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GelbeKlamotten
27.03.2021, 21:50
Das Problem: wenn sich der Staat über Preisobergrenzen in einen Markt einmischt, wird er im Regelfall ineffizienter und es bilden sich "unintended Consequences" aus, die bis zur Ausbildung eine Schwarzmarktes gehen können. Das war schon immer und überall so- Getreidepreis Obergrenzen im römischen Reich, Brotpreis Obergrenzen in der französischen Revolution, Pegged Currency in Venezuela, Zimbabwe usw. pp. Am Ende trifft es aber immer diejenigen am stärksten, die eigentlich "geschützt" werden sollten.
So pauschal ist das genauso unrichtig wie andersrum. Selbstverständlich gilt auch in der Politik: Keine Wirkung ohne Nebenwirkungen. Aber das bedeutet trotzdem nicht, dass sich alle staatlichen Maßnahmen ausnahmslos negativ für die Zielgruppe auswirken. Ich bin alles andere als eine generelle Verfechterin staatlicher Eingriffe in die Wirtschaft. Trotzdem muss man das differenzierter betrachten.
Die Konsequenz: die betroffenen Wohnungen sind im Schnitt um 7-11% in den Monatsmieten günstiger geworden. Ziel erreicht?
Ist zumindest im Sinne der Intention der Maßnahme erstmal durchaus ein Erfolg.
Anbieter: die Anzahl der offiziell zur Vermietung stehenden Wohnungen auf Immoportalen sind ca. um 40% gefallen.
Es gibt Hinweise, dass Vermieter zunehmend dazu übergehen, ihre Wohnungen anstatt zur Miete nun auf den Markt für Eigentumswohnungen stellen (z.B. Kleinvermieter, die sich den Ärger nicht mehr geben möchten).
Ist doch auch okay. Bedeutet ja erstmal nur eine Umverteilung der Immobilien in die Breite. Kann darin per se nichts negatives erkennen. Für den Mietmarkt heißt das: Ein Angebot weniger, ein Nachfrager weniger. Dürfte keine eklatanten Auswirkungen haben.
Darüber werden einige Vermieter kreativ und stellen ihre Vorgehensweise um. Vermieteter Wohnraum beispielsweise wird umdeklariert und es werden zwei Verträge aufgesetzt: erstens die Wohnungsmiete, zweitens eine Nutzungsgebühr für die Möblierung.
Vermutlich eher Einzelfälle? Wenn das systematisch so passiert, kann man es gesetzlich ebenfalls unterbinden.
Ein Teil der nicht professionellen "Klein Vermieter" finden das Geschäftsmodell Vermietung in Berlin zunehmend mühseliger und geben das Thema auf und verkaufen ihren Bestand ebenfalls.
Hattest du ja schon erwähnt. Erscheint für mich wie gesagt relativ unproblematisch.
Betroffene Mieter: Wohnungsmieter, die in den betroffenen Wohnungen leben und von den günstigeren Konditionen profitieren gehen dazu über- in den Räumlichkeiten zu bleiben (Remanenz), die Mobilität lässt nach- und wenn Sie wegziehen, dann verlangen Sie höhere Ablösesummen von Nachmietern für ihre gebrauchten **** von potentiellen Nachmietern.
Das stimmt, das gibt es und gab es auch schon bevor irgendwelche Mietpreisbremsen im Gespräch waren. Kann sein, dass sich das dadurch etwas verschlimmert hat. Wobei die Mieter in einem Markt mit starkem Nachfrageüberschuss in vielen Fällen gar kein Mitspracherecht bei der Auswahl des Nachmieters haben dürften, wodurch sich das Problem dann wieder erledigt hat. Ist das nicht der Fall, kann der neue Mieter bei seinem eigenen Auszug das gleiche tun und sich so sein Geld zurückholen.
Einige der hochattraktiven Lagen, die vom Mietendeckel betroffen sind, werden traditionell von kaufkraftstarken Gruppen bewohnt- diese werden durch das Mietendeckelgesetz sogar noch begünstigt.
Ist doch in Ordnung, wenn auch die profitieren. Sagt ja keiner, dass der Mietendeckel nur finanzschwachen Mietern nützen darf.
Neuzugezogene: die Gruppe mit der traditionell höchsten röumlichen Mobilität (zwischen 18 und 35, sowie junge Familien) werden zunehmend von betroffenen Stadtteilen ausgeschlossen, weil Sie in den betroffenen Gebieten nicht mehr reinkommen (Wohnungen werden unter der Hand vergeben, horrende Ablösesummen usw.), die Preise im -nicht vom Mietendeckel betroffenen Gebiet- steigen - unter anderem im Speckgürtel um Berlin.
Wer eine Wohnung unter der Hand vergibt, hätte das vor dem Mietdeckel wahrscheinlich auch getan. Außer halt wenn die Miete so horrend teuer war, dass keiner aus dem erweiterten Bekanntenkreis sie wollte.
Oder Sie sind eben bereit, eine Schattenmiete zu bezahlen https://taz.de/Berliner-Mietendeckel-und-die-Folgen/!5683193/
Die Schattenmiete, nach Definition dieses Artikels, wird ja dann nur fällig, sofern das Mietendeckel-Gesetz für verfassungswidrig erklärt wird.
Wohnungsgenossenschaften: einige der Wohnungesgenossenschaften, die ja traditionell eher niedrige Mieten und auch nach sozialen Belangen vermieten, klagen darüber, dass die derzeitigen Mieten einen wirtschaftlichen Betrieb und Sanierungen (die ja durch politische Entscheidungen ebenfalls immer teurer werden-) ihres Bestandes nicht mehr leisten können.
https://www.wohnungsbaugenossenschaften.de/regionen/berlin/mietendeckel
Dass Unternehmen, die ihr Geld mit der Vermietung von Immobilien verdienen, protestieren ist ja nun wirklich nicht überraschend.
Wenn Einkommensstärkere Gruppen durch die Politik noch ihre schön sanierten Wohnungen in zentraler Lage durch die Mietendeckelpolitik subventioniert billiger bekommen, während Einkommensschwächere Menschen entweder unter der Hand mehr bezahlen müssen (über Ablöse usw.), um überhaupt in Erwägung gezogen zu werden- oder halt ins Umland ausgepreist werden, ...
Diesen Schluss lassen deine obigen Argumente so nicht zu.
Es bleibt dabei, wenn sich der Staat zu sehr in einen Marktmechanismus einmischt, dann bilden sich entweder ungewollte Konsequenzen aus, oder ein Schwarzmarkt.
In der Regel beides. Wie gesagt: Keine Wirkung ohne Nebenwirkung. Nur müssen diese Konsequenzen keineswegs immer schwerwiegender sein als der Nutzen der Einmischung. Versteh mich nicht falsch, ich bin wie gesagt eigentlich gar keine Anhängerin von Mietpreisdeckelungen. Ich bin nur eine Gegnerin von zu einseitiger Argumentation. Und zu behaupten jede staatliche Einmischung in den Wohnungsmarkt wäre auf jeden Fall nachteilig für die Zielgruppe ist definitiv zu einseitig gedacht.
