Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Im Amt bleiben oder in die Klinik?
HenrikNL
04.02.2022, 16:34
ich habe nie gesagt dass der Alltag in Ophtho aus Däumchendrücken besteht, es ist bestimmt kein Honigschlecken erst recht wenn man sich auch chirurgisch betätigt, aber ich finde es trotzdem wesentlich entspannter als beispielsweise in Innere wo man im selben Moment an vier unterschiedliche Patienten denken muss und drei Pager gleichzeitig klingeln
Feuerblick
04.02.2022, 16:36
DAS kann dir auch in der Augenheilkunde und der Derma passieren. Auf dem Amt hingegen wohl eher nicht. Womit wir wieder beim Thema wären.
Also bei meiner Famulatur in der Augenheilkunde waren die Assistenten dermaßen am rotieren in der Ambulanz, das war echt krass. Da war echt maximales Zeitmanagement gefordert, um alles halbwegs hintereinander zu kriegen. Und so volle Wartezimmer wie bei meinem Augenarzt habe ich sonst nichtmal ansatzweise gesehen. Da stapeln sich die Leute bin in den Hausflur. Ist eine anderen Art von Stress als zwei oder drei kritische Akutpatienten gleichzeitig, aber entspannt ist was anderes.
sry. off-topic.
Wenn man mit dem Gehalt im öffentlichen Dienst zufrieden ist, kann das schon wie eierlegende Wollmilchsau sein als Job. Und ja, wenig Geld ist das natürlich letztlich auch nicht.
Ich kann mich den anderen nur anschließen - würde auch auf jeden Fall dort bleiben. Zwar kann ich verstehen, dass du dich vielleicht fragst, ob du in der Klinik etwas "verpasst", man hat nach der Uni doch erstmal den klassischen Arztjob im Kopf. Zwar gibt es auch positive Erlebnisse, aber retrospektiv würde ich sagen, dass alles was einem mal was gegeben hat irgendwann Routine und teilweise einfach nur belastend werden kann; und mitunter auch wird. Sprich man verpasst letzten Endes in Wahrheit überhaupt nichts wenn man nicht in einer Klinik oder im klassischen Arztberuf arbeitet.
Du glaubst nicht wie viele in letzterem festhängen und so einiges dafür geben würden deinen Job haben zu dürfen. So was ist doch der absolute Jackpot.
Falls du Tipps hast wie man an so was rankommt wäre sicher nicht nur ich sehr dankbar. Nur wenn man jahrelang in der Klinik war und schon Mitte dreißig ist wird man für solche Jobs sicher bei weitem nicht mehr so gern genommen wie jemand der frisch von der Uni kommt.
HenrikNL
04.02.2022, 21:38
Gibt es Möglichkeiten sich auf den besagten Gebieten, also Hygiene, Umwelt usw. weiterzuentwickeln und sich nach und nach höhere Gehälter zu erarbeiten? oder verharrt man bei 2800-3000€ Netto für immer? (ernst gemeint)
@mbs
Warum würden die denn jmdn bevorzugen der frisch von der Uni kommt? Wird da nicht lieber jemand mit einiger klinischer Erfahrung, sei es Innere, Chirurgie oÄ. vorgezogen?
Und was kann man machen um seine Chancen auf solche Stellen zu erhöhen? Ich habe hie und da nachgeguckt, es gibt zum Beispiel keine PJ Tertiale in diesen Fachrichtungen, also die werden gar nicht erst angeboten.
Du glaubst nicht wie viele in letzterem festhängen und so einiges dafür geben würden deinen Job haben zu dürfen. So was ist doch der absolute Jackpot.
Und warum gehen diese Festhänger dann nicht einfach ins Amt, dort wird doch händeringend gesucht?
ehem-user-25-04-2022-1131
05.02.2022, 06:53
Bewerbt euch doch einfach ! - Es ist doch so, dass sich jede Stellensituation vor Ort anders darstellt und Leitungen andere Schwerpunkte
bei Bewerbern setzen. In den einschlägigen Ärztezeitungen ist immer mal wieder eine entsprechende Annonce abgebildet.
