26.07.2011

Ausgabe 555

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591681Sprechen sei gelernt!
Herausforderung: Mündliche Prüfung. Wir nehmen dir die Angst und haben die richtigen Tipps für dich
...

In Kooperation mit: Georg Thieme Verlag  *  Deutsche Ärzte Finanz

 
 Inhalt (jetzt auch anklickbar)
1.Editorial
2.Neues System zur Therapie von Wirbelkörpermetastasen
3.Nichtstun oder 'Abwartendes Offenhalten'
  
4.Vor der Prüfung das freie Sprechen üben
5.Cartoon der Woche
6.Die Leiden der wollenden Studentin
  
7.Mini-Umfrage - Deine Meinung?
8.MEDI-LEARN Interviewserie: Bewerber
9.Sommerpause (Blog)
  
10.Kurz notiert
11.Impressum

    

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 1. Editorial
  

Hallo,
in der heutigen Ausgabe der Onlinezeitung möchten wir dich für deine mündliche Prüfung optimal vorbereiten. Wir haben dazu Hilfen und Tipps von anderen Studenten für dich.

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Erfahrungen aus erster Hand gibt es in Form eines Interviews mit der Studienbewerberin Karin, in dem wir sie unter anderem zu Themen wie Studienplatzvergabe, Wartezeit und ihrem Berufswunsch befragt haben.

Weiterhin findest du einen Bericht von Verena. Sie berichtet von dem Kampf mit der Wartezeit und welche Erfahrungen sie bisher gesammelt hat - ob sie wohl schon erfolgreich war?

Wie gewohnt gibt es auch wieder einen Cartoon und einen Blog, zudem haben wir einige Mini-Umfragen aus dem Forum zusammengetragen.

Viel Spaß beim Lesen wünschen dir
Kristina, Jens und Christian
Redaktion MEDI-LEARN


Der Blick in die Zukunft: In der nächsten Ausgabe der Onlinezeitung liest du am 02.08.2011
o Prüfungsprotokolle Physikum
o Erfahrungsbericht über ein PJ-Tertial Chirurgie in Zug

  

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 2. Universitätsmedizin Mainz nutzt weltweit neues System zur Therapie von Wirbelkörpermetastasen

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Ärzte der Orthopädischen Klinik der Universitätsmedizin Mainz haben weltweit erstmals ein neues System zur Behandlung von Wirbelkörpermetastasen eingesetzt. Hierbei handelt es sich um eine Kombination der so genannten Radiofrequenz-Ablation – durch die Tumore mittels Hitze zerstört werden – und einer anschließenden Kyphoplastie, durch die die Wirbelsäule durch Auffüllen mit Knochenzement stabilisiert wird.

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Im Rahmen einer Studie, die jetzt gestartet wurde und 10 Patienten umfassen wird, soll die Sicherheit und Wirksamkeit dieser Methode bei Patienten mit schmerzhaften Wirbelkörpermetastasen geprüft werden. „Die Ergebnisse dieser Studie werden wesentliche Informationen über die Wirksamkeit der Behandlung mit Radiofrequenz-Ablation bei Wirbelkörpermetastasen liefern“, erläutert Univ.-Prof. Dr. Andreas Kurth, Direktor der Orthopädischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz. „Wir sind davon überzeugt, dass diese neue Behandlungsmethode, die gleichzeitig die Tumore behandelt und mit knochenschonender Kyphoplastie die Wirbelsäule wieder stabilisiert, essentiell zur Erhöhung der Lebensqualität der Patienten beiträgt.“

Das Ablationssystem des Herstellers Dfine, welches zusammen mit der Orthopädischen Klinik in Mainz entwickelt wurde, hat bereits die amerikanische Zulassung (FDA) als Medizinprodukt zur gezielten Therapie spinaler Tumoren durch Hitzeablation erhalten. Nach der gezielten Zerstörung des Tumors wird der Defekt mit ultra-hochviskösem Zement mit einem Kyphoplastie-System aufgefüllt. Die Gesamtoperation dauert etwa eine Stunde. Die gewonnenen Ergebnisse dienen der europäischen Zulassung.

Allein in den USA entwickeln 13% (190.000 Fälle) der 1,5 Millionen Krebspatienten Wirbelsäulenmetastasen. In Deutschland sind schätzungsweise ca. 26 000 Patientinnen mit einem Brustkrebs aufgrund von Knochenmetastasen, die meisten davon an der Wirbelsäule, behandlungsbedürftig. Zudem gibt es noch sehr viele andere bösartige Tumoren, die in den Knochen Tochterzellen absetzen und dort wachsen. Neben Schmerzmedikamenten wird bei solchen Tumoren heute meist externe Bestrahlung angewendet. Dieses Verfahren ist aber aufwendig und die Schmerzreduktion setzt nicht unmittelbar ein. Zudem muss die Chemotherapie zur Bekämpfung des Primärtumors in dieser Zeit meist abgesetzt werden, um die Nebenwirkungen erträglich zu halten. Die gezielte, direkte Zerstörung der Wirbelkörpermetastasen und deren anschließende Stabilisierung bedeutet eine sofortige Schmerzreduktion für die Patienten und dadurch eine deutliche Erhöhung der Lebensqualität sowie kein Aussetzen der Therapie des Primärtumors.