(Böse Zungen behaupten: hätten wir z.B. Amazon mit der deutschlandweiten Distribution von Impfstoffen beautragt, dann wäre es glatter gelaufen).
Ich beneide deine Fähigkeit, immer feste weiter an die grundsätzlich segensreiche Wirkung des Staates zu glauben.
Amazon ist ja so ein Top Beispiel für Billigheimertum&Ausbeutung in DE: Natürlich sind Dienstleistungen dort billiger. Sie zahlen den Leuten auch weniger und bieten immer wieder hinterfragte bzw. prekäre Arbeitsbedingungen.
In den 80er Jahren war der Postbote/Paketbote noch ein Beamter auf niedriger Besoldungsstufe...heute dank "Privatisierung" gibt es in der Transportbranche prekäre Beschäftigung. Ich versuche bei Amazon möglichst nicht mehr zu bestellen, auch wenn deren Algorithmus für die Produktauswahl gut ist.
Genauso funktionieren private Eisenbahnunternehmen: Die Löhne sind niedriger und daher auch ihre Preise, ganz einfach.
In Frankreich wurde die Eisenbahn nie privatisiert: Trotzdem gibt es da deutlich mehr Schnellfahrstrecken als hier oder in GB:-nix. Das würde niemals ein Privatinvestor bauen. Was hat das mit staatlicher Inkompetenz zu tun? In Frankreich wurde ebenso der Strom nie privatisiert, es gibt genau 1 Anbieter: deutlich billiger als hier.
Man kann also nicht generell sagen staatliche Institutionen sind unfähig.
Ich habe auch nix gegen Unternehmer, die gern Gewinne erwirtschaften und ihr Wirtschaftsmodell wie eine Zitrone auspressen bis es nicht mehr geht.
Aber bitte nicht bei Wohnen, Infrastruktur, Bildung, Gesundheit: Hier hört der Spaß auf mit dem Ausbeuten...Dafür gibt es Luxusgüter, Zigaretten/Alkohol und ähnliches: Da kann man gern überteuerte Preise nehmen: Stört niemand.
Thomas24
28.03.2021, 13:21
Amazon ist ja so ein Top Beispiel für Billigheimertum&Ausbeutung in DE: Natürlich sind Dienstleistungen dort billiger. Sie zahlen den Leuten auch weniger und bieten immer wieder hinterfragte bzw. prekäre Arbeitsbedingungen.
In den 80er Jahren war der Postbote/Paketbote noch ein Beamter auf niedriger Besoldungsstufe...heute dank "Privatisierung" gibt es in der Transportbranche prekäre Beschäftigung. Ich versuche bei Amazon möglichst nicht mehr zu bestellen, auch wenn deren Algorithmus für die Produktauswahl gut ist.
Meine Aussage war nicht: Amazon ist gut, der Staat ist böse. Kauft bei Amazon. Sondern: hätte ein privatwirtschaftliches Unternehmen wie beispielsweise Amazon den Vaccine Roll- out verantwortet, wäre das sicherlich besser (im Sinne von pünktlicher, Reibungsloser und pragmatischer) gelaufen, als wie es bei uns in staatlichen Händen bislang gelaufen ist. Nicht mehr und nicht weniger.
Genauso funktionieren private Eisenbahnunternehmen: Die Löhne sind niedriger und daher auch ihre Preise, ganz einfach. In Frankreich wurde die Eisenbahn nie privatisiert: Trotzdem gibt es da deutlich mehr Schnellfahrstrecken als hier oder in GB:-nix. Das würde niemals ein Privatinvestor bauen. Was hat das mit staatlicher Inkompetenz zu tun? In Frankreich wurde ebenso der Strom nie privatisiert, es gibt genau 1 Anbieter: deutlich billiger als hier.
Meinst du EDF? Ich dachte du wärst kein Befürworter der Nuklearenergie?
Frankreich bezieht zwischen 70- 75% seines Energiemixes aus Nuklearenergie. Darüber hinaus wurde die Laufzeit der ältesten Atomkraftwerke (Laufzeit wurde auf 40 Jahre geplant), vor kurzem erst nochmal um 10 Jahre verlängert.
Haben die günstigen Stromkosten in Frankreich vielleicht mehr mit der Tatsache zu tun, dass Sie nicht- im Gegensatz zu einem Nachbarland, in dem "wir gut und gerne leben"*- dazu übergegangen sind, ihre komplette Energieinfrastruktur innerhalb von 10 Jahren umzubauen? https://www.tagesschau.de/ausland/europa/laufzeitverlaengerung-frankreich-101.html
Vielleicht sogar mehr als mit der Tatsache, dass es sich um einen Staatskonzern handelt? Just wondering ;-).
*Besagte Industrienation hat übrigens ihre eigenen Atomkraftwerke und einen Großteil ihrer Kohlekraftwerke abgeschaltet und Re-importiert fleißig weiter Nuklearenergie aus Frankreich und Kohlestrom aus Polen. Nur halt zum mehrfachen Preis, wie vorher :-oopss. Man hilft sich ja unter Nachbarn gerne :-dance.
Zur Thematik privatisierter Eisenbahn... Nun ja. Die deutsche Bahn befindet sich in Staatshand. Ja, es ist eine AG. Nein, Sie erwirtschaftet ihre Kosten nicht selber. Ja, die AG befindet sich in Staatshand. Nein, der Steuerzahler bezahlt die AG trotzdem- nicht die Aktionäre (denn das ist ja: der Staat). Die besten Eisenbahnen in Puncto Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und Unfällen fahren in Japan (private) und der Schweiz (öffentlich). Die schlechteste in Indien (100% Staatlich) und auch die Bahnen in UK (privat) sind nicht so berühmt. Ich würde auch hier sagen: wie gut, oder wie schlecht ein System performt hängt weniger von der Art Trägerschaft ab, sondern von der Qualität der Leute, die in den jeweiligen Betrieben arbeiten- und von den Ressourcen, die zur Verfügung stehen.
Man kann also nicht generell sagen staatliche Institutionen sind unfähig.
Also, Ich sehe da eine Tendenz. Die kleinste Einheit in einem Unternehmen oder im Staat ist das Individuum. Und tendenziell ist ein Individuum in einem privatwirtschaftlichen Unternehmen weniger "safe" und komfortabel aufgestellt, als in einer Behörde. Diejenigen, die den Aspekt "Sicherheit, feste Arbeitszeiten, gute Pension" etc. anziehend finden, finden in den Totarmen der Verwaltung ohne Kundenkontakt (also nicht: Feuerwehr, Polizei, Militär und Gesundheitswesen) weltweit ein lebenslanges Auskommen. Das macht diese Jobs so anziehend für eine bestimmte Art von Mensch.
Generell würde ich sagen: weniger Staatsbeteiligung ist besser- vorausgesetzt, es gibt kulturell und sozial in dem betreffenden Land sowas wie "Herrschaft des Rechts".
