://www.nofame4u.de/notfallmedizin-blog/
http://lifeinthefastlane.com/2010/03/wrestling-with-risk/
http://www.alllaconference.com/index.php?option=com_content&view=article&id=9218:AllLAConference_20100204_Risk_Schriger
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| Autor(in): Lars Lomberg ([email protected]) |
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Der folgende Cartoon wurde uns von unserer
Partnerseite
www.rippenspreizer.com zur Verfügung gestellt.
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Auf der Webseite www.rippenspreizer.com
findet Ihr 400 weitere Cartoons inklusive E-Cardfunktion und vielen
anderen Gimmicks.
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| Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected]) |
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| 6. Gastbeitrag aus den Länderinformationen: Auslandsaufenthalt konkret - Interview zum Aufenthalt in Kenia
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Wöchentlich präsentieren wir dir an dieser Stelle ein Interview oder Erfahrungsbericht aus einem von insgesamt 31 Ländern, zu denen kostenlose Länderinformationshefte bei der Deutschen Ärzteversicherung erhältlich sind. Du kannst dir zu zahlreichen Ländern gratis Länderinformationshefte bestellen, um deinen Auslandsaufenthalt perfekt vorzubereiten. Das heutige Land, das wir dir vorstellen möchten, ist Kenia.
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1. Warum hast du dich entschieden, in Kenia ein medizinisches Praktikum zu machen?
Die politische Lage galt (damals) als konstant sicher, eine Freundin arbeitete dort als Sozialpädagogin und über andere Freunde wiederum, die für vier Jahre dort lebten, bestand die Möglichkeit zum sozialen Anschluss zu netten Kenianern. Medizinisch reizvoll fand ich die Erfahrung, wie Medizin unter für unsere Verhältnisse schwierigen Bedingungen, (wie Geldnöte etc.) betrieben wird.
2. Welche Weiterbildung hast du in Kenia gemacht?
Famulatur.
3. Wie hast du dich auf die Reise vorbereitet und mit wem hast du während der Vorbereitungsphase Kontakt gehabt?
Gemeinsam mit einer Freundin, die zur selben Zeit dort hinreiste Dinge besprochen, Freunde befragt, die selbst schon für einige Zeit dort lebten, Webseite vom Auswärtigen Amt und Tropeninstitut. Kontakt bestand mit Mitarbeitern der Klinik.
4. Welche Formalitäten waren vor Reisebeginn zu erledigen (z. B. Visum, Letter of recommendation etc.)?
Letter of recommendation wäre hilfreich gewesen (für das "offizielle" Krankenhaus), war aber kein Muss; Visum gab es am Flughafen von Nairobi (über einen Kontakt, der sich im Flugzeug ergab, bekam ich sogar ein Visum, das länger als 90 Tage gültig war).
5. Welche Impfungen und weitere Gesundheitsvorsorge hast du im Vorfeld durchgeführt?
Beratung der Tropenmedizin (Impfsprechstunde); Hepatitis A, Gelbfieber, Tollwut, Meningokokken.
6. Wie hat man dich aufgenommen, als
du an deinem Ziel angekommen bist?
Wurdest du von jemandem betreut?
Wie warst du untergebracht?
Ich wurde sehr herzlich aufgenommen, vom Flughafen abgeholt, konnte in Nähe der Ambulanz wohnen und es gab noch einige andere Volunters, so dass wichtige Infos (z. B. wo man was in der Stadt findet, wie man wo hinkommt etc.) schnell und verlässlich einzuholen waren.
7. Wie war der erste Tag im eigentlichen Praktikum?
Zunächst eher Frustration, hatte doch erhebliche Schwierigkeiten mit dem kenianischen Englisch-Dialekt. Aber, was ich am ersten Tag noch nicht für möglich gehalten hatte, passierte tatsächlich -man hört sich rein, versteht Tag für Tag mehr.
8. Wie klappte die Kommunikation? In welcher Sprache konntest du dich mit Kollegen und Patienten unterhalten bzw. die Untersuchungen durchführen?
Zum Englischen: siehe oben. Geärgert habe ich mich, dass ich nicht mehr Swahili gelernt hatte, die Gespräche waren ca. 60% auf Englisch und 40% auf Swahili (wobei der Arzt manchmal erst auf Nachfrage übersetzte).
9. Wo wurdest du genau eingesetzt und was durftest du während deines Praktikums alles machen?
Consultations, sprich Patienten befragen und untersuchen (was sich oft nur auf Auskultation, Otoskopie, RR und Fieber messen beschränkte), Einführung ins Labor, auch Mithilfe bei Gramfärbungen, Stuhluntersuchungen etc. Diesen Teil verbrachte ich in einer Ambulanz, die nicht von einem studierten Arzt geleitet wurde, wobei der Zuständige auch berechtigt war Medikamente zu verschreiben, Wunden genäht hat. Den zweiten Teil verbrachte ich in einer Geburtsklinik. Dort war ich eine Woche im Kreissaal. Ich habe die Möglichkeit aufgrund der kurzen Anwesenheit nicht wahrgenommen, aber es bestand oft Gelegenheit zu entbinden. Die nächste Woche war ich auf der Neugeborenen Unit eingeteilt, mit Teilnahme an Visite, (leider) auch Reanimationen, Mithilfe beim Waschen und Füttern.
