Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Berufliche Alternativen?
cartablanca
31.05.2021, 14:08
Also mir hat damals der VCH Chefarzt bereits im Vorstellungsgespräch gesagt, dass der ganze ACH Facharzt abgeschafft werden soll. Mit ACH kann man sich zwar niederlassen es lohnt sich finanziell aber kaum und das kann ich aus dem engsten Kreis bestätigen. Wer am Krankenhaus bleiben will kann direkt VCH machen. VCH und ACH eignen sich nicht für Niederlassungen - das ist die Aussage mehrerer Chefärzte der VCH. Ortho/Unfall schon. Aber man kann sich ja mal die websites der meisten Praxen anschaun - die machen hauptsächlich Infiltrationen/ konservative Therapie. Für mich wär das nix.
mbs, ich finde du solltest dir mal ganz grundsätzlich überlegen, was du überhaupt willst.
Pharma, Geschäftsführung (interessanter Karrierewunsch... :-))), Clinical Trial Management, VCH, ACH, Allgemeinmedizin, Patho, Radio, Psychiatrie, PRM - das sind ja etliche völlig unterschiedliche Welten. Da ist meines Erachtens noch einiges an Überlegungen deinerseits nötig. Wenn du dann auch noch gesundheitliche Probleme hast, die es offenbar schwer machen, weiter VCH zu machen, schränkt dich das ja vielleicht auch hinsichtlich anderer klinischer Fächer ein.
mbs, ich finde du solltest dir mal ganz grundsätzlich überlegen, was du überhaupt willst.
Pharma, Geschäftsführung (interessanter Karrierewunsch... :-))), Clinical Trial Management, VCH, ACH, Allgemeinmedizin, Patho, Radio, Psychiatrie, PRM - das sind ja etliche völlig unterschiedliche Welten. Da ist meines Erachtens noch einiges an Überlegungen deinerseits nötig. Wenn du dann auch noch gesundheitliche Probleme hast, die es offenbar schwer machen, weiter VCH zu machen, schränkt dich das ja vielleicht auch hinsichtlich anderer klinischer Fächer ein.
Das stimmt...
Gibt es denn inzwischen eine Tendenz?
Ich mache erstmal in der VCH weiter und hoffe, dass mir meine gesundheitlichen Probleme erstmal keine akuten Probleme mehr bereiten. Aber langfristig werde ich eventuell umdisponieren müssen - je nachdem wie sich das gesundheitlich entwickelt. Es steht auch noch einiges an Diagnostik an, dafür habe ich derzeit aber keine Zeit, werde damit warten müssen bis ich ich frei habe.
Aber die Tendenz bzw. Präferenz wäre entweder deutlich weniger Patientenkontakt und/oder weg aus der Klinik. Wahrscheinlich kann man sich auch nicht aussuchen in welcher Form das sein würde - je nachdem wo man überhaupt eine Chance bekommt bzw. Stelle findet.
Ich mache erstmal in der VCH weiter und hoffe, dass mir meine gesundheitlichen Probleme erstmal keine akuten Probleme mehr bereiten. Aber langfristig werde ich eventuell umdisponieren müssen - je nachdem wie sich das gesundheitlich entwickelt. Es steht auch noch einiges an Diagnostik an, dafür habe ich derzeit aber keine Zeit, werde damit warten müssen bis ich ich frei habe.
Aber die Tendenz bzw. Präferenz wäre entweder deutlich weniger Patientenkontakt und/oder weg aus der Klinik. Wahrscheinlich kann man sich auch nicht aussuchen in welcher Form das sein würde - je nachdem wo man überhaupt eine Chance bekommt bzw. Stelle findet.
Naja, aber glaubst du denn es wird gesundheitlich besser. Ganz ehrlich mit der Arbeit im Krankenhaus als nachrangier Arzt eher bzw. sehr schwierig gesundheitliche Probleme auszukurieren. Du kannst noch nicht mal die Diagnostik zeitnah durchführen...???
Wahrscheinlich würdest du schon in einem Fach möglicherweise sogar ohne Dienst eine Chance bekommen, egal welches Alter...wenn die wirklich jmd. suchen dringend, nehmen sie auch jmd. und dann kannst du dich dort bewähren hoffentlich ohne gesundheitliche Probleme. Du müsstest dringend klären, wann du deine Weiterbildung abschließen kannst. Wenn das zeitnah unrealistisch ist und du unter gesundheitlichen Problemen leidest, würde ich nicht lange zaudern umzudisponieren.
Um welche Form von gesundheitlichem Problem geht es denn?
Würde den Thread gerne mit einer neuen Frage wiederbeleben:
An mich wurde ein primär recht interessantes Stellenangebot an einem mittelgroßen Krankenhaus weitergeleitet. Keine OA-Stelle, rein diagnostische Tätigkeit, Voraussetzung sei die Übernahme eines KV-Sitzes. Ich vermute, dass das nur eine Formalität ist, aber könnte mir jemand aus eigener Erfahrung mitteilen, welche Rechte und pflichten mit der Übernahme eines KV Sitzes verbunden sind?