Also packt es an, nehmt euren Mut zusammen und stellt euch vor. Berichtet dann gerne von euren Gesprächen, was einfach mehr Wert hat als in ewig langen Texten über hätte / wäre / könnte zu sinnieren...
Du glaubst nicht wie viele in letzterem festhängen und so einiges dafür geben würden deinen Job haben zu dürfen. So was ist doch der absolute Jackpot.
Falls du Tipps hast wie man an so was rankommt wäre sicher nicht nur ich sehr dankbar. Nur wenn man jahrelang in der Klinik war und schon Mitte dreißig ist wird man für solche Jobs sicher bei weitem nicht mehr so gern genommen wie jemand der frisch von der Uni kommt.
Verzeih mir die etwas ungehobelte Ausdrucksweise, aber so weltfremd kann man doch überhaupt nicht sein, dass man so etwas glaubt. Wenn du das ernst meinst, vernebelt dir glaube ich deine psychische Verfassung im Moment ganz gehörig den Kopf. Ich hoffe, du schaffst es, daran was zu ändern.
Als "Tipp" kann ich dir geben, bei Gesundheitsämtern in deinem Umkreis nachzufragen. Mindestens eins davon wird eine offene Stelle haben, zu ähnlichen Bedingungen wie bei OP. Vielleicht nicht überall mit Möglichkeit zur Weiterbildung Hygiene und Umweltmedizin, sondern nur Öffentlches Gesundheitswesen. Aber Stellen im Öffentlichen Gesundheitsdienst gibts mehr als genug. Ob nicht jemand mit Mitte 30 und klinischer Vorerfahrung sogar lieber genommen wird als jemand "frisch von der Uni", ist eine andere Frage. Aber keine wesentliche. Selbst in der Großstadt gibts Stellen in Gesundheitsämtern. Mein Gesundheitsamt (nicht in einer Großstadt, aber großstadtnah und landschaftlich schön gelegen) hat seit Monaten eine unbefristete (halbe) Stelle ausgeschrieben, auf die sich bisher anscheinend niemand beworben hat, der fließend Deutsch spricht.
PsychoFan
05.02.2022, 10:05
Die Arbeitsbedingungen in den Kliniken sind katastrophal und werden von Jahr zu Jahr schlechter. Hohe Arbeitsbelastung, Personalmangel, schlechte Organisation.
Im Klartext : Wird öfters so sein, dass Du nach Hause kommst und zu nichts mehr in der Lage bist, oder Im Urlaub mehrere Tage brauchst, um runterzukommen.
Bleib im Amt, mache FA für Öffentliches Gesundheitswesen und einen internationalen Abschluss in Public Health und schau Dich in internationalen Organisationen um. Im Gegensatz zur deutschen Durchschnittsklinik, wo allerhöchstens mittelmäßig qualitatives Handwerk ausgeübt wird, wirst Du in Public Health die Chance haben, auch im internationalen Vergleich gute Qualität ausüben zu dürfen.
Und da wäre noch die Work Life Balance. Ich arbeite seit Jahren als Honorararzt in Deutschland, ohne gesundheitliche Folgen schaffe ich max. 2 Monate am Stück. Jeder Einsatz, der länger dauert, endet genauso: Blutdruck steigt, Cholesterinwerte verschlechtern sich, Korpergewicht steigt um 1 kg pro Monat. Festanstellung im deutschen Krankenhaus? Nein danke.
Der medizinische Arbeitsaufwand ist in einer deutschen Klinik minimal. Doch das organisatorische Chaos und die Belastung mit nichtärztlichen Tätigkeiten extrem hoch. Mein Eindruck: 75 Prozent der Arbeitszeit verbringe ich mit Tätigkeiten, die wo anders von Nicht-Ärzt:innen erledigt werden, geschweige denn einer fachärztlichen Kompetenz bedürften. Blut abnehmen, periphere Venenzugänge legen, irgendwelche Untersuchungen anmelden. Die Pflege hat sich zu Zimmermädchen degradiert und Ärzt:innen müssen pflegerische Arbeiten übernehmen. In manchen Kliniken darf die Pflege nicht einmal die Infusion anschließen oder den Verband wechseln ohne ärztliche Anordnung.
