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ehem-user-20-04-2022-0939
26.03.2022, 00:40
Bereits ein angestellter Honorararzt macht 200 k + brutto. Dann gibt's da noch Impfärzte, angestellte Ärzte in Heroinpraxen etc. ...

Honorararzt ist doch gar nicht angestellt. Und was meinst du mit Heroinpraxen? Nehme an Substitution (Suchtmedizin)

ehem-user-20-04-2022-0939
26.03.2022, 00:44
Mein Ex -Kollege beispielsweise hat sich bewusst für ein Arbeitsleben in der ostdeutschen Pampa entschieden

Man hört ja oft vom Fachgruppendurchschnitt. Wenn man gut verdienen will, ist es doch ratsam sich (wenn möglich) in einer Gegend mit hohem Fachgruppendurchschnitt niederzulassen, oder kann man das nicht so sagen?

hebdo
26.03.2022, 10:21
Glaube nicht, dass Substitutionspraxen zu den Einkommensstärksten gehören. Bei Heroinpraxen kann ich mir es durch den hohen Selbstzahleranteil schon eher vorstellen.


Insgesamt muss ich Thomas24 und Co recht geben. Invasive Kardiologen, Gastroenterologen, Radiologen etc. kommen sicher auch als Angestellte in den angestrebten Bereich. Bei den Kassensitzen gibt es ganz klar ein Distributionsaspekt. Wenn ich wollte könnte ich mich zeitnah als einer der oben genannten FÄ niederlassen bzw. einkaufen. Nur eben nicht direkt in München, Hamburg etc. Aber schon im Umkreis 100-150km sieht man regelmäßig Angebote.

cartablanca
26.03.2022, 11:50
Klar bist du als Honorararzt Angestellter einer Leihfirma und ja ich meine Suchtmedizin. Es gibt auch viele andere Nischen wo man viel Geld verdienen kann. Aber es ist nicht sinnvoll etwas NUR wegen dem Geld zu machen. Lebenszeit ist nämlich unbezahlbar.

ehem-user-20-04-2022-0939
26.03.2022, 15:01
Aber es ist nicht sinnvoll etwas NUR wegen dem Geld zu machen. Lebenszeit ist nämlich unbezahlbar.

logisch, sehe ich auch so

ehem-user-20-04-2022-0939
26.03.2022, 15:03
Glaube nicht, dass Substitutionspraxen zu den Einkommensstärksten gehören. Bei Heroinpraxen kann ich mir es durch den hohen Selbstzahleranteil schon eher vorstellen.

Sind Ärzte die Heroin verabreichen Internisten oder Allgemeinmediziner? Solche Praxen scheinen aber selten zu sein. Wusste gar nicht, das es das gibt. Kenne nur den Methadon-Bereich

Mometasonfuroat
26.03.2022, 15:18
Passend zum Thread die Frage meines ehemaligen Ziehbuddies bei MVZ Stelle angestellt Urologie 120.000€ Vollzeit 42std/Woche gut oder zu schlechtes Angebot?

cartablanca
26.03.2022, 16:56
Brutto? Ich find das schlecht.

FirebirdUSA
26.03.2022, 19:38
Brutto? Ich find das schlecht.
Für eine 42h Woche ohne relevante Verantwortung? ... ich finde es kein schlechtes Angebot.

Gehalt skaliert in der Regel mit Leistung, Thomas24 Beiträgen ist eigentlich nichts hinzuzufügen.

cartablanca
26.03.2022, 21:34
Ok nicht schlecht, aber auch nichts Besonderes. Durchschnitt würd ich sagen. Kenne die Gehälter von Urologen nicht so gut. Ein Internist kommt leicht auf mehr.