In völlig korrupten Kleptokratien der 3. Welt hingegen macht es keinen Unterschied, ob man Staatsbeamte bestechen muss oder Mitarbeiter in einem Unternehmen, die ihrerseits Lieferanten, Behörden etc. schmieren müssen. Dort kann Korruption, Freundlwirtschaft und Maffia Ökonomie sogar effizienter sein, als die offiziellen Kanäle. Funktioniert auch- frisst halt nur viel vom GDP auf. In diesem Umfeld, wo Korruption tief kulturell verankert und sozial akzeptiert ist, würde ich sagen, ist ein regulierender Staatseinfluss sogar nützlich.
Ich habe auch nix gegen Unternehmer, die gern Gewinne erwirtschaften und ihr Wirtschaftsmodell wie eine Zitrone auspressen bis es nicht mehr geht.
Aber bitte nicht bei Wohnen, Infrastruktur, Bildung, Gesundheit: Hier hört der Spaß auf mit dem Ausbeuten...Dafür gibt es Luxusgüter, Zigaretten/Alkohol und ähnliches: Da kann man gern überteuerte Preise nehmen: Stört niemand.
Ich finde es interessant, dass Du Unternehmertum assoziierst mit "auspressen" usw. Als würden wir hierzulande in tiefsten Manchester Kapitalismus des 19 Jahrhunderts leben und nicht in einer sozialen Marktwirtschaft (mit immer stärkerer Betonung auf sozial und weniger auf Markt), auch wenn das viele Menschen nicht hören möchten.
Churchill hat es am besten ausgedrückt: "The inherent vice of capitalism is the unequal sharing of blessings; the inherent virtue of socialism is the equal sharing of miseries." Klar, gibt es unterschiedlich große Tortenstücke für jeden. Aber es gibt Torte. Und für jeden- die Stücke sind unterschiedlich groß, schief und krumm. Aber hey, erstens gibt es überhaupt Torte- und zweitens wird die Torte immer größer. Und nein, Unternehmer sind nicht alle böse Ausbeuter.
Meinst du EDF? Ich dachte du wärst kein Befürworter der Nuklearenergie?
Frankreich bezieht zwischen 70- 75% seines Energiemixes aus Nuklearenergie. Darüber hinaus wurde die Laufzeit der ältesten Atomkraftwerke (Laufzeit wurde auf 40 Jahre geplant), vor kurzem erst nochmal um 10 Jahre verlängert.
Zur Thematik privatisierter Eisenbahn... sondern von der Qualität der Leute, die in den jeweiligen Betrieben arbeiten- und von den Ressourcen, die zur Verfügung stehen.
Generell würde ich sagen: weniger Staatsbeteiligung ist besser- vorausgesetzt, es gibt kulturell und sozial in dem betreffenden Land sowas wie "Herrschaft des Rechts".
In völlig korrupten Kleptokratien der 3. Welt hingegen macht es keinen Unterschied, ob man Staatsbeamte bestechen muss oder Mitarbeiter in einem Unternehmen, die ihrerseits Lieferanten, Behörden etc. schmieren müssen. Dort kann Korruption, Freundlwirtschaft und Maffia Ökonomie sogar effizienter sein, als die offiziellen Kanäle. Funktioniert auch- frisst halt nur viel vom GDP auf. In diesem Umfeld, wo Korruption tief kulturell verankert und sozial akzeptiert ist, würde ich sagen, ist ein regulierender Staatseinfluss sogar nützlich.
Ich finde es interessant, dass Du Unternehmertum assoziierst mit "auspressen" usw. Als würden wir hierzulande in tiefsten Manchester Kapitalismus des 19 Jahrhunderts leben und nicht in einer sozialen Marktwirtschaft (mit immer stärkerer Betonung auf sozial und weniger auf Markt), auch wenn das viele Menschen nicht hören möchten.
a) Ja das meine ich. Auch in Frankreich wird eine Energiewende geplant, aber etwas langsamer und kontrollierter. Diese ganzen nervigen Diskussionen um Strompreise/Wechsel Stromanbieter gibt es dort nicht.
b) Da hast du mal was richtiges gesagt: Es liegt an der Qualität der Leute, egal wo sie arbeiten.
c) Ja das würde ich nicht sagen: je weniger Staatsbeteiligung je besser. Das ist ungefähr das Dogma des Neoliberalismus. Man sieht ja, dass dies nicht besonders toll funktioniert (z.B. zahlreiche Beispiele in Chile, Privatisierungen von Staatsunternehmen in verschiedenen Ländern).
d) Tja, leider gibt es viele Unternehmer, die so denken und handeln und die kriegen alle ihre Schlupflöscher in DE (z.B. Fleischindustrie) und die ärgern sich natürlich, wenn plötzlich faire Löhne gezahlt werden müssen, ein Mietendeckel kommt oder das Arbeitsschutzgesetz eingehalten werden muss. In DE Kliniken auch sehr verbreitet. Natürlich sind nicht alle so.
Thomas24
28.03.2021, 14:01
So pauschal ist das genauso unrichtig wie andersrum. Selbstverständlich gilt auch in der Politik: Keine Wirkung ohne Nebenwirkungen. Aber das bedeutet trotzdem nicht, dass sich alle staatlichen Maßnahmen ausnahmslos negativ für die Zielgruppe auswirken. Ich bin alles andere als eine generelle Verfechterin staatlicher Eingriffe in die Wirtschaft. Trotzdem muss man das differenzierter betrachten.
Wir reden ja mittlerweile nicht mehr von "hier ein bischen Staat und dort ein bischen Staat. Ansonsten seid ihr frei: und macht mal".
In Deutschland hat der Staat mittlerweile einen Anteil von 50% an der gesamten Wirtschaftsleben. Ich würde sagen: ok, das hemmt dann doch ein wenig Dynamik und Potential, was uns unnötig verloren geht. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/161337/umfrage/staatsquote---gesamtausgaben-des-staates-in-relation-zum-bip/
Ist zumindest im Sinne der Intention der Maßnahme erstmal durchaus ein Erfolg.
Eine Rot- Rot- Grüne Landesregierung versucht unter einer Ex- SED Bausenatorin den Mietpreisanstieg zu begrenzen (vulgo: natürlich für ihr eigenes Wählerklientel- die vermeintlichen "kleinen Leute"), erreicht dabei den teilweise den gegenteiligen Erfolg, dass eben die "kleinen Leute" weniger zum Zuge kommen, während die wohlhabenderen Schichten, aka "Grokopferten" in den sanierten Altbauten sogar noch Mietnachlässe bekommen. Ok. Das kann man durchaus als Erfolg im Sinne der Intention begreifen.
Ist doch auch okay. Bedeutet ja erstmal nur eine Umverteilung der Immobilien in die Breite. Kann darin per se nichts negatives erkennen. Für den Mietmarkt heißt das: Ein Angebot weniger, ein Nachfrager weniger. Dürfte keine eklatanten Auswirkungen haben.
Wennn es sich um Mieter und Käufer um dieselbe Personengruppe handelt: ja. Wenn RRG bei der Einführung ihrer Maßnahme eher die Belange von Mietern im Sinn gehabt haben (die sich eben keine Wohnung kaufen konnten, und daher mieten mussten), als die Belange von tendenziell besser situierten potentiellen Käufern, dann war der erzielte Effekt wohl nicht so toll. Natürlich ändert sich für die eigentlich angepeilte Personengruppe in der konkreten Situation erstmal nichts. Konnten/ wollten sich vorher ihre Miete für die schicke Wohnung in zentraler Lage nicht leisten, und können sich jetzt die Eigentumswohnung ebenfalls nicht leisten.