Die Wundschwester sagt dem Arzt, welche Wundversorgung er anzusetzen hat, er ordnet es an und andere Pfleger setzen es um. Willkommen im deutschen Krankenhaus, überlege bitte genau, ob Du in diesem Irrenhaus glücklich wirst.
Cingulum123
05.02.2022, 10:44
Die Arbeitsbedingungen in den Kliniken sind katastrophal und werden von Jahr zu Jahr schlechter. Hohe Arbeitsbelastung, Personalmangel, schlechte Organisation.
Im Klartext : Wird öfters so sein, dass Du nach Hause kommst und zu nichts mehr in der Lage bist, oder Im Urlaub mehrere Tage brauchst, um runterzukommen.
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Ich teile den Eindruck, dass die Bedingungen von Jahr zu Jahr schlechter werden. Wirklich gut waren sie nie. Vielleicht ist es auch so, dass man mit jedem Jahr mehr erschöpfter und desillusionierter wird. Wäre ich nicht so nah vorm Facharzt mit kleiner Nische, die für danach bereit steht, würde ich auch nach Wegen raus suchen. Man verdient in der Klinik mehr als im Amt, aber das mehr an Geld ist mit Lebensqualität teuer erkauft.
Sonic the Hedgehog
05.02.2022, 10:49
Home Office, Verbeamtung, Freitag mittag schon Feierabend, keine Nachtdienste...
... jetzt weiß ich wofür meine Steuergelder verschwendet werden und meine Antipathie gegenüber Beamten und den überregulierten Bürokratenstaat resultiert. Ich bin in der Tat neidisch auf so ein 0815 Schnarchnasenleben, würde auch gerne mit dir tauschen, wenn ich keine libertären Ambitionen (eigenes Unternehmen, im Ausland leben) hätte.
Bonnerin
05.02.2022, 11:01
Du glaubst nicht wie viele in letzterem festhängen und so einiges dafür geben würden deinen Job haben zu dürfen. So was ist doch der absolute Jackpot.
Falls du Tipps hast wie man an so was rankommt wäre sicher nicht nur ich sehr dankbar. Nur wenn man jahrelang in der Klinik war und schon Mitte dreißig ist wird man für solche Jobs sicher bei weitem nicht mehr so gern genommen wie jemand der frisch von der Uni kommt.
Mal ins Ärzteblatt geschaut, oder woanders hin?
Ist jetzt nicht direkt im Amt, aber heute z.B. auch wieder ne Anzeige:
- Gutachtertätigkeit für den LVR, Standort Köln-Deutz (also äußerst attraktiv)
- keine Dienste, Nebentätigkeiten erlaubt
- unbefristet in Voll- oder Teilzeit, Vergütung TVöD E15 (darum sollte auch der/die TE halt wirklich eine Facharztausbildung anstreben, damits auch kontinuierlich weiter geht)
Gewollt ist für die Stelle eine Apptobation und ein Facharzt (Allgemein, Innere, Chirurgie, Ortho werden genannt, andere klinische Fächer sind aber sicher möglich).
Dementsprechend: Mach doch einfach das letzte Jahr Chirurgie und gut ist. Geh in ne Praxis, da gibts auch Leute mit einer Ermächtigung. Es bringt doch nix, immer nur zu überlegen, was man vielleicht hätte wäre wenn jetzt tun soll und dann am Ende überlegen, Patho zu machen (wo nix anerkannt wird), wenn einem 1 Jahr für Chirurgie fehlt bzw. 2 Jahre für Arbeitsmedizin...
Aber ich glaube, immerhin sieht der/die TE, dass die Bedingungen aktuell wirklich ekelhaft sind, vor allem in weiten Teilen der Patientenversorgung...aber nochmal an silver-sk, unbedingt FA machen, wenns geht schauen, ob man sogar beide raushauen kann.