Cor_magna
27.03.2022, 09:07
Humangenetik...
die Abteilung der Uniklinik mit dem größten Verlust (ausführliche Beratung bringt nunmal nix), aber nunmal Teil der Versorgung. Tarifgehalt, keine Zulagen wegen fehlender Dienste usw.
Von gut gehenden humangenetischen Praxen mit hohen Gewinnen habe ich auch noch nie gehört.

Ich hab da promoviert und genau das sagen die Praxis Besitzer da auch. Lohnt nicht. Das sind alles Leute denen die Arbeit da super viel Spass macht, dafür nehmen sie in Kauf dass sie weniger verdienen als andere Praxisbesitzer. Bei grossen Laboren wird heutzutage im Bereich Humangenetik angestellt und da verdient man dann wie Labor Mediziner und dass da die Gehälter nicht mehr so hoch sind wie früher ist ja hoffentlich bekannt. Haben ja schon zahlreiche Nutzer hier erläutert.


Ich persönlich überlege ja Onkologie zu machen, glaube das ist auch eher ein ähm durchschnittlich lukratives Fachgebiet? Für bessere Infos und Aufklärung bin ich aber dankbar :-))

WiWi18
29.03.2022, 13:06
Zu der Humangenetik-Diskussion:

https://www.kbv.de/media/sp/Honorarbericht_Quartal_4_2020.pdf

Seite 111 (PDF)/ 99 laut deren Nummerierung, Einnahmen pro Arzt von 850.000 (!). Nur von der GKV.

Das wäre doppelt so viel wie die Radiologen.

Wie soll das denn gehen bei sprechender Medizin? Machen die ihre Labortests selbst?

FirebirdUSA
29.03.2022, 13:14
Zu der Humangenetik-Diskussion:

https://www.kbv.de/media/sp/Honorarbericht_Quartal_4_2020.pdf

Seite 111 (PDF)/ 99 laut deren Nummerierung, Einnahmen pro Arzt von 850.000 (!). Nur von der GKV.

Das wäre doppelt so viel wie die Radiologen.

Wie soll das denn gehen bei sprechender Medizin? Machen die ihre Labortests selbst?

Dafür zahlt die PKV aber nichts (Humangenetik ist meist nicht im Leistungskatalog)

GP1001
29.03.2022, 16:33
Ok nicht schlecht, aber auch nichts Besonderes. Durchschnitt würd ich sagen. Kenne die Gehälter von Urologen nicht so gut. Ein Internist kommt leicht auf mehr.

Genau. Es ist nicht schlecht. Ein Standard/Einsteigergehalt für Fachärzte in Praxen. Verhungern tut man damit nicht.


Ich hab da promoviert und genau das sagen die Praxis Besitzer da auch. Lohnt nicht. Das sind alles Leute denen die Arbeit da super viel Spass macht, dafür nehmen sie in Kauf dass sie weniger verdienen als andere Praxisbesitzer. Bei grossen Laboren wird heutzutage im Bereich Humangenetik angestellt und da verdient man dann wie Labor Mediziner und dass da die Gehälter nicht mehr so hoch sind wie früher ist ja hoffentlich bekannt. Haben ja schon zahlreiche Nutzer hier erläutert.


Aber man nagt auch nicht am Hungertuch. Und auch im Labor gibts Karriere und somit höhere Gehälter. Wichtig, ist dass die Arbeit Spaß macht



Ich persönlich überlege ja Onkologie zu machen, glaube das ist auch eher ein ähm durchschnittlich lukratives Fachgebiet? Für bessere Infos und Aufklärung bin ich aber dankbar :-))


Wenn es dich mehr interessiert. Go for it. Bei der Vergütung tippe ich Nephro>Gastro>Cardio>Onko.
Was unfairerweise nicht so gut vergütet wird ist Psychiatrie, KJP oder Kinderheilkunde. Einfach eine Lobbysache.
:-nix

cartablanca
29.03.2022, 17:07
Wenn es dich mehr interessiert. Go for it. Bei der Vergütung tippe ich Nephro>Gastro>Cardio>Onko.
Was unfairerweise nicht so gut vergütet wird ist Psychiatrie, KJP oder Kinderheilkunde. Einfach eine Lobbysache.
:-nix

