Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Eigene Praxis = Schlaraffenland?
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Julian98
06.10.2021, 21:45
Ach was, so schnell vergrault man mich nicht. Miked hat ja recht, dass ich in der Eingangsfrage tatsächlich nach den Arbeitsbedingungen gefragt habe. Jedoch meinte ich damit eigentlich vorrangi für wie viel Geld Ärzte wie viel arbeiten. Deswegen schrieben ja auch einige auch, ich meine die Work Money Balance und nicht die Work Life Balance.
Ich denke es ist tatsächlich alles gesagt. ich würde mich auf jeden Fall freuen wenn der ein oder andere Niedergelassene der hier mitliest trotzdem noch einmal schreiben könnte, wie hoch sein Reinertrag ist, wie viele Stunden er dafür arbeitet und wie viele Tage er Urlaub macht.
Naja, ich bin noch jung und kann den Beruf, den ich mal ein Leben lang machen werde, quasi frei wählen. Klar suche ich mir da lieber einen Beruf in dem man gut verdienen und verhältnismäßig viel Freizeit haben kann. Gerne könnt ihr mir bessere Alternativen vorschlagen, ich habe keine besseren Alternativen gefunden.
BWL/Ing/Inf halten mit der Karriere eines Mediziners nicht mit. Die Top 5% verdienen zwar mehr als ein durchschnittlicher Arzt, weniger arbeiten als ein durchschnttlicher Arzt werden die aber sicherlich nicht. Außerdem ist eine solche Karriere schlichtweg nicht planbar.
Jura ist erst recht ein Spiel mit dem Feuer, mit sehr sehr gutem Prädikatsexamen kann man Notar werden. Einer der wenigen Berufe die ich für attraktiver als niedergelassener Arzt halte. Mit durchschnittlichen Prädikatsexamen ist eine Position wie Richter (weniger Gehalt als niedergelassener Arzt -> schlechtere Balance) oder Anstellung in einer Großkanzlei (mehr Arbeitszeit als niedergelassener Arzt -> schlechtere Balance) drin. Ohne Prädikatsexamen kann man nach 6 Jahren Taxifahrer werden.
Pilot halte ich, Stand jetzt für einen sehr attraktiven Beruf. Meiner Meinung nach auf einer Stufe mit niedergelassener Arzt. Aber niemand weiß, ob es in 10/20 Jahren noch Piloten gibt.
Lehramt sicherlich verhältnismäßig viel Geld und viel Freizeit. Meiner Meinung nach fast so ein gutes Verhältnis wie bei niedergelassenen Ärzten. Aber eben nur fast. Außerdem hat man, selbst wenn man tatsächlich bereit wäre 40h oder 50h Arbeitszeit zu investieren, nicht die Möglichkeit richtig gut zu verdienen.
Ich habe mir vor ca. einem Jahr auch die gleiche Frage gestellt und bin bei den einzelnen Studienrichtungen auch zu ähnlichen Entschlüssen gekommen. Grundsätzlich bin auch der Meinung, dass man als niedergelassener Arzt finanziell sehr gut dasteht. Eventuell wäre auch Zahnmedizin für dich interessant. Man muss 5 Jahre studieren und die Weiterbildung dauert auch nur 2 Jahre, d.h. man kann sich theoretisch nach 7 Jahren niederlasen. Der Reinertrag liegt ca. auf dem Niveau eines Allgemeinarztes. https://www.zm-online.de/news/nachrichten/verfuegbares-einkommen-je-kassenzahnarzt-86600-euro/
Ja deswegen will ich mir ja einen Beruf suchen wo ich auch wenig arbeiten und trotzdem gut verdienen kann. Und das ist denke ich auch nichts verwerfliches ^^
Dass die Arbeit zudem auch möglichst Spaß machen sollte stimmt natürlich. Aber ist ja nicht gesagt, dass Arzt zu sein keinen Spaß macht. Es ist genauso nicht gesagt, dass ein BWL Job ein Leben lang Spaß macht. Ich finde halt Medizin, genauso wie BWL oder die Luftfahrt, gleich interessant. Ich habe inhaltlich einfach keine Präferenz. Was ich aber weiß, ist dass ich kurzfristig lieber 6 Jahre entspannt studiere (Medizin) als 40h pro Woche zu arbeiten (BWL). Und finanziell hole ich mittelfristig (bis ca. 40) als Mediziner den BWLer ja trotzdem wieder ein.