Die Radiofrequenz-Ablation wurde durch die Verwendung eines gezielt steuerbaren Instrumentes möglich, wodurch die Energie exakt an die Stelle gelangt, die zerstört werden soll und nicht die empfindlichen neuralen Strukturen gefährdet. „Die bisher angewendete konventionelle operative Entfernung der Metastasen liefert nicht immer den gewünschten Erfolg und die komplexe Anatomie der Wirbelsäule machte schonendere Verfahren bis dato unmöglich. Wir erhoffen uns, dass wir mit der minimal-invasiven, navigierbaren Radiofrequenz-Ablation die schnellst mögliche und effizienteste Schmerzreduktion erlangen können und zu einem signifikanten Fortschritt in der Behandlung dieser Patienten beitragen“, so Prof. Kurth.

Das 3B Scientific-Anatomiespecial
Dieser Artikel ist Teil des redaktionellen Specials zum Thema Anatomie, das wir dir mit freundlicher Unterstützung von 3B Scientific, dem renommierten Hersteller anatomischer Modelle, präsentieren können.

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Autor(in): Dipl.-Betriebswirtin (FH) Caroline Bahnemann ([email protected])
  
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Uni Mainz
  
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 3. Nichtstun oder 'Abwartendes Offenhalten'- Vertrauen auf Selbstheilung - auch in der Notaufnahme?

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In Form einer Serie, die wir bereits vor einigen Ausgaben gestartet haben, präsentieren wir die in regelmäßigen Abständen neue Beiträge aus dem Blog von Lars, wobei er sich hierbei mit der "Klinischen Notfallmedizin" auseinandersetzt. Sein Blog findest du hier.

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Mit Bezug auf einen interessanten Artikel in der Laienpresse (Die ZEIT vom 21.07.2011) möchte ich mich gerne einmal dem Thema des „Abwartenden Offenhaltens“, oder böser gesagt des Nichtstuns im Notaufnahmebereich widmen.

Der Begriff Abwartendes Offenhalten ist ursprünglich ein Begriff aus dem Bereich der Allgemeinmedizin und bezeichnet die Möglichkeit bei Symptomschilderungen der Patienten, die keine ernstzunehmende akute Erkrankung nahelegen, zunächst auf weitere Diagnostik zu verzichten und den natürlichen Verlauf der Symptomatik abzuwarten, da in einem hohen Prozentsatz Spontanheilungen zu erwarten sind. Sogenannte „Abwendbar gefährliche Verläufe“ gilt es jedoch nicht zu übersehen.

Die grosse Frage ist nun, ob sich dieses Vorgehen auch auf bestimmter Situationen im Bereich der Notaufnahme übertragen lässt, denn ursprünglich definiert wurde das „Abwartende Offenhalten“ für den Niedrigprävalenzbereich der Hausarztmedizin mit seinem unausgelesenen Patientengut. Wer einmal selbst in einer NA tätig gewesen ist, weiß jedoch dass sich dort aufgrund von Wartezeiten und schlichtem Komfort auch zunehmend Patienten mit banalen Befindlichkeitsstörungen, die eigentlich keiner weiteren Abklärung bedürfen, vorstellen. Diese sind zu einem nicht unerheblichen Teil auch zuvor nicht durch die Praxis des Hausarztes gegangen, der eine natürliche Vorfilterung durchführt.

Trotz dieser der Hausarztsituation nicht unähnlichen Konstellation besteht hier mehr als bei den Niedergelassenen ein gewisser Hang zum Aktionismus, getriggert durch Regressbefürchtungen und dem Gefühl im Krankenhaus über die hausärztliche Diagnostik hinaus tätig werden zu müssen.

Aber ist das wirklich notwendig? Sollten wir hier nicht gelegentlich gleiche Maßstäbe anwenden, wie in der Hausarztpraxis, wo (zumindest die fußläufige) Patientenklientel hier auch die Gleiche ist? Überdiagnostik ist nicht nur aus wirtschaftlichen Beweggründen nicht zu empfehlen, im schlimmsten Fall kommt es auf Basis dieser Überdiagnostik sogar zu Patientenschaden, wie die nachweisbare Zunahme Computertomographie-bedingter Sekundärmalignome zeigt. Was braucht es also um hier einen gesunden Mittelweg zu gehen? Erstens braucht es ein breites Kreuz und tiefgründiges und statistisches Wissen über die Wahrscheinlichkeiten bestimmter Szenarien um den Verzicht auf bestimmte Untersuchungen rechtfertigen zu können. Und zweitens und dies ist meines Erachtens nach das Wichtigste, braucht es gute schriftliche und mündliche Instruktionen für den Patienten mit klaren Anweisungen unter welchen Umständen eine Wiedervorstellung erfolgen sollte und wie das weitere Follow-Up auszusehen hat.