10. Welche Tipps würdest du zukünftigen Studenten geben, die planen in Kenia ein Praktikum zu machen?
Unser Gesundheitssystem bietet eine umfassende Sicherheit, die die Kenianer leider nicht haben. So musste ein Patient, der bei einem nächtlichen Überfall verletzt wurde, bis zum nächsten Morgen warten, um sich in der billigeren Ambulanz versorgen zu lassen, da ihm zur sofortigen Versorgung das Geld für Taxi und Krankenhausbehandlung fehlte. Prävention/Aufklärung über HIV, Sexualkundeunterricht ist vielerorts verpönt, könnte das doch erst einen Anreiz zum Geschlechtsverkehr schaffen - so wissen viele Jugendliche nichts von Verhütung, Schwangerschafts-Vorsorge findet in geringem Ausmaß bis gar nicht statt.
Dass die Wasserversorgung in vielen Gebieten unzulänglich ist, sanitäre Anlagen oft von mehreren Familien (im Slum von Unmengen Menschen) gemeinsam benutzt werden, führt ebenfalls zu Infektionen und Komplikationen, die wir so natürlich nicht kennen.
11. Wenn du deinen Aufenthalt in fünf Sätzen zusammenfassen solltest, wie würdest du ihn abschließend beschreiben?
Es war eine der wertvollsten Erfahrungen in meinem (nicht nur medizinischen) Leben. Es war spannend, eine neue Kultur kennen zu lernen und bei allen Unterschieden Freundschaften zu schließen, die bis heute halten. Auch heute habe ich noch die vielen freundlichen Leute, die verstopften Straßen und wunderschönen lila blühenden Bäume vor Augen, den Geruch von verbranntem Müll und Staub in der Nase und den Lärm der Autos, das Rufen der Kinder ("muzungu, muzungu") und die dröhnende Musik der Matatus in den Ohren. Herausfordernd war der Umgang mit dem "Gebundensein der Hände" in medizinischer Hinsicht und den vielen teils traurigen Erfahrungen, genial die Möglichkeit zur Durchführung einer Entbindung, die sich in Deutschland während einer Famulatur nie finden würde.
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| Autor(in): Dorothee D. ([email protected]) |
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Mit mehr als 1000 Beiträgen in der Woche findest du in den Diskussionsforen von MEDI-LEARN zu fast allen Themen den richtigen Gesprächspartner. In unserer Rubrik "Gelauscht" wollen wir Dich in der Onlinezeitung über einige der Diskussionsthemen auf dem Laufenden halten. Vielleicht findest Du das ein oder andere Thema, das Dich auch interessiert - ein Klick und Du bist mit dabei:
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Aktuell im Forum
vor dem Studium:
Aktuell im Forum
Vorklinik:
Aktuell im Forum
Klinik:
Aktuell im Forum
PJ:
Aktuell im Forum Assistenzarzt:
NEU: Zahnmedizin
Aktuell im Forum
vor dem Studium:
Aktuell im Forum
Vorklinik:
Aktuell im Forum
Klinik:
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| Autor(in): Redaktion (MEDI-LEARN) ([email protected]) |
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| 8. Tiefe Enttäuschung führt zur Inneren Kündigung - Viele Assistenzärzte wechseln noch während der Weiterbildungszeit
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Lang ist es her, dass Arbeitsverhältnisse
mit derselben dauerhaften Perspektive
eingegangen wurden wie Ehen
– idealerweise bis zur Rente oder bis dass
der Tod sie scheidet. Heutzutage bindet
man sich mit seiner Unterschrift unter
dem Arbeitsvertrag nicht mehr auf ewig,
und in mehr als der Hälfte aller Fälle
auch vor dem Standesbeamten nicht.
Kündigungen durch Mediziner noch
während ihrer Zeit als Assistenzarzt sind
zu einem häufigen Phänomen geworden.
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Während umgekehrt für einen Rauswurf
im Regelfall massive und objektive Gründe
wie mehrfache schuldhafte Abwesenheit
oder Nicht-Erledigung wichtiger
Aufgaben trotz Aufforderung vorliegen
müssen, reicht für den Angestellten das
Einhalten der Kündigungsfrist.
Diese ist während der normalerweise
sechsmonatigen Probezeit mit nur zwei
Wochen für beide Seiten noch recht kurz
und verlängert sich laut Gesetz danach
zunächst auf einen, im Laufe langer
Zeit schließlich auf zwei, drei und mehr
Monate. In der Realität aber wünschen
sich nach dem ersten halben Jahr insbesondere
die Arbeitgeber mehr Planungssicherheit
und legen lieber gleich
eine dreimonatige Kündigungsfrist im
Vertrag fest.