Naja, wenn du dir hier so ein paar Threads anguckst, ist das Medizinstudium auch nicht das entspannteste, va wenn du noch eine Diss nebenher schreibst - und dann kommt die Assistenzarztzeit, die zumindest in den Klinikabschnitten oft NICHT entspannt ist. Da hast du erstmal ein paar Jahre viel Work, wenig Life, zugegeben auch schon viel Geld, dafür aber eben auch Nachtdienste - die du in keinem deiner anderen Berufe hast. Und die sind echt nervig. Allein das Gefühl, am Samstag im Krankenhaus zu sitzen, während alle andere super entspannt "hoch die Hände, Wochenende" rufen...
cartablanca
07.10.2021, 10:02
Dann wirst du auch noch häufig mitten in der Nacht von Patienten angerufen oder gezwungen KV-Dienste zu schieben (16 Stunden am Stück arbeiten).
DrSkywalker
07.10.2021, 11:47
Dann wirst du auch noch häufig mitten in der Nacht von Patienten angerufen oder gezwungen KV-Dienste zu schieben (16 Stunden am Stück arbeiten).
Ja, in der bereitschaftspraxis, das heißt in der fensterlosen Rumpelkammer des örtlichen Krankenhauses. 16 h am Stück ohne Pause und du darfst bei strafandrohnung die "Praxis", also Rumpelkammer nicht verlassen, musst dich aber mit ganz vielen tollen Problemen befassen von Menschen, die oft lieber am Wochenende zum Arzt gehen weil sie gerade Zeit haben....
cartablanca
07.10.2021, 12:13
Ja, in der bereitschaftspraxis, das heißt in der fensterlosen Rumpelkammer des örtlichen Krankenhauses. 16 h am Stück ohne Pause und du darfst bei strafandrohnung die "Praxis", also Rumpelkammer nicht verlassen, musst dich aber mit ganz vielen tollen Problemen befassen von Menschen, die oft lieber am Wochenende zum Arzt gehen weil sie gerade Zeit haben....
Ich versteh nicht wie man Menschen in diesem Land dazu zwingen kann 16 Stunden am Stück zu arbeiten. Das muss eigentlich illegal sein. Sowas gibt's mal wieder nur selektiv für Ärzte.
Endoplasmatisches Reticulum
07.10.2021, 12:49
musst dich aber mit ganz vielen tollen Problemen befassen von Menschen, die oft lieber am Wochenende zum Arzt gehen weil sie gerade Zeit haben....
... und in Fächern und mit Problemstellungen, die du nie gelernt hast und für die du eigentlich keine Verantwortung übernehmen dürftest.
RodneyBay
07.10.2021, 18:02
Dann wirst du auch noch häufig mitten in der Nacht von Patienten angerufen oder gezwungen KV-Dienste zu schieben (16 Stunden am Stück arbeiten).
:-winky
Beim KV-Dienst kann man sich vertreten lassen, wenn man möchte.
Ich habe selbst in der Notaufnahme direkt neben der KV-Notdienstpraxis gearbeitet. Wenn man in der Praxis nicht weiter wusste, ging's in die Notaufnahme für den Patient per Einweisung.
Nochmal zum Thema: Hausarzt ist ein guter und schöner Job und auch gut bezahlt. Aber Schlaraffenland? Naja!