Vermutlich eher Einzelfälle? Wenn das systematisch so passiert, kann man es gesetzlich ebenfalls unterbinden.
Idk. Aber a. Papier ist geduldig, denn b: Wo kein Kläger, da kein Richter. Und c. könnte mir vorstellen, dass die Berliner Justiz auch jetzt schon mit anderen Dingen beschäftigt ist, als ein weiteres Gesetz umzusetzen. Vor allem die Amtsgerichte gelten als chronisch überlastet (aber der Fairness halber- überall. Nicht nur in Berlin).
Das stimmt, das gibt es und gab es auch schon bevor irgendwelche Mietpreisbremsen im Gespräch waren. Kann sein, dass sich das dadurch etwas verschlimmert hat. Wobei die Mieter in einem Markt mit starkem Nachfrageüberschuss in vielen Fällen gar kein Mitspracherecht bei der Auswahl des Nachmieters haben dürften, wodurch sich das Problem dann wieder erledigt hat. Ist das nicht der Fall, kann der neue Mieter bei seinem eigenen Auszug das gleiche tun und sich so sein Geld zurückholen.
Wenn das die Intention der Initiatoren war. Ok. Kann mir aber vorstellen, dass die Initiatoren des Mietpreisdeckels sowas wie überhöhte Abstandszahlungen und "Handgelder, Finderlöhne usw." eben nicht haben wollten. Aber das ist Spekulation.
Ist doch in Ordnung, wenn auch die profitieren. Sagt ja keiner, dass der Mietendeckel nur finanzschwachen Mietern nützen darf.
Ich find´s ja eher amüsant. Rot- Rot- Grün setzt sich für die Belange der Burgeoisie ein und erreicht in den Altbauetagen mit Fischgrätparkett Mietnachlässe. Mehr Geld für Poke Bowls und Sushi. Merci :-oopss
Nur die eigentlich intendierten Nutzniesser der Regelung schauen dann weiter in die Röhre. Ist auch ok.
Die Schattenmiete, nach Definition dieses Artikels, wird ja dann nur fällig, sofern das Mietendeckel-Gesetz für verfassungswidrig erklärt wird.
Das ist ein ziemlich großes "wenn". Das Mietrecht ist eigentlich kein Landesrecht. Wenn der BGH zur Rechtsauffassung gelangen sollte, dass der Rot- Rot- Grüne Senat seine gesetzgeberischen Befugnisse mit der Einführung eines Mietendeckels überschritten haben sollte, dann muss gezahlt werden.
Dass Unternehmen, die ihr Geld mit der Vermietung von Immobilien verdienen, protestieren ist ja nun wirklich nicht überraschend.
Ich habe bewusst nicht die Stellungnahmen von Century21, Vonovia usw. verlinkt- deren Stellungnahmen und Analysen entsprechend akzentuierter sind, sondern die von Wohnungsgenossenschaften (die bislang zumindest, nicht für aggressive Renditeoptimiertung bekannt sind).
In der Regel beides. Wie gesagt: Keine Wirkung ohne Nebenwirkung. Nur müssen diese Konsequenzen keineswegs immer schwerwiegender sein als der Nutzen der Einmischung. Versteh mich nicht falsch, ich bin wie gesagt eigentlich gar keine Anhängerin von Mietpreisdeckelungen. Ich bin nur eine Gegnerin von zu einseitiger Argumentation. Und zu behaupten jede staatliche Einmischung in den Wohnungsmarkt wäre auf jeden Fall nachteilig für die Zielgruppe ist definitiv zu einseitig gedacht.
Das hängt davon ab, was die Intention war- und wer die beabsichtigte Zielgruppe. Wenn die Intention von Rot- Rot- Grün gewesen sein sollte, "hey- wir wollen eine weitere soziale Durchmischung des sozialen Gefüges auch in den zentralen Lagen der Stadt haben, so dass auch einkommensschwächere Gruppen zentral wohnen können und nicht von weiter weg einpendeln müssen" und "wir deckeln die Renditeerwartungen von Miethaien" (mal angenommen, das war die Intention- ich kann mich in RRG schlecht einfühlen), der erzielte Effekt aber eher das Angebot an zur Vermietung stehenden Wohnungen gemindert hat, den bereits in den sanierten Wohnungen lebenden Wohlhabenden mehr zur freien Verfügung stehendes Kapital beschert, dass Sie für andere Zwecke verwenden können, während Mietwohnungen vermehrt in Eigentumswohnungen umgewandelt werden (naja, diesbezüglich ändert sich nichts- die nicht so gut Situierten konnten sich weder die Wohnung mieten, und jetzt halt auch nichts kaufen. Die Situation bleibt also netto gleich...), unter der Hand Abstandszahlungen und Handgelder zunehmen und sogar die Wohnungsgenossenschaften sagen "naja, ist alles ein bischen knapp kalkuliert"... naja, dann würde ich sagen: entweder lief das nicht ganz so, wie RRG sich das eigentlich vorgestellt hat. Oder Sie wollten ihre Wähler mal trollen :-oopss.
Die Investoren hat das extrem geärgert mit dem Mietendeckel...naja hartes Brot.
In der Vergangenheit war man da ja noch strikter. Ehrlich gesagt so möchte ich es auch nicht wieder haben und hoffe, dass Investoren in den B-Städten weniger Unsinn treiben mit ihren Modernisierungen/Entmietungen/Gentrifizierung.
https://de.wikipedia.org/wiki/Mietpreisbindung
GelbeKlamotten
28.03.2021, 16:06
Wir reden ja mittlerweile nicht mehr von "hier ein bischen Staat und dort ein bischen Staat. Ansonsten seid ihr frei: und macht mal".
In Deutschland hat der Staat mittlerweile einen Anteil von 50% an der gesamten Wirtschaftsleben. Ich würde sagen: ok, das hemmt dann doch ein wenig Dynamik und Potential, was uns unnötig verloren geht.
Da bin ich vollkommen deiner Meinung. Insbesondere denke ich auch, dass eine Mietpreisdeckelung sich gesamtvolkswirtschaftlich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit negativ auswirkt. Aber nur weil ein staatlicher Eingriff sich insgesamt ungünstig auf die Volkswirtschaft auswirkt, bedeutet das nicht, dass er nicht für die Zielgruppe der Maßnahme positive Auswirkungen haben kann.
Ich persönlich finde auch die gesamtvolkswirtschaftlichen Auswirkungen entscheidender. Ich bin, obwohl ich selbst überzeugte Mieterin ohne Ambitionen auf einen Immobilienkauf bin, keine Befürworterin einer Mietpreisdeckelung. Und bin sehr weit davor entfernt auf einem Wahlzettel jemals ein Kreuzchen bei rot oder gar grün zu setzen.
Ich bin wie gesagt nur mit deiner sehr einseitigen Argumentation nicht einverstanden.