Sind wir doch einmal ehrlich: Ein ganz grosser Teil der Patienten die selbst fussläufig die Ambulanz erreichen könnten problemlos stattdessen auch den Hausarzt aussuchen, wo sie in diesem Fall auch lediglich die Empfehlung zum abwartenden Offenhalten bekämen. Dies betrifft wie gesagt nur einen kleinen Patiententeil, aber hier sollten wir diese Möglichkeit definitiv besser ausnutzen und uns ebenfalls die Möglichkeit des „Abwartenden Offenhaltens“ aneignen. In eben diesen Problembereich gehört auch unsere Neigung zu übermäßigen stationären Aufnahmen, die in einem System mit zeitnahen ambulanten Facharzttterminen problemlos vermeidbar wären. Dies wird sich allerdings solange nicht ändern,wie eine notfallmäßige präklinische Abwicklung eines Falles sich nicht finanziell lohnt. Dies scheint allerdings berufspolitisch nicht gewünscht, aber das ist nochmal eine ganz andere, lange, lange Geschichte....

Weitere Artikel mit klinisch-notfallmedizinischen Inhalten finden sich auf meiner Homepage http://www.nofame4u.de, es gibt einen abonnierbaren Newsletter, eine Twitter- und Facebook- Verlinkung.
Blogs können nur so gut sein wie ihre Leser, also bitte nutzt die zahlreichen Feedbackmöglichkeiten zum Netzwerkaufbau...


   
Autor(in): Lars Lomberg ([email protected])
  
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 4. Vor der Prüfung das freie Sprechen üben

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In unserem Forum tauschen Studenten zahlreiche Erfahrungen aus. So auch zum Umgang mit Prüfungen. Im folgenden Artikel haben wir die wichtigsten Botschaften dieser Erfahrungen von Medizinstudenten zum Thema „Mündliche Prüfungen“ zusammengefasst.

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„Kreuzen, immer wieder kreuzen“ lautet das Patentrezept der allermeisten Jungmediziner, wenn es um die Vorbereitung auf das schriftliche Physikum geht. Doch wie sieht es mit den mündlichen Prüfungen am Ende des vorklinischen Studienabschnitts aus? Im MEDI-LEARN-Forum gab es zu diesem Thema einen Erfahrungsaustausch, und dabei wurde vor allem über den Nutzen von Protokollen lebhaft diskutiert.

Allein auf diese Berichte über frühere Prüfungen solltest du dich keinesfalls verlassen, waren sich die Forennutzer einig. Aber nutzlos sind sie deshalb noch lange nicht: Protokolle können dir einen guten Eindruck vermitteln, auf welche Themen ein Prüfer Wert legt, ob seine Fragen aufeinander aufbauen oder er sie kunterbunt durcheinander stellt, ob du für ihn etwas aufmalen sollst und anderes mehr.

Exakt dieselben Fragen werden dir wohl kaum gestellt. Noch schlimmer: Ein anderes Mitglied deiner Gruppe darf die „Klassiker“ beantworten, und wenn du dran bist, kommen dann völlig andere Dinge auf den Tisch. Oder im letzten Moment wechselt der Prüfer. Lernen musst du also auch für die mündliche Physikums-Prüfung den Stoff im Zusammenhang mithilfe von Lehrbüchern und Skripten.

Darüber hinaus empfiehlt es sich, rechtzeitig das freie Sprechen zu üben. Am besten triffst du dich dafür abends nach dem selbstständigen Lernen mit deiner Prüfungsgruppe, und ihr spielt die euch bevorstehende Situation mit verteilten Rollen möglichst realistisch nach: Einer setzt sich nach vorn und muss auf Fragen aus der Gruppe antworten, Sachverhalte erklären und manchmal zusätzlich auf Papier skizzieren.

Zum Teil sollten das „echte“ Fragen aus Protokollen sein. Daneben aber hat das Ausdenken und Formulieren eigener Aufgabenstellungen einen tollen Lerneffekt. Und zusätzlich zur Vertiefung eures Faktenwissens verliert ihr so die Angst, vor mehreren Personen zu reden oder mal etwas Falsches zu sagen. Einen Gedanken schnell in Worte zu fassen und dabei nicht abzuschweifen, lässt sich gut üben. Nach ein paar von diesen Rollenspielen kommt ihr alle dann ohne viel Stottern durch die Prüfung.


   
Autor(in): Redaktion (MEDI-LEARN) ([email protected])
  
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Lernen wie die Profis

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 5. Cartoon der Woche: U-Kurs

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Das folgende Cartoon wurde uns von unserer Partnerseite www.rippenspreizer.com zur Verfügung gestellt.

Auf der Webseite www.rippenspreizer.com findet Ihr 400 weitere Cartoons inklusive E-Cardfunktion und vielen anderen Gimmicks.


   
Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected])
  
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www.rippenspreizer.com
  
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 6. Die Leiden der wollenden Studentin

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Ich bin 24 Jahre alt und warte seit knapp 5 Jahren auf einen Studienplatz für Humanmedizin. In dieser Zeit habe ich keinen Versuch ausgelassen meinem Wunsch nachzugehen und mich mindestens einmal an jeder Universität in Deutschland beworben- bisher ohne Erfolg. Im Folgenden beschreibe ich, was bisher geschah und welchem Kampf ich mich da stelle. Es stellt sich heraus, dass mir mehr Steine in den Weg gelegt wurden, als ich damals als frischgebackene Abiturientin annahm.