Liebes Krokodil, mach ein Praktikum beim Hausarzt und schau, ob es was für dich ist.
cartablanca
07.10.2021, 22:35
:-winky
Beim KV-Dienst kann man sich vertreten lassen, wenn man möchte.
Zahlt man da nicht drauf?
RodneyBay
08.10.2021, 00:32
Zahlt man da nicht drauf?
Ja klar. DIe Vertretung läuft einem nicht hinterher.
Aber bleiben wir beim Thema: Da wäre Zahnmedizin deutlich entspannter. Das Fachliche soll ja unabhängig nicht so im Vordergrund stehen, wie man so raushört.
Das ist all in all von der Work Money Balance überragend. Gibt kaum was besseres. Am ehesten noch Lehrer oder Pilot. Aber eben auch nicht ganz. Und schon gar nicht der reguläre BWL Inf oder Ing. Und da brauch ich mich auch nicht als Dickkopf bezeichnen lassen oder mir sagen lassen dass ich keine Ahnung habe wenn ich den offiziellen Statistiken vertraue. Warum trotzdem so ein Aufruhr hier herrscht, kann ich mir nur damit erklären dass diejenigen die sich aufregen, dass das nicht stimmen würde, selbst keine Niedergelassenen Ärzte sind und selbst keine Ahnung haben. Ansonsten hätten diejenigen ja sicher längst auch ihre eigenen Zahlen geteilt um zu beweisen, dass die Realität ja ganz anders aussieht.
Die Arbeitsbedingungen neben Arbeitszeit und Gehalt sind natürlich auch wichtig. Den Beiträgen hier zu Folge gibt es daran ja viel auszusetzen.
Der Aufruhr entsteht, weil du dir auch von Leuten, die Niedergelassen sind/waren auch nicht sagen lässt, wie es in der realität aussieht. Es haben mehrere Niedergelassene geantwortet (thomas, skywalker, evil, med1, etc.) und welche, die ambulant tätig sind/waren und einen guten einblick haben ( z.b. habe ich wie gesagt einige Praxen besichtigt und Übernahmeverhandlungen geführt)
Du stellst Fragen, wie es bei denen läuft, bekommst ne Antwort, die dir nicht passt und schreist dann: ihr habt alle keine Ahnung, ich habe recht, weil die Statistik/das Internet/ meine Kommilitonen sagen....
Ich fasse nochmal für dich zusammen:
- deine Rumrechnerei mit Brutto-Netto-Zahlen, Gehalt mit und ohne Kinder, irgendwelche "Traumabschreibungen" usw. sind allesamt "zu gunsten" eines Selbständigengehalt schön gerechnet. Du wählst die Variablen so, dass es dir passt. In der Realität sehen sie dann oft anders aus. Bspw. PKV: die wird ganz schön teuer, wenn du wie viele Beispuele zeigen plötzlich am Ende des Studiums/ Anfang des Berufslebens Krankheiten bekommst wie BSV, vuelkeicht mal ne Erschöpfungsdepression, ne CED oder oder oder
- 6 jahre studium, 3 monate fürs examen + 5 jahre fa-ausbildung sind eine lange zeit; da wird viel passieren, frag mal die fachärzte hier, wie viele genau das gemacht haben, was sie sich vorm studium vorgestellt haben; und während der fa-ausbildung musst du teilweise ganz schön viel scheisse fressen; zudem kommt, dass sich die wenigsten unmittelbar nach dem facharzt niederlassen, sondern meist noch als facharzt ein paar jahre erfahrung sammeln, aus Gründen....