Ich find´s ja eher amüsant. Rot- Rot- Grün setzt sich für die Belange der Burgeoisie ein und erreicht in den Altbauetagen mit Fischgrätparkett Mietnachlässe. Mehr Geld für Poke Bowls und Sushi. Merci :-oopss
Nur die eigentlich intendierten Nutzniesser der Regelung schauen dann weiter in die Röhre. Ist auch ok.
Das ist deine Meinung. Und viel Polemik. Nur weil die Mieten AUCH für die teureren Wohnungen gesunken sind bedeutet dass nicht, dass die Maßnahme ihr Ziel nicht erreicht hat. Es geht ja hoffentlich nicht darum, den besser situierten eins auszuwischen, sondern darum Wohnraum insgesamt bezahlbarer zu machen - für alle.
Das ist ein ziemlich großes "wenn". Das Mietrecht ist eigentlich kein Landesrecht. Wenn der BGH zur Rechtsauffassung gelangen sollte, dass der Rot- Rot- Grüne Senat seine gesetzgeberischen Befugnisse mit der Einführung eines Mietendeckels überschritten haben sollte, dann muss gezahlt werden.
Ja. In den Fällen, in denen so ein Zweitvertrag geschlossen wurde, muss dann möglicherweise gezahlt werden. Diese Mieter haben dann doch nicht von der Regelung profitiert. Bzw. es wird vermutlich in vielen Fällen dann vor Gericht gehen (ja, das richtet dann wieder volkswirtschaftlichen Schaden an). Ergebnis offen.
Ich habe bewusst nicht die Stellungnahmen von Century21, Vonovia usw. verlinkt- deren Stellungnahmen und Analysen entsprechend akzentuierter sind, sondern die von Wohnungsgenossenschaften (die bislang zumindest, nicht für aggressive Renditeoptimiertung bekannt sind).
So richtig in sich schlüssig ist deine Argumentation irgendwie nicht. Einerseits werden deiner Meinung nach die Mieten gar nicht wirklich günstiger, durch Schattenmieten, Nutzungsgebühren, Ablösezahlungen usw. Andererseits verdienen die Vermieter nicht mehr genug an ihren Immobilien. Was denn nun?
und sogar die Wohnungsgenossenschaften sagen "naja, ist alles ein bischen knapp kalkuliert"
Na was sollen sie denn sonst sagen? "Vielen Dank für die Mietpreisdeckelung, lieber Berliner Senat"? oder "Da wäre aber noch mehr gegangen, bitte begrenzt die Mietpreise noch weiter"?
Die Immobilienkonzerne machen trotz Mietpreisdeckel immer noch Milliardengewinne.
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/deutsche-wohnen-mietendeckel-mieten-immobilienpreise-jahreszahlen-101.html
Übrigens gelten die Deckelungen ja nicht nur für Neuvermietungen. Auch für Bestandsmieter gelten die Mietobergrenzen.
Thomas24
28.03.2021, 17:54
Die Investoren hat das extrem geärgert mit dem Mietendeckel...naja hartes Brot.
In der Vergangenheit war man da ja noch strikter. Ehrlich gesagt so möchte ich es auch nicht wieder haben und hoffe, dass Investoren in den B-Städten weniger Unsinn treiben mit ihren Modernisierungen/Entmietungen/Gentrifizierung.
https://de.wikipedia.org/wiki/Mietpreisbindung
Ja, du bist zwar schon für die soziale Marktwirtschaft, aber nur gegen "Ausbeutung und Abzocke". Ok, verstanden.
Ehrlich gesagt so möchte ich es auch nicht wieder haben und hoffe, dass Investoren in den B-Städten weniger Unsinn treiben mit ihren Modernisierungen/Entmietungen/Gentrifizierung.
Wenn dich vermeintlicher "Unsinn in B- Städten" so triggert, ist mir eins nicht so ganz klar: was ist denn "Unsinn" deiner Meinung nach? Was ist denn deiner Meinung nach für einen Investor ok an Renditeerwartung?
Ein Inflationsausgleich? Cost of Capital plus Inflationsrate? 2% über der Inflationsrate gemessem am CPI?
Und was ist, wenn dieser böse Investor am Ende dein Versorgungswerk ist, dass dir mal deine Rente bezahlen soll (ok, das wird nicht geschehen), darf dieser Investor eine höhere Rendite einfordern, als Vonovia, Temasek oder ADIA? Wenn ja, warum? Weil der Bezieher der Rendite dann ein Rentner ist, und kein Aktionär? Kann man nicht so genau sagen, oder?
No offense, daCapo: aber mir kommen deine Beiträge oft so vor, als ob du viel zu viele Stories über die bösen Amazons, ausbeuterische Fleischbarone und sonstige Bösewichte gelesen/ gehört hättest - während wir im echten Leben in einer sozialen Marktwirtschaft mit über 50% Staatsquote leben. Oder anders: hast du denn selber krasse Fälle von Entmietungen, Gentrifizierung usw. mal gesehen, erlebt, oder im Bekanntenkreis davon gehört? Oder hast du eine mit trauriger Klaviermusik unterlegte Reportage im ÖR gesehen, wo eine alleinerziehende Mutter drei Jobs arbeiten muss, während ein böser, gieriger Investor genüsslich an seiner Zigarre zieht (Besetzungsvorschlag: alter weißer Mann, am besten Boomer. Aber der Monopoly Zylinder und das Monokel fehlen- der SWR musste an den Requisiten sparen ;-)...)? Ich will nicht sagen, dass es Exzesse nicht gibt. Ja, Exzesse gibt es. Gab es. Und wird es auch in Zukunft immer geben. Aber im echten Leben dann doch erheblich seltener, als einem das tägliche Framing in den Medien suggerieren wollen.
Und nein, der böse Investor ist nicht Schuld. Wenn es Dir wichtig ist, den wahren Bogey Man ausfindig zu machen, der an all den bösen "kapitalistischen Schweinereien" Schuld sein soll (wie gesagt: wir haben keinen Kapitalismus, sondern eine soziale Marktwirtschaft- ), dann fahr zur EZB, Fed, PBOC, BOE, BOJ, RBNZ, SNB, RBA und kette dich an der BIS in Basel an die Tür. Da werden Dir die freundlichen Mitarbeiter gerne hinter vorgehaltener Hand erklären, dass Sie nur umsetzen, was Ihnen von der Politik vorgegeben wird.
Die Bank of England hat das in einem Anfall von Ehrlichkeit sogar zugegeben. https://www.youtube.com/watch?v=J9wRq6C2fgo
Genau hinhören bei Minute 1:48 "Of course higher asset prices make some people better off."
Nicht: all people better off. Die Bank of England hat auf ihrem offiziellen Youtube Kanal direkt zugegeben, dass ihre Fiskalpolitik ein wesentlicher Faktor für die wachsende Einkommensungleichheit ist. Vielleicht sollten die den Beitrag mal offline nehmen.