HenrikNL
05.02.2022, 11:22
also viele würden diese Fachrichtung empfehlen :)
was sollte man machen um die Chancen auf eine Stelle zu steigern?
Was soll man als Wahlfach im PJ zum Besispiel machen?
Ich habe vorerst Augenheilkunde als Wahlfach gewählt, aber ich habe keine Ahnung wie die Arbeitsbedingungen zukünftig werden, ich habe dort famuliert aber habe mir da leider keinen umfassenden Einblick verschaffen können, mich interessiert das Fach schon ein bisschen, aber ich würde es nicht als Berufung empfinden :(
Muss man eine Dissertation schreiben?
Was sind ganz grob die Aufgaben in den Fachrichtungen von denen ihr redet?
HenrikNL
05.02.2022, 11:29
Ich teile den Eindruck, dass die Bedingungen von Jahr zu Jahr schlechter werden. Wirklich gut waren sie nie. Vielleicht ist es auch so, dass man mit jedem Jahr mehr erschöpfter und desillusionierter wird. Wäre ich nicht so nah vorm Facharzt mit kleiner Nische, die für danach bereit steht, würde ich auch nach Wegen raus suchen. Man verdient in der Klinik mehr als im Amt, aber das mehr an Geld ist mit Lebensqualität teuer erkauft.
Finde ich auch, außer man ist von Haus aus ein selbstloser Idealist und ne Familie und Kinder zu versorgen hat, dann ist das Mehr an Geld notwendig, koste es was es wolle
Reisender
05.02.2022, 11:36
Ich teile den Eindruck, dass die Bedingungen von Jahr zu Jahr schlechter werden. Wirklich gut waren sie nie. Vielleicht ist es auch so, dass man mit jedem Jahr mehr erschöpfter und desillusionierter wird. Wäre ich nicht so nah vorm Facharzt mit kleiner Nische, die für danach bereit steht, würde ich auch nach Wegen raus suchen. Man verdient in der Klinik mehr als im Amt, aber das mehr an Geld ist mit Lebensqualität teuer erkauft.
Schöner kann man es kaum formulieren.
An der Stelle von TE würde ich auf jeden Fall im Amt weitermachen. Mit dem Wechsel in die Klinik können sich die Arbeitsbedingungen nur verschlechtern. Mit E14 wird man zwar nicht reich, aber arm ist man sicherlich nicht.
Wie läuft das eigentlich genau mit der Abordnung in eine Klinik für die Zeit der Patientenversorgung ab, die man ja sowohl für den FA für Hygiene und Umwelt als auch für das Öffentliche Gesundheitswesen braucht? Wird man auf Station eingesetzt oder kann man die Zeit auch ambulant verbringen?
Bonnerin
05.02.2022, 11:56
also viele würden diese Fachrichtung empfehlen :)
was sollte man machen um die Chancen auf eine Stelle zu steigern?
Was soll man als Wahlfach im PJ zum Besispiel machen?
Ich habe vorerst Augenheilkunde als Wahlfach gewählt, aber ich habe keine Ahnung wie die Arbeitsbedingungen zukünftig werden, ich habe dort famuliert aber habe mir da leider keinen umfassenden Einblick verschaffen können, mich interessiert das Fach schon ein bisschen, aber ich würde es nicht als Berufung empfinden :(
Muss man eine Dissertation schreiben?
Was sind ganz grob die Aufgaben in den Fachrichtungen von denen ihr redet?
Du willst doch ohnehin auswandern. Dann mach einfach Allgemeinmedizin und gut ist. Als general practitioner wird man problemlos auch im Ausland überall nen Job bekommen...
Bonnerin
05.02.2022, 12:03
Schöner kann man es kaum formulieren.
An der Stelle von TE würde ich auf jeden Fall im Amt weitermachen. Mit dem Wechsel in die Klinik können sich die Arbeitsbedingungen nur verschlechtern. Mit E14 wird man zwar nicht reich, aber arm ist man sicherlich nicht.
