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Kackbratze
31.10.2019, 09:05
Ich hab ja von Kliniken gehört, da werden Assistenten zum Schrankdienst eingeteilt. Ehrlich wahr!
AlexStudent
31.10.2019, 10:17
Was ist Schrankdienst?
Schrank als Dienstzimmer?
Ich denke man sollte zwischen Mobbing (systematisches Niedermachen einzelner durch eine größere Gruppe) von schlechten Arbeitsklima (alle machen alle nieder), schlechten Arbeitsbedingungen (100h pro Woche) und schlechten Chefs (behandelt alle schlecht) unterscheiden. Die letzten drei Dinge kennt vermutlich jeder, der schon mehr als eine Klinik von innen erlebt hat. Die hier genannten Beispiele (Backpfeife durch den Chef, 100h pro Woche) sind jedoch entweder Übertreibungen oder zumindest heute Einzelfälle. Beides würde - eine entsprechende glaubhafte Meldung vorausgesetzt - auch vom tolerantesten Klinikvorstand nicht mehr toleriert. Und gerade Chefärzte werden durch den Vorstand ja mittlerweile häufiger gewechselt als die Unterwäsche durch manche Patienten...
Systematisches Mobbing habe ich zumindest noch nicht erlebt. Dass sich eine Vielzahl von Personen über eine einzelne ärgert hingegen schon - hat aber dann in der Regel auch Gründe (schlechte Arbeitsmoral, unhöfliches Verhalten, Sprachschwierigkeiten...) - hier ist die Grenze zum Mobbing natürlich schon leicht erreicht. Aber vielleicht ist meine Wahrnehmung ja auch verzerrt - immerhin gibt es ja Studien, die zeigen, dass 9 von 10 Befragten Mobbing gut finden ;-)
ehem-user-31-01-2020-1555
31.10.2019, 21:00
„Wer übrigens glaubt, dass die 100 h Woche eine Übertreibung war, der irrt. Kein Assi kam unter 13 h pro Tag ohne Pause raus“
Um welches Fach geht es da? Innere an Uniklinik?
Kackbratze
31.10.2019, 23:54
Dermatologie bei einem Basisversorger.
AlexStudent
01.11.2019, 07:48
Sorry, Leute, aber ganz provokativ gefragt: Glaubt ihr das alles, was da geschrieben wird oder ist das ein Troll und kann weg?
Der Faktenlage wurde ja bereits gewürdigt und die markigen Ausdrücke bemängelt. Und 100h/Woche arbeiten - bei aller Liebe...
Feuerblick
01.11.2019, 09:18
Ich kann auch irgendwie nicht rechnen... 13 h pro Tag, 5 Tage (wenn ich großzügig bin 6 Tage) die Woche... mag mir wer vorrechnen, wie man da auf 100 Stunden kommt? Und warum diese Klinik noch nicht Post vom Gewerbeaufsichtsamt bekommen hat? :-))
Vllt rechnen sie Dienst Stunden Ja mit? ;-)
Feuerblick
01.11.2019, 09:55
Selbst dann...Dann wären es ja keine 5 oder 6 Tage sondern weniger.
90h gab es in einer meiner PJ-Abteilungen nicht selten. Da würde mich nicht wundern, wenn es auch Abteilungen mit 100h gibt.
Feuerblick
01.11.2019, 10:55
Ein anonymer Schrieb ans Gewerbeaufsichtsamt und das erledigt sich... Wer sichs gefallen lässt... aber das hatten wir ja schon oft genug. :-nix
Die Sache mit der Backpfeife oder "Hure" sind ja nun auch kein Mobbing sondern Körperverletzung bzw. Beleidigung. Da ist das Reagieren ja relativ einfach.
Kackbratze
01.11.2019, 14:41
Da ist das Reagieren ja relativ einfach.
Wenn es wahr wäre, sicherlich.
80-90h habe ich inkl Dienste auch schon geschafft. Da bin ich superstolz drauf, dass ich so superblöd war.
In der Klinik herrscht schon ein rauher Umgangston. Aber auch in der freien Wirtschaft ist das häufig.
Ich wurde von einem Chef bedroht und beleidigt. Beim ersten Mal war ich zu perplex um zu reagieren. Beim zweiten Mal habe ich ganz ruhig vor allen Versammelten gesagt, dass ich so nicht mit mir reden lasse und die Visite nur auf einer professionellen Ebene fortsetze.
