Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ernsthafte Frage zu Gehalt und Lebenshaltungskosten
winton90
28.04.2023, 09:22
da hast du recht, hätte ich mal genauer hingeschaut, sorry!
Locutus001
03.05.2023, 12:51
Der TE fragt nach mehr: „Ist das die neue Realität von AssistenzärztInnen?“
Diskussionen um Gehaltsverhandlungen, Zufriedenheit und Gehalt gehören offensichtlich dazu.
Also, wenn man schon zitiert, dann ordentlich:
"Ist das die neue Realität von Assistenzärzten" wird gefragt. Das ist das ZITAT.
Das generische Femininum, das ist DEIN Ding. Kann man mit diesen eckigen Klammern [ ] z.B. kennzeichnen.
Und da es hier dann auch schon wieder anders politisch wird - und eine ganz andere Diskussion damit aufgemacht werden würde ;-) - möchte ich es bei dem Hinweis belassen, dass die eigene politisch/sprachliche Neigung jemand anderem im Zitat nicht angedichtet gehört.
Und wenn Du selbst Wert auf gendergerechte/sensible Sprache legst, lege ich persönlich die Methode nach Phettberg nahe, denn wer es mit der Kritik des Genderns mit Hilfe des gen. Maskulinums (das ist auch Gendern) ernst nimmt, sollte als Lösung nicht einfach ein anderes Genus nutzen bzw. es nur bei maskulinen Worten anwenden. (Die Abteilungsleitung wird ja auch nicht zum Abteilungsleiterich... und die Hebamme nicht zum Hebamm*erich).
Dann wäre es sinnvoller Ärzte*innen zu schreiben (ja, der eine Buchstabe geht dann auch noch, wenn man sich ohnehin für die kompliziertere Version des Genderns entscheidet).
Und ganz fern ab von der rein sprachlichen Debatte, fließt hier ja direkt auch eine ganz andere Debatte noch mit rein.... mehrere sogar, wenn man es ernst nehmen will.
Bei so viel Ebenen, sollte man nicht einfach irgendwem Worte in den Mund (bzw. auf die Tastatur) legen durch bewusst falsches zitieren (auch wenn bewusst FALSCH INFORMIEREN natürlich von *innen und sonstigen gen. Fem. Freunden gerne gemacht wird, schon alleine bei der Darstellung als "Gendern" vs "Nicht-Gendern" oder "-gerechte" vs. "sexistische" Sprache...).
Na ja ich schweife doch weiter aus als ich will ;-P
Ich weiß noch, dass ich mit meinen knapp 2000 Euro Netto in Eltern-Teilzeit extrem gut ausgekommen bin...
Kein Auto, teure Metropole... bezahlen für mehr Leute als nur mich... Ja ich musste auch verzichten und bin nicht wie sonst üblich für den Durchschnittsarzt jeden Samstag ins Michelin-Sterne-Restaurant gegangen! Aber ansonsten geht das schon sehr gut.
Und bzgl. Auto: Wer viel fährt, weil er muss oder das entsprechend der Freizeitaktivitäten extrem vorteilhaft ist, für den lohnt es sich dann meistens auch.
Wer eigentlich nicht so oft fährt und v.a. zur Arbeit fast schon besser ohne Auto kommt... da verstehe ich nicht, warum man sich (insbes. in Großstädten) nicht einfach nen Auto ausleiht... das Angebot ist ja mittlerweile sehr groß. Inklusive Anschaffungs, Versicherungs und weiteren Kosten, ist das aufs Jahr gerechnet DEUTLICH günstiger.
Also nochmal zurück zu den 3000 Euro --> wer sein Geld rausschmeißt, der schmeißt es auch mit 6000 Euro netto raus!
Bender B. Rodriguez
03.05.2023, 13:28
Der Vorteil von Phettberg ist v.a. dass da wirklich jedes Gender inkludiert wird. Die Nonbinären werden ja bei den Variationen mit Glottisschlag, Sternchen und Tiefstrich ausgeschlossen.
Und das finde ich als Arzter oder meinetwegen Arzterich überhaupt nicht unterstützenswert.
Espressa
03.05.2023, 18:50
Menschen werden zunehmend unzufriedener, das ist mein Eindruck.
Und Beschweren wird zum Volkssport, alles muss ja immer so schrecklich sein…
In meiner Assizeit als Single wusste ich gar nicht wohin mit dem ganzen Geld - zumal neben Arbeit und Diensten auch nicht so viel Zeit zum ausgeben blieb. Die Mieten sind zwar tatsächlich nicht mehr das was sie vor 10 Jahren waren; aber auskommen würde man wohl immer noch gut.