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2006- Abitur abgeschlossen mit der Durchschnittsnote 2,8- schlechter als ich erwartet hatte, dennoch war ich in den studienrelevanten Fächern wie Biologie besser als der Durchschnitt. Während bei vielen meiner Freunde der kommende Lebensweg noch ein Runzeln auf die Stirn warf, war für mich schon lange klar, dass nichts anderes als Medizin in Frage kam und davon konnte mich meine Abiturnote auch nicht abhalten. Schon damals wusste ich, es würde nicht einfach werden und traf auch bei Lehrern, Eltern und Bekannten auf Skepsis- ob denn der Studiengang mit diesem Abi nicht zu schwer sei? Auch bei kostenlosen Beratungsstellen versuchte man mir nahezulegen, ein anderes Studienfach zu wählen, denn die Einstiegsnote für Humanmedizin war schon zu dieser Zeit auf 1,2 angestiegen und man rechnete mir in naher Zukunft keine Chancen aus, einen Studienplatz zu bekommen. Hier wurde deutlich, dass die Abiturnote die intellektuellen Leistungen wiederspiegelt und somit die Voraussetzung zum Medizinstudium bestimmt. Verärgert über die Annahme, dass für eine Abiturientin mit einem mittelmäßigen Abitur, das Studienfach zu schwer sei, fasste ich den Entschluss mich von meinem Herzenswunsch nicht abbringen zu lassen, denn für mich stand immer fest, dass die Abiturnote nichts über die Eignung für ein Studium aussagt, besonders nicht über die Fähigkeit später als Ärztin zu praktizieren. Nun galt es die Wartezeit sinnvoll zu überbrücken und ich absolvierte zunächst das 3- monatige Krankenpflegepraktikum in einem Bonner Krankenhaus.

Dies ist für das Studium Pflicht und ich konnte einen ersten Eindruck über die Arbeit als Arzt gewinnen und dieser fiel wie ich erwartet habe äußerst positiv aus. Gleichzeitig bewarb ich mich bei der ZVS, wusste aber, dass ich nur Ablehnungsbescheide erhalten würde, da ich weder bei der Auswahl der Hochschulen, noch nach Abiturbestennote und nach der Wartezeit keine Chancen haben würde. Mit dem Praktikum war der erste Schritt getan und das würde ich mir später anrechnen lassen können. Aber es musste weitergehen und somit ging ich dem Wunsch meiner Eltern nach, eine Ausbildung in die Richtung meines Berufwunsches anzufangen, nicht zuletzt mit dem Hintergedanken dem ewigen Jobben oder Nichtstun vorzubeugen. Widerwillig fing ich eine Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin an der Universitätsklinik Köln an. 3 Jahre würde die dauern, aber ich war der Annahme, diese eh nicht abzuschließen, weil ich vorher einen Studienplatz bekommen würde, deshalb bewarb ich mich jedes halbe Jahr aufs Neue bei den Universitäten, die für mich die besten Auswahlkriterien aufzeigten.

Doch da habe ich mich getäuscht. Während den Jahren stieg die Wartesemesterzahl immer weiter an und anstatt, dass sich meine Situation verbesserte, verschlechterte sie sich eher und ich entschied mich mein Glück im Ausland zu versuchen. In Innsbruck absolvierte ich den Medizinertest, der in Österreich Vorrausetzung für die Zulassung zum Studium ist. Ich war beeindruckt von dem großen Andrang vieler Deutscher, die ebenfalls hier eine gute Möglichkeit sahen endlich zu studieren. Doch leider hatte ich auch dort nur geringe Chancen, da nur ein geringer Prozentsatz aus dem Ausland an der Universität angenommen wird. 2010- Die Ausbildung mit einem Einser Examen abgeschlossen und froh um jede Erfahrung, die ich während dieser 3 Jahre gesammelt habe, war ich euphorisch und hoffte jetzt durch den Berufsbonus, der bei einigen Unis mit einer Notenverbesserung bis 0,5 anerkannt wird, in das Studienfach reinzukommen. Sorgfältig informierte ich mich mittels des aktuellen Infoheftes von hochschulstart.de und suchte mir die geeigneten Universitäten heraus und schnell schwand meine Hoffnung dahin.