Und wer bestimmt derzeit die Fiskalpolitik des Landes (wirklich unabhängige Zentralbanken gibt es leider nicht mehr)? Dreimal darfst du raten. (Spoiler: dieselben Leute, die vor jeder TV Kamera und Wahl empört mit dem Finger auf den bösen Kapitalismus zeigen, teure Geschenke verteilen, um Stimmen ihrer Klientel zu kaufen und möglichst wiedergewählt werden wollen- Konsequenzen? Who cares, die kommen lange nach meiner Amtszeit...). Deswegen bin ich immer wieder erstaunt, wenn nach der Politik und dem Staat gerufen wird, um die negativen Folgen von QE zu bekämpfen. Politik und Staat haben uns doch konzertiert erst in diese bizarre Welt von NIRP und ZIRP manövriert- und jetzt stehen alle Zentralbanken mit dem Rücken zur Wand. Einzige Option: noch mehr Geldmengenausweitung, noch mehr Asset Käufe auf die eigene Bilanz. Nächste Haltestelle: Universal Basic Income und Modern Monetary Theory :-wow.
Ich vertiefe das nicht weiter. Nur deine Argumente bzgl. des Mietendeckels halte ich (wie auch andere) nicht für ganz schlüssig. Du kannst mal bedenken, dass in Berlin eine andere Klientel neben dem neuen "Jetset" vorhanden ist als in München, Hamburg, Köln.
Und ja ich wundere mich, warum man 1 kg Hackfleisch für 50 Cent kaufen kann oder warum Amazon unbedingt einen eigenen Lieferdienst und nicht die vorhandenen benutzt.
Und ja Arbeitsschutz ist hier eher so eine "ehrenwerte" "freiwillige" Aufgabe nach meinen Erfahrungen in DE Kliniken, die meisten Chefs interessiert es Null.
Thomas24
28.03.2021, 23:34
Das ist deine Meinung. Und viel Polemik. Nur weil die Mieten AUCH für die teureren Wohnungen gesunken sind bedeutet dass nicht, dass die Maßnahme ihr Ziel nicht erreicht hat. Es geht ja hoffentlich nicht darum, den besser situierten eins auszuwischen, sondern darum Wohnraum insgesamt bezahlbarer zu machen - für alle.
Aaaah, weiß nicht. RRG ist bislang zumindest nicht dafür bekannt gewesen, die Situation "für alle" verbessern zu wollen. Im Regelfall geht es darum, eine vermeintlich oder tatsächlich benachteiligte Gruppe zu fördern und zwar -Überraschung, Überraschung- mit mehr Geld durch den Staat, der es seinerseits von den "Reichen*" nehmen soll. Podiumsdiskussionen bei den Linken mit dem Tenor "was sollen wir mit dem 1% Reichen nach den Erschiessungen machen", die flapsig mit "naja, wir würden Sie ja nicht erschiessen, sondern nützlicher Arbeit zuführen" (Zwangsarbeit -war von Genossen Riexinger natürlich nicht Ernst gemeint, sondern alles nur ein flappsiger Witz gewesen, ähem) lassen tief blicken und mich persönlich daran zweifeln, dass man das Wohl "aller" im Sinn hat. https://www.n-tv.de/politik/Linken-Clip-entfacht-Entruestungssturm-article21617330.html Natürlich ist das polemisch. Ich bin mir fast sicher, dass ein Großteil der Parteianhänger der Linken Erschiessungen und Zwangsarbeit ablehnen würde und fest auf dem Boden der Verfassung steht. Schließlich gab es für den Zwischenruf nach Erschiessungen aus dem Publikum nur vereinzelt Zustimmung und Applaus.
*Reich ist Definitionssache. Der Spitzensteuersatz beginnt ja schon bei ca. 56 K Brutto für einen Ledigen. Sollen die Bonzen ruhig mal mehr zahlen...:-dance
Ja. In den Fällen, in denen so ein Zweitvertrag geschlossen wurde, muss dann möglicherweise gezahlt werden. Diese Mieter haben dann doch nicht von der Regelung profitiert. Bzw. es wird vermutlich in vielen Fällen dann vor Gericht gehen (ja, das richtet dann wieder volkswirtschaftlichen Schaden an). Ergebnis offen.
Richtig.
So richtig in sich schlüssig ist deine Argumentation irgendwie nicht. Einerseits werden deiner Meinung nach die Mieten gar nicht wirklich günstiger, durch Schattenmieten, Nutzungsgebühren, Ablösezahlungen usw. Andererseits verdienen die Vermieter nicht mehr genug an ihren Immobilien. Was denn nun?
Nein, da hast du mich leider falsch verstanden. Die Mieten wurden für einige aus den betroffenen Mietergruppen vermutlich tatsächlich günstiger (für wie lange, und ob überhaupt dauerhaft werden vermutlich Gerichte klären müssen), auch wenn unter der Hand wahrscheinlich viel informelle Ökonomie stattfindet. Wir wissen nicht, ob die negativen Effekte (z.B. beim Einzug eine überteuerte Ablöse für eine abgeranzte Ikea Küche bezahlt, nur um als Nachmieter in Frage zu kommen) die positiven Effekte überwiegen. Kann durchaus sein, dass durch die Ersparnis bei der Miete -bei genügend langer Mietdauer- diese Anfangskosten nicht mehr so sehr ins Gewicht fallen. Mein Einwand war: der Mietpreisanstieg hätte meiner Meinung gar nicht durch einen artifiziellen Eingriff begrenzt werden sollen. Es IMHO wäre völlig ok gewesen, wenn Nachfrager mit weniger Kaufkraft aus dem Mietmarkt ausgepreist werden- auch wenn man das persönlich für unsozial, politisch nicht opportun usw. hält. Es sei denn, man hält es für ein Menschenrecht, günstig (d.h. letztlich durch anderer Leute Geld quersubventioniert) auch in den zentralen Lagen europäischer Hauptstädte wohnen zu dürfen. Denn damit öffnet man einer ganzen Reihe von Problemen Tür und Tor (die ihrerseits, wie du selbst eingeräumt hast, negative Volkswirtschaftliche Auswirkungen haben kann), nur um populistischen Forderungen nachzugeben.
Na was sollen sie denn sonst sagen? "Vielen Dank für die Mietpreisdeckelung, lieber Berliner Senat"? oder "Da wäre aber noch mehr gegangen, bitte begrenzt die Mietpreise noch weiter"?
Die Immobilienkonzerne machen trotz Mietpreisdeckel immer noch Milliardengewinne.
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/deutsche-wohnen-mietendeckel-mieten-immobilienpreise-jahreszahlen-101.html
Ja. Das finde ich auch gut so. Denn woher sollen denn ohne Gewinne, Erhaltungsinvestitionen in die vorhandene Bausubstanz, bzw. Neubau stattfinden. Das geht ein paar Jahre gut. Aber Gebäude benötigen eigentlich ständige Pflege und Renovierungen.
Übrigens gelten die Deckelungen ja nicht nur für Neuvermietungen. Auch für Bestandsmieter gelten die Mietobergrenzen.
Korrekt, wurde denn das Gegenteil behauptet?
Da bin ich vollkommen deiner Meinung. Insbesondere denke ich auch, dass eine Mietpreisdeckelung sich gesamtvolkswirtschaftlich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit negativ auswirkt. Aber nur weil ein staatlicher Eingriff sich insgesamt ungünstig auf die Volkswirtschaft auswirkt, bedeutet das nicht, dass er nicht für die Zielgruppe der Maßnahme positive Auswirkungen haben kann.