Letzten Endes - „es ist nicht gut, dass der Mensch alleine sei“ - wenn man zu zweit wohnt werden Miete und Nebenkosten bezahlbarer. Und wenn der Job nicht besonders lukrativ ist, muss man auch nicht in teuren Innenstädten leben, jedenfalls nicht ewig…
Thomas24
03.05.2023, 22:11
Letzten Endes - „es ist nicht gut, dass der Mensch alleine sei“ - wenn man zu zweit wohnt werden Miete und Nebenkosten bezahlbarer.
Und falls es im weiteren Verlauf doch mal zu einer Scheidung ohne Ehevertrag/ Scheidungsvereinbarung kommen sollte, relativieren sich die Probleme des TE dann doch... :-oopss *Duckundweg*
Christoph_A
04.05.2023, 06:11
Wobei in unserer Gehaltsklasse hoffentlich eh jeder romantisch genug ist, einen Ehevertrag zu haben....besonders, wenn der Partner dtl. weniger verdient.
Wobei in unserer Gehaltsklasse hoffentlich eh jeder romantisch genug ist, einen Ehevertrag zu haben....besonders, wenn der Partner dtl. weniger verdient.
Da ich deutlich weniger verdiene wie der Freund gibts da auf keinen Fall einen Ehevertrag ;)
Feuerblick
04.05.2023, 06:28
Ich verstehe (völlig unabhängig vom Einkommen) nicht, wie man heutzutage ohne Ehevertrag heiraten kann. Ja, ich bin schon immer so unromantisch. :-nix
Matzexc1
04.05.2023, 07:27
Ich verstehe (völlig unabhängig vom Einkommen) nicht, wie man heutzutage ohne Ehevertrag heiraten kann. Ja, ich bin schon immer so unromantisch. :-nix
Verstehe ich auch nicht, da bin ich mir mit meiner(weniger verdienenden Freundin) einig.
TaraTamm
04.05.2023, 10:31
Also nochmal zurück zu den 3000 Euro --> wer sein Geld rausschmeißt, der schmeißt es auch mit 6000 Euro netto raus!
Das sehe ich nicht so. Ich achte beim Lebensmittel Einkaufen wenig auf Preise und kaufe das, was ich gerne Essen möchte. Gerne auch mal hochwertigere Sachen. Habe ein mittelmäßig teures Auto und zahle 900 Euro Miete. Mit 3000 Euro ist bei mir am Ende des Monats wenig bis nichts übrig geblieben. Aktuell mit 5000 netto bleiben 2000 Euro übrig zum Sparen/Anlegen.
Espressa
04.05.2023, 12:57
Auch wer ohne Ehevertrag heiratet, hat gewisserweise einen Vertrag. Nur hat er dann eben keine abweichenden Regeln festgelegt.
Wir haben auch keinen.
Christoph_A
04.05.2023, 13:04
Diese Art von Vertrag kann einen halt ordentlich ins Minus ballern, besonders, wenn ein Partner deutlich mehr verdient. Aber das ist, wie bei allen Geschäften, Sache des Individuums. Wer gern auf Risiko spielt, kann sich auf die Ewigkeitsklausel der Ehe verlassen. Mein Fall wär das nicht gewesen.
Was das Geldthema betrifft: Alleine hab ich von meinem Assigehalt immer gut gelebt, jetzt, als Familie, kann ich auch 10k im Monat durchjuckeln, wenn ich nicht auf die Ausgaben schaue. Mit dem Gehalt wachsen immer auch die Ansprüche, da muß man trotzdem vorsichtig sein.
Das Assigehalt ist ein Momentum, Kohle kommt als Arzt genug im Laufe eines Lebens rein. Man muß sie halt auch etwas zusammenhalten können.
Thomas24
04.05.2023, 15:04
Auch wer ohne Ehevertrag heiratet, hat gewisserweise einen Vertrag. Nur hat er dann eben keine abweichenden Regeln festgelegt.
Wir haben auch keinen.
Jup, hat auch niemand etwas anderes behauptet. Und die staatlichen Regeln können im Ernstfall ruinös sein. Nur mal ein paar Stichworte... Trennungsunterhalt, nachehelicher Unterhalt, Versorgungsausgleich, Zugewinnausgleich, Ausgleich ehebedingter Nachteile, Kindesunterhalt usw. pp. Von so Spezialitäten wie "nacheheliche Solidarität" im Krankheitsfall mal ganz zu schweigen...