Kurzum sind eine Erfahrungen konstant, extrem und konkret, dass du auf jeden Fall zum Betreibsrat gehen und rechtliche Schritte einleiten solltest. Ich habe aber das Gefühl, dass du hier im Forum nicht die Anteilnahme und Aufmerksamkeit bekommst, die du dir erhofft hast. Durch die Diskussion wirst du dein Problem nicht lösen.
cartablanca
03.11.2019, 08:07
80-90h habe ich inkl Dienste auch schon geschafft. Da bin ich superstolz drauf, dass ich so superblöd war.
In der Klinik herrscht schon ein rauher Umgangston. Aber auch in der freien Wirtschaft ist das häufig.
Ich wurde von einem Chef bedroht und beleidigt. Beim ersten Mal war ich zu perplex um zu reagieren. Beim zweiten Mal habe ich ganz ruhig vor allen Versammelten gesagt, dass ich so nicht mit mir reden lasse und die Visite nur auf einer professionellen Ebene fortsetze.
Kurzum sind eine Erfahrungen konstant, extrem und konkret, dass du auf jeden Fall zum Betreibsrat gehen und rechtliche Schritte einleiten solltest. Ich habe aber das Gefühl, dass du hier im Forum nicht die Anteilnahme und Aufmerksamkeit bekommst, die du dir erhofft hast. Durch die Diskussion wirst du dein Problem nicht lösen.
Danke für deinen Beitrag. Ich denke je länger der Thread wird, desto mehr Missverständnisse häufen sich. Die will ich jetzt nicht alle aufrollen. Nur kurz als Beispiel: jemand meinte es sei meine "bewährte" Methode mich beim OA zu beschweren. Ich habe mich in 5 Jahren nicht einmal beim OA initial über Pflege beschwert. In der Situation mit der Schwester saß er aber schlichtweg daneben und ich hab gefragt "was soll das?". Die knapp über 100 h Woche war auch der Spitzenwert. Würde aber schätzen dass 70 bis 90 h pro Woche im Schnitt schon normal waren. Und in den 24 h Diensten konnte man nur gelegentlich mal schlafen.
Klar, wenn jmd. schlechte Erfahrungen macht, kann das ein individuelles Phänomen aufgrund einer individuellen Disposition sein, es kann sich aber auch um ein kollektives Phänomen handeln. Ich glaube es ist aber Beides.
Einer der hier schreibenden Kommentatoren berichtete ja schon, dass er und seine Kollegen zu der Zeit als sie Pfleger waren "ätzende" ärztliche Kollegen schon mal "auflaufen" ließen. Das liest man häufiger und es ist entlarvend. Was bedeutet hier "ätzend" und "auflaufen"? Ätzend = Arzt der um 2 Uhr nachts nach 16 h Arbeit auf eine Anfrage der Pflege gereizt reagiert? Oder ein Arzt der zuviele Anweisungen gibt oder zuviele Patienten aufnimmt? Und auflaufen = die ganze Nacht durchklingeln lassen, den betreuten Bereich mit den kränkesten Patienten füllen, permanent beim OA verleumden, Arbeitsverweigerung oder Verletzung der Remonstrationspflicht? Ich habe bisher nicht erlebt, dass sich Ärzte verbünden, um umgekehrt eine "ätzende" junge neue Pflegekraft "auflaufen" zu lassen. Allein die Vorstellung wäre absurd. Aber mir scheint das gesellschaftlich akzeptiert zu sein den jungen Klinikarzt beim geringfügigsten Anlass von einer organisieren Meute "auflaufen" zu lassen.
Und ich finde, dass jemand der 80 h pro Woche arbeitet, sowas nicht verdient hat.
Ich hab schon von mehreren Chefs das Feedback erhalten, dass ich Menschen häufiger in die Augen schauen soll. Man könne mir nicht ansehen was ich denke. Vielen Menschen ist es unheimlich wichtig Augenkontakt herzustellen und sie werden nervös, wenn das jmd. nicht tut. Mir hilft der mangelnde Augenkontakt aber besser dabei mich auf den Inhalt des Gesagten zu konzentrieren. Und ich glaube auch, dass ich grundsätzlich weniger "sozial" und empfänglich für Gruppendynamik, dafür aber unabhängiger bin. Das wird ein individueller Faktor sein. Denn Menschen, die keinen Augenkontakt herstellen sind selten.