Das ist realistisch. Gibt auch so Nischenfächer wie Infektiologie etc. wo man gut privat abrechnen kann. Ich würde aber nicht jeden Tag 7 Mal bis zur Rente ein Rohr legen wollen um den Turm abzubezahlen.

dissection
29.03.2022, 17:15
Genau. Es ist nicht schlecht. Ein Standard/Einsteigergehalt für Fachärzte in Praxen. Verhungern tut man damit nicht.



Aber man nagt auch nicht am Hungertuch. Und auch im Labor gibts Karriere und somit höhere Gehälter. Wichtig, ist dass die Arbeit Spaß macht



Wenn es dich mehr interessiert. Go for it. Bei der Vergütung tippe ich Nephro>Gastro>Cardio>Onko.
Was unfairerweise nicht so gut vergütet wird ist Psychiatrie, KJP oder Kinderheilkunde. Einfach eine Lobbysache.
:-nix

Zumindest in der Schweiz ist der Gewinn von Onkopraxen höher als für Kardio oder Nephro. Für Deutschland habe ich keine Zahlen.

Cor_magna
29.03.2022, 17:25
Aber man nagt auch nicht am Hungertuch. Und auch im Labor gibts Karriere und somit höhere Gehälter. Wichtig, ist dass die Arbeit Spaß macht

Wenn es dich mehr interessiert. Go for it. Bei der Vergütung tippe ich Nephro>Gastro>Cardio>Onko.
Was unfairerweise nicht so gut vergütet wird ist Psychiatrie, KJP oder Kinderheilkunde. Einfach eine Lobbysache.
:-nix

Wollte nur sagen dass Humangenetik kein Niederlassungsfach mehr ist. Und ja ich mache eh das was mich interessiert und lasse Vergütung so gut es geht außen vor. Ganz ausser Acht will ich es dennoch nicht lassen.

hebdo
29.03.2022, 19:13
Zu der Humangenetik-Diskussion:

https://www.kbv.de/media/sp/Honorarbericht_Quartal_4_2020.pdf

Seite 111 (PDF)/ 99 laut deren Nummerierung, Einnahmen pro Arzt von 850.000 (!). Nur von der GKV.

Das wäre doppelt so viel wie die Radiologen.

Wie soll das denn gehen bei sprechender Medizin? Machen die ihre Labortests selbst?

Die Zahlen kommen mir verdammt hoch vor. Humangenetik ist oft an den großen Laborketten zu finden. Ich kann mich erinnern eine bestimmte Untersuchung musste aus dem Süddeutschen Raum exklusiv zu einer Zweigstelle nach Tübingen versendet werden. Vielleicht ist damit das Einzugsgebiet sehr groß. Der Fallwert ist auch relativ hoch.


Es gibt mehrere Fachrichtungen, die sich mit einem eigenen Labor erst richtig lohnen: Hämostaseologie, Rheumatologie und auch Endokrinologie. Durch ein eigenes Labor kann der Umsatz deutlich gesteigert werden.

hebdo
29.03.2022, 19:16
Das ist realistisch. Gibt auch so Nischenfächer wie Infektiologie etc. wo man gut privat abrechnen kann. Ich würde aber nicht jeden Tag 7 Mal bis zur Rente ein Rohr legen wollen um den Turm abzubezahlen.

Glaube ich überhaupt nicht - Never. Nischenfach okay, aber welche Leistungen willst du denn als niedergelassener Infektiologe so lukrativ abrechnen? Borreliose-Hokuspokus? Das würde mich jetzt echt interessieren!

cartablanca
29.03.2022, 19:27
Nicht niedergelassen. Solche Leute werden als Angedtellte ziemlich gut bezahlt. Gibt nicht viele davon.