PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Handgreiflichkeit durch Oberarzt



Seiten : 1 2 [3] 4

Feuerblick
14.07.2021, 08:20
Weder das eine noch das andere geht aus den allermeisten Postings hervor. :-nix

hebdo
14.07.2021, 09:08
Es gibt keine Rechtfertigung für die Handgreiflichkeiten - auch das Telefonieren im Patientenzimmer ist kein Grund. Denke aber, dass du richtig reagiert hast. Die Gemüter abkühlen lassen, Entschuldigung angenommen und die Situation nicht weiter aufplustern.

Die Konsequenz dort zu kündigen, gerade weil für dich mehrere Sachen nicht in Ordnung sind, ist richtig. Das hat nichts mit Überempfindlichkeit oder "Mimose" zu tun.

Valoron
14.07.2021, 09:29
Ja, mal schauen, wo es mich hintreibt. Werde beim nächsten Mal genau hinschauen.
Finde es aber bedauerlich, dass man im Jahr 2021 hier im Forum Handgreiflichkeiten noch akzeptabel findet und man direkt als Mimose gelabelt wird.

Das ist wirklich traurig. Ich hoffe die Personen gehen nochmal tief in sich und denken über den Sachverhalt nach. Selbst möchten sie auch nicht in dieser Art und Weise behandelt werden.

Christoph_A
14.07.2021, 09:31
Ich denke, keiner hat dem betreffenden OA ein adäquates Verhalten attestiert oder das als normal bezeichnet.
Die insgesamt vom TE Ersteller gezeigte Reaktion auf den Vorfall sowie der absolute Wille, trotz wohl ernstgemeinter Entschuldigung des Gegenübers weiter ein Faß aufmachen zu wollen und selber jede Kritik am eventuell aufgetretenen eigenen Verhalten abbürsten zu wollen, läßt jedoch durchaus auf eine gewisse Überempfindlichkeit schließen.

urinbeutel
14.07.2021, 09:39
hmmmm

H-arzt 4
14.07.2021, 09:40
Muss ich leider abweisen diese Kritik. Verstehe auch nicht woher diese Angriffslust kommt, obwohl es ingesamt bereits zu einer Konsensfindung gekommen ist.
Wo habe ich gesagt, dass ich weiter ein Faß aufmachen möchte? Ich habe die Sache ausdrücklich für beendet geklärt.
Kritik habe ich nicht abbürsten lassen wollen. Telefonieren im Zimmer ist nicht in ORdnung, ich habe es zugegeben. Dennoch stellt dies keine Rechtfertigung dar.
Dass ich im initialen Posting shclecht gelaunt war gebe ich zu. Denke aber, dass dies in der Situation nicht ungewöhnlich ist.

hebdo
14.07.2021, 10:05
Ich denke, keiner hat dem betreffenden OA ein adäquates Verhalten attestiert oder das als normal bezeichnet.
Die insgesamt vom TE Ersteller gezeigte Reaktion auf den Vorfall sowie der absolute Wille, trotz wohl ernstgemeinter Entschuldigung des Gegenübers weiter ein Faß aufmachen zu wollen und selber jede Kritik am eventuell aufgetretenen eigenen Verhalten abbürsten zu wollen, läßt jedoch durchaus auf eine gewisse Überempfindlichkeit schließen.

Quatsch, der TE hat das wirklich nochmal reflektiert und sich richtig verhalten. Finde die Angriffe hier im Forum nicht gerechtfertigt.

Christoph_A
14.07.2021, 10:08
Quatsch, der TE hat das wirklich nochmal reflektiert und sich richtig verhalten. Finde die Angriffe hier im Forum nicht gerechtfertigt.

Ich sehe nicht, daß der TE das ganze reflektiert betrachtet @Hebdo. Und wenn du uns dann bitte noch zeigen könntest wo der TE angegriffen wurde, wäre ich dir sehr dankbar. In der Sache waren alle hier bei ihm, nur daß einige der User hier sich an der Art und Weise stören, mit denen aus einer eher kleinen Sache ein Riesenproblem (Strafanzeige etc) gemacht wird.

Lilalein
14.07.2021, 10:14
Muss ich leider abweisen diese Kritik. Verstehe auch nicht woher diese Angriffslust kommt, obwohl es ingesamt bereits zu einer Konsensfindung gekommen ist.
Wo habe ich gesagt, dass ich weiter ein Faß aufmachen möchte? Ich habe die Sache ausdrücklich für beendet geklärt.
Kritik habe ich nicht abbürsten lassen wollen. Telefonieren im Zimmer ist nicht in ORdnung, ich habe es zugegeben. Dennoch stellt dies keine Rechtfertigung dar.
Dass ich im initialen Posting shclecht gelaunt war gebe ich zu. Denke aber, dass dies in der Situation nicht ungewöhnlich ist.