Ich persönlich finde auch die gesamtvolkswirtschaftlichen Auswirkungen entscheidender. Ich bin, obwohl ich selbst überzeugte Mieterin ohne Ambitionen auf einen Immobilienkauf bin, keine Befürworterin einer Mietpreisdeckelung. Und bin sehr weit davor entfernt auf einem Wahlzettel jemals ein Kreuzchen bei rot oder gar grün zu setzen.
Ich bin wie gesagt nur mit deiner sehr einseitigen Argumentation nicht einverstanden.
Ok. Lassen wir das mal so stehen.
GelbeKlamotten
29.03.2021, 00:08
Ja. Das finde ich auch gut so. Denn woher sollen denn ohne Gewinne, Erhaltungsinvestitionen in die vorhandene Bausubstanz, bzw. Neubau stattfinden. Das geht ein paar Jahre gut. Aber Gebäude benötigen eigentlich ständige Pflege und Renovierungen.
Und du bist dir sicher, dass das aus den ausgewiesenen (und versteuerten) Gewinnen finanziert wird? Ich bin jetzt keine Bilanzexpertin, aber ich wäre jetzt eher davon ausgegangen, dass für Erhaltungsinvestitionen, Pflege und Renovierungen von Anfang an Rückstellungen gebildet werden (müssen).
Ich finde es an sich auch gut, wenn Unternehmen Gewinne machen. Ich wollte damit nur sagen, dass die Mietbremse die Immobilienkonzerne offenbar nicht an den Rand des Bankrotts gebracht haben, wie man nach deinen Schilderungen vermuten könnte ;)
Nun der Mietendeckel ist ja zeitlich begrenzt, meine Güte, die armen Konzerne, jetzt entgehen ihnen ein paar € die sie nicht mit ins Grab nehmen können. Bankrott ist deswegen kein Unternehmen gegangen.
Ja. Das finde ich auch gut so. Denn woher sollen denn ohne Gewinne, Erhaltungsinvestitionen in die vorhandene Bausubstanz, bzw. Neubau stattfinden. Das geht ein paar Jahre gut. Aber Gebäude benötigen eigentlich ständige Pflege und Renovierungen.
Die Gewinne stehen NACH den Investitionen für die Erhaltung&Modernisierung.
Grundsätzlich habe ich nix gegen Gewinne.
Auf der anderen Seite stehen Mieter, die lieber nix investieren würden und eine niedrige Miete bevorzugen.
Das ist bei Eigentümern auch nicht anders: Die einen modernisieren fortlaufend, die anderen haben noch die Heizungsanlage von 1960. Wann&Wie teuer man modernisiert ist dann sehr kontrovers zu diskutieren.
Bestehende Mietbegrenzungen hatte/haben
In Berlin hat es mancher Investor ganz offensichtlich übertrieben (zumindest aus Sicht der ansässigen links wählenden Bevölkerung) mit Gentrifizierung/Mieterhöhung/Modernisierung/Entmietung, sonst wäre es ja nie soweit gekommen. Nochmal Berlin hat eine Sonderrolle (geteilte Stadt bis 1990, viele Linke im Westen und auch Osten)
Es sei denn, man hält es für ein Menschenrecht, günstig (d.h. letztlich durch anderer Leute Geld quersubventioniert) auch in den zentralen Lagen europäischer Hauptstädte wohnen zu dürfen. Denn damit öffnet man einer ganzen Reihe von Problemen Tür und Tor (die ihrerseits, wie du selbst eingeräumt hast, negative Volkswirtschaftliche Auswirkungen haben kann), nur um populistischen Forderungen nachzugeben.
Quartiere sollten durchaus durchmischt sein. "Ghetto"-bildung ist zu vermeiden. Dafür erhalten die Investoren auch Filetgrundstücke der Stadt für ihr Geschäft. Klar, am Ende muss es sich für sie rechnen bzw. das Gesamtkonzept muss wirtschaftlich bleiben für den Konzern.
Ich frage mich, warum Blutabnahmen und Verbände teilweise noch immer von Ärzten durchgeführt werden müssen - eine teurere Möglichkeit gibt es für Kliniken ja nicht; vor allem an Wochenenden und Feiertagen. Würde man dafür eine Pflegekraft oder sonstiges Fachpersonal abstellen wäre das doch erheblich günstiger.
Ich frage mich, warum Blutabnahmen und Verbände teilweise noch immer von Ärzten durchgeführt werden müssen - eine teurere Möglichkeit gibt es für Kliniken ja nicht; vor allem an Wochenenden und Feiertagen. Würde man dafür eine Pflegekraft oder sonstiges Fachpersonal abstellen wäre das doch erheblich günstiger.
Die müsstest du aber noch zusätzlich bezahlen während der Arzt das während seiner normalen Arbeitszeit erledigt ;)
Choranaptyxis
29.03.2021, 20:48
Die müsstest du aber noch zusätzlich bezahlen während der Arzt das während seiner normalen Arbeitszeit erledigt ;)
Und im "besten Fall" den Zeitverlust mit unbezahlten und nicht aufgeschriebenen Überstunden ausgleichen. Da ist dann selbst der PJ-ler teurer.
GelbeKlamotten
29.03.2021, 21:30
Ich frage mich, warum Blutabnahmen und Verbände teilweise noch immer von Ärzten durchgeführt werden müssen - eine teurere Möglichkeit gibt es für Kliniken ja nicht; vor allem an Wochenenden und Feiertagen. Würde man dafür eine Pflegekraft oder sonstiges Fachpersonal abstellen wäre das doch erheblich günstiger.
Glaubst du denn bei dir in der Abteilung könnte man die ärztliche Besetzung an Feiertagen bei Wegfall von BEs und Verbänden reduzieren? Oft beschränkt sich da die Anwesende Anzahl an Ärzten einer Fachrichtung eh auf n=1, auch bekannt als „der Depp für alles“. Was soll man da noch einsparen können?
Thomas24
29.03.2021, 22:04
Nun der Mietendeckel ist ja zeitlich begrenzt, meine Güte, die armen Konzerne, jetzt entgehen ihnen ein paar € die sie nicht mit ins Grab nehmen können. Bankrott ist deswegen kein Unternehmen gegangen.
OMG :-)):-)):-))
Schon wieder das Märchen von den bösen Konzernen, die ihren Hals nicht vollbekommen? Echt jetzt? :-sleppy
Mich würde wirklich mal dein enges soziales Umfeld interessieren, dass du solche Glaubenssätze verinnerlicht zu haben scheinst. Oder dein Medienkonsum besteht aus zu viel ÖR Dauerbeschallung.
Quartiere sollten durchaus durchmischt sein. "Ghetto"-bildung ist zu vermeiden. Dafür erhalten die Investoren auch Filetgrundstücke der Stadt für ihr Geschäft. Klar, am Ende muss es sich für sie rechnen bzw. das Gesamtkonzept muss wirtschaftlich bleiben für den Konzern.