Es gab nur wenige Universitäten, die den Berufsbonus in ihrem Auswahlverfahren integrierten. Ein weiteres Problem ergab sich aus den Vorauswahlen der meisten Universitäten. Um in das eigene Auswahlverfahren der Hochschulen zu gelangen, in denen dann Kriterien wie Medizinertest, Beruf oder Einzelnoten zählen, muss man die Vorauswahl bestehen, die meistens bis Durchschnittsnote 2,3- 2,5 geht. Also waren einige Universitäten ungeeignet und meine Auswahlmöglichkeiten verringerten sich deutlich. Ich hatte angenommen mein Engagement würde mir einen Vorteil gegenüber anderen Bewerbern verschaffen, doch leider wurde ich auch dieses Mal mit Allen in einen Pott geschmissen. Ich verstehe nicht, warum einige Unis bei hochschulstart. de (ehemals ZVS) den Berufsbonus, TMS, Auswahlgespräche sowie Einzelnoten studienrelevanter Schulfächer als Auswahlkriterien angeben, wenn es diejenigen, die davon sogar mehr als eins vorweisen können, nicht von anderen Mitbewerbern abgrenzt. In welcher Weise werden mein Ehrgeiz und meine Motivation für diesen Studiengang honoriert?

Mittlerweile arbeite ich seit einem Jahr als OP- Schwester um weiterhin die Zeit des Wartens sinnvoll zu nutzen und ich bin froh um jeden Tag, den ich dazu lerne, Erfahrungen sammeln kann und damit den Studenten einen Schritt voraus bin. Immer wieder begegne ich Studenten, PJ-lern oder auch Ärzten, die in Notfallsituationen nahezu handlungsunfähig sind und eine soziale Inkompetenz aufweisen, die es Ihnen unmöglich macht mit Patienten vernünftig umzugehen. Die Fälle werden abgearbeitet und das Zwischenmenschliche bleibt auf der Strecke. Nicht zuletzt leidet darunter auch der Umgang mit den Kollegen und dem Pflegepersonal. Ich habe während der Ausbildung und nun auch auf der Arbeit einige Notfälle mitbekommen wodurch ich mir eine gewisse Vorerfahrung angeeignet habe. Ich kann behaupten, in solchen Situationen handlungsfähig und konzentriert zu bleiben. Eine Erkenntnis, die meiner Meinung nach für diesen Beruf von großer Bedeutung ist. Doch es sind genau diese Studieninteressierten, die durch das bestehende Bewerbungssystem nicht unterstützt werden. Viel zu wenig berücksichtig werden zusätzliche Fähigkeiten und Leistungen, die aus sozialen Engagement, ehrenamtliche Arbeit, Zuwendung und berufliche Vorkenntnisse hervorgehen. Der NC ist nach wie vor ausschlaggebendes Kriterium und bestimmt die Bedeutung der Intelligenz des Bewerbers. Jedoch wird nicht beachtet, dass aus Bundesländern unterschiedliche Abiturfächer resultieren. Somit ist eine gerechte Auswahl nicht möglich!

Als letztes und mir unbeliebtes Mittel blieb die Studienplatzklage. Zum Wintersemester 2010/2011 klagte ich 23 Universitäten an mit dem Ergebnis trotz empfohlener Rechtschutzversicherung Unmengen von Geld ausgegeben zu haben. Ein Verfahren, was ich nicht weiterempfehlen kann, da die Unis Ihre eigenen Anwälte einschalten und wissen wie Sie sich vor diesen Klageverfahren schützen können um einem Aufdecken von zurückgehaltenen Studienplätzen vorzubeugen. Anwälte freuen sich über das immense Honorar, aber es vergehen Wochen ehe man von Ergebnissen, in den meisten Fällen jedoch Fehlversuchen, informiert wird. Lediglich Rechnungen erhält man wöchentlich! Seit meinem Abitur lief also nichts so wie es geplant war und ich lebe seitdem in einer Warteschleife.

Dabei ist nicht nur die momentane Situation –kein Studienplatz, Wohnen im Personalwohnheim und dazu der Beruf, den man nicht unbedingt ausüben wollte- unzufrieden stellend, sondern es ergeben sich weiterführende Probleme, die ebenfalls nicht berücksichtigt werden. Ich werde zunächst ca. bis zu meinem 30. Lebensalter finanziell abhängig von meinen Eltern sein und auf deren volle Unterstützung zählen müssen bis ich wieder mein eigenes Geld verdiene. Der späte Berufseinstieg wirft bei einer Frau die Familienplanung durcheinander und man überlegt sich daher gut, bis wann sich der Aufwand lohnt und sich die Warterei endlich ausbezahlt macht. Ich frage mich wie die Universitäten zukünftig den Studieninteressierten gerecht werden wollen, wenn sie nicht erkennen, dass der NC als alleiniges Auswahlkriterium keinen Sinn macht. Die Anzahl der Studienbewerber wird steigen, nicht zuletzt weil ein Ärztemangel besteht, sondern auch das Jahr der doppelten Jahrgänge und die Abschaffung der Wehrpflicht tragen dazu bei. Es ist unbefriedigend der zentralen Zulassungsstelle dabei zu zuschauen wie diese Ihren Namen von ZVS in hochschulstart. de verändert anstatt sich Gedanken über das vorherrschende Zulassungsverfahren zu machen. Die Beliebtheit des Medizinstudiums wird unverändert groß bleiben und das Zulassungssystem kann der nicht sachgerecht werden. Es sollte grundlegend überdacht werden damit Medizinbegeisterte wie Ich nicht auf der Strecke bleiben!