@H-arzt 4: auch von mir absolute Zustimmung. Geht gar nicht, das Verhalten des Oberarztes! Absolut übergriffig und grenzüberschreitend. Eine Arbeitsumgebung in der so ein Verhalten toleriert wird... ohne mich.

alex1
14.07.2021, 11:13
Betrachte es positiv.
Es ist das letzte Mal, dass du vor einem Patientenzimmer bzw. auf dem Weg ins Patientenzimmer telefonieren wirst. :-)

Aber nun mal ernsthaft:

Ich würde mal gerne auch die andere Sicht betrachten, die Sicht des Oberarztes.
Es kann durchaus sein, dass er sich bereits vor dem Zimmer deutlich darüber geärgert hat, dass du telefoniert hast und eventuell die Visite gestört hast (in seinen Augen). Meine frühere Oberärztin hat uns verboten während der Visite ans Telefon zu gehen, alle Anrufe wurden von der Pflege entgegengenommen und wir haben später zurückgerufen. Man kann sich darüber streiten, ob das a) effektiv war b) machbar ist bei jeder Station / jedem Fach.

Es kann auch sein, dass der Oberarzt dir gar einen Gefallen getan hat. Klingt provokativ, sollte es auch sein, aber was wäre gewesen, wenn der Oberarzt anstatt dich zu schubsen SEHR laut auf dem Gang gebrüllt hätte "JETZT LEGEN SIE ABER SOFORT AUF ODER BLEIBEN DRAUSSEN. SIE STÖREN DIE VISITE UND VERLETZEN DIE PRIVATSPHÄRE DER PATIENTIN. DAS IST INAKZEPTABEL!" Wo wäre deine Würde geblieben? Was hätte die Pflege von dir gehalten? Was hätte dein Gersprächspartner von dir gehalten? Was hätten deinen KollegInnen von die gehalten? Hättest du es eskaliert und versucht auf das Brüllen zu reagieren? Du hättest wenig Chance mit irgendeiner Beschwerde durchzukommen irgendwo, das wäre aber verglichen mit der Schubser viel peinlicher geworden für dich. :-)

H-arzt 4
14.07.2021, 11:24
Mir fehlt jetzt langsam der Atem, um hier noch zu schreiben.
Weder Anschreien noch Schubsen sind ein akzeptabler Umgangston, vor allem nicht, wenn man keine böse Absicht hinter einer Handlung steht und man nicht wiederholt den selben Fehler macht.
Er hätte mir das auch einfach sagen können und ich hätte es befolgt.

Ich bin wirklich erstaunt über euch.

Evil
14.07.2021, 11:24
Ich sehe nicht, daß der TE das ganze reflektiert betrachtet @Hebdo. Und wenn du uns dann bitte noch zeigen könntest wo der TE angegriffen wurde, wäre ich dir sehr dankbar. In der Sache waren alle hier bei ihm, nur daß einige der User hier sich an der Art und Weise stören, mit denen aus einer eher kleinen Sache ein Riesenproblem (Strafanzeige etc) gemacht wird.
Oh, ich finde schon, daß im Verlauf des Thread H-arzt 4 emotional wieder auf dem Boden gelandet ist und nach anfänglichem Ärger (den ich nachvollziehen kann, aber Emotionen sollten nicht das Handeln bestimmen, genau das hat der Oberarzt ja gemacht) mittlerweile besonnen reagiert und vernünftig handelt, indem er dem Ereignis eine vernünftigen Stellenwert einräumt.

Was ich nicht nachhvollziehen kann, ist wie andere User die Sache hier dann weiter aufbauschen, nachdem für H-arzt 4 das Ganze ja eigentlich erledigt ist, und dann gleich als allerschlimmstes Verbrechen ever brandmarken. Wenn das schon als "absolut übergriffig und grenzüberschreitend" gilt, wünsche ich Euch, daß Ihr niemals Opfer eines echten Verbrechens werdet.

H-arzt 4
14.07.2021, 11:25
Ja was wäre wenn er mich an Ort und Stelle erschossen hätte. Hätte Hätte Fahrradkette. Ich bin jedenfalls raus. Trotzdem danke für die Bemühungen.

Kackbratze
14.07.2021, 11:49
Ja was wäre wenn er mich an Ort und Stelle erschossen hätte.

Dann gäbe es diesen Thread nicht, das wäre schonmal sicher. Wenn es die Dienstwaffe gewesen wäre, könnte es vielleicht als BG-Fall laufen, ansonsten müssten wir uns auf die Bild und andere Medien verlassen bzgl. Totschlag, Mord oder Notwehr ;-)

Valoron
14.07.2021, 16:33
Weder Anschreien noch Schubsen sind ein akzeptabler Umgangston, vor allem nicht, wenn man keine böse Absicht hinter einer Handlung steht und man nicht wiederholt den selben Fehler macht.
Er hätte mir das auch einfach sagen können und ich hätte es befolgt.

Ich bin wirklich erstaunt über euch.