Würde sich das auch auf das verhandelbare Gehalt auswirken?
Würd mich über Rückmeldungen freuen!
Grüße, Sim
John Silver
23.06.2021, 10:28
Die Übernahme eines KV-Sitzes ist per se eine Niederlassung. Kaufste halt ne Praxis. Wie das mit einem Angestelltendasein vereinbar sein soll, ist mir ein Rätsel. Entweder übernimmst Du einen Sitz und bist ein selbständiger Niedergelassener, oder das Krankenhaus kauft einen Sitz und stellt Dich darauf an. Beides zusammen geht nicht.
RussianAngel
23.06.2021, 10:46
Die Übernahme eines KV-Sitzes ist per se eine Niederlassung. Kaufste halt ne Praxis. Wie das mit einem Angestelltendasein vereinbar sein soll, ist mir ein Rätsel. Entweder übernimmst Du einen Sitz und bist ein selbständiger Niedergelassener, oder das Krankenhaus kauft einen Sitz und stellt Dich darauf an. Beides zusammen geht nicht.
Wird das nicht gerade in dem Tread besprochen? :)
https://www.medi-learn.de/foren/showthread.php?105740-MVZ-o-anderweitige-Formen-von-Business/page13
Die Übernahme eines KV-Sitzes ist per se eine Niederlassung. Kaufste halt ne Praxis. Wie das mit einem Angestelltendasein vereinbar sein soll, ist mir ein Rätsel. Entweder übernimmst Du einen Sitz und bist ein selbständiger Niedergelassener, oder das Krankenhaus kauft einen Sitz und stellt Dich darauf an. Beides zusammen geht nicht.
Komm, sei nicht so streng. Du weißt selbst was gemeint ist. Gemeint ist dass Sim85 im Krankenhaus angestellt wird und dort eine KV-Sitz bedienen darf/muss. Soweit so üblich/normal. Ob dass so toll ist weiß ich nicht, da derjenige der auf den KV-Sitz angestellt ist dann doch persönlich haftbar gegenüber der KV ist und die Arbeitsverträge entsprechend gestaltet werden sollten dass gewisse Dinge (Regress, Haftungssachen, Klagen wegen unlauterem Wettbewerb etc.) auf den AG abgewälzt werden sollten...
Für die Krankenhäuser ist ein Angestellter der einen KV-Sitz bedient natürlich super. Meist sehr günstig, gut zu kontrollieren, und wehe der schickt die Leute dann zum Operieren woanders hin!
Wird das nicht gerade in dem Tread besprochen? :)
https://www.medi-learn.de/foren/showthread.php?105740-MVZ-o-anderweitige-Formen-von-Business/page13
Nein
Hallo miteinander,
ich würde gerne diesen alten Thread mit einer neuen Frage bzw. einem update meiner Situation wiederbeleben. Ich bin seit meinem letzten Eintrag vor ca 1 1/2 Jahren um einen Stellenwechsel und einige Erfahrungen reicher (wie man so sagt), aber leider immer noch (oder schon wieder) in der Situation, dass ich mit meiner beruflichen Lage nicht glücklich bin.
Da ein Wohnortwechsel aufgrund komplizierter privater Situation schwierig ist und meine momentane Stelle regional die letzte Gelegenheit darstellt, klinisch als Radiologe tätig zu bleiben, hier die Frage ans Forum, ob einer der anwesenden Radiologen Erfahrungen mit einer teleradiologischen Tätigkeit hat und dazu etwas erzählen möchte?
Stelle ich mir das richtig vor, dass es hierbei hauptsächlich um die Notfallversorgung kleinerer Krankenhäuser geht, die keine Standortradiologie haben?
Noch eine Frage, die ich von meiner Frau weiterleiten möchte: nach längerer Babypause macht sie sich Gedanken über ihren beruflichen Wiedereinstieg. Sie hat ca. 18 Monate Erfahrung in Psychiatrie, möchte aber aus nachvollziehbaren Gründen nicht mehr zurück in die stationäre Patientenversorgung. Eine Idee wäre, die Ausbildung zur ambulanten Psychotherapeutin zu machen. Für die Zusatzbezeichnung scheint eine Facharztanerkennung nicht notwendig zu sein, wäre die Zusatzbezeichnung denn allein ausreichend, um ambulante Psychotherapien anbieten zu können?
Für alle Antworten sage ich schonmal im Voraus danke :-)
Nefazodon
14.01.2023, 16:58
Man korrigiere mich, wenn ich falsch liege, aber ich dachte, das wirksame Führen einer Zusatzbezeichnung (egal welcher) setzt immer einen Facharzt voraus.
Relaxometrie
14.01.2023, 17:24
Eine Idee wäre, die Ausbildung zur ambulanten Psychotherapeutin zu machen. Für die Zusatzbezeichnung scheint eine Facharztanerkennung nicht notwendig zu sein, wäre die Zusatzbezeichnung denn allein ausreichend, um ambulante Psychotherapien anbieten zu können?