Soll bis zu einem geplanten Jobwechsel
dann aber doch kein ganzes Vierteljahr
vergehen, lässt sich diese Frist später
durchaus wieder abkürzen. Allerdings
wäre dafür ein einvernehmlich geschlossener
Aufhebungsvertrag erforderlich,
damit der Vorgang in deinem Lebenslauf
keine dauerhaften Kratzer hinterlässt.
Vermutlich wird der bisherige Arbeitgeber
aber wenigstens zu einem Kompromiss
bereit sein: Wenn jemand zum
Gehen fest entschlossen ist, macht Querstellen
bis zum Schluss kaum Sinn.
Tatsächlich spielen Kündigungen sich ja
hauptsächlich im Kopf ab – die Gründe
sind meist viel stärker psychologischer als
juristischer Art: Arbeitsbedingungen werden
als belastend empfunden, die Weiterbildung
verläuft schleppend, man tritt
vielleicht seit langem auf der Stelle, man
hat zum neuen Chef „keinen Draht“ oder
kommt mit bestimmten Kollegen nicht
zurecht. Vor dem Brief ans Personalbüro
wurde in solchen Fällen vermutlich längst
die innere Kündigung geschrieben.
Typische Folgen sind „Dienst nach Vorschrift“,
nachlassendes Engagement für
die eigene berufl iche Entwicklung und
eine generelle Distanzierung, die oft in
Zynismus ihren Ausdruck fi ndet, weil es
„ja doch alles keinen Zweck hat“. Die tiefe
Enttäuschung des Angestellten kann
zu psychosomatischen Erkrankungen
führen und spätestens
dann für seinen Arbeitgeber erheblichen
wirtschaftlichen Schaden
zur Folge haben. Die Kündigung
des Vertrages sollte dennoch
das letzte Mittel bleiben. Möglicherweise
lässt sich gemeinsam mit dem Betriebsrat
eine andere Lösung fi nden, beispielsweise
ein Wechsel innerhalb der Klinik. |
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| Autor(in): Redaktion ([email protected]) |
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Ob Famulatur, Krankenpflegepraktikum, PJ-Tertial oder Assistenzarztzeit - immer wieder steht man als junger Mediziner vor der Frage: Bin ich dort eigentlich gut aufgehoben? Wer vorab Informationen zur Tätigkeitsstelle herausbekommt, kennt meist jemanden, der dort schon einmal gearbeitet hat. Für alle anderen gibt es ab sofort die Klinikwahrheiten von MEDI-LEARN - eine interaktive Datenbank mit Bewertungen von Kliniken, aus der wir euch an dieser Stelle die Klinikwahrheit vorstellen wollen:
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Klinikwahrheiten zum
Krankenpflege-Praktikum
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Meiningen |
Klinikum Meiningen - Urologie - Meiningen
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Berlin |
Bundeswehrkrankenhaus Berlin - Orthopädie/Unfallchirurgie |
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Klinikwahrheiten zu Famulaturen
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Offenbach |
Ketteler Krankenhaus - Innere Medizin - Offenbach |
[klick hier] |
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Hamburg |
Asklepiosklinik Wandsbek - Innere: Kardiologie - Hamburg |
[klick hier] |
Klinikwahrheiten zum Praktischen Jahr
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Wetzikon |
GZO Wetzikon - Innere Medizin |
[klick hier] |
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Frankfurt |
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Úniversitätsklinik Frankfurt - Psychiatrie |
[klick hier] |
Klinikwahrheiten zur Assistenzarzt-Zeit
|
Mainz |
Universitätsmedizin Mainz - Transfusionsmedizin |
[klick hier] |
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Homburg |
Urologie Universitätsklinikum des Saarlandes |
[klick hier] |
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Bewertung zu schreiben? Egal
ob Pflegepraktikum,
Famulatur, Blockpraktika,
PJ-Tertial oder
Assistenzarztstelle - jede
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unterstützt zukünftige
Generationen. Die Bewertung
dauert rund 5 Minuten pro
Praktikumsstelle und ist völlig
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Folgende Personen arbeiten regelmäßig oder zeitweise an der
Onlinezeitung:
Redaktionsleitung: Jens Plasger & Christian Weier, Redaktion:
Thomas Trippenfeld (Redakteur), Daniel Luedeling (Arzt und Cartoonist), Nina Dalitz (Redaktion), Stefan Ritt (Programmierung), Kjell Wierig (Mediengestalter), Dr. Marlies Weier (Ärztin und Redakteurin), Jan-Peter Wulf (Redakteur), Kristina Junghans (Mediengestaltung), Trojan Urban (Arzt und Redakteur), Carina Wild (Redaktion), Stan, Reporter für Extremeinsätze,
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