Dieses handgreifliche Verhalten ist in einem Arbeitsverhältnis, wie bereits öfters hier gesagt, vollkommen unprofessionell und inakzeptabel. Hierüber kann man nicht diskutieren. Ich denke ein Großteil der Nutzer sieht das auch so.
Wenig passend ist der Vergleich mit einer Kneipenschlägerei oder einem Raubüberfall. Das ist schon etwas anderes als eine Arbeitsstelle im Krankenhaus.

morgoth
14.07.2021, 16:36
Ich glaube, 55 Beiträge sind bei weitem nicht ausreichend, um diese Situation erschöpfend auszudiskutieren.

ehem-user-02-08-2021-1033
14.07.2021, 16:49
Betrachte es positiv.
Es ist das letzte Mal, dass du vor einem Patientenzimmer bzw. auf dem Weg ins Patientenzimmer telefonieren wirst. :-)

Aber nun mal ernsthaft:

Ich würde mal gerne auch die andere Sicht betrachten, die Sicht des Oberarztes.
Es kann durchaus sein, dass er sich bereits vor dem Zimmer deutlich darüber geärgert hat, dass du telefoniert hast und eventuell die Visite gestört hast (in seinen Augen). Meine frühere Oberärztin hat uns verboten während der Visite ans Telefon zu gehen, alle Anrufe wurden von der Pflege entgegengenommen und wir haben später zurückgerufen. Man kann sich darüber streiten, ob das a) effektiv war b) machbar ist bei jeder Station / jedem Fach.

Es kann auch sein, dass der Oberarzt dir gar einen Gefallen getan hat. Klingt provokativ, sollte es auch sein, aber was wäre gewesen, wenn der Oberarzt anstatt dich zu schubsen SEHR laut auf dem Gang gebrüllt hätte "JETZT LEGEN SIE ABER SOFORT AUF ODER BLEIBEN DRAUSSEN. SIE STÖREN DIE VISITE UND VERLETZEN DIE PRIVATSPHÄRE DER PATIENTIN. DAS IST INAKZEPTABEL!" Wo wäre deine Würde geblieben? Was hätte die Pflege von dir gehalten? Was hätte dein Gersprächspartner von dir gehalten? Was hätten deinen KollegInnen von die gehalten? Hättest du es eskaliert und versucht auf das Brüllen zu reagieren? Du hättest wenig Chance mit irgendeiner Beschwerde durchzukommen irgendwo, das wäre aber verglichen mit der Schubser viel peinlicher geworden für dich. :-)

Wow... Manche mögen es richtig devot...
Wahnsinn, wie wir uns als Erwachsene immer wieder in kindliche Rollen pressen lassen... Aber wir kennen das alle aus Prüfungsgesprächen bei der Ärztekammer... Ärzte mit mindestens 5 Jahren Berufserfahrung und mindestens 6 Jahren Studium... fühlen sich in Schulzeiten zurück versetzt.

urinbeutel
14.07.2021, 17:02
edit.

OhDaeSu
14.07.2021, 17:40
Weder Anschreien noch Schubsen sind ein akzeptabler Umgangston, vor allem nicht, wenn man keine böse Absicht hinter einer Handlung steht und man nicht wiederholt den selben Fehler macht.
Er hätte mir das auch einfach sagen können und ich hätte es befolgt.

Ich bin wirklich erstaunt über euch.

Ich bin erstaunt, dass dich das noch erstaunt. Ist in anderen Bereichen mMn undenkbar, dass ein erwachsener Akademiker einem Kollegen ggü bei der Arbeit wegen einer solchen Lappalie handgreiflich wird. Nicht nur gäbe es da ein soziales Korrektiv (d.h. durch solche unbeherrschten, prolligen Aktionen verliert man sein Gesicht), du hättest, wenn du es denn gut ausspielst, auch ein schönes Druckmittel gegen den Betreffenden in der Hand.

Meanwhile in der Medizin: Selbst schuld, sei froh, dass es nicht noch schlimmer gekommen ist. Sei jetzt bloß keine Petze.

H-arzt 4
14.07.2021, 17:49
Ich bin erstaunt, dass dich das noch erstaunt. Ist in anderen Bereichen mMn undenkbar, dass ein erwachsener Akademiker einem Kollegen ggü bei der Arbeit wegen einer solchen Lappalie handgreiflich wird. Nicht nur gäbe es da ein soziales Korrektiv (d.h. durch solche unbeherrschten, prolligen Aktionen verliert man sein Gesicht), du hättest, wenn du es denn gut ausspielst, auch ein schönes Druckmittel gegen den Betreffenden in der Hand.

Meanwhile in der Medizin: Selbst schuld, sei froh, dass es nicht noch schlimmer gekommen ist. Sei jetzt bloß keine Petze.

So ist es. Habe es deshalb auch schön dokumentiert mit Zeugen.
Und erstaunt bin ich nur halb. Bin verwundert mit welcher Überzeugung Kollegen hier berichten, wie man sich unterzurodnen hat. Der Beitrag von alex1 spricht Bände. Je länger dieser Thread hier geht, desto weniger geht es um meinen Fall, als dass es die unterwürfige Art der Ärzte widerspiegelt.