Das klingt alles reichlich unausgegoren :-keks
"Ausbildung zur ambulanten Psychotherapeutin" gibt es nicht. Man macht entweder den "Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie"; dieser beinhaltet, wie der Name schon sagt, die Psychotherapie. Oder man macht einen anderen Facharzt (laut Weiterbildungsordnung vermutlich einen aus der direkten Patientenversorgung) und dann die Zusatzweiterbildung Psychotherapie.
Mit einer dieser Ausbildungen kann man dann ambulant oder stationär Psychotherapie anbieten und mit der GKV abrechnen.
Ob man ohne Facharzt und nur mit der Zusatzweiterbildung Psychotherapie (die Ausbildung selbst kann man ja vielleicht auch ohne Facharzttitel durchlaufen?) mit den privaten Krankenkassen abrechnen kann, weiß ich nicht. Aber von einer damaligen Kommilitonin habe ich mal etwas in die Richtung gehört. Die hat kurz vor dem Facharzt Psychiatrie die Klinikzeit geschmissen und behandelt jetzt wohl Privatpatienten und Selbstzahler, wie mir berichtet wurde.
RussianAngel
14.01.2023, 17:57
Ich sehe keinen Grund, wieso man als etwas ausgebildeter Arzt keine Psychotherapien an Selbstzahler anbieten könnte, wenn man sich das zutraut...Es gibt eine Menge "Coaches", die ohne Ausbildung über 200 Euro die Stunde verlangen :) Mit der Krankenkasse weiss ich allerdings nicht, da ist man meist an Auflagen gebunden (eben der Facharzt Psychiatrie oder die Zusatzweiterbildung mit anderem Facharzt).
Heerestorte
14.01.2023, 18:10
Man korrigiere mich, wenn ich falsch liege, aber ich dachte, das wirksame Führen einer Zusatzbezeichnung (egal welcher) setzt immer einen Facharzt voraus.
Das würde bedeuten, dass man dann als Nicht-Facharzt nicht als Notarzt fahren dürfte?! Ich denke nicht, dass dem so ist.
Dragonheart
14.01.2023, 18:20
Man korrigiere mich, wenn ich falsch liege, aber ich dachte, das wirksame Führen einer Zusatzbezeichnung (egal welcher) setzt immer einen Facharzt voraus.
Kommt ganz drauf an... ist ein der WBO (zumindest in Bayern und NRW) für jede ZB einzeln geregelt / geschrieben
Relaxometrie
14.01.2023, 19:00
Das würde bedeuten, dass man dann als Nicht-Facharzt nicht als Notarzt fahren dürfte?! Ich denke nicht, dass dem so ist.
Für die Zusatzbezeichung Notfallmedizin ist ein Facharzt nicht erforderlich; zumindest in meinem aktuellen Kammergebiet. Wird in anderen Kammern wohl ähnlich sein.
Heerestorte
14.01.2023, 19:15
Für die Zusatzbezeichung Notfallmedizin ist ein Facharzt nicht erforderlich; zumindest in meinem aktuellen Kammergebiet. Wird in anderen Kammern wohl ähnlich sein.
Eben. Das ist ja das, was ich damit sagen wollte :-))
Das Nefazodon da in der Hinsicht falsch liegt.
Psychotherapie darf jeder Arzt anbieten, egal ob mit Zusatzbezeichnung oder ohne. Wie sinnvoll das für Patient/Arzt ist, muss man für sich selbst entscheiden.
Nefazodon
14.01.2023, 20:38
Für die Zusatzbezeichung Notfallmedizin ist ein Facharzt nicht erforderlich; zumindest in meinem aktuellen Kammergebiet. Wird in anderen Kammern wohl ähnlich sein.
Okay, ich sag ja korrigiert mich!:-))
Andere Frage ist, wie es bezogen auf die Zusatzbezeichnung "Psychotherapie" ist.
Edit: Ich habe dazu folgenden Abschnitt in der WB-Ordnung gefunden:
Die Zusatz-Weiterbildung Psychotherapie umfasst in Ergänzung zu einer
Facharztkompetenz die Vorbeugung, Erkennung sowie psychotherapeutische
Behandlung von Erkrankungen und Störungen, die durch psychosoziale Faktoren und
Belastungsreaktionen mit bedingt sind.
Facharztanerkennung steht auch unter Mindestvoraussetzungen. Zumindest in meiner Kammer scheint es also nicht ohne Facharztanerkennung zu gehen.
Dass jeder Arzt psychotherapeutische Leistungen anbieten *kann* wie Atana schreibt, ist davon ja unabhängig zu sehen.
Machen kann man Vieles, aber kann man es auch abrechnen? Das ist doch das, was den TE sicherlich interessiert.
(Nur nebenbei bemerkt macht es natürlich keinen Sinn, eine Psychotherapie ohne entsprechende Ausbildung anzubieten.
Wir reden von einem sehr komplexen Tätigkeitsfeld, bei dem man viel falsch machen kann. Das sollte man als Laie auf dem Gebiet nicht versuchen. Das nur als OT, weil "Psychotherapie darf jeder Arzt anbieten" so klingt als wäre es etwas Triviales)
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