Ich habe diesen Weg gewählt, weil ich eine Berufung spüre und diese durch meine nun mittlerweile vierjährige Tätigkeit im Krankenhaus immer wieder positiv bestätigt wurde. Obwohl ich weiß, dass auch dieser Beruf Ecken und Kanten hat, die Arbeit im Krankenhaus mit vielen Überstunden und Stress verbunden ist, bin ich mir sicher, dass meine Begeisterung und Leidenschaft später als Ärztin zu arbeiten, nicht vergehen wird! Würde ich diese nicht hegen, hätte ich mich schon längst für einen anderen Studiengang entscheiden können, in den ich leichter reingekommen wäre. Ich werde nicht resignieren und weiterhin auf eine Verbesserung des Zulassungssystems hoffen und für meinen Traumberuf kämpfen.


   
Autor(in): Der Redaktion bekannt ([email protected])
  
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 7. Mini-Umfrage - Deine Meinung?

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Wir haben in unserem Forum eine Serie an Mini-Umfragen gestartet. Egal in welchem Studienabschnitt du dich befindest - sei es Vorklinik oder Klinik, noch in der Bewerbungsphase oder schon Assistenzarzt - wir haben die richtige Frage an dich.

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Assistenzarzt

Umfrage Arzt im Ausland
Spielst du mit dem Gedanken im Ausland als Arzt zu arbeiten?

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Karriere in der Forschung
Möchtest du an der Uniklinik Karriere in der Forschung machen?

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Klinik

PJ im Ausland
Einen Teil des Praktischen Jahres im Ausland absolvieren?

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Ausbeutung im PJ
Hast du das Gefühl, im PJ ausgenutzt worden zu sein?

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Ausbildung an der Uni
Fühlst du dich für den Arztberuf ausreichend vorbereitet durch dein Studium?

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Vorklinik


Studienplatzklage
Studienplatz erklagen?

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Burnout im Studium
Burnout im Studium - ist es das wert?

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Studienplatztausch-Tendenz
Würdest du deinen Studienort – wenn du könntest – noch einmal wechseln?

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Präp-Kurs-Erwartungen
Haben sich deine Erwartungen an den Präp-Kurs erfüllt?

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Bewerber

LK in der Oberstufe
Nach welchen Gesichtspunkten hast du deine Leistungskurse in der Oberstufe gewählt?

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Umfrage Studienalternativen
Kannst du dir vorstellen auch ein anderes Fach zu studieren?

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Autor(in): Redaktion (MEDI-LEARN) ([email protected])
  
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 8. MEDI-LEARN Interviewserie

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Wir von MEDI-LEARN wollen es genau wissen. Darum haben wir eine Interviewserie gestartet, die sich an alle angehenden Mediziner, Medizinstudenten und junge Ärzte richtet. Ob du dich noch in der Bewerbungsphase befindest, bereits dein PJ absolvierst oder schon als Assistenzarzt den Klinikalltag meisterst. Wir haben zu verschiedenen Themen und Abschnitten Interviews geführt

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Heute haben wir ein Interview mit der Studienbewerberin Karin für dich, in dem wir in unter anderem zu Themen wie Studienplatzvergabe, Wartezeit und ihrem Berufswunsch befragt haben.

Warum möchtest du Medizin studieren? Seit wann hegst du diesen Berufswunsch?
In den Sommerferien zwischen der 9. und 10 Klasse habe ich ein zweiwöchiges Praktikum in einem Krankenhaus gemacht. Eigentlich nur deshalb, weil meine Mutter mich dazu gedrängt hatte. Doch die Arbiet dort hat mir so viel Freude gemacht, dass ich beschloss, Ärztin zu werden. Der Beruf passt denke ich zu mir, weil ich gerne mit Menschen zusammenarbeiten möchte und gut mit ganz verschieden Charakteren umgehen kann. Außerdem kann ich gut zuhören und gebe gerne mein Wissen an andere weiter. Die Verbindung zwischen sozialer, praktischer und technischer Arbeit gefällt mir an diesem Beruf besonders gut.

Wann wirst du dich voraussichtlich für das Studium bewerben bzw. wann hast du dich zum ersten Mal für das Studium beworben?
Ich werde mich Mitte Juni für bewerben, wenn ich mein Abi-Zeugnis in der Tasche habe.

Muss es unbedingt Medizin als Studienfach sein oder welche Alternativen kommen für dich eventuell auch noch in Betracht?
Es MUSS Medizin sein!!!

Welche Leistungskurse hast du belegt? Was findest du so gut an diesen Fächern?
Ich habe Französisch, Bio und Chemie als Leistungskurse belegt. Französisch, weil ich eine Fremdsprache weiter nehmen musste und das meine erste Fremdsprache war, Bio und Chemie, weil ich ja schon wusste, dass ich Medizin studieren will und diese Fächer am ehesten etwas damit zu tun haben. Beide Fächer finde ich faszinierend, weil man sehr viel über die Abläufe im menschlichen Körper erfährt.

Hast du die Leistungskurse ausgewählt, um bei der Bewerbung später bessere Chancen zu haben (guter Notendurchschnitt)? Oder hast du sie ausgewählt, um auf die Inhalte im Studium besser vorbereitet zu sein?
Ich habe die Kurse gewählt, um auf die Inhalte im Studium besser vorbereitet zu sein.