Das Assigehalt ist ein Momentum, Kohle kommt als Arzt genug im Laufe eines Lebens rein. Man muß sie halt auch etwas zusammenhalten können.
So wahr. Skywalker, du, ich usw. können uns noch den Mund fusselig reden über das vertikale Einkommenspotential nach dem FA. Wollen die Leute nicht hören/ wahr haben usw.
Stattdessen ständig dieselben Stories, wie "alle Sitze werden mir vor der Nase von pöhsen Investoren aufgekauft", "keine Chance mehr für den niederlassungswilligen Nachwuchs usw"...
Für mein Fach ist diese Story jedenfalls nicht wahr - die Demographie schlägt voll durch auf der Nachfrageseite. Und bezüglich des fachärztlichen Nachwuchses herrscht deutlicher Mangel, der sich in den nächsten Jahren nur verschlimmern wird.
Espressa
04.05.2023, 15:56
Ja nu aber wenn einer verdient, und der andere auf seine Erwerbstätigkeit verzichtet, um sich der Versorgung der gemeinsamen Kinder zu widmen, finde ich es allenfalls angemessen, dass diesem im trennungsfall vom Besserverdienenden was zusteht.
Was soll das denn für ein Ehevertrag sein;
„Ich heirate dich, aber nur bis ich keine Lust mehr hab. Du versorg die Kinder, aber wenn ich dann keine Lust mehr auf dich hab, guck selber wo dein Geld herkommt“?
Christoph_A
04.05.2023, 16:06
Wer sich mit Eheverträgen beschäftigt, sollte schon wissen, daß diese in der Regel nicht unmoralisch sein dürfen. Nur ist halt ein Unterschied zwischen komplettem 50:50, was, insbesondere bei Alleinverdienern real dann gern 30:70 wird ( mit all den netten Gimmicks, die Thomas da anführte) oder einer fairen Versorgung des Partners im Trennungsfall. Kinder kann man in D eh nicht ausklammern, Erwachsene können gerne für ihr Geld arbeiten.
TaraTamm
04.05.2023, 16:07
Ja nu aber wenn einer verdient, und der andere auf seine Erwerbstätigkeit verzichtet, um sich der Versorgung der gemeinsamen Kinder zu widmen, finde ich es allenfalls angemessen, dass diesem im trennungsfall vom Besserverdienenden was zusteht.
Was soll das denn für ein Ehevertrag sein;
„Ich heirate dich, aber nur bis ich keine Lust mehr hab. Du versorg die Kinder, aber wenn ich dann keine Lust mehr auf dich hab, guck selber wo dein Geld herkommt“?
Tut es auch, selbst mit ehevertrag. Einen Ehervertrag, in dem der kinderbetreuende Partner bei einer Scheidung gar nichts bekommt, also weder Zugewinnausgleich noch Unterhalt, ist eh sittenwidrig und hat vor Gericht keinen Bestand. Den braucht man gar nicht erst abschließen bzw. der Notar wird ihn normalerweise auch gar nicht erst beglaubigen.
Christoph_A
04.05.2023, 17:05
So siehts aus, teilt einem auch jeder gute Familienrechtler mit. Umso wichtiger ist ein wasserdichter Vertrag.
Autolyse
05.05.2023, 10:27
Tut es auch, selbst mit ehevertrag. Einen Ehervertrag, in dem der kinderbetreuende Partner bei einer Scheidung gar nichts bekommt, also weder Zugewinnausgleich noch Unterhalt, ist eh sittenwidrig und hat vor Gericht keinen Bestand. Den braucht man gar nicht erst abschließen bzw. der Notar wird ihn normalerweise auch gar nicht erst beglaubigen.
Und auch ein zu wenig hält der gerichtlichen Inhalts- und Ausübungskontrolle, in Deutschland, nicht stand.
Espressa
05.05.2023, 13:32
Ok also was genau halten die Verfechter der Eheverträge dann in diesen fest? Dass der andere nicht mehr bekommt als er gesetzlich muss? Was er aber sowieso muss selbst wenn kein gesonderter Vertrag besteht?
Sorry wir weichen vom Thema ab.
zb was mit etwaigen Kindern passiert (welcher Arzt nimmt die Teilung vor etc).
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