Ich hab schon von mehreren Chefs das Feedback erhalten, dass ich Menschen häufiger in die Augen schauen soll. Man könne mir nicht ansehen was ich denke. Vielen Menschen ist es unheimlich wichtig Augenkontakt herzustellen und sie werden nervös, wenn das jmd. nicht tut. Mir hilft der mangelnde Augenkontakt aber besser dabei mich auf den Inhalt des Gesagten zu konzentrieren. Und ich glaube auch, dass ich grundsätzlich weniger "sozial" und empfänglich für Gruppendynamik, dafür aber unabhängiger bin. Das wird ein individueller Faktor sein. Denn Menschen, die keinen Augenkontakt herstellen sind selten.
Diese Unabhängigkeit ist vermeintlich. Du bist immer Teil der Gruppendynamik. Wenn man dem Gegenüber nicht in die Augen schaut, wirkt das entweder ängstlich oder arrogant, oft in Kombination - und das lädt leider zum archaischen "Draufschlagen" ein. Nonverbales macht einen wesentlichen Teil der Kommunikation aus, weniger der Inhalt.
][truba][
04.11.2019, 09:59
Einer der hier schreibenden Kommentatoren berichtete ja schon, dass er und seine Kollegen zu der Zeit als sie Pfleger waren "ätzende" ärztliche Kollegen schon mal "auflaufen" ließen. Das liest man häufiger und es ist entlarvend. Was bedeutet hier "ätzend" und "auflaufen"? Ätzend = Arzt der um 2 Uhr nachts nach 16 h Arbeit auf eine Anfrage der Pflege gereizt reagiert? Oder ein Arzt der zuviele Anweisungen gibt oder zuviele Patienten aufnimmt? Und auflaufen = die ganze Nacht durchklingeln lassen, den betreuten Bereich mit den kränkesten Patienten füllen, permanent beim OA verleumden, Arbeitsverweigerung oder Verletzung der Remonstrationspflicht? Ich habe bisher nicht erlebt, dass sich Ärzte verbünden, um umgekehrt eine "ätzende" junge neue Pflegekraft "auflaufen" zu lassen. Allein die Vorstellung wäre absurd. Aber mir scheint das gesellschaftlich akzeptiert zu sein den jungen Klinikarzt beim geringfügigsten Anlass von einer organisieren Meute "auflaufen" zu lassen.
Und ich finde, dass jemand der 80 h pro Woche arbeitet, sowas nicht verdient hat.
Das ist natürlich jetzt wieder Gejammer. Der ätzende Kollege ist der, der dich von oben herab behandelt, kein Bitte und Danke kennt und selbst nicht zu seinen Verfehlungen / Fehlern stehen kann "Na, das hab ich aber der Schwester/dem Pfleger gesagt" / "Das hat die Schwester / der Pfleger dann selbst gemacht" (Ja, nee ... ist klar).
Die meisten Ärzte arbeiten so viel und nur wenige verhalten sich so. Ein Arsch hat es auch mit 80h verdient für jede Anordnung angerufen zu werden die ein "normaler" Kollege entweder gar nicht oder am nächsten morgen unterschreiben kann. Aber da ist man dann wieder bei der Selbstreflexion. Von diesen Leuten hab ich nur sehr sehr wenige getroffen und keiner davon hat es gemerkt.
Kollegiales Verhalten geht immer nur beiderseitig.
Filter dir doch einfach ein paar Anregungen aus diesem Thread heraus.
Wenn es dir auch schon ein paar Chefs gesagt haben, solltest du vielleicht mal überlegen, ob du wirklich als "einzigartige Schneeflocke" 80-100h/Woche in einer Abteilung abhängen willst und da nicht einmal regelmäßig Augenkontakt aufnimmst. Dass ein gestresster Bereitschaftsarzt auch in bestimmten Situationen nur eine Anordnung in den Raum pfeffert, ohne allen Pflegekräften Kuscheleinheiten zu geben, ok. Aber wenn das ein roter Faden bei dir sein sollte, wäre das doch mal ein konkreter Ansatzpunkt.
Kackbratze
04.11.2019, 10:19
Ich würde mit dem Pack auch nicht reden wollen.
Echinococcus
04.11.2019, 10:21
9 von 10 Leuten finden Mobbing gut!
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