Hast du schon einmal irgendwo einen konkreten Einblick in den realen Arbeitsalltag eines Arztes gewinnen können?
Ich habe bisher drei Praktika in verschiedenen Bereichen eines Krankenhauses gemacht: zwei Wochen Innere, drei Wochen Kinderchirurgie und eine Woche zentrale Notaufnahme.

Schreckt dich die zum Teil sehr negativ gefärbte Berichterstattung in den Medien über mangelnde Praxis im Studium, Überstunden und schlechte Arbeitsbedingungen als Arzt ab? Wie gehst du damit um?
Die Berichte schrecken mich nicht ab, aber sie helfen mir etwas, mich darauf vorzubereiten, was auf mich zukommt. Ich hoffe einfach, dass die Freude an der Tätigkeit alles Negative wett macht!

Was würdest du alternativ in Erwägung ziehen, falls du beim nächsten Mal keinen Studienplatz bekommst? Dich weiter bewerben oder doch noch mal neu orientieren?
Wenn ich das beim ersten Mal keinen Studienplatz bekomme, mache ich ein halbes Jahr ein Praktikum im Krankenhaus und bewerbe mich zum Sommersemester wieder. Und dann muss es einfach klappen.

Hast du in Erwägung gezogen, im Ausland zu studieren, wenn du in Deutschland keinen Studienplatz bekommst?
Ich habe mir überlegt, in Luxemburg anzufangen, weil ich ganz gut Französisch spreche und man angeblich manche Prüfungen auch auf Deutsch machen kann.

Würde es für dich in Frage kommen, einen medizinischen Hilfsberuf im Rahmen einer betrieblichen Ausbildung zu ergreifen? Wenn ja, welchen?
Ich hatte mich sogar beworben, nämlich als Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin (Kinderkrankenschwester), weil mir mein Praktikum in der Kinderchirurgie am besten gefallen hat und ich damit bessere Chancen auf einen Studienplatz im Wartezeitverfahren hätte.

Wo hast du dich über die Studienbewerbung informiert?
Hauptsächlich im Internet. Ich war aber auch auf einem Studieninformationstag und habe ein paar Medizinstudenten mit meinen Fragen gelöchert.

Weißt du nach welchen Kriterien die Studienplatzvergabe verläuft? Könntest du es erklären?
Man bewirbt sich zentral bei hochschulstart. 20Prozent der Studienplätze werden über die Abiturbestenquote vergeben, 60 Prozent dürfen sich die Unis selbst aussuchen, wobei sie Kriterien für die Zulassung ins Auswahlverfahren aufgestellt haben. Die restlichen 20 Prozent werden nach Wartezeit vergeben.

Kennst du den Studienführer von MEDI-LEARN? Hat er dir geholfen wichtige Fragen zu beantworten oder vermisst du hier konkrete Inhalte, die wir unbedingt integrieren sollten?
Ich kenne den Studienführer. Er hat mir auf jeden Fall wichtige Fragen beantwortet. Dadurch ist mir zum Beispiel der Ablauf der Studienplatzvergabe wirklich klar geworden. Das Kapitel über die Versicherungen finde ich sehr gut. Mit diesem Thema hatte ich mich davor überhaupt nicht beschäftigt und hätte es bestimmt auch so schnell nicht getan.


   
Autor(in): Karin M. ([email protected])
  
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 9. Sommerpause

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Wieder einmal liegt ein Semester hinter mir. Das Ende war jetzt wirklich zäh und wollte einfach nicht kommen. Wie in den letzten Beiträgen schon erwähnt, haben sich die Fächer des letzten Blocks größtenteils redlich Mühe gegeben, Interesse meinerseits war von Haus aus eher weniger vorhanden.

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Das hat sich nicht dadurch verbessert, dass irgendwie ein wenig die Luft raus war – ein Gefühl was im Jahrgang weit verbreitet zu sein schien. Leider entpuppte sich die Klausur als durchaus ernstzunehmend heraus, auf den letzten Metern war deswegen dann doch noch mal ein kräftiger Schlussspurt vonnöten anstatt locker und lässig auszulaufen. Das ist ein echter Aversion-Aversions-Konflikt:

Man möchte eigentlich nicht lernen, aber man möchte auch nicht durchfallen und sich das ganze dann im Semester darauf parallel zu den anderen Klausuren nochmal geben. Und dann meldet sich ganz, ganz leise noch der Ehrgeiz, der sagt, also eine “4″ möchte ich auch nicht auf dem Zeugnis stehen haben. Letzteres ist wirklich nur der Ehrgeiz, wer guckt schon auf die Noten? Also bei meinen bisherigen Infos bezüglich Stellensituation/Bewerbungsgespräche kam das nicht bei rum. Wie will man die Noten auch vergleichen? Jede Uni hat so ihre eigenen “Schwerpunkte”, wenn man das so nennen möchte.