Genau. Wenn kein Profit entsteht und am Ende nur eine große schwarze Null stehenbleibt, kann man die Unternehmung auch sein lassen. Das ist kein Business, sondern eine Non Profit Charity. :-nix
OMG :-)):-)):-))
Schon wieder das Märchen von den bösen Konzernen, die ihren Hals nicht vollbekommen? Echt jetzt? :-sleppy
Mich würde wirklich mal dein enges soziales Umfeld interessieren, dass du solche Glaubenssätze verinnerlicht zu haben scheinst. Oder dein Medienkonsum besteht aus zu viel ÖR Dauerbeschallung.
Märchen? Und was ist das?
https://www.spiegel.de/fotostrecke/vonovia-veraergert-mit-modernisierung-mieter-in-konstanz-fotostrecke-165081.html
Warum muss man alle 15 Jahre die Fenster tauschen? Ich bin auch für Modernisierung, aber alle 15 Jahre die Fenster tauschen?
Mit den Nebenkosten steht drer nette Konzern auch in der Kritik.
https://www.handelsblatt.com/finanzen/immobilien/wohnungskonzern-vonovia-verliert-vor-gericht-im-streit-um-betriebskosten/24261488.html?ticket=ST-1885856-1X5l1Fq3Cmh1l7iVctAs-ap6
https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/vonovia-mieter-fuehlen-sich-betrogen-a-1211949.html
diese fragwürdige Betriebskostenabrechnung ist real und nicht erfunden von der Zeitung.
Ist ja gut, dass Modernisierung stattfindet, aber etwas transparenter wäre seriöser.
Hier ein paar Berichte über die netten Investoren und warum sie den Mietendeckel dort bekommen haben:
https://www.deutschlandfunkkultur.de/berliner-wohnungsmarkt-unser-haus-vor-dem-ausverkauf.1076.de.html?dram:article_id=444963
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/mieter-in-berlin-kaempfen-gegen-investoren-und-fuer-ihre-kreuzberger-kiez-15327363.html
Und ach: Der arme Konzern macht trotz Mietendeckel Gewinn...ich dachte sie hätten alle entlassen müssen
https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2020/11/berlin-deutsche-wohnen-mieten-umsatz.html
Genau. Wenn kein Profit entsteht und am Ende nur eine große schwarze Null stehenbleibt, kann man die Unternehmung auch sein lassen. Das ist kein Business, sondern eine Non Profit Charity. :-nix
Yo für diese Filetstücke in TOP Innenstadtlagen sollte es sich rentieren. Hauptsache man kommt überhaupt mal zum Zuge, hier gibt es ein geplantes Innenstadtquartier, was seit den 80er Jahren entwickelt werden soll (immer neue Investoren, Veränderungen). Das liegt aber hier an der "Qualität" der Leute, wie du mal sagtest. Extrem langsam.
Glaubst du denn bei dir in der Abteilung könnte man die ärztliche Besetzung an Feiertagen bei Wegfall von BEs und Verbänden reduzieren? Oft beschränkt sich da die Anwesende Anzahl an Ärzten einer Fachrichtung eh auf n=1, auch bekannt als „der Depp für alles“. Was soll man da noch einsparen können?
a) Erstmal finde ich es fragwürdig Hiwis dafür zu beschäftigen. Warum nicht ausgebildete MFA/Pflege, die haben dann Routine und die Patienten weniger blaue Flecken und Thrombophlebitis. In einer Uniklinik stehen schon länger die Hiwis im Verdacht (unfreiwillig, sie lernen) für die hohe Anzahl an Thrombophlebitiden verantwortlich zu sein. Aber richtige MFA/Pflege: Das kostet.
b) Am Wochenende hat man da wirklich garkeine Hilfe und beschränkt es auf das notwendigste. Bei 24h Bereitschaft soll das dann irgendwann laufen...so wirklich seriös geplant ist das ganze nicht.
Thomas24
30.03.2021, 22:51
Märchen? Und was ist das?
https://www.spiegel.de/fotostrecke/vonovia-veraergert-mit-modernisierung-mieter-in-konstanz-fotostrecke-165081.html
Warum muss man alle 15 Jahre die Fenster tauschen? Ich bin auch für Modernisierung, aber alle 15 Jahre die Fenster tauschen?
Mit den Nebenkosten steht drer nette Konzern auch in der Kritik.
https://www.handelsblatt.com/finanzen/immobilien/wohnungskonzern-vonovia-verliert-vor-gericht-im-streit-um-betriebskosten/24261488.html?ticket=ST-1885856-1X5l1Fq3Cmh1l7iVctAs-ap6
https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/vonovia-mieter-fuehlen-sich-betrogen-a-1211949.html
diese fragwürdige Betriebskostenabrechnung ist real und nicht erfunden von der Zeitung.
Ist ja gut, dass Modernisierung stattfindet, aber etwas transparenter wäre seriöser.
Hier ein paar Berichte über die netten Investoren und warum sie den Mietendeckel dort bekommen haben:
https://www.deutschlandfunkkultur.de/berliner-wohnungsmarkt-unser-haus-vor-dem-ausverkauf.1076.de.html?dram:article_id=444963
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/mieter-in-berlin-kaempfen-gegen-investoren-und-fuer-ihre-kreuzberger-kiez-15327363.html
Und ach: Der arme Konzern macht trotz Mietendeckel Gewinn...ich dachte sie hätten alle entlassen müssen
https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2020/11/berlin-deutsche-wohnen-mieten-umsatz.html
DaCapo, no offense- aber ich mach mir echt nicht die Mühe, all deine Links durchzuklicken wg. gierigen Investoren usw.
Das ist leider immer noch nicht der springende Point, weil nur ein Nebenkriegsschauplatz. Soll der Typ hier das eigentliche Problem erklären. Ab Min 17:30 bis 21:30. Das Politiker- und Millenialbashing kannst du ignorieren. https://www.youtube.com/watch?v=-r9eLr5ZoUo
Wenn du danach immer noch nicht den Zusammenhang mit einer global koordinierten Zentralbankpolitik, die alle mehr oder weniger schnelle QE Programme durchführen, staatlicher Fiskalpolitik und der daraus resultierenden Asset Price Inflation und der von Dir als ungerecht empfundenen Ungleichheit, die Teile der Mittelschicht und vor allem die Jugend immer weiter zurückwerfen wird, nicht verstehen kannst- und dich stattdessen immer wieder auf Nebenkriegsschauplätze ablenken lassen möchtest, wie den Arbeitskampf bei Amazon oder die bösen Vermieter usw. (böse Kapitalistenbande- dabei findet unter QE gar kein wirklicher Kapitalismus mehr statt). Ok, dann mach was immer dich glücklich macht :-nix
Du bist immerhin Strahlentherapeut, du könntest sogar noch Glück haben und trotz deiner verinnerlichten Glaubenssätze zu einem gewissen Maß an Wohlstand kommen. Aber bitte in 10 Jahren nicht darüber beschweren, dass Häuser usw. unerschwinglich teuer geworden sind, während der durchschnittliche Arbeitnehmer immer mehr Steuern und Abgaben zahlen muss und mit seiner Familie nicht vorankommt im Leben und Dir einreden lassen, man müsste nur noch mehr staatlichen Einfluß und noch mehr Umverteilung anstreben. You guys have been conned.
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