- zu deiner work-life-money-chill-golf-sex-etc-balance ein Beispiel aus der Physiologie ( hast du ja bald im Studium): ein 30 minütiges HIT ( Sprechstundentätigkeit) kann einen besseren Trainingseffekt (=money) als ein 60 minütiger Dauerlauf ( z.B. Arbeit auf Station) haben, strengt dann aber auch mehr an und benötigt mehr Regeneration... Nur mal so als Gedankenanstoss und natürlich ein subjektiver Vergleich > finde raus, wie dus empfindest
- die statistischen Gehälter sind NICHt linear auf die Stunden umrechenbar, weil du nicht PRO STUNDE bezahlt wirsr, sondern per Pauschalen; je weniger Pauschalen, desto höher der verhältnismäßige Anteil an Verwaltung, Mietkosten, Gerätekosten etc. AUCH in der Gemeinschaftspraxis, da dort oft zeit drauf geht fürärztebesprechungen, doppeltätigkeiten, patienten, die nicht glauben wollen, dass sie nichts haben und am tag darauf zu deinem kollegen gehen (natürlich ohne extra-vergütung für die praxis), viele Patienten (z.b. oft Private, die bringen Geld) finden es auch nicht gut, wenn sich mit den sprechzeiten zu sehr abgewechselt wird, weil sie gerne "ihren" Hausarzt immer zur verfpgung haben wollen etc. Die Praxen mit den besten Gewinnen pro Kopf, die ich angesehen habe, waren Einzelpraxen...
GLAUB DIESE SACHEN ENDLICH!
Trotzdem kann die Niederlassung für dich genau das richtige sein, probiers aus!
sparta144
08.10.2021, 13:19
Ganz schön lange wurde hier diskutiert dank dem uneinsichtigen TE. Trotzdem waren viele interessante Punkte/Ansichten dabei, vielen Dank dafür. Krass in welcher Tiefe @Thomas du die betriebswirtschaftlichen Zusammenhänge verstehst- El Maschina. Ich im 2. Weiterbildungsjahr Innere Medizin frage mich auch täglich, wohin die Reise gehen soll, als Internist hausärztlich arbeiten vs. OA mit Internist+Subspezialisierung in der Klinik. Die Oberärzte in meiner Klinik beneide ich nicht um deren Work-Life-Balance/Work-Cash-Balance (da die meisten Fachärzte im ambulanten Sektor mindestens mit OA-Gehalt einsteigen). Finde den neuen Weiterbildungskatalog-Innere cool, denn dies ermöglicht den angehenden Ärzten den ambulanten Sektor näher kennenzulernen/als Weiterbildungszeit anrechnen zu lassen.
BWL/Ing/Inf halten mit der Karriere eines Mediziners nicht mit. Die Top 5% verdienen zwar mehr als ein durchschnittlicher Arzt, weniger arbeiten als ein durchschnttlicher Arzt werden die aber sicherlich nicht. Außerdem ist eine solche Karriere schlichtweg nicht planbar.
Hallo, ich hatte dir schonmal in einem anderen Thread geantwortet, aber tue es mal nochmal hier. Tendenziell würde ich mich dir bei deinen Zielen (viel Geld, viel Freizeit) anschließen, allerdings bin ich mir noch unsicher, inwiefern das mit einem Medizinstudium besser zu realisieren ist (in Foren sind tendenziell ja unzufriedenere Leute unterwegs und ich habe letztens eine Stellenanzeige für Radiologie im ambulanten Bereich für 120k gesehen, weswegen ich immer noch mit Medizin liebäugele, allerdings zeigen Statistiken ja, dass die durchschnittliche Arbeitszeit von Ärzten (auch niedergelassenen) noch bei über 50h liegt)... Ich möchte mich jedoch auch nicht selbstständig machen, da kann man natürlich je nach Standort etc Glück haben. Nun ja, zu dem Zitat: Ich glaube nicht, dass dies der Wahrheit entspricht. Für BWL? Klar, aber nicht für Infs/Ings. Schau dir einige Statistiken zu deren Gehalt im Internet an (unter Berücksichtigung der Berufserfahrung, mache nicht den Fehler das Durchschnittsgehalt von Ings, bei dem Berufseinsteiger eingerechnet sind, mit dem eines FA) und vergleiche es mit dem Grundgehalt von Assistenzärzten und Fachärzten und du wirst sehen, dass diese sich nicht stark unterscheiden, außer dass Infs/Ings meist weniger, zu besseren Arbeitsbedingungen und nicht am WE/in der Nacht arbeiten. Und diese Statistiken gelten für den Durchschnitt der Ings/Infs, nicht die Topperformer. Außerdem: Manager, die Inf/Ing studiert haben und deutlich mehr verdienen, tauchen in diesen Statistiken nicht unbedingt auf. Der Entgeltatlas der Arbeitsagentur könnte dir helfen.