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Autor(in): Moritz ([email protected])
  
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Auch dieses Semester wird MEDI-LEARN wieder die Examenslösungen direkt am Prüfungstag im Internet veröffentlichen.

Rund um den sogenannten "Examensservice" bietet Euch MEDI-LEARN zahlreiche Serviceleistungen, die das Warten erträglicher machen.


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 10. Kurz notiert - Interessantes aus der Medizin

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In der Printausgabe der MEDI-LEARN Zeitung, welche 5x jährlich erscheint, haben wir in Form eines Bereiches genannt "Kurz notiert" immer eine bunte Mischung an medizinischen Kurzmeldungen für dich, welche studienbezogene Themen, fachspezifische Meldungen sowie andere interessante Dinge rund um die Medizin umreißen.

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Wir möchten dir diese Meldungen nun auch in unserem wöchentlichen Newsletter in regelmäßigen Abständen präsentieren:

Ministerium plant Stipendienprogramm
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung gibt bekannt: Noch in diesem Jahr wird ein nationales Stipendienprogramm in Kraft treten. Ziel des Programms ist es, begabte Studierende an allen staatlichen Hochschulen zu unterstützen. Die Stipendien in Höhe von je 300 Euro monatlich sollen von privaten Geldgebern und dem Staat gemeinsam fi nanziert werden. Die Hochschulen werden im Laufe des Sommersemesters 2011 mit den Vergabeverfahren beginnen. Kriterien sind Leistung, Engagement und besondere Umstände.

Reversible chemische Protein-Markierung
Jede Zelle hat das gleiche Erbgut. Trotzdem gibt es rund 200 verschiedene Gewebe im menschlichen Organismus, denn die Zellen steuern die Aktivitäten ihrer Gene sehr spezifi sch. Zwar ist jedes einzelne Gen mit eigenen Schaltelementen versehen, die direkt in die DNA eingebaut sind, zusätzlich gibt es aber reversible chemische Markierungen an DNA und DNA-Verpackungsproteinen, die bewirken, dass ein Gen nicht mehr abgelesen werden kann. Im Gegensatz zu Genmutationen sind diese "epigenetischen Mutationen" reversibel und für die Pharmaindustrie interessant.

Gute Erfahrungen mit dem Lehrkrankenhaus
Ein Jahr in Stendal. Viel wusste Miriam vor ihrem Praktischen Jahr auch nicht über diese Stadt. Nur, dass sie von Berlin aus dort hin pendeln kann und die Klinik ein Lehrkrankenhaus ihrer Uni in Magdeburg ist. Im Nachhinein kann sie das Haus nur weiterempfehlen: "Es gibt PJ-Seminare, gute Arbeitsbedingungen und vor allem ein übersichtliches Haus, wo man sich leicht integrieren kann. Es sind eine Menge neuer Freundschaften entstanden." Auf allen ihren Stationen durfte sie unglaublich viel machen und hat in der angenehmer Atmosphäre gut gelernt.

Auf Anhieb erfolgreich
Kolja hatte schon eine Famulatur in dem Krankenhaus gemacht, in dem er gerne arbeiten würde. Für die erste Assistentenstelle hat er sich dann einfach "frech und blind per E-Mail beworben". Und bekam nach einem Vorstellungsgespräch die gewünschte Stelle auf Anhieb. "Bewerbungs tipps gibt es eigentlich nicht so viele", sagt er im Rückblick. Wichtig ist, dass du authentisch bist und nicht versuchst, Dinge vorzuspielen, die du nicht halten kannst. Kolja weiter: "Seid offen und ehrlich und wenn der Chef ein offensichtlicher Idiot ist, muss man sich diese Stelle vielleicht nicht antun."

Sensationelle Famulatur
Famulatur in Kardiologie, Angiologie und Diabetologie in einem Dorf. Sebastian hatte sich auf der Website der Praxis informiert und sich über das Kontaktformular beworben. Einen Tag später wurde er zurückgerufen und konnte bald nach Mühldorf am Inn fahren, um dort in kardiologischen Untersuchungen und Diabetikerbetreuung fi t zu werden. Er bezeichnet seine Famulatur als "sensationell" und hatte niemals das Gefühl, fehl am Platz zu sein. Er lernte viel über EKGs, Herzgeräusche und Echokardiographien und durfte mit ins Herzkatheterlabor.

aus der MLZ 02/2011


   
Autor(in): Redaktion (MEDI-LEARN) ([email protected])
  
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 11. Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit

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Folgende Personen arbeiten regelmäßig oder zeitweise an der Onlinezeitung:
Redaktionsleitung: Jens Plasger & Christian Weier, Redaktion: Daniel Luedeling (Arzt und Cartoonist), Nina Dalitz (Redaktion), Stefan Ritt (Programmierung), Dr. Marlies Weier (Ärztin und Redakteurin), Kare Ahlschwede (Redaktion), Petrra Hinrichs (Projektleitung und Redaktion), Peter Sporns (Redaktion), Kim Garnier (Redaktion), Ines Behlert (Redaktion), Kristina Junghans (Mediengestaltung), Trojan Urban (Arzt und Redakteur), Stan, Reporter für Extremeinsätze,

  
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