Wie läuft das eigentlich genau mit der Abordnung in eine Klinik für die Zeit der Patientenversorgung ab, die man ja sowohl für den FA für Hygiene und Umwelt als auch für das Öffentliche Gesundheitswesen braucht? Wird man auf Station eingesetzt oder kann man die Zeit auch ambulant verbringen?
In Nordrhein steht bei beiden Weiterbildungen nix davon, dass der "klinische" Teil stationär zu erfolgen hat. Bei z.B. Mibi oder Laboratoriumsmedizin ist das stationär explizit erwähnt.
Vorteil an Hygiene/Umweltmedizin ist, dass nur 12 Monate "fachfremd" erforderlich sind. Dazu eben attraktive Möglichkeiten in Kliniken oder der bei privaten Laboren, falls man doch das Amt verlassen wollen würde.
Für den FA im öffentlichen Gesundheitswesen sind es 24 Monate rein "fachfremd" + 6 Monate (evtl. 3 Monate, falls die Verkürzung klappt) Psychiatrie + 6 Monate Kurs-Weiterbildung (das sollte im Falle des TE kein Problem sein). Hier wurde ja die Schnittstelle Public Health angesprochen, eventuell ist sicher auch später eine Gutachtertätigkeit o.ä. möglich.
HenrikNL
05.02.2022, 12:03
@Bonnerin aber general practitioner hat ne niedrige Lebensqualität wie Innere :(
Ich habe auf Wiki nachgeschaut, man muss für die WB zum FA Öffent. GW drei Jahre der unmittelbaren Patientenversorgung leisten…
Also generell: wiki ist nicht die beste Quelle, schau mal lieber jeweils in den Weiterbildungsordnungen der Ärztekammer deiner Wahl. In Niedersachsen bräuchte man zB nur 24 Monate Patientenversorgung + 6M Psych.
Und je nachdem welche Richtung du in Innere anstrebst (und Klinik/niedergelassen) und in welchem Bereich du als Allgemeinmediziner tätig bist (Stadt/Land) ist das auch arbeitszeittechnisch sehr unterschiedlich
Es sind für den FA Öffentliches Gesundheitswesen im allgemeinen mindestens 2 Jahre fachfremd (= außerhalb vom Gesundheitsamt), da die 6 Monate Psychiatrie, die notwendig sind, auch auf die 24 Monate unmittelbare Patientenversorgung angerechnet werden können. Kann nicht garantieren, dass das jedes Bundesland macht, aber grundsätzlich ist das möglich. Zur "unmittelbaren Patientenversorgung" zählen in den meisten Bundesländern inzwischen sogar Arbeitsmedizin und Transfusionsmedizin.
Es reicht somit letzten Endes, irgendwie 6 Monate in einer Klinik zu verbringen, die 6 Monate Weiterbildungsermächtigung für Psychiatrie hat, also irgendeine psychosomatische Rehaklinik mit entsprechender Weiterbildungsermächtigung reicht dafür vollkommen. Da macht man sich auch nicht tot. Theoretisch ginge sogar Weiterbildung in einem ambulanten Bereich mit psychiatrischer Weiterbildungs-Ermächtigung, aber das wird man vermutlich eher nicht finden. Dann noch 18 Monate (oder vielleicht auch 24 Monate) Arbeitsmedizin oder Transfusionsmedizin, wo man auch keine Stationsdienste oder Notaufnahme schrubben muß. Und eben noch die 6 Monate an Kursen, die man vom Gesundheitsamt freigestellt und bezahlt wird. Und die Kurse werden natürlich auch vom Amt bezahlt.
Das ist jetzt nur das Beispiel für Nordrhein. Andere Bundesländer sind ähnlich, können sich im Detail aber schon unterscheiden.
Die 3 Jahre unmittelbare Patientenversorgung sind veraltet. Der Eintrag bei Wikipedia bezieht sich auf die Weiterbildungsordnung der AEKNO von 2008! Ich glaube nicht, dass man irgendwo noch 3 Jahre fachfremd braucht. Bayern vielleicht, die hatten bezüglich dem Öffentlichen Gesundheitswesen schon immer irgendwelche Sonderregelungen.
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