(unter Berücksichtigung der Berufserfahrung, mache nicht den Fehler das Durchschnittsgehalt von Ings, bei dem Berufseinsteiger eingerechnet sind, mit dem eines FA).
mit dem eines FA zu vergleichen*, meinte ich natürlich....
da die meisten Fachärzte im ambulanten Sektor mindestens mit OA-Gehalt einsteigen
Bei einer 40h Woche? Das macht ein Medizinstudium wieder interessanter für mich (als Ing dauert es wahrscheinlich länger als die 5 Jahre Assi Zeit um auf die (fast) 100k zu kommen), aber warum würden dann überhaupt Ärzte noch in der Klinik/im Krankenhaus arbeiten wollen? Ich dachte, man würde als Angestellter im ambulanten Bereich weniger verdienen (und kriegt dafür bessere Arbeitsbedingungen).
Krokodil97
08.10.2021, 15:39
Der Aufruhr entsteht, weil du dir auch von Leuten, die Niedergelassen sind/waren auch nicht sagen lässt, wie es in der realität aussieht. Es haben mehrere Niedergelassene geantwortet (thomas, skywalker, evil, med1, etc.) und welche, die ambulant tätig sind/waren und einen guten einblick haben ( z.b. habe ich wie gesagt einige Praxen besichtigt und Übernahmeverhandlungen geführt)
Du stellst Fragen, wie es bei denen läuft, bekommst ne Antwort, die dir nicht passt und schreist dann: ihr habt alle keine Ahnung, ich habe recht, weil die Statistik/das Internet/ meine Kommilitonen sagen....
Naja die Antworten, in denen Ich tatsächlich konkrete Antworten zur Arbeitszeit und Reinertrag erhalten habe, decken sich doch größtenteils sowohl mit meiner Meinung als auch den offiziellen Statistiken. Du selbst hast, wenn es ich mich nicht täusche, von 140-150k bei entspannten 40h geschrieben. Die Statistiken (2015) von 170k bei 50h. Heute dürften es wie gesagt wohl eher durchschnittlich 190k bei 50h sein. Ich spreche von 100k bei 20-30h. Wo ist da bitte die Diskrepanz?
die statistischen Gehälter sind NICHt linear auf die Stunden umrechenbar, weil du nicht PRO STUNDE bezahlt wirsr, sondern per Pauschalen; je weniger Pauschalen, desto höher der verhältnismäßige Anteil an Verwaltung, Mietkosten, Gerätekosten etc. AUCH in der Gemeinschaftspraxis, da dort oft zeit drauf geht fürärztebesprechungen, doppeltätigkeiten, patienten, die nicht glauben wollen, dass sie nichts haben und am tag darauf zu deinem kollegen gehen (natürlich ohne extra-vergütung für die praxis), viele Patienten (z.b. oft Private, die bringen Geld) finden es auch nicht gut, wenn sich mit den sprechzeiten zu sehr abgewechselt wird, weil sie gerne "ihren" Hausarzt immer zur verfpgung haben wollen etc. Die Praxen mit den besten Gewinnen pro Kopf, die ich angesehen habe, waren Einzelpraxen...
GLAUB DIESE SACHEN ENDLICH!
Genau mit solchen Beiträgen disqualifizierst du dich doch komplett selbst. Im Gegenteil zu dem was du schreibst, sind die Reinerträge pro Praxisinhaber in Gemeinschaftspraxen sogar höher, weil es einige Synergien gibt. Offensichtlich hast du wirklich keine Ahnung von einer Niederlassung.
Krokodil97
08.10.2021, 15:43
Ganz schön lange wurde hier diskutiert dank dem uneinsichtigen TE.
Na dann sei doch mal bitte so nett und sag mir, was ich deiner Meinung nach nicht einsehe :D
Krokodil97
08.10.2021, 15:52
Hallo, ich hatte dir schonmal in einem anderen Thread geantwortet, aber tue es mal nochmal hier. Tendenziell würde ich mich dir bei deinen Zielen (viel Geld, viel Freizeit) anschließen, allerdings bin ich mir noch unsicher, inwiefern das mit einem Medizinstudium besser zu realisieren ist (in Foren sind tendenziell ja unzufriedenere Leute unterwegs und ich habe letztens eine Stellenanzeige für Radiologie im ambulanten Bereich für 120k gesehen, weswegen ich immer noch mit Medizin liebäugele, allerdings zeigen Statistiken ja, dass die durchschnittliche Arbeitszeit von Ärzten (auch niedergelassenen) noch bei über 50h liegt)... Ich möchte mich jedoch auch nicht selbstständig machen, da kann man natürlich je nach Standort etc Glück haben. Nun ja, zu dem Zitat: Ich glaube nicht, dass dies der Wahrheit entspricht. Für BWL? Klar, aber nicht für Infs/Ings. Schau dir einige Statistiken zu deren Gehalt im Internet an (unter Berücksichtigung der Berufserfahrung, mache nicht den Fehler das Durchschnittsgehalt von Ings, bei dem Berufseinsteiger eingerechnet sind, mit dem eines FA) und vergleiche es mit dem Grundgehalt von Assistenzärzten und Fachärzten und du wirst sehen, dass diese sich nicht stark unterscheiden, außer dass Infs/Ings meist weniger, zu besseren Arbeitsbedingungen und nicht am WE/in der Nacht arbeiten. Und diese Statistiken gelten für den Durchschnitt der Ings/Infs, nicht die Topperformer. Außerdem: Manager, die Inf/Ing studiert haben und deutlich mehr verdienen, tauchen in diesen Statistiken nicht unbedingt auf. Der Entgeltatlas der Arbeitsagentur könnte dir helfen.
Also Sumbum ich habe ziemlich viel recherchiert und mir viele Statistiken angesehen, auch wenn einige hier nicht viel auf Statistiken geben. Du hast Recht, eine Karriere als Selbstständiger riskant und nicht planbar. Eine Niederlassung als Mediziner ist jedoch vergleichsweise safe. Wenn du einen Kassensitz in einem Planungsbereich bekommst wirst du eigentlich immer genug Kunden haben und daher eigentlich problemlos entsprechend der Arbeitszeit, welche du bereit bist zu investieren (20-30h -> 100k und 40-50h 170-190k) sehr gut verdienen.
Wenn du hingegen nur im Angestelltenverhältnis arbeiten willst, ist die Perspektive als Mediziner nicht ganz so gut. Trotzdem kannst du dir sicher sein irgendwann bei 40h über 100k zu verdienen. Gute Ing/BWLer/Inf schaffen auch das, aber zu Beginn des Studiums sicher sein definitiv zumindest mal irgendwann 100k zu verdienen, kann man sich eigentlich nur im Studiengang Medizin.
][truba][
08.10.2021, 16:31
Gäääääähn. Was fürn ödes Ding hier.
Wie kann man nur 50 Seiten über son Quatsch "diskutieren".
DrSkywalker
08.10.2021, 16:35
Der te soll sich einfach verziehen. Ein Hoch auf die ignorieren Funktion!
Krokodil97
08.10.2021, 18:41
Alter Schwede :D Richtig gute Diskussionskultur hier bei manchen Medizinern. Naja wird sicher nicht bei allen so sein.
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